„Ein Impf­stoff wird keinen Ausweg aus der derzeit­i­gen Sack­gasse bieten. Denn in Wahrheit ist diese Krise keine Gesund­heit­skrise, son­dern eine tief­greifende soziale und sog­ar kul­turelle Krise.“ (Prof. Mat­tias Desmet, Psy­chologe, Uni­ver­sität Gent, im Jan­u­ar 2021)

Sich­er ken­nen Sie das. Da sitzt man mit einem Fre­und zusam­men, palavert, disku­tiert und regt sich auf, schimpft auf „die da oben“ und auf „die Medi­en“. Warum nur ist die Welt wie sie ist? Man ver­sucht, das schein­bar Unerk­lär­bare zu fassen, ein Wort gibt das andere, die Gedanken fliegen. Gut, der Anlass, über den ich hier schreibe, war vielle­icht etwas öffentlich­er, es gab einige Mil­lio­nen Zuschauer des Gespräch­es. Aber das ist ja bei Gesprächen solch­er Art, wenn sie etwa im Fernse­hen bei ein­er unser­er Quas­seltan­ten, Lanz oder Plas­berg stat­tfind­en, auch der Fall. Doch wie über­raschend muss es wohl sein, wenn kurze Zeit nach einem solch aus­führlichen Aus­tausch von Gedanken und Mei­n­un­gen das Inter­net ger­adezu geflutet wird mit soge­nan­nten Fak­tenchecks, die sich einig darüber sind, dass da jemand kom­plett daneben liege, ja, ein Lügn­er, Blender, Ver­führer, Leim­spurleger und über­haupt ein Hochsta­pler sei und alles, was in dem Gespräch geäußert wurde, falsch sei. Experten seien sich da einig.

Nun ist nicht mir sowas passiert, son­dern Dr. Robert Mal­one, dem längst wei­thin bekan­nten Immunolo­gen und Virolo­gen mit dem Erschei­n­ungs­bild eines Käpt’n Iglo, dessen frühe Arbeit­en maßge­blich zur Entwick­lung der mRNA-Tech­nolo­gie beitru­gen und der heute Kri­tik­er dieser Impf­stoffe ist. Das Gespräch fand auf dem Spo­ti­fy-Kanal von Joe Rogan statt, also auf dem denkbar reich­weit­en­stärk­sten Kanal unser­er Tage. Selb­st große Net­zw­erke wie CBS, MSNBC oder CNN haben (pro Sendung gerech­net) nicht annäh­ernd so viele Zuschauer wie Joe Rogan, der zudem poli­tisch schw­er zu fassen und einzuord­nen ist. Sein Kanal ist im besten Sinne neu­tral und ide­olo­giefrei, Rogan redet buch­stäblich mit allen und dank 9–11 Mil­lio­nen Views räumt er in der demografis­chen Kernziel­gruppe 18–55 täglich alles ab, was da son­st sendet oder indoktriniert.

Heute ist näm­lich alles eine Frage der Reich­weite und als ein bel­gis­ch­er Pro­fes­sor, der klin­is­chen Psy­cholo­gie (Mat­tias Desmet, Uni­ver­sität Gent) ein­er kleinen bel­gis­chen Zeitung (DeW­ereld­Mor­gen) im Jan­u­ar 2021 ein langes Inter­view gab – hier eine deutsche Über­set­zung aus dem Flämis­chen vom August 2021 – , fühlte sich nie­mand in Poli­tik und Medi­en bedro­ht. Zugegeben, damals hätte sich auch noch nie­mand vorstellen kön­nen, dass jemals ein Poli­tik­er fordern würde, die neuar­ti­gen Stöf­fchen zwangsweise zu verabre­ichen. Im Jan­u­ar 2021 waren sie noch Mangelware.

Heute liegen die Dinge freilich anders und wenn eine Schlüs­selfig­ur der mRNA-Impfkri­tik Pro­fes­sor Desmets Gedanken aus dem Jan­u­ar 2021 im weltweit pop­ulärsten Pod­cast in weni­gen Minuten so zusam­men­fasst, dass sie selb­st von den Heiz­ern im Maschi­nen­raum der Main­streamme­di­en ver­standen wer­den, bren­nt die Hütte! Mal­ones Twit­ter­ac­count wurde gelöscht. Ver­schiedene Fas­sun­gen des Rogan-Mal­one-Pod­casts ver­schwinden immer wieder von YouTube, tauchen als Schnipsel aber vielerorts stets wieder auf. Ein ganzes Batail­lon von „Fak­tencheck­ern“ wirft seit Tagen ihre Textgranat­en nach Mal­one. Dazu später mehr, denn zunächst müssen wir kurz skizzieren, was genau es war, das Desmet durch den Mund Mal­lons sagte und so offen­sichtlich hek­tis­che Verzwei­flung in den Medi­en aus­lösen konnte.

Mal­one zu Rogan: „Wie passiert das alles? Wie kann es sein, dass ein Drit­tel der Bevölkerung wie hyp­no­tisiert und völ­lig eingewick­elt ist in alles, wom­it Dr. Fau­ci (Anm. d. Autors: der Karl Lauter­bach der USA) und die Medi­en sie füttern?“

Mass Formation Psychosis

Das ver­mutete Drit­tel ist wohl eine recht brauch­bare Men­genbeschrei­bung, der Rest teilt sich mein­er Mei­n­ung nach recht gle­ich­mäßig in die Skep­tik­er und jene auf, die ein­fach den Lautesten und der Macht hin­ter­her­laufen und sich in ihr Schick­sal ergeben haben. Die „Wie-Frage“ stelle auch ich mir täglich und fol­gt man Mal­ones Erk­lärungsver­such und geht sog­ar noch eini­gen weit­eren Phänome­nen nach, ent­fällt die Ver­suchung, für den ver­sam­melten Wahnsinn eine bewusst lenk­ende Kraft zu ver­muten. Die braucht es näm­lich gar nicht, wie wir noch sehen werden.

Mal­one berichtet zur Illus­tra­tion der „Psy­chose“ von einem Artikel, den er zur Vor­bere­itung auf den Pod­cast mit Rogan gele­sen habe. Es han­delt sich um diesen Text in der New York Times mit dem Titel „How to Think About Omikron’s Risk for Chil­dren“, welch­er schon im Titel und erst recht im Inhalt fes­tlegt, was der Leser zu denken habe. Doch warum denken viele Leser dann tat­säch­lich genau­so, wie die NYT es von ihnen erwartet?

Mal­one greift hier zum Begriff „Mass For­ma­tion Psy­chosis“ und ver­sucht damit eine Art hyp­no­tis­chen Zus­tand zu beschreiben, in dem sich weite Teile der spez­i­fisch west­lich geprägten Teile der Welt angesichts der C‑Krise befän­den. Diese „Hyp­nose“ erk­läre das irra­tionale Ver­hal­ten ein­er bre­it­en Mehrheit, das sich völ­lig frei von Dat­en oder Fak­ten selb­st erhält. Der Begriff „Hyp­nose“ kom­men bei Desmet übri­gens so nicht vor, aber Mal­ones For­mulierun­gen sind ja auch keine Tat­sachen­be­haup­tun­gen in einem wis­senschaftlichen Auf­satz, son­dern der Ver­such, der Öffentlichkeit einen Sachver­halt plas­tisch vor Augen zu führen. Die Ver­wen­dung von Gle­ich­nis­sen und Bildern zur Verdeut­lichung ist, soweit ich weiß, in öffentlichen Debat­ten noch gestattet.

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Laut Desmet, der als Pro­to­typ dieser „Hyp­nose“ das “well edu­cat­ed Ger­many” der 1920er und 1930er Jahre anführt, ist die Voraus­set­zung für soet­was eine umfassende gesellschaftliche Zer­rüt­tung, eine zunehmende Bindungslosigkeit und damit eine Verun­sicherung, eine Erschüt­terung inner­halb weit­er Teile der Gesellschaft. Die Bindun­gen inner­halb Fam­i­lien, Gemein­de­struk­turen, Reli­gion­s­ge­mein­schaften und vie­len anderen Zuge­hörigkeit­en wer­den immer schwäch­er, eine Sinnkrise stellt sich ein.

Der „Trend“ zum staat­sun­mit­tel­baren Wesen, zum Bürg­er als Mün­del des Staates, wird seit vie­len Jahren von vie­len beklagt, während anderen, den ide­ol­o­gis­chen Tromm­lern, die Nähe zum Levi­atan Staat gar nicht eng genug sein kann, weil sie ihn gern steuern möcht­en. Der Levi­atan wiederum würde nur zu gern Auf­gabe für Auf­gabe von der per­sön­lichen Ebene der Ver­ant­wor­tung zu sich hin­aufheben, wo sie dann zum Lehm des Gestal­tungswil­lens der Poli­tik­er wer­den. Mehr, mehr, gebt mir mehr! Ver­ant­wor­tung und Gestal­tungsraum dem Staat, Sub­si­di­en für seine Getreuen, Ali­mente der Klien­tel. Frei­heit abgeben und Sicher­heit emp­fan­gen. Ein Teufel­skreis, der in eine nur ver­meintlich süße Knechtschaft führt. Es ist der Traum vom Schlaraf­fen­land, in dem nie­mand mehr einkaufen, kochen und abwaschen muss.

Doch los, voran mit der Atom­isierung der Gesellschaft! Was haben wir? Kinder­losigkeit, Sin­gleda­sein, Verzicht auf Kinder zur Kli­maret­tung, Home­of­fice, CO2-Hys­terie, Auflö­sung kul­tureller Iden­tität durch gen­zen- und bedin­gungslose Zuwan­derung, Par­tiku­lar­isierung in Eth­nien und Geschlechter, neue Geschlechter, neue Opfer, neue Gruppen…alles was taugliche Teil­menge ist und vorge­blich von Fes­seln (so heißen Bindun­gen heute) befre­it wer­den kann und nach der Aufmerk­samkeit des Staates greint, ver­ringert die Bindungsen­ergie der Men­schen ins­ge­samt. Eine atom­isierte Gesellschaft ist das Ergeb­nis. In Gestalt eines ion­isierten Gas­es statt eines Kristall­git­ters. Per­fek­te Vorbe­din­gung für das, was dann als Massenpsy­chose in den Total­i­taris­mus führen kann.

Weil sich­er sofort die Frage auf­blitzt, wer hier seine Hand im Spiel haben mag…die braucht es laut Desmet eben­so wenig wie der total­itäre Staat ein Ziel, ein Ely­si­um oder eine Utopie braucht:

„Zunächst ein­mal will er [der Staat] gar nichts. Seine Entste­hung ist ein automa­tis­ch­er Prozess, der ein­er­seits mit großen Äng­sten in der Bevölkerung und ander­er­seits mit einem naiv­en wis­senschaftlichen Denken ein­herge­ht, das totales Wis­sen für möglich hält. Heute gibt es diejeni­gen, die glauben, dass die Gesellschaft nicht mehr auf poli­tis­chen Erzäh­lun­gen, son­dern auf wis­senschaftlichen Fak­ten und Zahlen beruhen sollte, und damit den roten Tep­pich für die Herrschaft der Tech­nokratie aus­rollen. Ihr Ide­al­bild ist das, was der nieder­ländis­che Philosoph Ad Ver­brugge „inten­sive Men­schen­hal­tung” nen­nt. Im Rah­men ein­er biol­o­gisch-reduk­tion­is­tis­chen, virol­o­gis­chen Ide­olo­gie ist eine kon­tinuier­liche bio­metrische Überwachung angezeigt, und die Men­schen wer­den ständi­gen präven­tiv­en medi­zinis­chen Ein­grif­f­en wie Impfkam­pag­nen unter­wor­fen. All dies, um ange­blich die öffentliche Gesund­heit zu opti­mieren. Außer­dem muss eine ganze Rei­he medi­zinis­ch­er Hygien­e­maß­nah­men ergrif­f­en wer­den: Ver­mei­den von Berührun­gen, Tra­gen von Gesichts­masken, ständi­ges Desin­fizieren der Hände, Imp­fun­gen, usw. Für die Ver­fechter dieser Ide­olo­gie kann man nie genug tun, um das Ide­al der größt­möglichen „Gesund­heit” zu erreichen.“

Auf dieses „ion­isierte Gas“ kön­nen nun – wie sich Mal­one aus­drück­te – macht­gierige Per­so­n­en oder eine Rei­he von sich wieder­holen­den Ereignis­sen tre­f­fen, welche die volle und auch medi­ale Aufmerk­samkeit an sich zu ziehen ver­mö­gen. Und wie schw­er kann das sein, heute, in Zeit­en von Twit­ter, YouTube und Face­book? Nun find­et die „Hyp­nose“ statt, von hier aus kann es über­all hinge­hen, wenn es jeman­den gibt, der erk­lärt: „Ihr habt diesen oder jenen Schmerz, ich kann euch heilen, euer Prob­lem lösen, ich und nur ich weiß, wie das geht.“

Ab hier spielt es keine Rolle mehr, ob die Men­schen bel­o­gen wer­den, die getrof­fe­nen Maß­nah­men sich wider­sprechen oder über­haupt keinen Sinn ergeben. Die Dat­en sind irrel­e­vant. Schlim­mer noch. Jed­er, der die weisen Ratschlüsse der Anführer in Frage stellt, wird sofort attack­iert, gehört zu „den Anderen“ und wird aus­ge­gren­zt. Die Leer­stellen der Bindungslosigkeit füllen sich durch Gle­ich­schritt mit „Gle­ich­gesin­nten“, die vor allem Gle­ichgeschal­tete sind. Die durch Vere­inzelung ent­standene Ein­samkeit füllt sich mit dem „großen Ziel“, das immer in der Zukun­ft, ins Ungewisse pro­jiziert wird. Mor­gen, bald, nach der sieben­ten Welle, nach dem Endsieg.

Dazu noch mal Desmet:

„[Es gibt] eine unheil­volle Verbindung zwis­chen der Entste­hung dieser Art von abso­lutis­tis­ch­er Wis­senschaft und dem Prozess der Manip­u­la­tion und Total­isierung der Gesellschaft. In ihrem Buch ‚Die Ursprünge des Total­i­taris­mus‘ beschreibt […] Han­nah Arendt auf bril­lante Weise, wie dieser Prozess unter anderem in Nazi-Deutsch­land ablief. So greifen auf­strebende total­itäre Regime typ­is­cher­weise auf einen „wis­senschaftlichen” Diskurs zurück. Sie zeigen eine große Vor­liebe für Zahlen und Sta­tis­tiken, die schnell zu rein­er Pro­pa­gan­da verkom­men, gekennze­ich­net durch eine radikale „Mis­sach­tung der Fak­ten”. Der Nation­al­sozial­is­mus zum Beispiel grün­dete seine Ide­olo­gie auf die Über­legen­heit der arischen Rasse. Eine ganze Rei­he soge­nan­nter wis­senschaftlich­er Dat­en unter­mauerte ihre The­o­rie. Heute wis­sen wir, dass diese The­o­rie wis­senschaftlich nicht halt­bar war, aber die dama­li­gen Wis­senschaftler nutzten die Medi­en, um die Posi­tio­nen des Regimes zu vertei­di­gen. Han­nah Arendt beschreibt, wie diese Wis­senschaftler frag­würdi­ge wis­senschaftliche Ref­eren­zen verkün­de­ten, und sie ver­wen­det das Wort „Schar­la­tane”, um dies zu unter­stre­ichen. Sie beschreibt auch, wie das Aufkom­men dieser Art von Wis­senschaft und ihrer indus­triellen Anwen­dun­gen von einem unver­mei­dlichen sozialen Wan­del begleit­et wurde. Die Klassen ver­schwan­den, und die nor­malen sozialen Bindun­gen ver­schlechterten sich, was mit viel undefinier­bar­er Angst, Unruhe, Frus­tra­tion und Sinnlosigkeit ein­herg­ing. Unter solchen Umstän­den entwick­eln die Massen ganz beson­dere psy­chol­o­gis­che Eigen­schaften. Alle Äng­ste, die die Gesellschaft heim­suchen, wer­den mit einem “Objekt” ver­bun­den – zum Beispiel mit den Juden –, so dass die Massen in eine Art ener­getis­chen Kampf mit diesem Objekt ein­treten. Und auf diesen Prozess der sozialen Kon­di­tion­ierung der Massen wird dann eine völ­lig neue poli­tis­che und kon­sti­tu­tionelle Organ­i­sa­tion aufge­set­zt: der total­itäre Staat.

Heute kann man ein ähn­lich­es Phänomen beobacht­en. Psy­chis­ches Leid, Sinnlosigkeit und schwindende soziale Bindun­gen sind in der Gesellschaft weit ver­bre­it­et. Dann taucht eine Geschichte auf, die auf ein Angsto­b­jekt, das Virus, hin­weist, woraufhin die Bevölkerung ihre Angst und ihr Unbe­ha­gen stark mit diesem gefürchteten Objekt verbindet. Während­dessen wird in allen Medi­en ständig dazu aufgerufen, den mörderischen Feind gemein­sam zu bekämpfen. Die Wis­senschaftler, die der Bevölkerung die Geschichte nahe­brin­gen, wer­den im Gegen­zug mit enormer sozialer Macht belohnt. Ihre psy­chol­o­gis­che Macht ist so groß, dass auf ihre Anre­gung hin die gesamte Gesellschaft plöt­zlich auf eine Vielzahl sozialer Bräuche verzichtet und sich in ein­er Weise neu organ­isiert, die Anfang 2020 nie­mand für möglich gehal­ten hätte.“

Mal­one spricht von frei fließen­den Äng­sten, denen man ein Ziel geben kann. Die ver­sam­melte und gerichtete Ladung des “ion­isierten Gas­es” sucht sich gern ein Ziel. Diese Äng­ste sind gewis­ser­maßen die Trüm­mer der ver­loren gegan­genen Bindun­gen. Sie alle auf ein Objekt, einen Aspekt, eine Eigen­schaft zu fokussieren, scheint mir der Schlüs­sel zu sein. Wenn ich nur wüsste, was dieses Objekt oder diese Eigen­schaft heute sein könnte…ich scherze. Man muss die let­zten zwei Jahre unter einem Stein gelebt haben, um nicht sofort an zwei Worte denken zu müssen: Virus! Impfverweigerer!

Auftritt der Faktenchecker

Getrof­fen heult die Medi­en­mas­chine auf. Mal­one ver­bre­ite die „unbe­grün­dete The­o­rie“ (AP), dass Men­schen hyp­no­tisiert wür­den, um den Main­stream-Ideen über Covid-19 zu glauben. Nach dem Mot­to „wenn kein Pen­del zu sehen ist, kann es keine Hyp­nose sein“ nimmt man Mal­ones Aus­sagen in schlechter Absicht wörtlich, statt ihrem Sinn nachzuge­hen – und zwar bis zur Quelle: Mat­tias Desmet. Doch auch im „Reuters-Fak­tencheck“ find­et sich mit kein­er Silbe ein Ver­weis auf den von Mal­one genan­nten Urhe­ber sein­er Gedanken. Es ist natür­lich viel leichter, einen Virolo­gen zum ama­teurpsy­chol­o­gis­chen Falschmünz­er zu stem­peln, als einen Pro­fes­sor für klin­is­che Psy­cholo­gie. Die Fak­ten­ver­bieger füllen bei der Google­suche nach „Mass For­ma­tion Psy­chosis“ die ersten Seit­en, viele Artikel sind buch­stäblich bin­nen weniger Stun­den ent­standen und bei Google nach oben gespült wor­den. Da Mal­one genau wie Desmet den Medi­en bei der Aufrechter­hal­tung dieser „Hyp­nose“ eine Hauptver­ant­wor­tung zuweist, war das Geheul im Inter­net natür­lich zu erwarten. Doch wie glaub­haft kön­nen die Demen­tis sein, wenn die Vor­würfe stim­men? Ver­stärk­er von Massenpsy­chose? Wir Medi­en? Nein, unmöglich! „Experten für Massenpsy­cholo­gie bestäti­gen das“, schreibt Reuters. Welche Experten? Was genau bestäti­gen sie? Solche Quel­len­freien Returns der Marke „sel­ber doof“ gel­ten heute schon als Beweis und „Fak­tencheck“.  – Angeklagter, ist das ihr Mess­er im Rück­en des Opfers? Nein euer Ehren, Messer­ex­perten bestre­it­en das! Na dann: Freispruch! –

Überprüfung am Modell

Statt freie Mei­n­ungsäußerung mit Fak­tenchecks zu belästi­gen – die ja selb­st nur Mei­n­un­gen sind, wie Face­book unlängst nicht ganz frei­willig ein­räumte (Fak­tencheck­er waren empört), kön­nte man doch ein­fach die Annah­men Mal­ones über­prüfen, oder? Wie ste­ht es denn tat­säch­lich um die Zer­split­terung der Gesellschaft? Und jet­zt nicht den Schol­zomat fra­gen! Gibt es „Dipole“ (Mal­one), in denen sich Mei­n­un­gen unver­söhn­lich gegenüber­ste­ht? Was ist mit Klimahys­terie, Zuwan­derung, Krim­i­nal­ität, Sprachver­hun­zung, Gelden­twer­tung, Energiewende, „Vere­inigte Staat­en von Europa“, poli­tis­che Ver­ant­wor­tungslosigkeit, NGO-Stadl, „Kampf gegen Rechts“…die Liste der zur Lager­bil­dung freigegebe­nen Poli­tik­felder ließe sich fort­set­zen. Und das beschreibt den Zus­tand der Gesellschaft vor dem garsti­gen „C“!

Dass es nicht bere­its die Gen­derei oder die Weltk­li­maret­tung waren, die uns in die Total­ität geführt haben, ver­danken wir wohl in erster Lin­ie der Tat­sache, dass diese The­men zu abstrakt waren, um genug Bedro­hungspoten­zial hin­ter der Haustür aufzubauen. Vielle­icht war Coro­na aber auch ein­fach nur schneller. Man muss deshalb von COVID-Neid sprechen, wenn Kli­maret­ter davon träu­men, ver­gle­ich­bar harte Maß­nah­men bald auch als Ther­mo­stat für die glob­ale Tem­per­atur ein­set­zen zu dür­fen. Und was kön­nten sich ide­ol­o­gis­che Sprach­pan­sch­er sehn­lich­er wün­schen als Zugangs­beschränkun­gen und Quar­an­täne­maß­nah­men im Falle der Bin­nen-I-Ver­weigerung? Klingt absurd? Kaum mehr, als sich durch eine regelmäßige medi­zinisch frag­würdi­ge Proze­dur den Zutritt zu einem Restau­rant zu erkaufen.

Es gab also genü­gend „Dipole“ in unser­er an gemein­samen Erzäh­lun­gen und „kle­in­sten gemein­samen Nen­nern“ mit­tler­weile sehr armen Gesellschaft. Für die USA diag­nos­tiziert Mal­one sehr zutr­e­f­fend die Trump-Hys­terie der let­zten Jahre und die schwinden­den Bindungskräfte des „amer­i­can dream“. Auch hierzu­lande sind Staatlichkeit und Zuge­hörigkeit – dieses „deutsch sein“ ganz beson­ders – vie­len eher lästig und jeden­falls nichts, was man als sinns­tif­tend und verbindend annehmen oder voraus­set­zen kön­nte. Und es find­et sich ein weit­er­er Dipol in vie­len sat­uri­erten west­lichen Gesellschaften, wenn sie stark von Ein­wan­derung geprägt sind. Per se ist das ja nichts schlecht­es, aber wenn die durch starke Ein­wan­derung zwangsläu­fig entste­hen­den Par­al­lelge­sellschaften sich in erster Lin­ie über ihre Par­tiku­lar­in­ter­essen definieren – und zwar deshalb, weil sie vom Staat als solche ange­sprochen wer­den – existieren hier von Anfang Risse, Tren­nun­gen und viele Teil­men­gen, die sich eifer­süchtig und mis­strauisch beäu­gen und um die Gun­st des pater­nal­is­tis­chen Staates wet­teifern. Nicht immer, aber immer öfter.

Wie kommen wir da nur wieder raus?

Zumin­d­est lag ich wohl nicht ganz falsch mit meinem Vorschlag, so weit wie möglich auf „ich hab’s euch doch gesagt“ und hämis­che Bemerkun­gen zu verzicht­en. Man muss die Zug­brück­en unten lassen. Mal­one und Desmet sehen das ähn­lich, wenn sie als Gegen­mit­tel dazu aufrufen, die sozialen Bindun­gen zu erneuern und dem Staat die Tür vor der Nase zuzuschla­gen. Und zwar zu seinem eige­nen Schutz, wie Hayek 1) sagen würde! Nähe zuzu­lassen, Ver­trauen zu fassen und neue Bindun­gen einzuge­hen ist natür­lich schwierig, wenn die Pro­pa­gan­da stattdessen Abstand und Vere­inzelung fordert und dies auch noch als „Zusam­men­halt“ und „Sol­i­dar­ität“ verkauft. Das dürfte ein­er der Gründe sein, warum wir nun schon im drit­ten Jahr ein­er Pan­demie fest­steck­en, die defin­i­tiv nie die Pest war und heute erst recht nicht mehr ist. Doch neue Bindun­gen entste­hen, wenn auch zaghaft. Man ver­lässt sich nicht mehr so bedin­gungs­los der staatlichen Maschiner­ie und begin­nt, ihr aus dem Weg zu gehen, statt sie um Zus­tim­mung und Anweisun­gen zu bitten.

Ein Beispiel

Stellen Sie sich vor, Sie wollen ins Kino gehen, sind geimpft oder gene­sen, brauchen aber dank 2G+ einen Test. Da sie die Karten nicht kaufen wollen, bevor fest­ste­ht, ob sie dort reinkom­men, machen sie zuhause einen Schnell­test. Sie fühlen sich zwar großar­tig, doch fällt der Test dum­mer­weise pos­i­tiv aus. Was tun sie?

Lösung 1 „frag den Staat“: Der Test ist zwar offiziell nicht gültig, aber natür­lich wollen sie nun nicht mehr ins Kino! Sie machen einen Ter­min im Testzen­trum oder bei einem Arzt, um einen ord­nungs­gemäß pos­i­tiv­en PCR-Test zu bekom­men, damit Sie für Her­rn Lauter­bach und seine Behör­den ordentlich krank sind. Dann nen­nen Sie ihre Kon­tak­t­per­so­n­en und begeben sie sich brav für die angegebene Frist in Quar­an­täne. Der Staat sper­rt auch die Kotak­t­per­so­n­en eine Weile weg und benachrichtigt alle schriftlich über jeden Schritt und jede Kon­trolle, die alle nun über sich erge­hen lassen müssen. Zur Beloh­nung erhal­ten Sie irgend­wann ein Gene­se­nen­z­er­ti­fikat von zweifel­hafter Gültigkeits­dauer. Glück­wun­sch, sie sind ein fol­gsames Staat­satom! (Anmerkung: wenn Sie jet­zt in Ver­suchung ger­at­en, mir Tipps und Hin­weise über Fris­ten, neue Verord­nun­gen und Erle­ichterun­gen für A im Falle das B>4 sei oder C Sam­stags nicht klein­er als 2,5 und dass man dies alles unter XYZ auf der Web­seite des RKI nach­le­sen könne, ist Lösung 1 defin­i­tiv Ihr Ding!)

Lösung 2 „ihr kön­nt mich mal“: Pos­i­tiv­er Test, ok. Genauer wollen sie es jet­zt nicht wis­sen. Sie wollen natür­lich nie­man­den ansteck­en und gehen deshalb nicht ins Kino. Vor­erst! Zunächst rufen sie ihre Fre­unde an und bit­ten sie, eben­falls Tests zu machen. Sie reden mit ihrem Chef, arbeit­en ein paar Tage von zuhause oder nehmen Urlaub und testen sich jeden Mor­gen selb­st. Sie nutzen also ihre Sozialkon­tak­te zur Lösung des Prob­lems und wer­den den Teufel tun, den über­grif­fi­gen Staat einzuschal­ten, nur weil der ihnen mit einem Passier­schein für sechs Monate winkt. Sie tun vielmehr alles, um sich vom Levi­atan fernzuhalten.

Fazit

Das soll und kann natür­lich kein Ratschlag sein, was Sie, liebe Leser, im Fall eines solchen „Test-Events“ tun sollen. Ich bin nicht ihr Arzt und ken­nen Ihre Umstände nicht. Wed­er die famil­iären noch die gesund­heitlichen. Es ist Ihr Leben, nicht meines, aber es gehört eben auch nicht einem Staat, nicht mal einem gut­meinen­den. Meine Hoff­nung ist jedoch, dass die Selb­stor­gan­i­sa­tion und damit die Ver­mei­dung erwart­bar­er staatlich­er Willkür in dem Maße zunimmt, wie das Ver­trauen in staatlich­es Han­deln abn­immt. Man ren­nt bei pos­i­tiv­en Tests vielle­icht nicht gle­ich zum Gesund­heit­samt, son­dern fragt sich zunächst, wie es einem selb­st ger­ade eigentlich geht. Man meldet keine Protest­de­mo gegen die staatlichen Maß­nah­men mehr beim Ord­nungsamt an, son­dern geht ein­fach spazieren. Man kündigt sein Zeit-Abo und wird Pate bei Achgut. Man lacht über das Verkaufsver­bot für Sil­vester­feuer­w­erk und gibt einem Bekan­nten 50 Euro mit, weil der nach Polen fährt. Und wieder ist eine soziale Beziehung ent­standen, von der der Staat nichts weiß und die ihn auch nichts angeht.

Zugegeben, diese Art Wider­stand ist ein müh­sames Geschäft, denn der Levi­atan ist ein aus­dauern­der Geg­n­er. Er drängt und dro­ht, er schme­ichelt und besticht, er ver­fügt über Gewalt- und Geld­monopol und teilt mit bei­den Schaufeln kräftig aus. Doch die Alter­na­tive zum müh­samen Weg, soziale Bindun­gen wieder zu erricht­en und dem Staat immer und immer wieder klarzu­machen, wo sein Ein­fluss zu enden hat, ist schreck­lich­er: der völ­lige Zusam­men­bruch des Levi­atan. Und weil Staat­en nicht bluten, son­dern immer nur die Bürg­er, die ihre Kapri­olen zu erdulden haben, sollte das bess­er keine Option sein.

Mal­ones Bild von der hyp­no­tisierten Gesellschaft mag seine Schwächen haben und erk­lärt auch nicht alle C‑Maßnahmen in allen Staat­en des West­ens. Ital­ien mit seinen weit intak­teren famil­iären Bindun­gen beispiel­sweise macht mich rat­los. Für mich erk­lärt Desmets Hypothese bish­er jedoch am besten das völ­lige Fehlen selb­stkri­tis­ch­er Reflek­tion inner­halb des besagten Drit­tels der Bevölkerung, welch­es den aus­gegebe­nen Losun­gen blind fol­gt, jede Wen­dung mit­macht, jed­er Erk­lärung glaubt, jede Lüge verzei­ht, jede Maß­nahme gegen ander­s­denk­ende begrüßt und zu jed­er Vor­drän­gelei für den näch­sten Boost­er entschlossen ist. Sie wer­den irgend­wann aufwachen aus dieser selt­samen „Hyp­nose“. Aber wer­den sie dann noch wis­sen, was sie getan haben und dass sie dem Total­i­taris­mus hin­ter­herge­laufen sind? 

1) „Unsere Schwierigkeit beste­ht zum Teil darin, daß wir unser Leben, unsere Gedanken und Gefüh­le unen­twegt anpassen müssen, um gle­ichzeit­ig in ver­schiede­nen Arten von Ord­nun­gen und nach ver­schiede­nen Regeln leben zu kön­nen. Woll­ten wir die unverän­derten, uneingeschränk­ten Regeln des Mikrokos­mos (d. h. die Regeln der kleinen Horde oder Gruppe oder beispiel­sweise unser­er Fam­i­lien) auf den Makrokos­mos (die Zivil­i­sa­tion im Großen) anwen­den, wie unsere Instink­te und Gefüh­le es uns oft wün­schen lassen, so wür­den wir ihn zer­stören. Wür­den wir aber umgekehrt immer die Regeln der erweit­erten Ord­nung auf unsere kleineren Grup­pierun­gen anwen­den, so wür­den wir diese zer­mal­men. Wir müssen also ler­nen, gle­ichzeit­ig in zwei Wel­ten zu leben.“  (The Fatal Con­ceit: The Errors of Social­ism. F.A. von Hayek,1988. Deutsche Über­set­zung in „F.A. von Hayeks kon­sti­tu­tioneller Lib­er­al­is­mus“, Pies/Leschke, Mohr Siebeck 2003)

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21 Kommentare

  1. Also wenn schon Mal­one den Käpt´n Iglo hergibt, so hörte ich aus Fachkreisen, dass der O. Scholz zu King-Kong´s Deo-Roller berufen wurde.

  2. Ein inhalt­sre­ich­er Artikel mit intel­li­gen­ten Kom­mentaren. Ich stelle immer wieder fest, daß Wel­ten zwis­chen dem jour­nal­is­tis­chen und geisti­gen Niveau sog. alter­na­tiv­er Medi­en wie „Achse des Guten“, „Tichys Ein­blick“, Reitschus­ter und Letsch auf der einen und dem gle­ichgeschal­teten Pro­pa­gandabrei sog. Leitme­di­en (Spiegel, SZ, ARDZDF und so) auf der anderen Seite liegen. Was den schein­baren Wider­spruch zwis­chen natür­lich­er Intel­li­genz und dem Here­in­fall­en auch hoch gebilde­ter und beru­flich erfol­gre­ich­er Men­schen auf Rat­ten­fänger wie Lauter­bach &Co. bet­rifft: Ein deutsch­er Wirtschaftswis­senschatler ich meine es war Hayek, meinte ein­mal, es sei erschreck­end, welch dummes Zeug selb­st hochgeschätzte Geis­tes­größen aus dem Bere­ich Natur­wis­senschaften faseln, wenn es um die The­men Poli­tik und Wirtschaft gehe. Die aktuelle Hys­terie in Sachen Covid 19 ist wohl ein­ma­lig seit Zusam­men­bruch des Drit­ten Reich­es. Aber das Maß an ertrag­bar­er Dummheit, welch­es sich in den Köpfen ger­ade gebilde­ter Men­schen anges­taut hat, war bere­its mit derem Hin­ter­her­laufen hin­ter einem autis­tis­chen Schul­mäd­chen und der damit ver­bun­de­nen Klimahys­terie über­schrit­ten. Covid 19 war dann nur noch der Aus­lös­er, die brauch­baren Teile des Hirns endgültig abzuschalten.

    • Gut gesagt.

      - Die sukzes­sive Abschal­tung des Hirns erst wegen der ‘Geflüchteten’-Willkommenskultur (wir erin­nern uns, aber ungern!), dann wegen der men­schengemacht­en Kli­makrise oder so (wir erin­nern uns, aber noch ungerner­er!), und schließlich wege des Wuhan-Schnööfs (wir sind mit­ten­drin, das aber am Allerungern­sten!) ver­läuft pro­gres­siv in jed­er Hin­sicht, denn es han­delt sich um eine pro­gressierende Hirn­ab­schal­tungskrise, die immer pro­gres­sivis­tis­ch­er sich gebärdet, um so mehr sie kri­est. Erstaunlich, dass der­lei Pro­gressieren­des von manchen gar als Fortschritt gese­hen wird, so ganz ohne Ironie oder Ebe­nen oder Verzweifelung. 

      Ja, der Patient lei­det am selb­stver­schulde­ten fortschre­i­t­en­den Pro­gres­sivis­mus im mit­tler­weile drit­ten oder vierten Sta­di­um?, und täglich schre­it­et der Fortschritt weit­er und weit­er fort. Achtung, Arbeit­er!, die Avant­garde ist hin­ter euch her.

  3. “Aber wer­den sie dann noch wis­sen, was sie getan haben und dass sie dem Total­i­taris­mus hin­ter­herge­laufen sind? ”

    Wis­sen? Klar. Aber sie wer­den es sich selb­st und anderen gegenüber nicht eingeste­hen kön­nen. Sie wer­den es wegra­tional­isieren, weg­fab­u­lieren oder ein­fach kom­plett ignorieren.
    Es ist sin­n­frei auf anderes zu hoffen.

  4. Mal­one sagt ja nichts wirk­lich Neues. Er ist nur eine wirk­liche Autorität, da er viele Patente zur mRNA — Tech­nik hält und zig Mal an Forschun­gen und Stu­di­en der Phar­makrak­en und staatlichen Stellen beteiligt war. Qua­si ein dop­pel­ter Insid­er, der alle schmutzi­gen Tricks ken­nt. Das macht ihn für die Zeu­gen Coro­nas so gefährlich. Er deckt im Inter­view die ganzen Schwächen der Coro­na-Erzäh­lung, etwas weitschweifig, auf. Ange­fan­gen mit dem Qua­si- Ver­bot der medi­zinis­chen Behand­lung durch Iver­mectin und Hydro­clorx über Inter­ven­tio­nen der Pharmabertreter, über den sta­tis­tis­chen Daten­müll und die fehlen­den Kohort­en­stu­di­en, die Unsauberkeit­en und Betrügereien bei den Phase 3 — Tests, die unqual­i­fizierte Erfas­sung der Neben­wirkun­gen, die Test­gys­terie, die Ver­fol­gung der Impfskep­tik­er als Strate­gie zum Impf­druck, etc. etc. Nichts was man nicht schon gele­sen hätte, wenn man wie ich etwa 500 Artikel und 190 Stu­di­en zum The­ma gele­sen hat. Aber alles auf einem Haufen, erzäh­lerisch und durch die vie­len Namen und Bezüge zu den han­del­nden Per­so­n­en & Autoritäten geschmückt, die er alle ken­nt. Ins­ge­samt ein ver­nich­t­en­des Urteil über die Pharmabranche, die Medi­z­in­branche und die Poli­tik­er in ein­er Massengesellschaft.

  5. Lösung 3 haben Sie doch glatt vergessen. Irgend­wie schwebt Ihnen immer noch eine Pan­demie vor. Sie machen es wie Coro­niker , solange testen bis man pos­i­tiv ist, in Ihrem Falle bis man neg­a­tiv ist. Voila, auf ins Kino , das eh nur spährlich gefüllt sein könnte.

  6. Sehr erhel­lend, Danke.

    Mich wun­dert, wie so unter­schiedlich intellek­tuell fähige “nor­male” Men­schen sich durch Angst-Pro­pa­gan­da zunächst … nun ja, hyno­tisieren lassen und dann, zu Clus­tern verzah­nt, zu aggres­siv Obrigkeit­shöri­gen werden. 

    Da ist die junge Fam­i­lie, naturschützerisch und gen­tech­nik-feindlich nach guter grün­er Art, die sich selb­st und ihren drei jugendlichen Kindern bei der ersten Gele­gen­heit die Gen-Brühe verabre­ichen lassen. Das würde ihnen, so glaubten sie, ihre “Frei­heit” zurück geben. Jet­zt sind alle Mit­glieer der Fam­i­lie ein­hel­lig wütend auf die Nicht-Geimpften, weil wegen denen die ver­sproch­ene Frei­heit nicht gewährt wurde. Die Eltern haben den Drit­ten Stich und hof­fen auf den Vierten, um sich­er zu sein.

    Da ist der gut situ­ierte pro­movierte Math­e­matik­er, mit Frau (Ex-Lehrerin) im Ruh­e­s­tand, die sich auf die Ratschläge der Medi­zin­er-Tochter ver­lassen und seit zwei Jahren prak­tisch nicht aus dem Haus gegan­gen sind, keine Urlaub­sreise (zu gefährlich), das Enkelchen nur ein­mal in der let­zten Vor­wei­h­nacht­szeit “live” gese­hen (- das war ges­tat­tet, weil sie geboost­ert waren). Man glaubt der Tagess­chau wortwörtlich; über die dubiosen Sta­tis­tiken kann man mit dem Sttis­tik­er nicht reden — , über die 2020er Sterblichkeit­szahlen (- keine alter­sjustierte Über­sterblichkeit 2020 etc., aber Über­sterblichkeit ab April 20210, nach­dem das mit dem Impfen sichtig los­ging) will er nicht disku­tieren. Den Mal­one hört er nicht an, weil der sich ein­mal vom Ban­non habe inter­viewen lassen. 

    Da ist die Kinderärztin, die sich freute, als sie ENDLICH ihre Schutzbe­fohle­nen impfen durfte. Dass die Kleinen nicht durch Covid-19 gefährdet sind, inter­essiert nicht; “Nun kön­nen sie ohne Angst die Oma besuchen.”

    Es ist grauslich.

    • Hal­lo Namensvet­ter (oder Namen­scou­sine — ich will Sie ja nicht mis-gen­der‑n, hier)! 🙂
      Hier mein Ver­such ein­er Antwort auf die impliz­it gestellte (Nicht-)Verständnisfrage:

      Glaubt man Fran­kl, ist das drin­gen­ste und größte Bedürf­nis des Men­schen (ob “nor­mal” oder nicht) die Suche nach einem Sinn. Was Mal­one nochein­mal bestätigt, ist nichts anderes als dass die Exis­ten­zen der meis­ten immer egaler wer­den, und sie diesen Sinn des eige­nen Selb­sts in der derzeit­i­gen exis­ten­tial­is­tis­chen Post­mod­erne immer mehr suchen (müssen).
      Was kann es für einen größeren Sinn der eige­nen Exis­tenz geben, als die Welt zu ret­ten? Oder zumin­d­est den eige­nen Teil zum Wel­tret­tung­spro­jekt beige­tra­gen zu haben, immer­hin. Wovor die Welt dann gerettet wird (und wenns die Nach­barn sind) ist weniger entscheidend.

      Glaubt man Adler, so ist das drin­gen­ste und vorherrschend­ste Bedürf­nis des Men­schen das, bess­er als andere zu wis­sen was gut für diese anderen sei als diese das ja selb­st wis­sen kön­nten — um ihnen dann diesen eige­nen Besser­willen aufzwin­gen zu kön­nen. Diese typ­isch weib­liche Form der Gewal­tausübung als gle­ich­sam “höhere moralis­che Instanz” braucht zur Umset­zung nicht ein­mal so großar­tig großar­tige Ideen — Haupt­sache, “unsere” sind nur “etwas bess­er” als die Ansicht­en der Nach­barn (ich sage nur Rechtschreibre­form und Ernährungs­ber­atung). Kommt dann noch die ganz große Idee hinzu zum Willen zur Macht — dann ergeben sich Hor­rorvi­sio­nen wie das ganz große wir des Sozial­is­mus (der im 20. Jahrhun­dert beina­he einen größeren Leichen­berg als die Spanis­che Grippe ange­häuft hätte; und dieses “beina­he” war ver­dammt knapp). Nicht nur absolute Macht kor­rumpiert abso­lut — auch ein kleines Stückchen Teil­habe an einem Bis­se­le Macht kor­rumpiert. Kein Wun­der, dass die Blick­winkelka­none im “Anhal­ter Durch Die Galax­is” von einem Kon­sor­tium frus­tri­ert­er Haus­frauen inauf­traggegeben wurde. Eine geistige Verge­wal­ti­gung ist sie trotzdem.

      Glaubt man Freud, so ist das men­schlich­ste Bedürf­nis über­haupt die Möglichkeit zur inten­sivierten Beschäf­ti­gung im Schlafz­im­mer. Während diese Logik, angewen­det auf die Frage oben, sehr schnell sehr düster wer­den kann (da “sich das größte Sex­u­alor­gan des Men­schen nicht zwis­chen den Beinen, son­dern zwis­chen den Ohren befind­et”; siehe auch das Ende des let­zten Absatzes) — so muss das richtig düstere alles gar nicht sein: die größere Chance, bei den ger­ade erwäh­n­ten frus­tri­erten Haus­frauen zu punk­ten und als guter Men­sch zu erscheinen, tut es vielle­icht auch schon.

      Glaubt man dem derzeit­i­gen Stand der Hirn­forschung, so aktiviert nichts das Beloh­nungszen­trum im Hirn so sehr wie das Gefühl, nonkon­formistisch han­deln zu kön­nen. Dementsprechende Bilder und Scans kön­nen an vie­len Orten besichtigt wer­den — sin­ngemäß zitieren möchte ich aber Broder: damit einem viele Leute hin­ter­her­laufen, muss man erfol­gre­ich ein­er großen Mehrheit sug­gerieren, sie sei eine kleine Minderheit.
      Und schon klappt es mit dem hero­is­chen Kampf gegen die Weltver­schwörung. Oder gegen “das Sys­tem”. Oder gegen Ras­sis­mus und Kolo­nial­isierung. Oder gegen Kaf­fern. Oder gegen den Kap­i­tal­is­mus. Oder gegen Kli­maleugn­er. Oder gegen Coro­naleugn­er und Impfskep­tik­er. Oder gegen … die Nach­barn, in welch­er Form auch immer.
      Imp­lika­tio­nen des “nur wehren gegen…” inklu­sive, frei Haus, und gratis.

      P.S.: Coro­na-Maß­nah­men bis 20 210 — nu, hof­fentlich nicht! Zwanzig­tausend­jähriger Total­i­taris­mus wäre etwas viel des Guten. <- Sehen Sie? Ich kann das alles natür­lich schelb­szt auch, ich bin ja auch nur men­schlich. Eine ganz andere Frage ist aber: will man das denn tun, nur weil man es kann?
      Sobald genü­gend Leute diese Frage mit ja beant­worten, wird den anderen das Leben wirk­lich schwer.

  7. > Der Begriff „Hyp­nose“ kom­men bei Desmet übri­gens so nicht vor

    In seinen neueren Din­gen schon und rel­a­tiv promi­nent als Ver­gle­ich der indi­vidu­ellen zur gesellschaftlichen Ebene. Ich glaube, darauf bezieht sich Mal­one auch. Z.B. hier:

    https://www.peakprosperity.com/mattias-desmet-on-mass-formation/

    (Sehe ger­ade, ich hat­te das hier schon ein­mal ver­linkt: https://unbesorgt.de/bis-zur-unkenntlichkeit-und-noch-viel-weiter/#comments)

    • Ja, das stimmt. Liegt ja auch nahe, auch wenn man ihn nicht wörtlich nehmen darf. Mal­one bezog sich inhaltlich aber recht deut­lich auf Desmets Aus­sagen aus Jan­u­ar 21.

      • > Mal­one bezog sich inhaltlich aber recht deut­lich auf Desmets Aus­sagen aus Jan­u­ar 21.

        Ist dur­chaus moeglich. Ich habe zwar das gesamte Inter­view gese­hen, mag mich bei der Laenge aber dahinge­hend in der Erin­nerung irren, zumal Desmet bei mir schon ‘eingear­beit­et’ war, der Teil war insofern nicht in erster Lin­ie inter­es­sant an Mal­ones Aus­sagen (fuer mich).

  8. Danke fuer die immer erhel­len­den Ein­sicht­en und Bemerkungen.
    Die von Ihnen beschriebene ‘Selb­stor­gan­i­sa­tion’ ist DAS Mit­tel eines jeden, um sich gegen die ‘Mass­nah­men’ seit­ens eines Staates zu behaupten und einiger­massen gesund zu bleiben.
    Der Staat, der ja anscheinend aus ‘Poli­tik­ern’, Beamten und Men­schen und ‘Beratern’ beste­ht und dessen Funk­tio­nen in soge­nan­nten Demokra­tien durch ihre ‘Wahlberechtigten’ zum, meist ein­seit­i­gen, Funk­tion­ieren gebracht wird und der sich dann oft in der Rolle des Herrsch­ers, nicht des wohlmeinen­den und besorgten Beraters waehnt.
    Poli­tik­er und ihre Berater sind wohl Men­schen, die offen­bar ein Chro­mo­son mehr haben als ‘ihre’ Buerger.
    Dieses Chro­mo­som, zu find­en bei Dik­ta­toren, Genies und anderen Wahnsin­ni­gen, befugt sie, Anord­nun­gen durch zu set­zen, die vorder­gru­endig immer der Volks­ge­sund­heit dienen, aber nat­uer­lich oft dik­ta­torisch sind.
    Die eigentliche Causa ist aber nicht die Besorg­nis um den Steuerzahler, son­dern entste­ht aus der Panik und der Furcht vor nur dem eige­nen Tod und dem damit ver­bun­de­nen Ver­lust der Macht.
    Die Ein­sicht allerd­ings, dass ein kleines winziges Virus mehr Macht hat als ein Staat­sap­pa­rat, wird nat­uer­lich nicht gewon­nen und schon recht nicht zugegeben.
    Eine bessere Demon­stra­tion fuer die Ohn­macht des men­schlichen Han­delns gibt es nicht.
    Denn der Men­sch lernt nicht aus der Geschichte und erlaubt sich nur das sim­pel­ste aus dem Ozean aller Moeglichkeit­en zu schoepfen.
    Es, das men­schliche, geht wohl eher in Rich­tung des bere­its beschriebe­nen, unge­heurlichen, aber am wahrschein­lich­sten: ‘Schone Neue Welt’ und ‘1984’ …

  9. Nach­dem der Orig­i­nalpod­cast mit Dr. Mal­one auf Youtube und anderen Zen­sur­por­tal­en fortwährend gelöscht wird, hier ein Link zu einem Rum­ble-Kanal, der ihn hochge­laden hat: https://rumble.com/vrv7k1-dr.-robert-malone-on-joe-rogans-podcast.html
    Wem diese englis­che Orig­i­nal­fas­sung zu schwierig oder zu lang ist (immer­hin rund 3 Std. 15 min.), dem wird hier mit ein­er deutschen Zusam­men­fas­sung — die zwar etwas sper­rig ist — geholfen: https://blog.bastian-barucker.de/mrna-entwickler-dr-robert-malone-schlaegt-alarm/
    Ein weit­eres State­ment von Mal­one speziell zum The­ma Kinder­imp­fung (engl.; 4:33 min.) find­et sich hier: https://3speak.tv/watch?v=pandemichealth/lsdpodis&jwsource=em

  10. Herr Letsch,

    sie schreiben, irgend­wann lassen dann die Anstren­gun­gen nach alles zu erhalten!
    Ich meine, diese Vol­lka­sko­men­tal­ität, ein­schließlich Gesund­heitsin­dus­trie, ist so nicht mehr finanzier­bar und die ganze Welt kön­nen wir auch nicht ret­ten, weil über­all das­selbe Dilemma!

    B.H

    • West­er­welle hat den Begriff falsch ver­wen­det. Er dachte an Sozialschmarotzer und ähn­liche Begriffe. Aber eine solche Dekadenz gibt es sich­er. Es ist der anlass­lose Glaube, dass alles Erre­ichte eine fixe Größe darstellt, hin­ter dessen Niveau man nicht mehr zurück­fall­en kann. Straßen, Brück­en, Insti­tu­tio­nen, Freiheiten…alles selb­stver­ständlich alles immer da, alles stets ver­füg­bar. Irgend­wann lassen dann die Anstren­gun­gen nach, dies alles zu erhalten.

  11. Sehr fein­er Artikel wieder!, besten Dank 🙂
    Obgle­ich das The­ma, wie sollte es anders sein?, das scheußlich­ste ist, seit damals Adolf ins Gras biss. Weil es ufer­los end­los andauernd als Dauerthe­ma seine tägliche Neuau­flage erlebt, es geht ins dritte Jahr und außer baldigen und immer sinnloseren Fün­ft-Boost­er­par­ties ist kein Ende abzuse­hen!, jeden­falls kein befreien­des durch einen hässlichen Knall im Hof der Berlin­er Reich­skan­zlei und anschließen­den Sieg der Ali­ierten. Kein Ende, nur Ver­schär­fun­gen des Dauerthe­mas. Ich KANN es nicht mehr sehen, MAG es nicht mehr hören!, habe ich vor zwei Jahren gegen die Wände gesagt, als draußen, man erin­nert sich?, die Ham­ster­er-Panik wegen baldigst fehlen­den Klopa­piers anlässlich Covids durch die Straßen rollte. Das mit Abstand Irra­tional­ste, das ich je gese­hen habe. 

    Über zwei Jahre jet­zt, ich MAG es nicht mehr sehen, ich KANN es nicht mehr hören. Mehr als ’nicht mehr’ geht lei­der nicht. 

    Übri­gens ist es eine Massen­hys­terie. Hyp­nose ist ein sehr guter Aus­druck, Massenpsy­chose ist fast bess­er, aber Massen­hys­terie ist der beste Aus­druck!, denn er klingt ver­traut. Obgle­ich die Art und Weise der Covid­maß­nah­men-Massen­hys­terie völ­lig unver­traut ist… kein­er hat das je zuvor erlebt, auch nicht die weni­gen noch leben­den Zeitzeu­gen des Nazis­mus, denn der Nazis­mus war zwar auch eine Massen­hys­terie, aber anders. Der war nicht diese hypochon­drisch wuch­ernde, desin­fizierend fordernde, anlass­los ein­schnei­dende, hil­f­los über­ag­gres­sive Zer­schred­derung des nor­malen Lebens — ohne Anlass!, ohne Sinn und ohne Verstand. 

    Gesichter. Der Nazis­mus war die Adolf-Fratze und die Goebbels-Fratze; ganz ein­deutige Mon­ster­fratzen, klar­er Fall, ein­er der allerk­larsten über­haupt. Hinge­gen die Covid­maß­nah­men-Massen­hys­terie sind die bedauern­swerten Nor­mal­fratzen von einem Karl Lauter­bach und einem Chris­t­ian Drosten jeden Tag über­all, wohin Sie auch sehen. Die Mon­ster­fratzen des Adolfs und des Goebbels kan­nte ja kein­er aus eigen­er Anschau­ung, die lebten als enthobene Hal­bgöt­ter in ihren Kan­zleipalästen und Führerbunkern. Hinge­gen die Fratzen des Lauter­bachs und des Drostens (und hun­dert andere gle­iche) ken­nen Sie ganz genau. Das sind Ihre Nach­barn, Ihre Kol­le­gen, ja vielle­icht sog­ar Sie selb­st; Fratzen der Alltäglichkeit.
    Ja so schreck­lich NORMAL ist die Covidmaßnahmen-Massenhysterie.

    • @Aristobolus: Han­nah Arendt hat­te Recht mit der “Banal­ität des Bösen”. Sie wäre heute auch dafür heftig gescholten wor­den von den Ama­teur-Fratzen. Noch ein biss­chen “Delta” und sie wären in eben­bür­tige Mon­ster­fratzen mutiert! Omikron hat uns tat­säch­lich vor der “Voll­fratzen­mu­ta­tion” gerettet!

      • Ja… wobei die mutierende Omikron-Frak­tion das alles ja nicht wahrhaben will, oder gar Tat­sachen. Diese Frak­tion glaubt, die Delta-Vari­ante sei tödlich und die Omikron-Vari­ante sei noch tödlich­er in der Rei­he immer tödlicher­er Tödlichereien. Wie lautete heute diese Nor­malme­di­en-Über­schrift: “Lauter­bach kündigt schwere Zeit­en für Deutsch­land an”.
        Lauter­bach als banal­ste Fratzen­ver­sion des Nor­mal­banal­bösen will gern das, was Sie so tre­f­fend Voll­fratzen­mu­ta­tion nen­nen. Er will das immer und über­all und dass es schlim­mer wird und schlim­mer bleibt. Wobei er fleißig­banal an der näch­sten Ver­sion des Bös­banalen arbeit­et. Wie wird die heißen?, “OOOMEGA” wahrschein­lich, denn nach dem kleinen o (ómikron) darf das große Oh nicht noch banaler sein.

        • Neueste Schlagzeile in der ubiq­ui­tären yel­low press die so tut als bringe sie Nachricht­en: “Es ist unmöglich, Mitleid zu empfind­en” — über einen Ten­nis­spiel­er, dem ein Visum ver­sagt wurde. Was die Schreiber­linge offen­sichtlich gut find­en. Das ist natür­lich keine Impf­pflicht durch die Hin­tertür, oh nein (bei ein­er Impf­pflicht kön­nte er ja kla­gen, und wer will denn das?). Angesichts der Form dieser Schlagzeile weiß ich nicht so recht, ob ich lachen oder weinen soll — angesichts des Inhalts will ich kotzen.
          Während­dessen wer­den in Kali­fornien Kranken­schwest­ern, die nicht geimpft sind und kein Coro­na haben, ent­lassen. Wer geimpft ist und derzeit Coro­na hat, soll aber zur Arbeit kom­men — weil es in Kali­fornien derzeit zuwenige Kranken­schwest­ern gibt. Absur­des The­ater — das sich erstere übri­gens nicht anse­hen: die denken sich “ich bin doch nicht blöd!” und ziehen nach Flori­da mit seinen sin­nvolleren Bes­tim­mungen. Alle in Flori­da indes freuen sich über den unver­hofften Zuwan­derungssegen qual­i­fiziert­er Leute — auch in Flori­da näm­lich gibt es zuwenige Kranken­schwest­ern, und zwar mehr oder weniger immer.

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