Der Meer­esspiegel steigt. Und zwar immer schneller! Schon wieder mal. Aber dies­mal sei es wirk­lich wirk­lich gefährlich, denn die Dynamik habe sich *Tusch* VERDOPPELT, meldet soeben der Spiegel. Eine Studie hätte dies ein­drucksvoll erwiesen. Bei solchen Mel­dun­gen schaue ich stets zuerst nach, wer da eigentlich mit der Glocke durchs Dorf ren­nt, und „das Ende ist nahe“ ruft. Steve Nerem ist es und der wird uns im Spiegel als Wis­senschaftler von der Uni­ver­si­ty of Col­orado in Boul­der vorgestellt. Das mag stim­men. Nerems Agen­da wird aber viel deut­lich­er, wenn man ihn als Mitar­beit­er sein­er Forschungs­gruppe ken­ntlich macht, der „Sea Lev­el Research Group“. Sea-Lev­el sind sein Brot und Honig. Seit Jahren tin­gelt er mit Vorträ­gen durch die Welt, die immer densel­ben Inhalt haben: Alarm! Mehr Meer! Mehr Geld! Mehr Alarm! Doch ich komme gle­ich auf Steve Nerem zurück, schauen wir zunächst kurz nach, was der Spiegel als Zusam­men­fas­sung über dessen Studie schreibt.

„Bei ihrer neuen Kalku­la­tion gin­gen die Forsch­er um Steve Nerem nun davon aus, dass sich die Verän­derungsrate der ver­gan­genen 25 Jahre in Zukun­ft fort­set­zt. “Angesichts der großen Verän­derun­gen, die wir heute in den Eiss­childen sehen, ist das unwahrschein­lich”, betont Nerem. Der Anstieg werde wahrschein­lich noch höher aus­fall­en. Nerem und Kol­le­gen ver­wen­de­ten die läng­ste bish­er vorhan­dene Satel­liten­mess­rei­he zur glob­alen Meereshöhe. Sie begann mit dem Start des Erd­beobach­tungssatel­liten “Topex/Poseidon” im August 1992 und wurde mit den drei “Jason”-Satelliten fort­ge­set­zt.“ 

Nur zur Erin­nerung: Mit „Eiss­childe“ sind Grön­land und die Antark­tis gemeint – nicht dass wieder jemand auf die Idee kommt, das Abschmelzen des Pack­eis­es der Ark­tis zum Prob­lem zu erk­lären. Wäre dies eines, läge der Nord­seestrand von Juni bis Sep­tem­ber wohl irgend­wo südlich von Ham­burg. Doch auch mit der Antark­tis ist soweit alles in Ord­nung. Bericht­en, wonach der Eis­panz­er der Antark­tis ent­ge­gen aller Pressemel­dun­gen ein­fach nicht schwinden will, wird gern und heftig wider­sprochen. Das Gegen­teil sei der Fall! Die Web­seite klimafakten.de, eine vom Grün­strom-Lob­byver­band „Smart Ener­gy for Europe“ betriebene „Aufk­lärungs­seite“ weiß zu bericht­en, dass nur das Antark­tis­che Meereis zunehme, das Inlan­deis aber bes­timmt schwände. Zwar haben man keine ver­lässlichen Dat­en über Eis­dick­emes­sun­gen und die gebe es auch nicht, aber wer es genauer wis­sen wolle, der solle doch mal beim IPCC nach­se­hen. Dies ist, sie ahnen oder wis­sen es, die große Lob­by­mut­ter aller Kli­maalarmis­ten und „Smart Ener­gy for Europe“ zieht natür­lich nur zufäl­lig an einem Strang mit dieser NGO.

Unter dem Wellblechdach der UNO

Das IPCC, dies nur zur Erin­nerung, ist eine UN-Organ­i­sa­tion, bei der wie bei anderen Orgas unter dem Well­blech­dach der UN 150 „Lupen­reine Demokra­tien“ und 40 entwick­elte Län­der darüber abstim­men, wer die Piz­zarech­nung begle­ichen muss. Ver­linkt wird bei klimafakten.de dann aus­gerech­net ein soge­nan­nter SPM-Bericht, also ein „Sum­ma­ry for Pol­i­cy­mak­ers“. In diesem For­mat ver­packt das IPCC seine Erken­nt­nisse tra­di­tionell so auf­bere­it­et, dass die Poli­tik­er keine dum­men Fra­gen stellen und genau die Knöpfe drück­en, die gewün­scht sind. Nun, wis­senschaftliche Stu­di­en sind lei­der keine IKEA-Bauan­leitun­gen – sie sind stark inter­pre­ta­tiv und nur sel­ten in Stein gemeißelt. Das God­dard-Space-Cen­ter der NASA kommt denn auch zu einem ganz anderen Ergeb­nis bezüglich des Eis­es in der Antark­tis, näm­lich dem, dass es nur einen Rück­gang beim Eiszuwachs in der Antark­tis gibt – einen Rück­gang des Net­to-Zuwach­ses! Wenn Sie ihrem Sparkon­to bei der Süd-Eis­bank also im Jahr statt 110 Mil­liar­den Ton­nen Eis nur noch 85 Mil­liar­den Ton­nen Eis hinzufügten, wohlge­merkt Net­to, alle Abflüsse und die Infla­tion durch das Kli­ma schon ein­gerech­net, wür­den sie dann sagen, ihr Eis-Kon­to schmilzt? Wollen wir wet­ten, dass ich den­noch eine Kurve zeich­nen kann, nach deren Anblick sie sofort in den Flieger steigen, um ihre Assets zu prüfen? Und weil sie das per Augen­schein nicht hin­bekom­men kön­nen, wer­den sie schon die richti­gen Knöpfe drück­en, wenn ich ihnen sage, welche…

Graf Zahl reist in die Vergangenheit

Aber lassen wir das mit dem Eis für einen Moment, es spielt für die eigentliche Frage keine Rolle. Die lautet näm­lich: wie um alles in der Welt kommt Steve Nerem auf diese ger­adezu galop­pieren­den Anstiegsrat­en des Meer­esspiegels? Um es vor­weg zu nehmen: es ist nichts als ein Taschen­spiel­er­trick, lei­der kein ele­gan­ter, son­dern ein­er aus der Rubrik „Wenn die Mes­sun­gen nicht zur The­o­rie passen…Pech für die Mes­sun­gen“. Das Spiegel-Zitat deutet an, dass es seit eini­gen Jahrzehn­ten Mess­rei­hen von Satel­liten gibt, die neuesten sind die der Jason-Rei­he. Klar ist auch, dass jede Mes­sung Fehler­an­fäl­lig ist. Die Mess­ge­nauigkeit, sys­tem­a­tis­che Fehler, Störun­gen, sta­tis­tis­che Schwankungen…die Rei­he ist lang. Es ist deshalb wichtig, diese Fehler möglichst genau zu ken­nen und ins­beson­dere bei sta­tis­tis­chen Rei­hen wie Wet­ter- und Klimaphänome­nen zu berück­sichti­gen. Das Prob­lem ist nun aber die Def­i­n­i­tion, welch­er Teil ein­er Mes­sung Fehler und welch­er Teil der eigentlich gemessene Wert ist – und hier wird’s jet­zt fast schon krim­inell. Es deutet einiges darauf hin, dass Nerem die frühen Satel­liten­mes­sun­gen so aufge­hüb­scht hat, dass die Gesamtkurve sys­tem­a­tisch aus einem gle­ich­bleiben­den Anstieg in eine Beschle­u­ni­gung überge­ht. Man flacht die Kurve in der Ver­gan­gen­heit ab – und zwar nachträglich – um die Dynamik der Nach­fol­gen­den Jahre größer ausse­hen zu lassen.* Wenn solche nachträglichen Adjustierun­gen jedoch zu der­art verän­derten Dat­en führen, hätte man die alten Dat­en ver­w­er­fen müssen, statt sie „anzu­passen“, um der eige­nen The­o­rie einen Gefall­en zu tun – aber sie so dreist zu manip­ulieren, ist eigentlich unstatthaft – es sei denn, man hat eine große Glocke in der Hand, die geläutet wer­den soll.

Schema­tis­che Darstel­lung der vorgenomme­nen “Adjustierun­gen” und deren Auswirkun­gen auf die Trendlin­ie

Der Zweck heiligt die Mittel – Mathematischer Utilitarismus beim IPCC

Es wäre nicht das erste Mal, dass das IPCC und die angeschlosse­nen Honig-Töpfchen-Schleck­er einen wichti­gen Daten­satz in die Ver­gan­gen­heit hinein so manip­ulieren, dass ihre Prog­nosen in Pro­por­tion zu ihren angstvoll aufgeris­se­nen Augen und bit­tend aufgeris­se­nen Brief­taschen ste­hen. So „sank“ die Def­i­n­i­tion der sta­tis­tis­chen Größe „Erd­durch­schnittstem­per­atur“ immer mal wieder um ein paar Zehn­tel­grade, um dem Kli­mawan­del durch eine ordentliche Dif­ferenz ein­heizen zu kön­nen. Noch dreis­ter war allerd­ings die „Opti­mierung“ der weltweit­en Tem­per­aturmes­sun­gen, welche die NASA zu einem gigan­tis­chen Daten­satz zusam­mengestellt hat und dessen Mes­sun­gen teil­weise bis 1850 zurück­re­ichen. Dieser Daten­satz ist frei zugänglich. Es gibt allerd­ings zwei Ver­sio­nen davon. Wer mit ein­er Daten­ver­sion von 2010 arbeit­et, bekommt gän­zlich andere Ergeb­nisse her­aus, als wenn mit ein­er aktuellen Ver­sion gear­beit­et würde – und zwar bei iden­tis­chen Mes­sun­gen! Wie bei den Meer­esspiegel­höhen hat­te man irgend­wann zwis­chen 2010 und 2012 die Dat­en dem gewün­scht­en Mod­ell “angepasst” und sich im Detail große Mühe dabei gegeben, damit es nicht nach einem Algo­rith­mus aus­sah!

Es sieht sehr danach aus, als hät­ten die Kli­ma-Alarmis­ten mit­tler­weile eine gewisse Rou­tine für “Data-Min­ing-Zeitreisen” entwick­elt, um in der Ver­gan­gen­heit Mess­werte so anzu­passen, dass sie bess­er zur „gefühlten Gegen­wart“ der Kli­makatas­tro­phe passen. Dem Meer­esspiegel dürfte das aber zum Glück egal sein.

* Im ver­link­ten Artikel bei EIKE gibts jede Menge weit­er­führen­der Links und die Orig­i­nal-Grafiken, die den “kreativ­en Ein­griff” in die Daten­ba­sis bele­gen.

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20 Kommentare

  1. In der Zeit zwis­chen 800 und 1300 war Grön­land Eis­frei; Island Eis­frei und der Meer­esspiegel 3.5m niedriger als Heute.
    Die Insel San Gior­gio Mag­giore, in der Lagune von Venedig gele­gen, ragt heute 2 Meter aus dem Meer. Hät­ten die Kli­maapoka­lyp­tik­er recht, so hätte man das Kloster 5 Meter unter Wass­er bauen müssen. Diese Insel ragt heute nur 2 Meter aus dem Meer. Das Kloster wurde im Jahr 884 also vor 1130 Jahren gebaut, als Grön­land Eis­frei war und der Meer­esspiegel ange­blich 7 Meter höher war als heute. Wo Kli­maforschung drauf­ste­ht ist immer Betrug im Spiel. Kli­maforsch­er sind Betrüger, weil Sie die Augen absichtlich vor den Tat­sachen der Ver­gan­gen­heit ver­schließen, denn diese Ver­gan­gen­heit wider­legt diesen Kli­mawahn.
    Wenn man 7 Meter Wass­er auf den Meeres­bo­den aufläd, dann senkt sich der Meeres­bo­den um etwa 0.8 Meter ab. Da 70% der Erde Meeres­bo­den ist und 30% Land steigt das Land aus dem Meer empor. Das Ganze ist Vol­u­men­neu­tral.

    Man kann es auch anders beweisen — die Städte wie Honkong und Schang­hai sinken in die Erd­kruste. Der Bericht beruft sich auf eine Studie des Schang­haier Geol­o­gis­chen Insti­tutes,
    welch­es her­aus­fand, daß der Boden in der chi­ne­sis­chen Metro­pole unter dem
    Gewicht der 3.000 Bauw­erke mit mehr als 18 Stock­w­erken stetig absinkt. Unter
    dem Druck der Wolkenkratzer seien im let­zten Jahr sog­ar einzelne Stadt­teile um
    bis zu 3cm/Jahr.

    • Ganz eis­frei war Grön­land damals nicht, es war nur erhe­blich milder und der Südrand Grön­lands eignete sich für Acker­bau in kleinem Maße. Man hätte heute keine Eis­bohrk­erne, die tausende Jahre in die Ver­gan­gen­heit zurück reichen, wenn Grön­land im Jahr 800 eis­frei gewe­sen wäre.

      • Die Angaben sind nicht richtig — das Kli­maop­ti­mum begann etwa 800 und erre­ichte um 1050 das Max­i­mum. Da war Grön­land eis­frei. Die Kli­maschwindler behaupten gar das Eis­bohrk­erne 10 000nde oder gar 115 000 Jahre in die Ver­gan­gen­hei zeigen. Das ist falsch. Das Eis Grön­lands heute ist allen­falls 800 Jahre alt. selb­st das verur­sacht 800 x 365 Tage = 292 000 Tage Schnee. Die Haupt­menge des grön­ländis­chen Eiss­childes heute stammt aus der kleinen Eiszeit von 1450 bis 1850. Die berufen sich nicht auf Jahress­chicht­en son­dern auf Iso­tope und die kamen aus dem Fels durch Dif­fu­sion ins Eis. Es sind Mess­fehler oder gar Absicht.
        Ich hab das nicht alles dargestellt, weil das son­st zu umfan­gre­ich wird. Danke

        • Bei 30cm Nieder­schlag (Schnee) im Jahr kön­nen sie schlecht inner­halb von tausend Jahren eine 3000 Meter dicke Eiss­chicht auf­bauen — geschweige denn in den 400 Jahren klein­er Eiszeit. Auch die Behaup­tung, die Iso­tope wür­den aus Fels ins Eis wan­dern, halte ich — mit Ver­laub — für Blödsinn. Die Eiskern­bohrun­gen und die Erken­nt­nisse daraus sind weitaus älter, als das IPCC, die Grü­nen oder die Klimahys­terie zurück­re­ichen. Man kann ja wie die Kli­ma-Apolo­geten behaupten, alles hänge mit allem zusam­men — man kann aber auch ins Gegen­teil ver­fall­en und behaupten, nichts hänge mit gar nichts zusam­men. Um in “Grün­land” Acker­bau zu betreiben, wie in der früh­mit­te­lal­ter­lichen Warm­phase geschehen, reicht ein Küsten­streifen von vielle­icht 20 km lock­er aus. Im Gegen­satz zu Ihnen, lieber Herr Maas, halte ich nicht die gesamte Wis­senschaft für per se kor­rupt und ver­logen. Sollte das Inland­seis Grön­lands abschmelzen, hät­ten wir tat­säch­lich ein Prob­lem, dass sich in Metern messen ließe. Aber erstens find­et dies momen­tan offen­sichtlich nichts statt, und zweit­ens wäre dies ein sehr langer, allmäh­lich­er Prozess, was der men­schheit Zeit für Anpas­sung ließe. Drit­tens muss man sich real­is­tisch fra­gen, ob man tat­säch­lich etwas gegen das Abschmelzen tun kön­nte. Ich denke, nein. Mal ganz abge­se­hen davon, ob der Men­sch über­haupt und wenn ja in welchem Maße zum Kli­mawan­del beiträgt, ken­nt unser Plan­et generell kein “Kli­maop­ti­mum”. Ihm ist scheiß egal, ob die Durch­schnittstem­per­atur 10, 14 oder 35°C beträgt. Wir soll­ten unsere Kräfte deshalb lieber darauf ver­wen­den, mit den Fol­gen der per­ma­nen­ten Verän­derun­gen des Kli­mas fer­tig zu wer­den, aus offen­sichtlichen Grün­den Ressourcen scho­nen, die Über­bevölkerung bekämpfen und ver­suchen, unsere Zivil­i­sa­tion als Ganzes einen Schritt weit­er zu brin­gen. Nichts der­gle­ichen passiert im Moment, alle laufen mit aufgelösten Haaren umher, lamen­tieren und brüllen sich gegen­seit­ig nieder. Das geht mir gewaltig auf die Ket­ten.

          PS: btw…es schneit nicht an 365 Tagen im Jahr. Nicht mal in Grön­land. 😉

        • [[ Mal ganz abge­se­hen davon, ob der Men­sch über­haupt und wenn ja in welchem Maße zum Kli­mawan­del beiträgt, ken­nt unser Plan­et generell kein “Kli­maop­ti­mum”. Ihm ist scheiß egal, ob die Durch­schnittstem­per­atur 10, 14 oder 35°C beträgt. ]]

          Das stimmt zwar, aber MEIN Kli­maop­ti­mum befind­et sich in Hawaii.

          [[ Wir soll­ten unsere Kräfte deshalb lieber darauf ver­wen­den, mit den Fol­gen der per­ma­nen­ten Verän­derun­gen des Kli­mas fer­tig zu wer­den ]]

          Bess­er ist es, unsere Kräfte darauf zu ver­wen­den, es uns irgend wann leis­ten zu kön­nen, in Hon­olu­lu zu leben. 🙂

  2. Wieso haben die MSM vergessen uns zu erk­lären, dass Putin der Schuldige ist? Nur wom­it schmilzt er das Eis? Mit HAARP — ach nee, das haben ja die anderen. Na jeden­falls will er an die Boden­schätze unterm Eis und da muss­es weg. Die Antark­tis ist schließlich zu weit.

  3. Fak­e­news! Alter­na­tive Wahrheit in bester Trump­sch­er Manier! Freies, also schwim­mendes Eis, lässt den Meer­esspiegel um max. 0,00000000000000000 mm ansteigen (kann jed­er zuhause nachvol­lziehen: 5 Eiswür­fel in ein leeres Glas und bei Raumtem­per­atur warten bis das noch nicht geschmolzene Eis im Glas keinen Kon­takt mehr zum Boden des Glases hat. Dann steigt der Wasser/Meeresspiegel im Glas nicht mehr)! Das Fes­t­landeis z.B. auf Grön­land lässt bei totalem abschmelzen, was unwahrschein­lich ist (aber in den let­zten Hun­dert­tausenden von Jahren ein, zweimal vorkam.…), den Meer­esspiegel rein von der vorhan­de­nen Masse her um max. 15 cm ansteigen! Das ist keine Katas­tro­phe son­dern nor­males natür­lich­es Geschehen im Rah­men des unleug­baren Kli­mawan­dels (find­et seit Jahrmil­lio­nen statt: mal wirds wärmer, mal käl­ter! Im glob­alen Mit­tel eine Tem­per­atur von 15 Grad. Mit extremen Aus­reis­sern während der Eiszeit­en und War­mzeit­en. Alles natür­lich getreu dem 200 bzw. 11 jährigem Son­nen­cy­clus. Nix Katas­troph!

    • Nur ein paar kleine Anmerkun­gen, auch wenn ich Zus­timme, dass keine Katas­tro­phe zu erwarten ist:

      1. Die Alarmis­ten behaupten, dass es wegen der men­schengemacht­en Kli­maer­wär­mung zum Abschmelzen der Eiss­childe kommt, und darum der Meer­esspiegel stärk­er steigt. Dies ist zumin­d­est so plau­si­bel, dass ver­mut­lich eine Mehrheit der Men­schen dieser Argu­men­ta­tion fol­gt.

      2. Das Gege­nar­gu­ment, dass es stets Kli­mawan­del, und auch weit gerin­gere Eis­panz­er gab, entkräftet zwar den zwin­gen­den Schluss, dass eine beobachtete Erwär­mung auf antro­po­gene Ursachen zurück­zuführen ist, schließt aber die Möglichkeit nicht aus, dass die Alarmis­ten recht haben kön­nten.

      3. Um sich ein Bild darüber zu machen, ob es über­haupt einen gefährlichen Kli­mawan­del gibt, ob sich zuver­läs­sige Prog­nosen für die Zukun­ft machen lassen und ob der Men­sch einen erhe­blichen Ein­fluss darauf ausübt, und ob er mit vertret­barem Aufwand zu beheben ist, sind Fra­gen, die der sorgfältigeren Argu­men­ta­tion bedür­fen. Ich habe mit­tler­weile genü­gend Fachar­gu­mente, die der Pro­pa­gan­da erhe­blich wider­spricht.

      4. Der Glob­al Sea Lev­el (GSL) kann mit satel­litengestützter Altime­trie oder mit Pegelmess­rei­hen bes­timmt wer­den. In jedem Fall sind rel­a­tiv kom­plexe Mod­elle erforder­lich, die eine Trans­parenz erschw­eren und in der Regel wider­sprüch­liche Ergeb­nisse liefern. Die Satel­liten-Altime­trie ist in mehrfach­er Hin­sicht frag­würdig. Immer­hin weisen die Pegel meist sehr unter­schiedliche Werte auf. Empfehlenswerte Quelle: http://www.climate4you.com/SeaTemperatures.htm#Sea-level in gen­er­al
      Während die Satel­liten-Altime­trie einen sta­bilen Trend von 3,4 mm/Jahr ausweist, kom­men mehrere Stu­di­en bei der Auswer­tung von Pegelmes­sun­gen zu einem sta­bilen Trend von unter 2 mm. Eine behauptete Beschle­u­ni­gung des GSL-Anstiegs ist in den Mes­sun­gen nicht erkennbar.

  4. Ach, und selb­st wenn der — beschle­u­nigte oder auch nur kon­stante — Anstieg real wäre, ich denke, ich kann Ent­war­nung geben (wun­dert mich eigentlich, dass noch keine grüne ‘Kapaz­ität’ darauf hingewiesen hat):
    Wir haben ja nicht nur ein Strom- und ein Gas-Netz, son­dern auch ein her­vor­ra­gend aus­ge­bautes Wasser­leitungs-Netz. Bei dem, wie wir inzwis­chen erfahren haben, emi­nen­ten Spe­icherver­mö­gen von Net­zen müsste da doch der eine oder andere Meter Meer­esspiegel drin zu bunkern sein.
    Und wenn wir — aus pur­er Panikl — auch noch alle unsere Bade­wan­nen füllen, fällt nach­her gar das Wat­ten­meer trock­en, also Vor­sicht!
    (Möglicher­weise entste­ht sog­ar ein Landweg nach Enge­land. Das war’s dann mit dem Brex­it, hähä.)

    • Der Anstieg ist real und gle­ichzeit­ig auch wieder nicht. Die Mes­sun­gen per Satel­lit, die von 3mm pro Jahr sprechen, lassen sich durch Pegelmes­sun­gen weltweit nicht bestäti­gen. Außer­dem sind die Welt­meere keine Wanne, die einen ein­heitlichen Füll­stand hat. Dazu kom­men seis­mis­che, vulka­nis­che und tek­tonis­che Aktiv­itäten, deren Ver­lauf die möglichen Anstiege des Meer­esspiegels deut­lich über­lagern. Allein im Mit­telmeer gibt es zahlre­iche Orte, die im Meer ver­schwan­den oder sich durch Hebun­gen oder Sed­i­mente plöt­zlich weit im Inland wiederfind­en. Eph­esus in der Türkei zum Beispiel hat­te einst einen Hafen und liegt heute Kilo­me­ter­weit vom Meer ent­fer­nt! Unterm Strich steigt der Meer­esspiegel seit der let­zten Eiszeit recht kon­tinuier­lich, wenn auch mit kleinen Unter­brechun­gen. Unter dem sel­ben Strich ste­ht auch, dass wir in Küsten­nähe immer mehr Prob­leme bekom­men. Das liegt aber nicht ursäch­lich am Kli­mawan­del, ger­ade dem anthro­po­ge­nen, son­dern an der Ange­wohn­heit des Men­schen, einen geol­o­gis­chen Zus­tand als ewig und gegeben anzuse­hen oder durch Bauw­erke, Sand­ab­bau und Dummheit selb­st zu verän­dern. Bere­its ein Schiff­swrack, ungün­stig vor der Küste gele­gen, kann durch die Strö­mung zur extremen Verän­derung ein­er Küsten­lin­ie führen!

      Wer käme, real­is­tisch und langfristig betra­chtet, auf die Idee, Grund­stücke auf Sylt zu kaufen oder in der Tor­na­do-Avenue in der Karibik Hote­lan­la­gen in Strand­nähe zu bauen. Wie schauen heute mitlei­dig auf die Men­schen, die unter­halb des Vesuv die Stadt Pom­pei erbaut­en, sind aber mit unseren Risikoein­schätzun­gen heute kaum bess­er. Deshalb auch noch einen Hin­weis an alle, die glauben, der Kli­mawan­del sei das A und O, dass es zu bekämpfen gälte. Wenn dies so ist, gibt es nur ein einziges Mit­tel, den anthro­po­ge­nen Ein­fluss des Men­schen zurück­z­u­fahren: die Bekämp­fung der Über­bevölkerung! Doch darüber redet heute keine Sau mehr.

      • Ja, ich weiß das alles. Aber, ich bitte um Verge­bung, es fällt mir zunehmend schw­er, auf den grassieren­den Alarmis­mus in allen Bere­ichen des Lebens mit — wie auch immer geart­eter — Ern­sthaftigkeit zu reagieren. Ergo bleibt mir nur Ironie / Sarkas­mus:
        Meine Strate­gie, nicht in Zynis­mus abzu­gleit­en.

        Btw.: Wenn wir duch Füllen unser­er Bade­wan­nen die Straße von Dover trock­en­le­gen (und dabei den Meer­esspiegel um ~ 40 m senken), wird die Zugspitze zum Dre­itausender. Sowohl nach NHN als auch nach NN. Wär’ dat nix?

        • Das sollte auch keine Kri­tik sein — gegen Sarkas­mus ist nichts einzuwen­den. Das ist nicht das, was Heiko Maas dazu sagen würde, ich sehe das aber so. 😉

          Aber hier noch ne Rechenauf­gabe an die Gemeinde: um wieviel ist der Meer­esspiegel durch die mod­erne Schiff­fahrt gestiegen? Jed­er Tanker, jede Aida, jede deutsche kaputte Fre­gat­te ver­drängt Wasser…das muss doch irgend­wo hin! 😀

        • Ich hab’s auch nicht als Kri­tik aufge­fasst. Wollte nur erläutern, warum ich mich weigere, gegen diesen ganzen Schmonzes — auch auf anderen Gebi­eten — ern­sthaft zu argu­men­tieren.
          (Wobei ich diejeni­gen, die sich den Tort auch nach der hun­dert­sten Warm­luft­blase noch antun, dur­chaus bewun­dere.)

          Und das Argu­ment mit unseren wahnsin­nig großen Flot­ten ver­di­ent natür­lich ern­sthafte Betra­ch­tung. 😀
          Hmm, mal schauen:
          Bei ’ner Ober­fläche aller Meere von ~ 360 Mio km² kämen wir pro ver­drängtem Kubik­me­ter auf ~ 2,8 x 10^-15 m = 2,8 fm (Fem­tome­ter).
          (Zum Ver­gle­ich: Ein Wasser­molekül hat einen Durchmess­er von etwa 0,28 nm = 0,28 x 10^-9 m = 280.000 fm.)
          Die geschätzte Gesamt-Ton­nage aller (Han­dels- / Fis­cherei- / Kriegs- / Vergnü­gungs-) Flot­ten dürfte ein­er kubis­chen Ver­drän­gung in der Größenord­nung von 10 Mrd m³ entsprechen, bewirkt ergo einen Anstieg von 0,028 mm wenn alle gle­ichzeit­ig bis Oberkante Unter­lippe voll­ge­laden sind.
          Aber halt! Die Fis­cherei-Flotte hat ihre Ladung ja ger­ade erst aus dem Meer her­aus­ge­zo­gen, wom­it wir bei der näch­sten Frage wären:
          Um wieviel sinkt der Meer­esspiegel in 100 Jahren, wenn wir jährlich(!) 200.000.000 Ton­nen Fis­che da rausziehen?
          Und wie lange kön­nen wir das machen, bis wir zu Fuß nach Grön­land wan­dern dür­fen, um die nicht mehr vorhan­de­nen (weil geschmolzenen und dann von den Fis­chen aus­ge­sof­fe­nen) Gletsch­er zu bewun­dern?
          (Man beachte: Im Gegen­satz zur weit­ge­hend kon­stan­ten Wasser­menge, sei es nun gefroren oder flüs­sig, wach­sen Fis­che immer wieder nach. Hah!)
          8)

        • Weia, das erin­nert mich nur an Rechen­spiele zur Vol­u­menkon­trak­tion im Whiskey­glas bei schmelzen­den Eiswür­feln und ordentlich rühren…

          Etwas ser­iös­er habe ich noch ein paar Mes­sun­gen aus Neusee­land zu bieten, wo Forsch­er der Uni Auck­land über mehr als 40 Jahre hin­weg die Fläche ver­schieden­er tiefliegen­der Inseln ver­messen haben (die bei steigen­dem Meer­esspiegel ja schrumpfen müsste).
          Ergeb­nis: sie wächst.
          https://www.dailywire.com/news/26976/study-these-islands-sinking-global-warming-are-james-barrett

  5. Auch ger­ade eben beim DLF. Und als Zeuge der Anklage Ste­fan Rahm­storf vom PIK zugeschal­tet. Der hat schon eine Rolle bei der Manip­u­la­tion der soge­nan­nte “Hock­ey-Stick-Kurve” gespielt.

  6. Den ganzen heuti­gen Mor­gen hat der Staats­funk WDR das natür­lich als neue Alar­m­mel­dung ver­bre­it­et.

  7. Apoc­a­lypse now! Danke für den infor­ma­tiv­en Artikel. Es ist immer wieder gut, den selb­st ernan­nten Ret­tern der Welt, denen es in Wahrheit vor allem um sich selb­st geht, ent­ge­gen zu treten. Nur lei­der wird es wohl wenig bis nichts bewirken. Kaum ein nor­maler Men­sch hat die Zeit, den Din­gen auf den Grund zu gehen und Zahlen, Dat­en, Fak­ten und Dia­gramme zu prüfen. Die meis­ten Leute lesen/hören/sehen allen­falls die reißerisch-angst­machen­den Überschriften/Parolen, die ihnen von den links­grü­nen Medi­en immer wieder bere­itwillig serviert wer­den. Die Öko- und Klimahys­terie ist längst zu ein­er Ersatz-Reli­gion gewor­den, die mit den Mit­teln sys­tem­a­tis­ch­er Gehirn­wäsche arbeit­et. Frei nach Goebbels: Tausend­mal wieder­holte Losun­gen und Lügen wer­den zu Wahrheit­en — und zu Tat­sachen.

  8. Der Kli­maab­zock­er Al Gore verkün­dete 2009, dass in 2014 die Ark­tis eis­frei ist. Seit dieser Zeit gelang es im sein Ver­mö­gen in den dreis­tel­li­gen Mil­lio­nen­bere­ich zu schieben. “Al Gore ist ein Idiot, aber so wurde er reich, heißt es in diesem Artikel:
    Hier seine Visio­nen: http://content.usatoday.com/communities/ondeadline/post/2009/12/gore-new-study-sees-nearly-ice-free-arctic-summer-ice-cap-as-early-as-2014/1#.WoI2xeSWzIX
    Es gibt Sci­en­tol­ogy und Cli­ma­tol­ogy — ich weiß nicht, wer von den bei­den die größeren und gefährlicheren Dumm­schwätzer hat.

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