Winter is coming – Integration als Staatsreligion mit Inquisition

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get-ready-for-winter-2014Eth­no­lo­gisch defi­niert man den Begriff „Gesell­schaft„als eine größere mensch­li­che Gruppe, deren Mit­glie­der durch gemein­same Sprache, Werte, Über­zeu­gun­gen, Tra­di­tio­nen und Erfah­run­gen mit­ein­an­der ver­bun­den sind“. Die Sozio­lo­gie sieht den Begriff ähnlich, „…als eine durch unter­schied­li­che Merk­male zusam­men­ge­fasste und abge­grenzte Anzahl von Per­so­nen, die als soziale Akteure mit­ein­an­der ver­knüpft leben und direkt oder indi­rekt inter­agie­ren.“ - nüch­tern könnte dem auch jede Kölner Kar­ne­vals­ge­sell­schaft zustim­men. weiter lesen

Maria ist tot

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deadMaria ist tot, schon seit dem 16. Oktober diesen Jahres. Nun gibt es gibt erdrü­ckende Indi­zien gegen einen „Min­der­jäh­ri­gen unbe­glei­te­ten Asyl­be­wer­ber” (MUA) aus Afgha­ni­stan. Diese Erkennt­nis muss uns natür­lich dazu bringen, in uns selbst nach Fehlern und Bös­ar­tig­kei­ten zu for­schen. Das KANN, nein DARF einfach nichts mit der Her­kunft des mut­maß­li­chen Täters zu tun haben! Was es jetzt drin­gend braucht, ist einfach mehr Geld, mehr Betreuer, mehr Ver­ständ­nis, mehr Hilfe, mehr Sach­ver­stän­dige, mehr Erklä­run­gen, mehr „das hat nichts mit dem Islam zu tun”, mehr Inte­gra­ti­ons­an­stren­gun­gen, mehr kun­ter­bunt, mehr „kommt damit klar Leute, sicher hat sie es pro­vo­ziert und der arme Junge konnte einfach nicht anders handeln”, mehr „geschenkte Men­schen”, mehr „die Grenzen müssen offen sein”, mehr „wert­vol­ler als Gold”, mehr Fach­kräfte. weiter lesen

Ein Diktator stirbt und das Feuilleton dreht durch!

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Good Fellas Arafat und Castro
Good Fellas Arafat und Castro. Beide erkann­ten nicht, wann es Zeit war, die Uniform abzu­le­gen.

Auf Kuba, so hört man, regnet es häu­fi­ger nachts als am Tage, was die Insel zu einem Para­dies erst für son­nen­hung­rige Tou­ris­ten, dann für zwie­lich­tige Glücks­spiel-Mafioso und schließ­lich für Revo­lu­ti­ons­träu­mer des Post­so­zia­lis­mus machte. Dazu kam für den kleinen Nach­wuchs­kom­mu­nis­ten noch der schöne Schauer, rings um vom Erz­feind USA umzin­gelt zu sein, ein idealer Ort, um Urlaub zu machen. Nir­gends im sozia­lis­ti­schen Welt­reich war man dem „großen Satan“ näher. Castro zeigte den USA den Stin­ke­fin­ger und war sich auch nicht zu schade, dafür die ato­ma­ren Wurst­fin­ger Chruscht­schows auf die Insel zu holen. Die Tat­sa­che, dass ein Zigarre rau­chen­der Zau­sel­bart in Mili­tär­dril­lich auf einer fernen Kari­bik­in­sel darüber bestimmte, ob in Berlin oder Frank­furt die Lichter aus­gin­gen, sorgte im Westen für Gän­se­haut und Fas­zi­na­tion. weiter lesen

Harden your broadcast – überleben im Denunziantenstadl Facebook

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schunkeTau­sende kleine, emo­tio­nal gestörte, selbst­er­nannte oder beauf­tragte Zen­so­ren sind Tag und Nacht auf Face­book unter­wegs, um anderen Men­schen dort – beson­ders den kri­ti­schen – das Leben schwer zu machen. Muss man zum trollen und haten noch aus der Deckung kommen und sich (oder sein feiges Fake-Profil) angreif­bar machen, nutzt der Denun­zi­ant von heute die „Melden“-Funktion von Face­book, wissend, dass er so hübsch anonym bleiben kann.

Es bedarf schon einiger dieser rat­ti­gen Denun­zi­an­ten-Klicks, um die dummen Algo­rith­men von Face­book zum Handeln zu bewegen, aber wenn man nichts Bes­se­res zu tun und genü­gend Hilfe von Gleich­ge­sinn­ten hat, klappt das schon! Und so kommt es, dass Blogger wie Anabel Schunke oder Imad Karim immer wieder gesperrt werden, obwohl deren ein­zi­ges „Ver­ge­hen“ darin besteht, ihre Meinung zu sagen. Im aktu­el­len Fall von Anabel Schunke kommt es sogar noch dicker! Sie wurde gesperrt, weil sie eine ziem­lich heftige sexu­elle Belei­di­gung öffent­lich machte, indem sie diese auf Face­book postete. Face­book handelt hier nicht anders als die Scharia, wo eine ver­ge­wal­tigte Frau mit harter Strafe rechnen muss, wenn sie die gefor­der­ten vier Zeugen nicht auf­brin­gen kann. Face­book fragte nicht mal nach Zeugen, Face­book sperrte gleich. Das muss man sich klar machen: wir schrei­ben das Jahr 2016 und dennoch kann es gesche­hen, dass das Opfer einer Beschimp­fung, Belei­di­gung oder Angriffs wie ein Täter bestraft wird. Unter­stützt und geför­dert wird diese Unge­heu­er­lich­keit durch eine private Stif­tung, die aus Mitteln des Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums finan­ziert und von diesem beauf­tragt worden ist. weiter lesen

Yes, she did it again!

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image_thumb-6272Ich dachte eigent­lich lange Zeit, mit der CDU und ihren Kanz­lern und Kan­di­da­ten sei ich durch. Dass ich es noch erleben würde, dass ich Mitleid mit dieser Partei habe, hätte ich lange nicht für möglich gehal­ten. Hatte ich doch die Ehre, einen wahl­kämp­fen­den Helmut Kohl Anfang der 90er Jahre in Hal­ber­stadt zu erleben – und live mit­zu­be­kom­men, wie sich der Kanzler der Einheit bei einem großen Wahl­kampf­auf­tritt über eine in meiner Nähe ste­hende Gruppe von viel­leicht fünf Buuh-Rufern auf­regte, die er auf‘s übelste beschimpfte. Irgend­wann wurde es dem Kanzler zu bunt, denn auf den Ruf „Zugriff“ des Ein­satz­lei­ters hin flog wie aus dem Nichts ein Dutzend Poli­zei­be­amte heran, um die unhöf­li­chen Jugend­li­chen dorthin zu drücken, wo sie Kohls Meinung nach hin­ge­hör­ten: in den Dreck. Das war unschön, unde­mo­kra­tisch und voll­kom­men unver­hält­nis­mä­ßig – selbst für die­je­ni­gen, die den selbst­ge­rech­ten Phrasen Kohls nicht skep­tisch gegen­über­stan­den. Dieser dicke Mann da oben auf der Bühne jedoch war es, der einige Jahre später von eben der Angela Merkel poli­tisch erdolcht wurde, die nun ange­kün­digt hat, mit Kohls Amts­zeit von 16 Jahren zumin­dest gleich­zie­hen zu wollen. weiter lesen

Nur heiße Luft – ein Molekül klagt an

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Gestat­ten, mein Name ist CO2, sie werden von mir gehört haben. Ich wende mich in einem offenen Brief an die Öffent­lich­keit, weil ich die Unter­stel­lun­gen, die Dif­fa­mie­run­gen und Anschul­di­gun­gen leid bin. Dabei wollte ich als Min­der­heits­gas in der deut­schen Atmo­sphäre doch einfach nur meine Ruhe haben! Doch gerade sitzen sie wieder zusam­men, die selbst­er­nann­ten Retter der Welt, diesmal in Mar­ra­kesch, um mir den Kampf anzu­sa­gen und die Redak­teure von SPON sind mit ihrem ver­dre­hen­den Video ganz vorn dabei. Das Klima würde ich zer­stö­ren, wegen mir würde es immer wärmer und bald ginge dem Pla­ne­ten wegen mir die Puste aus. Nur die Pflan­zen sind noch auf meiner Seite, aber die sind als Lobby echt ne Kata­stro­phe! Weil auch die Unkräu­ter stärker wachsen, schiebt man mir natür­lich auch das in die Schuhe. Und was für Namen die mir geben! „Kli­ma­gas“ klingt ja noch ganz nied­lich – beson­ders wenn es aus den schlauen Mündern von Meteo­ro­lo­gen und Phy­si­kern kommt, die eigent­lich wissen sollten, dass jedes Gas in der Atmo­sphäre zum Klima bei­trägt. Aber neu­er­dings nennen sie mich einfach Kli­ma­kil­ler! So ein däm­li­cher Begriff…im besten Fall könnte ich das Klima ver­än­dern, töten kann ich es nicht. Aber wegen der queren Logik dieser Leute schreibe ich ja diesen offenen Brief. Denn jetzt sind die Kli­ma­ret­ter (auch so ein däm­li­cher Begriff, Kli­ma­kon­ser­va­tive träfe es besser) zu weit gegan­gen! Jetzt schie­ben sie mir Ver­bre­chen in die Schuhe, die ich nie began­gen habe. weiter lesen

Die Verteidiger der freien Welt“ – Aus der Reihe 1000 Meisterwerke

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U.S. President Barack Obama and Chancellor Angela Merkel attend a private dinner at the famous Adlon hotel in BerlinGuido Berg­mann für Reuters & Bun­des­pres­se­amt, Rea­li­tät auf Teppich, Galerie SPON

Das Zentrum des Bildes bildet ein Tisch, der den Raum in eine linke und eine rechte Hälfte unter­teilt. Dabei hat der Künst­ler der rechte Bild­hälfte etwas mehr Platz ein­ge­räumt, um dem dort sit­zen­den Obama die Tür zu weisen, durch die er bald ver­schwin­den muss. Sein Sessel ist bereits leicht nach hinten gescho­ben und Obama im Begriff, sich zu erheben. Seine Zeit ist abge­lau­fen, er weiß es und Bedau­ern zeich­net sein Gesicht. Hinter und über ihm rollt bedroh­lich die Qua­driga seines Amts­nach­fol­gers Trump heran und Obama hofft, dieser möge wenigs­tens das kleine Licht hinter ihm anlas­sen, wenn er den Raum ver­las­sen hat. weiter lesen

Mohammed und der Zauberer von Oz

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the-wizard-of-oz-2Es war einmal ein Mann, der es zu etwas bringen wollte. Er träumte von Macht und Ein­fluss und davon, etwas Beson­de­res zu sein. Sein Problem war leider, dass ihm so ziem­lich alles fehlte, was man dafür zu seiner Zeit übli­cher­weise für solche Pläne brauchte. Er stammte aus keiner der ein­fluss­rei­chen und ange­se­he­nen Fami­lien vor Ort, er war nicht reich und beson­dere Kräfte hatte er auch keine – aber er hatte Phan­ta­sie und Über­zeu­gungs­kraft! Das beides kann, schlau ein­ge­setzt, mehr als genug sein, um es nach ganz oben zu schaf­fen. Also machte er sich ans Werk. weiter lesen

Der Herbst der Demokratie ist gekommen und Augstein wirft den Laubbläser an

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Während die Mei­nungs­for­scher, die vor der Wahl hoch­tou­rig im Leer­lauf drehten, nun seltsam klein­laut gewor­den sind, schrau­ben sich nach der Wahl von Trump die Jour­na­lis­ten weiter in unge­ahnte Höhen. „Angriff auf die Glo­ba­li­sie­rung“ oder „Warum man sich für Trump schämen muss“ (FAZ), „Schwar­min­tel­li­genz, Schwarm­dumm­heit“ (Tages­spie­gel), „Es geht nicht um „wir” gegen „die”. Es geht um uns“ (bento), „Die Welt unter Trump – so könnte 2017 werden“ und „Ame­ri­can Psycho“ (SPON). Man könnte den Ver­dacht haben, hier soll „die Angst instru­men­ta­li­siert werden“, obwohl für sowas in Deutsch­land doch die Rechts­po­pu­lis­ten zustän­dig sind. Womög­lich denkt man in den Redak­tio­nen, solange unsere Regie­rung noch nicht von offener Par­tei­nahme in einem Wahl­kampf eines befreun­de­ten Landes auf „busi­ness as usual“ umge­schal­tet hat, kann man die alten Ste­reo­type ruhig noch etwas wei­ter­ver­wen­den – man hatte sich ja auch schon so daran gewöhnt und der Leser gruselt sich doch so gern. Also stein­mei­ert es gewal­tig im Blät­ter­wald und bei solcher sinn­be­frei­ten Tätig­keit darf Jakob Aug­stein natür­lich nicht fehlen und deshalb pustet er das Laub mal nach links und mal nach rechts. weiter lesen

Make Wahlforscher arbeitslos again

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opinionpollingsmilieshoirzontalDie Gesell­schaft in den USA driftet aus­ein­an­der, so sagt man. Aber was genau „driftet“ da? Ich vermute ja schon länger, es könnte da auch einen „Drift“ zwi­schen dem geben, was die Men­schen denken und dem, was sie sich zu sagen trauen. Der 9. Novem­ber 2016 sollte deshalb als der Tag in die Geschichte ein­ge­hen, an dem sich alle Wahl­for­scher und Pro­gno­sen­schrei­ber mit samt ihren Umfra­ge­er­geb­nis­sen aus den Fens­tern stürz­ten – falls sie in der Lage sind, die Fall­höhe richtig ein­zu­schät­zen. weiter lesen