Der Mee­res­spie­gel steigt. Und zwar immer schnel­ler! Schon wie­der mal. Aber dies­mal sei es wirk­lich wirk­lich gefähr­lich, denn die Dyna­mik habe sich *Tusch* VERDOPPELT, mel­det soeben der Spie­gel. Eine Stu­die hät­te dies ein­drucks­voll erwie­sen. Bei sol­chen Mel­dun­gen schaue ich stets zuerst nach, wer da eigent­lich mit der Glo­cke durchs Dorf rennt, und „das Ende ist nahe“ ruft. Ste­ve Nerem ist es und der wird uns im Spie­gel als Wis­sen­schaft­ler von der Uni­ver­si­ty of Colo­ra­do in Boul­der vor­ge­stellt. Das mag stim­men. Nerems Agen­da wird aber viel deut­li­cher, wenn man ihn als Mit­ar­bei­ter sei­ner For­schungs­grup­pe kennt­lich macht, der „Sea Level Rese­arch Group“. Sea-Level sind sein Brot und Honig. Seit Jah­ren tin­gelt er mit Vor­trä­gen durch die Welt, die immer den­sel­ben Inhalt haben: Alarm! Mehr Meer! Mehr Geld! Mehr Alarm! Doch ich kom­me gleich auf Ste­ve Nerem zurück, schau­en wir zunächst kurz nach, was der Spie­gel als Zusam­men­fas­sung über des­sen Stu­die schreibt.

„Bei ihrer neu­en Kal­ku­la­ti­on gin­gen die For­scher um Ste­ve Nerem nun davon aus, dass sich die Ver­än­de­rungs­ra­te der ver­gan­ge­nen 25 Jah­re in Zukunft fort­setzt. „Ange­sichts der gro­ßen Ver­än­de­run­gen, die wir heu­te in den Eis­schil­den sehen, ist das unwahr­schein­lich“, betont Nerem. Der Anstieg wer­de wahr­schein­lich noch höher aus­fal­len. Nerem und Kol­le­gen ver­wen­de­ten die längs­te bis­her vor­han­de­ne Satel­li­ten­mess­rei­he zur glo­ba­len Mee­res­hö­he. Sie begann mit dem Start des Erd­be­ob­ach­tungs­sa­tel­li­ten „Topex/​Poseidon“ im August 1992 und wur­de mit den drei „Jason“-Satelliten fort­ge­setzt.“ 

Nur zur Erin­ne­rung: Mit „Eis­schil­de“ sind Grön­land und die Ant­ark­tis gemeint – nicht dass wie­der jemand auf die Idee kommt, das Abschmel­zen des Pack­ei­ses der Ark­tis zum Pro­blem zu erklä­ren. Wäre dies eines, läge der Nord­see­strand von Juni bis Sep­tem­ber wohl irgend­wo süd­lich von Ham­burg. Doch auch mit der Ant­ark­tis ist soweit alles in Ord­nung. Berich­ten, wonach der Eis­pan­zer der Ant­ark­tis ent­ge­gen aller Pres­se­mel­dun­gen ein­fach nicht schwin­den will, wird gern und hef­tig wider­spro­chen. Das Gegen­teil sei der Fall! Die Web­sei­te klimafakten.de, eine vom Grün­strom-Lob­by­ver­band „Smart Ener­gy for Euro­pe“ betrie­be­ne „Auf­klä­rungs­sei­te“ weiß zu berich­ten, dass nur das Ant­ark­ti­sche Meer­eis zuneh­me, das Inland­eis aber bestimmt schwän­de. Zwar haben man kei­ne ver­läss­li­chen Daten über Eis­di­cke­mes­sun­gen und die gebe es auch nicht, aber wer es genau­er wis­sen wol­le, der sol­le doch mal beim IPCC nach­se­hen. Dies ist, sie ahnen oder wis­sen es, die gro­ße Lob­by­mut­ter aller Kli­maalar­mis­ten und „Smart Ener­gy for Euro­pe“ zieht natür­lich nur zufäl­lig an einem Strang mit die­ser NGO.

Unter dem Wellblechdach der UNO

Das IPCC, dies nur zur Erin­ne­rung, ist eine UN-Orga­ni­sa­ti­on, bei der wie bei ande­ren Orgas unter dem Well­blech­dach der UN 150 „Lupen­rei­ne Demo­kra­tien“ und 40 ent­wi­ckel­te Län­der dar­über abstim­men, wer die Piz­za­rech­nung beglei­chen muss. Ver­linkt wird bei klimafakten.de dann aus­ge­rech­net ein soge­nann­ter SPM-Bericht, also ein „Sum­ma­ry for Poli­cy­ma­kers“. In die­sem For­mat ver­packt das IPCC sei­ne Erkennt­nis­se tra­di­tio­nell so auf­be­rei­tet, dass die Poli­ti­ker kei­ne dum­men Fra­gen stel­len und genau die Knöp­fe drü­cken, die gewünscht sind. Nun, wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en sind lei­der kei­ne IKEA-Bau­an­lei­tun­gen – sie sind stark inter­pre­ta­tiv und nur sel­ten in Stein gemei­ßelt. Das God­dard-Space-Cen­ter der NASA kommt denn auch zu einem ganz ande­ren Ergeb­nis bezüg­lich des Eises in der Ant­ark­tis, näm­lich dem, dass es nur einen Rück­gang beim Eis­zu­wachs in der Ant­ark­tis gibt – einen Rück­gang des Net­to-Zuwach­ses! Wenn Sie ihrem Spar­kon­to bei der Süd-Eis­bank also im Jahr statt 110 Mil­li­ar­den Ton­nen Eis nur noch 85 Mil­li­ar­den Ton­nen Eis hin­zu­füg­ten, wohl­ge­merkt Net­to, alle Abflüs­se und die Infla­ti­on durch das Kli­ma schon ein­ge­rech­net, wür­den sie dann sagen, ihr Eis-Kon­to schmilzt? Wol­len wir wet­ten, dass ich den­noch eine Kur­ve zeich­nen kann, nach deren Anblick sie sofort in den Flie­ger stei­gen, um ihre Assets zu prü­fen? Und weil sie das per Augen­schein nicht hin­be­kom­men kön­nen, wer­den sie schon die rich­ti­gen Knöp­fe drü­cken, wenn ich ihnen sage, welche…

Graf Zahl reist in die Vergangenheit

Aber las­sen wir das mit dem Eis für einen Moment, es spielt für die eigent­li­che Fra­ge kei­ne Rol­le. Die lau­tet näm­lich: wie um alles in der Welt kommt Ste­ve Nerem auf die­se gera­de­zu galop­pie­ren­den Anstiegs­ra­ten des Mee­res­spie­gels? Um es vor­weg zu neh­men: es ist nichts als ein Taschen­spie­ler­trick, lei­der kein ele­gan­ter, son­dern einer aus der Rubrik „Wenn die Mes­sun­gen nicht zur Theo­rie passen…Pech für die Mes­sun­gen“. Das Spie­gel-Zitat deu­tet an, dass es seit eini­gen Jahr­zehn­ten Mess­rei­hen von Satel­li­ten gibt, die neu­es­ten sind die der Jason-Rei­he. Klar ist auch, dass jede Mes­sung Feh­ler­an­fäl­lig ist. Die Mess­ge­nau­ig­keit, sys­te­ma­ti­sche Feh­ler, Stö­run­gen, sta­tis­ti­sche Schwankungen…die Rei­he ist lang. Es ist des­halb wich­tig, die­se Feh­ler mög­lichst genau zu ken­nen und ins­be­son­de­re bei sta­tis­ti­schen Rei­hen wie Wet­ter- und Kli­ma­phä­no­me­nen zu berück­sich­ti­gen. Das Pro­blem ist nun aber die Defi­ni­ti­on, wel­cher Teil einer Mes­sung Feh­ler und wel­cher Teil der eigent­lich gemes­se­ne Wert ist – und hier wird’s jetzt fast schon kri­mi­nell. Es deu­tet eini­ges dar­auf hin, dass Nerem die frü­hen Satel­li­ten­mes­sun­gen so auf­ge­hübscht hat, dass die Gesamt­kur­ve sys­te­ma­tisch aus einem gleich­blei­ben­den Anstieg in eine Beschleu­ni­gung über­geht. Man flacht die Kur­ve in der Ver­gan­gen­heit ab – und zwar nach­träg­lich – um die Dyna­mik der Nach­fol­gen­den Jah­re grö­ßer aus­se­hen zu las­sen.* Wenn sol­che nach­träg­li­chen Adjus­tie­run­gen jedoch zu der­art ver­än­der­ten Daten füh­ren, hät­te man die alten Daten ver­wer­fen müs­sen, statt sie „anzu­pas­sen“, um der eige­nen Theo­rie einen Gefal­len zu tun – aber sie so dreist zu mani­pu­lie­ren, ist eigent­lich unstatt­haft – es sei denn, man hat eine gro­ße Glo­cke in der Hand, die geläu­tet wer­den soll.

Sche­ma­ti­sche Dar­stel­lung der vor­ge­nom­me­nen „Adjus­tie­run­gen“ und deren Aus­wir­kun­gen auf die Trendlinie

Der Zweck heiligt die Mittel – Mathematischer Utilitarismus beim IPCC

Es wäre nicht das ers­te Mal, dass das IPCC und die ange­schlos­se­nen Honig-Töpf­chen-Schle­cker einen wich­ti­gen Daten­satz in die Ver­gan­gen­heit hin­ein so mani­pu­lie­ren, dass ihre Pro­gno­sen in Pro­por­ti­on zu ihren angst­voll auf­ge­ris­se­nen Augen und bit­tend auf­ge­ris­se­nen Brief­ta­schen ste­hen. So „sank“ die Defi­ni­ti­on der sta­tis­ti­schen Grö­ße „Erd­durch­schnitts­tem­pe­ra­tur“ immer mal wie­der um ein paar Zehn­tel­gra­de, um dem Kli­ma­wan­del durch eine ordent­li­che Dif­fe­renz ein­hei­zen zu kön­nen. Noch dreis­ter war aller­dings die „Opti­mie­rung“ der welt­wei­ten Tem­pe­ra­tur­mes­sun­gen, wel­che die NASA zu einem gigan­ti­schen Daten­satz zusam­men­ge­stellt hat und des­sen Mes­sun­gen teil­wei­se bis 1850 zurück­rei­chen. Die­ser Daten­satz ist frei zugäng­lich. Es gibt aller­dings zwei Ver­sio­nen davon. Wer mit einer Daten­ver­si­on von 2010 arbei­tet, bekommt gänz­lich ande­re Ergeb­nis­se her­aus, als wenn mit einer aktu­el­len Ver­si­on gear­bei­tet wür­de – und zwar bei iden­ti­schen Mes­sun­gen! Wie bei den Mee­res­spie­gel­hö­hen hat­te man irgend­wann zwi­schen 2010 und 2012 die Daten dem gewünsch­ten Modell „ange­passt“ und sich im Detail gro­ße Mühe dabei gege­ben, damit es nicht nach einem Algo­rith­mus aussah!

Es sieht sehr danach aus, als hät­ten die Kli­ma-Alar­mis­ten mitt­ler­wei­le eine gewis­se Rou­ti­ne für „Data-Mining-Zeit­rei­sen“ ent­wi­ckelt, um in der Ver­gan­gen­heit Mess­wer­te so anzu­pas­sen, dass sie bes­ser zur „gefühl­ten Gegen­wart“ der Kli­ma­ka­ta­stro­phe pas­sen. Dem Mee­res­spie­gel dürf­te das aber zum Glück egal sein.

* Im ver­link­ten Arti­kel bei EIKE gibts jede Men­ge wei­ter­füh­ren­der Links und die Ori­gi­nal-Gra­fi­ken, die den „krea­ti­ven Ein­griff“ in die Daten­ba­sis belegen.

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20 Kommentare

  1. In der Zeit zwi­schen 800 und 1300 war Grön­land Eis­frei; Island Eis­frei und der Mee­res­spie­gel 3.5m nied­ri­ger als Heute.
    Die Insel San Gior­gio Mag­gio­re, in der Lagu­ne von Vene­dig gele­gen, ragt heu­te 2 Meter aus dem Meer. Hät­ten die Kli­ma­apo­ka­lyp­ti­ker recht, so hät­te man das Klos­ter 5 Meter unter Was­ser bau­en müs­sen. Die­se Insel ragt heu­te nur 2 Meter aus dem Meer. Das Klos­ter wur­de im Jahr 884 also vor 1130 Jah­ren gebaut, als Grön­land Eis­frei war und der Mee­res­spie­gel angeb­lich 7 Meter höher war als heu­te. Wo Kli­ma­for­schung drauf­steht ist immer Betrug im Spiel. Kli­ma­for­scher sind Betrü­ger, weil Sie die Augen absicht­lich vor den Tat­sa­chen der Ver­gan­gen­heit ver­schlie­ßen, denn die­se Ver­gan­gen­heit wider­legt die­sen Klimawahn.
    Wenn man 7 Meter Was­ser auf den Mee­res­bo­den auf­läd, dann senkt sich der Mee­res­bo­den um etwa 0.8 Meter ab. Da 70% der Erde Mee­res­bo­den ist und 30% Land steigt das Land aus dem Meer empor. Das Gan­ze ist Volumenneutral. 

    Man kann es auch anders bewei­sen — die Städ­te wie Hon­kong und Schang­hai sin­ken in die Erd­krus­te. Der Bericht beruft sich auf eine Stu­die des Schang­hai­er Geo­lo­gi­schen Institutes,
    wel­ches her­aus­fand, daß der Boden in der chi­ne­si­schen Metro­po­le unter dem
    Gewicht der 3.000 Bau­wer­ke mit mehr als 18 Stock­wer­ken ste­tig absinkt. Unter
    dem Druck der Wol­ken­krat­zer sei­en im letz­ten Jahr sogar ein­zel­ne Stadt­tei­le um
    bis zu 3cm/​Jahr.

    • Ganz eis­frei war Grön­land damals nicht, es war nur erheb­lich mil­der und der Süd­rand Grön­lands eig­ne­te sich für Acker­bau in klei­nem Maße. Man hät­te heu­te kei­ne Eis­bohr­ker­ne, die tau­sen­de Jah­re in die Ver­gan­gen­heit zurück rei­chen, wenn Grön­land im Jahr 800 eis­frei gewe­sen wäre.

      • Die Anga­ben sind nicht rich­tig — das Kli­ma­op­ti­mum begann etwa 800 und erreich­te um 1050 das Maxi­mum. Da war Grön­land eis­frei. Die Kli­ma­schwind­ler behaup­ten gar das Eis­bohr­ker­ne 10 000nde oder gar 115 000 Jah­re in die Ver­gan­gen­hei zei­gen. Das ist falsch. Das Eis Grön­lands heu­te ist allen­falls 800 Jah­re alt. selbst das ver­ur­sacht 800 x 365 Tage = 292 000 Tage Schnee. Die Haupt­men­ge des grön­län­di­schen Eis­schil­des heu­te stammt aus der klei­nen Eis­zeit von 1450 bis 1850. Die beru­fen sich nicht auf Jah­res­schich­ten son­dern auf Iso­to­pe und die kamen aus dem Fels durch Dif­fu­si­on ins Eis. Es sind Mess­feh­ler oder gar Absicht.
        Ich hab das nicht alles dar­ge­stellt, weil das sonst zu umfang­reich wird. Danke

        • Bei 30cm Nie­der­schlag (Schnee) im Jahr kön­nen sie schlecht inner­halb von tau­send Jah­ren eine 3000 Meter dicke Eis­schicht auf­bau­en — geschwei­ge denn in den 400 Jah­ren klei­ner Eis­zeit. Auch die Behaup­tung, die Iso­to­pe wür­den aus Fels ins Eis wan­dern, hal­te ich — mit Ver­laub — für Blöd­sinn. Die Eis­kern­boh­run­gen und die Erkennt­nis­se dar­aus sind weit­aus älter, als das IPCC, die Grü­nen oder die Kli­ma­hys­te­rie zurück­rei­chen. Man kann ja wie die Kli­ma-Apo­lo­ge­ten behaup­ten, alles hän­ge mit allem zusam­men — man kann aber auch ins Gegen­teil ver­fal­len und behaup­ten, nichts hän­ge mit gar nichts zusam­men. Um in „Grün­land“ Acker­bau zu betrei­ben, wie in der früh­mit­tel­al­ter­li­chen Warm­pha­se gesche­hen, reicht ein Küs­ten­strei­fen von viel­leicht 20 km locker aus. Im Gegen­satz zu Ihnen, lie­ber Herr Maas, hal­te ich nicht die gesam­te Wis­sen­schaft für per se kor­rupt und ver­lo­gen. Soll­te das Inlands­eis Grön­lands abschmel­zen, hät­ten wir tat­säch­lich ein Pro­blem, dass sich in Metern mes­sen lie­ße. Aber ers­tens fin­det dies momen­tan offen­sicht­lich nichts statt, und zwei­tens wäre dies ein sehr lan­ger, all­mäh­li­cher Pro­zess, was der mensch­heit Zeit für Anpas­sung lie­ße. Drit­tens muss man sich rea­lis­tisch fra­gen, ob man tat­säch­lich etwas gegen das Abschmel­zen tun könn­te. Ich den­ke, nein. Mal ganz abge­se­hen davon, ob der Mensch über­haupt und wenn ja in wel­chem Maße zum Kli­ma­wan­del bei­trägt, kennt unser Pla­net gene­rell kein „Kli­ma­op­ti­mum“. Ihm ist scheiß egal, ob die Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur 10, 14 oder 35°C beträgt. Wir soll­ten unse­re Kräf­te des­halb lie­ber dar­auf ver­wen­den, mit den Fol­gen der per­ma­nen­ten Ver­än­de­run­gen des Kli­mas fer­tig zu wer­den, aus offen­sicht­li­chen Grün­den Res­sour­cen scho­nen, die Über­be­völ­ke­rung bekämp­fen und ver­su­chen, unse­re Zivi­li­sa­ti­on als Gan­zes einen Schritt wei­ter zu brin­gen. Nichts der­glei­chen pas­siert im Moment, alle lau­fen mit auf­ge­lös­ten Haa­ren umher, lamen­tie­ren und brül­len sich gegen­sei­tig nie­der. Das geht mir gewal­tig auf die Ketten.

          PS: btw…es schneit nicht an 365 Tagen im Jahr. Nicht mal in Grönland. 😉

          • [[ Mal ganz abge­se­hen davon, ob der Mensch über­haupt und wenn ja in wel­chem Maße zum Kli­ma­wan­del bei­trägt, kennt unser Pla­net gene­rell kein “Kli­ma­op­ti­mum”. Ihm ist scheiß egal, ob die Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur 10, 14 oder 35°C beträgt. ]]

            Das stimmt zwar, aber MEIN Kli­ma­op­ti­mum befin­det sich in Hawaii.

            [[ Wir soll­ten unse­re Kräf­te des­halb lie­ber dar­auf ver­wen­den, mit den Fol­gen der per­ma­nen­ten Ver­än­de­run­gen des Kli­mas fer­tig zu werden ]]

            Bes­ser ist es, unse­re Kräf­te dar­auf zu ver­wen­den, es uns irgend wann leis­ten zu kön­nen, in Hono­lu­lu zu leben. 🙂

  2. Wie­so haben die MSM ver­ges­sen uns zu erklä­ren, dass Putin der Schul­di­ge ist? Nur womit schmilzt er das Eis? Mit HAARP — ach nee, das haben ja die ande­ren. Na jeden­falls will er an die Boden­schät­ze unterm Eis und da mus­ses weg. Die Ant­ark­tis ist schließ­lich zu weit.

  3. Fake­news! Alter­na­ti­ve Wahr­heit in bes­ter Trump­scher Manier! Frei­es, also schwim­men­des Eis, lässt den Mee­res­spie­gel um max. 0,00000000000000000 mm anstei­gen (kann jeder zuhau­se nach­voll­zie­hen: 5 Eis­wür­fel in ein lee­res Glas und bei Raum­tem­pe­ra­tur war­ten bis das noch nicht geschmol­ze­ne Eis im Glas kei­nen Kon­takt mehr zum Boden des Gla­ses hat. Dann steigt der Wasser/​Meeresspiegel im Glas nicht mehr)! Das Fest­land­eis z.B. auf Grön­land lässt bei tota­lem abschmel­zen, was unwahr­schein­lich ist (aber in den letz­ten Hun­dert­tau­sen­den von Jah­ren ein, zwei­mal vor­kam.…), den Mee­res­spie­gel rein von der vor­han­de­nen Mas­se her um max. 15 cm anstei­gen! Das ist kei­ne Kata­stro­phe son­dern nor­ma­les natür­li­ches Gesche­hen im Rah­men des unleug­ba­ren Kli­ma­wan­dels (fin­det seit Jahr­mil­lio­nen statt: mal wirds wär­mer, mal käl­ter! Im glo­ba­len Mit­tel eine Tem­pe­ra­tur von 15 Grad. Mit extre­men Aus­reis­sern wäh­rend der Eis­zei­ten und Warm­zei­ten. Alles natür­lich getreu dem 200 bzw. 11 jäh­ri­gem Son­nen­cy­clus. Nix Katastroph!

    • Nur ein paar klei­ne Anmer­kun­gen, auch wenn ich Zustim­me, dass kei­ne Kata­stro­phe zu erwar­ten ist:

      1. Die Alar­mis­ten behaup­ten, dass es wegen der men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­er­wär­mung zum Abschmel­zen der Eis­schil­de kommt, und dar­um der Mee­res­spie­gel stär­ker steigt. Dies ist zumin­dest so plau­si­bel, dass ver­mut­lich eine Mehr­heit der Men­schen die­ser Argu­men­ta­ti­on folgt. 

      2. Das Gegen­ar­gu­ment, dass es stets Kli­ma­wan­del, und auch weit gerin­ge­re Eis­pan­zer gab, ent­kräf­tet zwar den zwin­gen­den Schluss, dass eine beob­ach­te­te Erwär­mung auf antro­po­ge­ne Ursa­chen zurück­zu­füh­ren ist, schließt aber die Mög­lich­keit nicht aus, dass die Alar­mis­ten recht haben könnten. 

      3. Um sich ein Bild dar­über zu machen, ob es über­haupt einen gefähr­li­chen Kli­ma­wan­del gibt, ob sich zuver­läs­si­ge Pro­gno­sen für die Zukunft machen las­sen und ob der Mensch einen erheb­li­chen Ein­fluss dar­auf aus­übt, und ob er mit ver­tret­ba­rem Auf­wand zu behe­ben ist, sind Fra­gen, die der sorg­fäl­ti­ge­ren Argu­men­ta­ti­on bedür­fen. Ich habe mitt­ler­wei­le genü­gend Fach­ar­gu­men­te, die der Pro­pa­gan­da erheb­lich widerspricht.

      4. Der Glo­bal Sea Level (GSL) kann mit satel­li­ten­ge­stütz­ter Alti­me­trie oder mit Pegel­mess­rei­hen bestimmt wer­den. In jedem Fall sind rela­tiv kom­ple­xe Model­le erfor­der­lich, die eine Trans­pa­renz erschwe­ren und in der Regel wider­sprüch­li­che Ergeb­nis­se lie­fern. Die Satel­li­ten-Alti­me­trie ist in mehr­fa­cher Hin­sicht frag­wür­dig. Immer­hin wei­sen die Pegel meist sehr unter­schied­li­che Wer­te auf. Emp­feh­lens­wer­te Quel­le: http://www.climate4you.com/SeaTemperatures.htm#Sea-level in general
      Wäh­rend die Satel­li­ten-Alti­me­trie einen sta­bi­len Trend von 3,4 mm/​Jahr aus­weist, kom­men meh­re­re Stu­di­en bei der Aus­wer­tung von Pegel­mes­sun­gen zu einem sta­bi­len Trend von unter 2 mm. Eine behaup­te­te Beschleu­ni­gung des GSL-Anstiegs ist in den Mes­sun­gen nicht erkennbar.

  4. Ach, und selbst wenn der — beschleu­nig­te oder auch nur kon­stan­te — Anstieg real wäre, ich den­ke, ich kann Ent­war­nung geben (wun­dert mich eigent­lich, dass noch kei­ne grü­ne ‚Kapa­zi­tät‘ dar­auf hin­ge­wie­sen hat):
    Wir haben ja nicht nur ein Strom- und ein Gas-Netz, son­dern auch ein her­vor­ra­gend aus­ge­bau­tes Was­ser­lei­tungs-Netz. Bei dem, wie wir inzwi­schen erfah­ren haben, emi­nen­ten Spei­cher­ver­mö­gen von Net­zen müss­te da doch der eine oder ande­re Meter Mee­res­spie­gel drin zu bun­kern sein.
    Und wenn wir — aus purer Panikl — auch noch alle unse­re Bade­wan­nen fül­len, fällt nach­her gar das Wat­ten­meer tro­cken, also Vorsicht!
    (Mög­li­cher­wei­se ent­steht sogar ein Land­weg nach Enge­land. Das war’s dann mit dem Bre­x­it, hähä.)

    • Der Anstieg ist real und gleich­zei­tig auch wie­der nicht. Die Mes­sun­gen per Satel­lit, die von 3mm pro Jahr spre­chen, las­sen sich durch Pegel­mes­sun­gen welt­weit nicht bestä­ti­gen. Außer­dem sind die Welt­mee­re kei­ne Wan­ne, die einen ein­heit­li­chen Füll­stand hat. Dazu kom­men seis­mi­sche, vul­ka­ni­sche und tek­to­ni­sche Akti­vi­tä­ten, deren Ver­lauf die mög­li­chen Anstie­ge des Mee­res­spie­gels deut­lich über­la­gern. Allein im Mit­tel­meer gibt es zahl­rei­che Orte, die im Meer ver­schwan­den oder sich durch Hebun­gen oder Sedi­men­te plötz­lich weit im Inland wie­der­fin­den. Ephe­sus in der Tür­kei zum Bei­spiel hat­te einst einen Hafen und liegt heu­te Kilo­me­ter­weit vom Meer ent­fernt! Unterm Strich steigt der Mee­res­spie­gel seit der letz­ten Eis­zeit recht kon­ti­nu­ier­lich, wenn auch mit klei­nen Unter­bre­chun­gen. Unter dem sel­ben Strich steht auch, dass wir in Küs­ten­nä­he immer mehr Pro­ble­me bekom­men. Das liegt aber nicht ursäch­lich am Kli­ma­wan­del, gera­de dem anthro­po­ge­nen, son­dern an der Ange­wohn­heit des Men­schen, einen geo­lo­gi­schen Zustand als ewig und gege­ben anzu­se­hen oder durch Bau­wer­ke, Sand­ab­bau und Dumm­heit selbst zu ver­än­dern. Bereits ein Schiffs­wrack, ungüns­tig vor der Küs­te gele­gen, kann durch die Strö­mung zur extre­men Ver­än­de­rung einer Küs­ten­li­nie führen!

      Wer käme, rea­lis­tisch und lang­fris­tig betrach­tet, auf die Idee, Grund­stü­cke auf Sylt zu kau­fen oder in der Tor­na­do-Ave­nue in der Kari­bik Hotel­an­la­gen in Strand­nä­he zu bau­en. Wie schau­en heu­te mit­lei­dig auf die Men­schen, die unter­halb des Vesuv die Stadt Pom­pei erbau­ten, sind aber mit unse­ren Risi­ko­ein­schät­zun­gen heu­te kaum bes­ser. Des­halb auch noch einen Hin­weis an alle, die glau­ben, der Kli­ma­wan­del sei das A und O, dass es zu bekämp­fen gäl­te. Wenn dies so ist, gibt es nur ein ein­zi­ges Mit­tel, den anthro­po­ge­nen Ein­fluss des Men­schen zurück­zu­fah­ren: die Bekämp­fung der Über­be­völ­ke­rung! Doch dar­über redet heu­te kei­ne Sau mehr.

      • Ja, ich weiß das alles. Aber, ich bit­te um Ver­ge­bung, es fällt mir zuneh­mend schwer, auf den gras­sie­ren­den Alar­mis­mus in allen Berei­chen des Lebens mit — wie auch immer gear­te­ter — Ernst­haf­tig­keit zu reagie­ren. Ergo bleibt mir nur Iro­nie /​ Sar­kas­mus:
        Mei­ne Stra­te­gie, nicht in Zynis­mus abzugleiten.

        Btw.: Wenn wir duch Fül­len unse­rer Bade­wan­nen die Stra­ße von Dover tro­cken­le­gen (und dabei den Mee­res­spie­gel um ~ 40 m sen­ken), wird die Zug­spit­ze zum Drei­tau­sen­der. Sowohl nach NHN als auch nach NN. Wär‘ dat nix?

        • Das soll­te auch kei­ne Kri­tik sein — gegen Sar­kas­mus ist nichts ein­zu­wen­den. Das ist nicht das, was Hei­ko Maas dazu sagen wür­de, ich sehe das aber so. 😉 

          Aber hier noch ne Rechen­auf­ga­be an die Gemein­de: um wie­viel ist der Mee­res­spie­gel durch die moder­ne Schiff­fahrt gestie­gen? Jeder Tan­ker, jede Aida, jede deut­sche kaput­te Fre­gat­te ver­drängt Wasser…das muss doch irgend­wo hin! 😀

          • Ich hab’s auch nicht als Kri­tik auf­ge­fasst. Woll­te nur erläu­tern, war­um ich mich wei­ge­re, gegen die­sen gan­zen Schmon­zes — auch auf ande­ren Gebie­ten — ernst­haft zu argumentieren.
            (Wobei ich die­je­ni­gen, die sich den Tort auch nach der hun­derts­ten Warm­luft­bla­se noch antun, durch­aus bewundere.)

            Und das Argu­ment mit unse­ren wahn­sin­nig gro­ßen Flot­ten ver­dient natür­lich ernst­haf­te Betrachtung. 😀
            Hmm, mal schauen:
            Bei ’ner Ober­flä­che aller Mee­re von ~ 360 Mio km² kämen wir pro ver­dräng­tem Kubik­me­ter auf ~ 2,8 x 10^-15 m = 2,8 fm (Fem­to­me­ter).
            (Zum Ver­gleich: Ein Was­ser­mo­le­kül hat einen Durch­mes­ser von etwa 0,28 nm = 0,28 x 10^-9 m = 280.000 fm.)
            Die geschätz­te Gesamt-Ton­na­ge aller (Han­dels- /​ Fische­rei- /​ Kriegs- /​ Ver­gnü­gungs-) Flot­ten dürf­te einer kubi­schen Ver­drän­gung in der Grö­ßen­ord­nung von 10 Mrd m³ ent­spre­chen, bewirkt ergo einen Anstieg von 0,028 mm wenn alle gleich­zei­tig bis Ober­kan­te Unter­lip­pe voll­ge­la­den sind.
            Aber halt! Die Fische­rei-Flot­te hat ihre Ladung ja gera­de erst aus dem Meer her­aus­ge­zo­gen, womit wir bei der nächs­ten Fra­ge wären:
            Um wie­viel sinkt der Mee­res­spie­gel in 100 Jah­ren, wenn wir jähr­lich(!) 200.000.000 Ton­nen Fische da rausziehen?
            Und wie lan­ge kön­nen wir das machen, bis wir zu Fuß nach Grön­land wan­dern dür­fen, um die nicht mehr vor­han­de­nen (weil geschmol­ze­nen und dann von den Fischen aus­ge­sof­fe­nen) Glet­scher zu bewundern?
            (Man beach­te: Im Gegen­satz zur weit­ge­hend kon­stan­ten Was­ser­men­ge, sei es nun gefro­ren oder flüs­sig, wach­sen Fische immer wie­der nach. Hah!)
            8)

  5. Auch gera­de eben beim DLF. Und als Zeu­ge der Ankla­ge Ste­fan Rahm­s­torf vom PIK zuge­schal­tet. Der hat schon eine Rol­le bei der Mani­pu­la­ti­on der soge­nann­te „Hockey-Stick-Kur­ve“ gespielt.

  6. Den gan­zen heu­ti­gen Mor­gen hat der Staats­funk WDR das natür­lich als neue Alarm­mel­dung verbreitet.

  7. Apo­ca­lyp­se now! Dan­ke für den infor­ma­ti­ven Arti­kel. Es ist immer wie­der gut, den selbst ernann­ten Ret­tern der Welt, denen es in Wahr­heit vor allem um sich selbst geht, ent­ge­gen zu tre­ten. Nur lei­der wird es wohl wenig bis nichts bewir­ken. Kaum ein nor­ma­ler Mensch hat die Zeit, den Din­gen auf den Grund zu gehen und Zah­len, Daten, Fak­ten und Dia­gram­me zu prü­fen. Die meis­ten Leu­te lesen/​hören/​sehen allen­falls die rei­ße­risch-angst­ma­chen­den Überschriften/​Parolen, die ihnen von den links­grü­nen Medi­en immer wie­der bereit­wil­lig ser­viert wer­den. Die Öko- und Kli­ma­hys­te­rie ist längst zu einer Ersatz-Reli­gi­on gewor­den, die mit den Mit­teln sys­te­ma­ti­scher Gehirn­wä­sche arbei­tet. Frei nach Goe­b­bels: Tau­send­mal wie­der­hol­te Losun­gen und Lügen wer­den zu Wahr­hei­ten — und zu Tatsachen.

  8. Der Kli­ma­ab­zo­cker Al Gore ver­kün­de­te 2009, dass in 2014 die Ark­tis eis­frei ist. Seit die­ser Zeit gelang es im sein Ver­mö­gen in den drei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­reich zu schie­ben. „Al Gore ist ein Idi­ot, aber so wur­de er reich, heißt es in die­sem Artikel:
    Hier sei­ne Visio­nen: http://content.usatoday.com/communities/ondeadline/post/2009/12/gore-new-study-sees-nearly-ice-free-arctic-summer-ice-cap-as-early-as-2014/1#.WoI2xeSWzIX
    Es gibt Sci­en­to­lo­gy und Cli­ma­to­lo­gy — ich weiß nicht, wer von den bei­den die grö­ße­ren und gefähr­li­che­ren Dumm­schwät­zer hat.

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