In sein­er „Was-wurde-aus…“ Serie schaut SPON heute auf das Pro­jekt Desertec, dass 2009 voller Euphorie und mit großen Erwartun­gen ges­tartet war. Wüsten­strom für Europa sollte es sein, den man mit­tels Gle­ich­strom­leitun­gen über Gibral­tar und Sizilien ins energiegewen­dete Europa schaf­fen wollte. Und wer da nicht alles eingestiegen war: E.On, RWE, Deutsche Bank, Siemens…ein Pro­jekt im Vol­u­men von 400 Mrd. Euro klingt nach einem Schlaraf­fen­land für Inve­storen! Doch daraus wurde bekan­ntlich nichts. Warum das ganze scheit­erte? SPON bietet zwei Erk­lärun­gen an. Zum einen hätte es Stre­it gegeben, was mit dem pro­duzierten Strom geschehen solle. Der Export nach Europa wäre angesichts des wach­senden Energiebe­darfs in Afri­ka moralisch doch irgend­wie untrag­bar. Das ist die altru­is­tis­che Erk­lärung. Es gibt natür­lich auch noch eine, in der ein bös­er Gegen­spiel­er auf­taucht – die Kohlever­stromer! Die würde näm­lich um ihre ver­al­teten Kraftwerke ban­gen und deshalb den Fortschritt aufhal­ten. Ich halte bei­de Erk­lärun­gen für lächer­lich und konstruiert.

Die erste deshalb, weil durch Han­del immer Wohl­stand entste­ht, selb­st wenn man nicht erst den heimis­chen Markt sät­tigt, son­dern fast nur für den Export pro­duziert. Den Strom nach Europa zu exportieren wäre näm­lich alle­mal lukra­tiv­er, als den heimis­chen Markt zu bedi­enen. In Maranel­lo fahren ja auch weniger Fer­rari herum als in München. Das zweite Argu­ment ist noch bek­loppter. Als wenn bei RWE oder E.On irgendw­er an irgen­dein­er Tech­nolo­gie hän­gen würde! Dort will man nicht vorder­gründig Kohle ver­stromen, son­dern Kohle ver­di­enen! Man nimmt das Geld, das man kriegen kann, ganz gle­ich, welche Tech­nolo­gie man dafür ein­set­zten muss. Im über­reg­ulierten Deutsch­land nen­nt man das wirk­sam­ste Mit­tel der Gewin­nerzielung deshalb auch nicht „Ange­bot & Nach­frage“, son­dern Lob­by­is­mus. Im Bere­ich der Erneuer­baren muss man in Deutsch­land noch nicht ein­mal Mark­t­preise machen, da durch das EEG und angeschlossene Geset­ze (ein „Lex Desertec“ wäre der Kli­makan­z­lerin, den Grü­nen und den Trit­tbret­tfahrern von der SPD ein Fest gewe­sen) die Sub­ven­tio­nen nur so sprudeln. Man lebt nach dem Mot­to „Pecu­nia non olet“ und sobald das Geld dem Ver­brauch­er zwangsweise aus der Tasche gezo­gen wurde, ist es so gut und schön wie anstren­gend auf funk­tion­ieren­den Märk­ten ver­di­entes. Man sollte endlich aufhören zu glauben, dass mark­twirtschaftlich organ­isierte Unternehmen sich in einem hart umkämpften Markt wohler fühlen, als in einem Umfeld aus Sub­ven­tion und Pro­tek­tion­is­mus. Denn das haben Geld und Strom gemein­sam: bei­de bevorzu­gen den Weg des ger­ing­sten Wiederstandes.

Die wahren Gründe des Scheiterns

Zunächst zogen die Ini­tia­toren von „Desertec“ nicht ins Kalkül, dass sich die poli­tis­che Lage zwis­chen Marokko und Ägypten jemals ändern kön­nte. Man hat­te sich so daran gewöh­nt, dass die lokalen Dik­ta­toren ihre wie Pri­vat­far­men regierten Län­der fest im Griff haben, dass man kom­plett ver­drängte, von welch­er Art die brodel­nde Suppe war, auf der die schw­eren Deck­el der Dik­tatur lagen. Der „ara­bis­che Früh­ling“ been­dete die solaren Energi­eträume zuver­läs­siger als das ein Sand­sturm je tun kön­nte. Ein Funken Restver­stand war bei den Pro­jek­tini­tia­toren wohl noch übrig und die Idee, die europäis­che Energiesicher­heit auf unbes­timmte Zeit in die Hände islamistis­ch­er Ban­den vom Schlag der Mus­lim­brüder oder Boko Haram zu leg­en, wurde verworfen.

Zeit­gle­ich mit dem Tod des Desertec-Pro­jek­tes starb auch die deutsche Solar­branche immer schneller aus. Heute ist sie so tot wie Eis­bär Knut. Es hat­te sich näm­lich gezeigt, dass die Chi­ne­sen bei der Sub­ven­tion­ierung ihrer eige­nen Solarzellen-Pro­duk­tion noch großzügiger waren, als die grün­strombe­sesse­nen Deutschen. Das, was man also in den Wüsten­sand zu klotzen beab­sichtigte, wären let­ztlich chi­ne­sis­che Anla­gen gewe­sen. Die Rei­he der Unter­stützer, die sich noch 2009 als Prof­i­teure der Idee Wüsten­strom sahen, lichtete sich angesichts dieser Aus­sicht­en schnell weit­er. Den Todesstoß für das Pro­jekt bilden allerd­ings zwei physikalis­che Tat­sachen, an denen auch die deutsche Energiewende let­ztlich scheit­ern wird. Der Betrieb von Solar­mod­ulen in ein­er Sand­wüste hat eine höhere Degra­da­tion zur Folge. Es kommt zwar prinzip­iell immer zu Leis­tungsver­lus­ten der Zellen, weil diese gewis­ser­maßen „altern“, die erhöhte UV-Strahlung und die staubig/sandig/salzige Umge­bung von Wüsten ist allerd­ings Zell­gift für die Mod­ule. Diese müssen regelmäßig gere­inigt wer­den, weil sie pro Tag son­st 0,5% ihrer Leis­tung ein­büßen. Reinigt man sie allerd­ings zu oft, wirkt sich dies eben­falls neg­a­tiv aus. Egal was man also macht, es geht bergab mit der Leis­tung. Die „Ver­wüs­tun­gen“, die ein ordentlich­er Sand­sturm oder die wohlmeinende lokale Bevölkerung in einem Solarpark anricht­en kön­nen, sind da noch nicht mitgezählt.

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Bleibt noch das let­zte große Prob­lem, welch­es sich die schöne Desertec-Idee mit allen anderen Solar- und Win­dideen teilt: fehlende Spe­ich­er für Kurz- und Langzeit­puffer­ung. Es sind auch keine in Sicht. Heute, am 25. März, geht in Han­nover die Sonne 19:42 Uhr unter. Es wäre schön, dann die eine oder andere Lampe ein­schal­ten zu kön­nen. Hin­gen wir heute schon an Desertec, würde daraus lei­der nichts – aus der Sahara käme näm­lich schon seit 18 Uhr kein Strom mehr. Dort geht die Sonne um diese Jahreszeit schon deut­lich früher unter. Für SPON ist die Idee „Desertec“ allerd­ings noch nicht tot. Es gäbe hier und da kleine Nach­fol­ge­pro­jek­te. Doch die sind lokal begren­zt und sollen ihren Strom auch nicht nach Europa liefern. Dies hat also mit der ursprünglichen Idee nichts mehr zu tun. Statt also von diesem toten Pferd abzusteigen, erk­lärt man, dass kein Pferd so tot sein könne, dass man nicht wenig­stens ein klein wenig darauf reit­en könne. Und sich­er wird auch bald gemeldet, dass es nun neue Sät­tel gäbe, mit denen sich tote Pferde noch bess­er reit­en ließen.

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41 Kommentare

  1. [[ Bleibt noch das let­zte große Prob­lem, welch­es sich die schöne Desertec-Idee mit allen anderen Solar- und Win­dideen teilt: fehlende Spe­ich­er für Kurz- und Langzeitpufferung. ]]

    Kön­nte noch etwas wer­den. Mal schauen, was aus Eduard Heindls Spe­ich­er-Idee in der Zukun­ft wird:

    https://heindl-energy.com/

    Habe mich vor län­ger­er Zeit ein­mal aus­führlich mit ihm per Email aus­ge­tauscht dies­bezüglich, und er klingt wirk­lich wie ein Mann, der weiss, wovon er schreibt. 

    Das wäre endlich wieder mal eine deutsche Inge­nieursleis­tung, auf die man stolz sein kön­nte… — auss­er Autos geht ja in Deutsch­land anscheinend so gar nichts mehr heutzutage. 😉

    • Ich kenne das Konzept und halte es für eine gute Idee, wenn sie natür­lich auch einige Nachteile hat. Ide­al wäre ja ein Spe­ich­er, in den man gle­ichzeit­ig ein­speisen und auch ent­nehmen kann. Bei Pump­spe­ich­ern und Gasspe­ich­ern geht das — beim Grav­i­ty-Spe­ich­er geht das nicht. Die Pumpen kön­nen immer nur in eine Rich­tung arbeit­en. Er kön­nte also auss­chließlich Net­zspitzen abfed­ern, was natür­lich auch nicht schlecht ist, die Anlage aber für deren Betreiber extrem unprof­ita­bel macht, weil man ja vom Verkauf von Strom lebt. Hier kämen wieder Sub­ven­tio­nen ins Spiel, was ich generell für keine gute Idee halte. Der Platzbe­darf entspricht dem eines Pump­spe­icherkraftwerk und ist wegen des Zylin­ders sog­ar noch höher. Man benötigt ja ein Auf­fang­beck­en für das Wass­er. Vorteil: die Gelän­detopolo­gie ist vari­abel, dafür ist die Geolo­gie entschei­dend. Außer­dem sind die Anla­gen extrem Erd­bebensen­si­bel. Es hat alles Vor- und Nachteile…perfekte Sys­teme gibt es nicht. Aber die Idee weit­erzu­ver­fol­gen, halte ich für gut und richtig.

      • Inter­es­sant. Über die Prof­itabil­ität hat­te ich mir bish­er noch keine Gedanken gemacht. Die Tech­nik selb­st finde ich jedoch sehr faszinierend.

        Mein “Energi­etech­nik-Bauchge­fühl” tendiert allerd­ings immer noch zu Tho­ri­um-Reak­toren. Die Energiemen­gen, die rel­a­tiv leicht und sich­er erzeugt wer­den kön­nten, lassen dieses ganze ide­ol­o­gis­che Herum­fum­meln mit “den Erneuer­baren” ein­fach nur wie Kinder­spielzeug aussehen.

        • Das entschei­dende ist neben der Energiedichte des Träger auch der sog. EROI-Fak­tor, also wieviel Energie man aufwen­den muss um Energie zu erhal­ten. Alle “Erneuer­baren” sind in dieser Rech­nung grot­ten­schlecht, weil lei­der nie in Rech­nung gestellt wird, wieviel fos­sile Energie man rein­steck­en muss, bis die erneuer­baren “keine Rech­nung” mehr schick­en. Allein der Beton, den ein Gravy-Kraftwerk braucht…
          Tho­ri­um ist eine Vari­ante, davon gibts mit­tler­weile auch schon Weit­er­en­twick­lun­gen, die mit flüs­sigem Blei statt Salz für die Küh­lung laufen. Pas­sive Sicher­heit ist gegeben, die kor­ro­siv­en Nachteile von Salz fall­en weg. Der EROI-Fak­tor ist gigan­tisch. Unter 1 ist es ja keine Energieerzeu­gung, son­dern Ver­nich­tung. Wind kommt auf 3,9, die herkömm­lichen Druck­wasser­gen­er­a­toren auf 75 — der “Dual Flu­id Reak­tor” käme auf 2000. SO geht Fortschritt, der der Men­schheit nützt! Oder so GINGE er zumin­d­est dann, wenn nicht die Dummheit bes­tim­men würde, wo’s lang geht.
          Hier eine aus­führliche Erk­lärung im Video:
          https://youtu.be/Cb15C9eey8s

        • Danke für den Link. In der Tat faszinierend, endlich wieder ein­mal ein­er Stimme der Ratio­nal­ität und soli­dem Inge­nieurs­denken zuzuhören, als immer wieder dem immer­gle­ichen, inkom­pe­ten­ten, ide­ol­o­gis­chen Gewäsch. 🙂

        • Wis­sen Sie denn schon wohin mit dem ganzen radioak­tiv­en Müll?
          Es ist in keinem Land der Welt endgültig gek­lärt, wie man diese gefährlichen Stoffe jahrtausende sich­er lagert.
          Die EROI-Rech­nung läßt aussen vor, dass auch die nuk­learen Brennstoffe Energie enthal­ten. Man tut ein­fach so, als ob nur die Energie für die Errich­tung des Kraftwerks aufzuwen­den ist. Und die Nach­sorge, also die Entsorgung des ver­strahlten Kraftwerks, unter­schlägt man ganz einfach.
          Der Dual Flu­id Reak­tor ist bish­er nur ein Rechen­beispiel. Es kon­nte noch nie­mand zeigen, dass die Ket­ten­reak­tion sta­bil laufen würde oder über­haupt in Gang kommt. Schön wär’s, wenn da nicht der radioak­tive Dreck wäre.
          Auch die Kern­fu­sion wird der Men­schheit seit 50 Jahren immer wieder ver­sprochen: “In 25 Jahren wird sie mark­treif sein.” Ich glaube auch in 50 Jahren wird sie nicht mark­treif und konkur­ren­zfähig zu anderen Energi­eträgern sein.
          Pho­to­voltaik wird jedes Jahr bil­liger. Wir müssen nicht Solarzellen in Afri­ka auf­stellen, die deutschen Däch­er brin­gen auch Strom ein, der bald bil­liger sein wird als der aus dem Netz. Und da auch die Li-Ionen Bat­te­rien immer bil­liger wer­den, ist auch das Spe­icher­prob­lem bald keines mehr.
          Mil­lio­nen E‑Autos würde ja nicht alle gle­ichzeit­ig geladen, son­dern kön­nen nach Bedarf aus dem Netz Strom beziehen oder dor­thin zurück liefern und so die Fluk­tu­a­tio­nen der Stromerzeu­gung an den Bedarf der übri­gen Ver­brauch­er anpassen.

        • Sie vergessen, dass die Entwick­lung der Kraftwerke, die heute noch über­all rum­ste­hen, in den 60er Jahren ste­hen geblieben ist. Der Brennstof­fein­satz selb­st der mordern­sten Druck­wasser­reak­toren ist inef­fizient. Tho­ri­um-Reak­toren und ver­wandte Entwick­lun­gen arbeit­en anders und sor­gen für einen deut­lich besseren EROI-Fak­tor. Was man bei diesen Tech­nolo­gien let­ztlich an Abfällen hat, strahlt keine hun­dert­tausende von Jahren mehr, son­dern hat Halb­w­ertzeit­en im Bere­ich von eini­gen hun­dert Jahren. Deutsch­land hat sich von dieser Entwick­lung aber schon seit Jahren so gut wie abgekop­pelt, was das Wis­sen darüber stark verdün­nt hat. Deshalb wer­den auch die Schwätzer immer zahlre­ich­er, die vorgeben zu wis­sen, wie Kernkraftwerke zu funk­tion­ieren haben. Näm­lich so inef­fizient wie die Mod­elle, die das Mil­itär zur Plu­to­ni­umgewin­nung im kalten Krieg propagiert hat. Tho­ri­um-Reak­toren sind in Chi­na übri­gens schon im Bau, Exper­i­men­tal-Reak­toren liefen bere­its seit den 70ern erfol­gre­ich in den USA.
          Zur Mach­barkeit der deutschen Energiewende empfehle ich auch einige andere Artikel auf diesem Blog. Dazu noch ein klein­er Taschen­rech­n­er und nachgerech­net, ob wir in Deutsch­land auf Basis von Sonne und Wind sowas die eine ener­getis­che Selb­stver­sorgung hin­bekom­men kön­nen — oder auch nur in Europa. Ich empfehle hierzu die Berech­nun­gen von Prof. Sinn, falls Sie mir nicht glauben. Aber irgend­was müssen Sie ja glauben, son­st wären Sie nicht so opti­mistisch, dass die Energiewende gelingt. Jedem seine Kirche.

        • Wie ich bere­its an ander­er Stelle hier schreib:

          Die ganze Wind- und PV-Geschichte wird sich erstens niemals finanziell rech­nen, und zweit­ens niemals in der Lage sein, den Energiebe­darf der Welt zu deck­en. Das ist schon so oft vor- und nachgerech­net wor­den, dass es in der Tat ermü­dend ist, immer wieder die Bas­tion der ide­ol­o­gis­chen Traumtänz­er mit den physikalis­chen Real­itäten zu bepudern.

          Was uns allen, weltweit, in der Tat aus der Mis­ere helfen würde, das sind Tho­ri­um­reak­toren nach dem Molten-Salt-Prinzip:

          https://en.wikipedia.org/wiki/Molten_salt_reactor

          Wer mag, kann sich das ein­mal auch noch gerne die deutsche “Über­set­zung” des obi­gen Artikels durch­le­sen. Selb­st bei ober­fläch­lichem Über­fliegen des Artikels ist die anti-nuk­lear-ide­ol­o­gis­che Durch­set­zung unverkennbar. Selb­st bei ober­fläch­lichem Über­fliegen des Artikels ist die anti-nuk­lear-ide­ol­o­gis­che Durch­set­zung unverkennbar, und die Absicht FUD (Fear, Uncer­tain­ty, Doubt) zu ver­bre­it­en ist klar ersichtlich:

          https://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCssigsalzreaktor

          Die USA hat­ten jeden­falls einen solchen Ver­such­sreak­tor für 6000h unter Vol­l­last laufen, bere­its in den 60ern (siehe Details im obi­gen Link). Da dieser Reak­tortyp allerd­ings kein Plu­to­ni­um erbrütet, war er für die Regierung wohl nicht sehr interessant.

          Diese Tech­nolo­gie kön­nte uns die näch­sten paar Hun­dert­tausend Jahre lang mit Energie ver­sor­gen, bei min­i­malem Risiko. Die Chi­ne­sen forschen momen­tan daran, und wie ich die ein­schätze, wer­den wir bald die ersten Reak­toren sehen.

          Made in Chi­na, not Made in Ger­many, of course…

        • [[ Wis­sen Sie denn schon wohin mit dem ganzen radioak­tiv­en Müll?
          Es ist in keinem Land der Welt endgültig gek­lärt, wie man diese gefährlichen Stoffe jahrtausende sich­er lagert. ]]

          Wenn Sie sich mit der Tho­ri­umtech­nik auch nur ein paar Stun­den lang beschäftigt hät­ten, dann hät­ten Sie gel­ernt, dass hier nur geringe Abfälle anfall­en, die bere­its nach 300 Jahren vol­lkom­men harm­los sind. Diese Zeiträume lassen sich prob­lem­los im Griff halten.

          Zusät­zlich lassen sich mit dieser Tech­nolo­gie die bere­its vorhan­de­nen, nuk­ler­aren Altabfälle zur Energiegewin­nung nutzen.

          Weniger Ide­olo­gie. Mehr Physik & Chemie, bitte schön.

  2. siehe auch das Lehrstück der Ver­schwen­dung von EU- Geldern, des Abgreifens von Sub­ven­tio­nen und der Fehlpla­nung auf der Kanarenin­sel El Hier­ro. Die ganze Insel sollte völ­lig von grünem Strom ver­sorgt wer­den, tausende Elek­troau­tos waren schon gekauft, Mil­lio­nen an EU-Sub­ven­tio­nen gezahlt, Win­dräder gebaut und als Spe­ich­er ein Wasser­beck­en für Flautezeit­en. Resul­tat: ein Desaster und 50 Mil­lio­nen Schulden bei der Inselverwaltung/ Steuerzahler.
    Lesen Sie die ganze Geschichte bei ruhrkultour.de oder eike-klima-energie.de
    Es trifft sich mit der sto­ry von desertec…

    • Siehe auch Pell­worm und das EON-Pilot­pro­jekt dort…für solche gescheit­erten Lehrstücke muss man also noch nicht mal Deutsch­land ver­lassen. Auf Pell­worm kann man noch nicht mal fehlende deutsche Inge­nieurskun­st oder man­gel­haften poli­tis­chen Willen als Ausrede anführen. 😉

  3. Bezüglich der Stromerzeu­gung muß ich dann doch mal darauf hin­weisen, daß für Desertec keine PV son­dern CSP Sys­teme mit Wärme­spe­ich­ern vorge­se­hen waren, welche auch in der Nacht Strom geliefert hätten.

    In Anbe­tra­cht der dor­ti­gen soziokul­turellen Umstände ein solch­es Pro­jekt aber über­haupt ern­sthaft in Erwä­gung zu ziehen, entsprang allerd­ings ein­er Logik, die sich mir damals wie heute verschließt.

    • Meines Wis­sens war eine Mis­chung aus bei­den Sys­te­men geplant, aber let­ztlich gab es auch ver­schiedene Pla­nungsmod­elle und Aus­baustufen. Ich finde es übri­gens immer inter­es­sant, solche Pro­jek­te so zu skalieren, dass man sich was darunter vorstellen kann. Ein Vorzeige­pro­jekt der Solarter­miekraftwerke ist ja “Gema­so­lar”. Allein für den Strombe­darf Deutsch­lands benötigte man mehr als 7000 davon. Die Spiegel (die man auch regelmäßig reini­gen muss) hät­ten eine Fläche, die etwa einem Drit­tel der Fläche Deutsch­lands entspricht. Das würde auch alle Zugvögel freuen, die dann im ersten Jahr als “gebratene Tauben” vom Him­mel fie­len. Im zweit­en Jahr gäbe es keine mehr. Ein kleines Opfer für eine große Sache!

      • “[…] alle Zugvögel freuen, die dann im ersten Jahr als “gebratene Tauben” vom Him­mel fielen.”

        Da brat mir ein­er ’nen Storch!
        😀

      • Keine Ahnung woher Sie Ihr Wis­sen erlan­gen, aber dieses ist kom­plett falsch. Auch Ihr Artikel ist höch­stens für den Stammtisch geeignet. Desertec war schon immer auf CSP aus­gelegt, mit der dazuge­höri­gen Spe­icherung der Wärme und Nutzung bei Dunkelheit.
        Zudem ist die Degrata­tion kein Hin­der­nis. Was denken Sie wie eine Ver­bren­nungskraft­mas­chine über die Laufzeit an Effizienz ein­büßt, wenn man die aufwendi­gen Revi­sion­s­maß­na­men nicht durchführt?
        …und wer die direk­te Unter­stützung der Indus­trie, also Sub­ven­tio­nen im def­i­n­i­tion­s­gemäßen Sinn, der chi­ne­sis­chen Regierung mit ein­er Umlage­fi­nanzierung in einen Topf schmeißt, der hat den Knall eh nicht gehört…

  4. Das Pro­jekt “Aufwind­kraftwerk” (https://de.wikipedia.org/wiki/Aufwindkraftwerk) des genialen Trag­w­erk­skon­struk­teurs Jörg Schlaich (https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Schlaich) , dessen Funk­tion­ieren bere­its in Spanien nachgewiesen war, scheit­erte in der Tat sowohl an Lob­by­is­mus und bürokratis­chen Hür­den wie an der poli­tis­chen Insta­bil­ität in Nordafri­ka. Schlaich wies auch immer wieder auf die Prob­leme der Pho­to­voltaik im Ver­gle­ich zu sein­er robusten und von ein­heimis­chen Arbeit­ern zu wartenden Tech­nik hin.

    • Es gibt viele vielver­sprechende Tech­nolo­gien und ja, man soll alles aus­pro­bieren. Desertec ist aber an Größe, Anspruch und Real­ität gescheit­ert. Dafür spielt es übri­gen auch keine Rolle, in welchem Mis­chungsver­hält­nis Solarther­miekraftwerke und Foto­voltaik geplant waren, es gab ja unzäh­lige Vari­anten. Übrig geblieben sind kleine Pilotprojekte.

    • Niedlich, 200MW Spitzen­leis­tung, bei einem Flächen­ver­brauch von 38qkm, wenn ich mich recht erin­nere. Und das, wenn alles opti­mal ist (viel Sonne, kein Wind, und wenig Luftfeuchte)

      Durch­schnit­tliche Kernkraftwerk­sleis­tung in Deutsch­land: 1400MW. Immer. Tag und Nacht.

      • Sie vergessen das riesige Loch, welch­es man braucht um die Kohle für die so platzs­paren­den Kohlekraftwerke aus der Erde zu holen.
        Die solarther­mis­chen Kraftwerke von Desertec soll­ten wie die Kraftwerke in Alme­ria etwa 3 km² Fläche benöti­gen für die Erzeu­gung von 50 MW Strom. Der kann auch nach Son­nenun­ter­gang noch 7,5 Stun­den mit Wärme aus dem Tank geliefert wer­den, mit der Wärme die Mit­tags einge­fan­gen wurde. Das gehen also nicht die Lichter aus, nur weil die Sonne unterge­gan­gen ist.
        Der Herr roger macht mit Halb­wahrheit­en Stim­mung gegen alles, was ihm nicht passt.

        • Lieber Herr Herres,
          was mir so alles nicht passt, find­et sie hier auf dem Blog in lan­gen Lis­ten. Zu Desertec gab es Halb­wahrheit­en, als das Pro­jekt noch lief. Doch die bit­tere Wahrheit ist, dass wir heute am Grab dieses Pro­jek­ts ste­hen, in welch­es ich — das ist wahr — pietät­los spucke. Nur zur Erin­nerung: ICH habe das Pro­jekt nicht beerdigt! Doch wenn das alles so toll wäre und 3qkm pro 50MWatt ein Klacks und die Kohlelöch­er so groß wären, flösse doch wohl längst der supergün­stige Son­nen­strom. Dass es nicht so ist, wer­den Sie mir doch nicht auch noch anlas­ten, oder?

        • Haben Sie mal west­lich von Köln im Rheinisch-West­fälis­chen Braunkohlere­vi­er die riesi­gen Löch­er gese­hen. Da geht es nicht nur um 20 oder 30 km². Allein der Tage­bau Ham­bach hat fast 60 km² Fläche, die dem­nächst noch ver­größert wer­den soll, dazu kom­men noch viele Kilo­me­ter lange Förder­bän­der, Grund­wasser­ab­senkun­gen und der Ver­lust der Heimat für einige tausend Men­schen, die zwar entschädigt wer­den, aber ihr Dorf kom­plett an ander­er Stelle neu auf­bauen müssen. Insofern ist die kon­ven­tionelle Energiebere­it­stel­lung auch nicht ohne Prob­leme, Umweltschä­den und Belastungen.
          Wie an ander­er Stelle richtig zu lesen ist, war auch die Dampf­mas­chine früher nicht so beson­ders effizient und ein Wirkungs­grad von ger­ade mal 3% hat die ver­füg­bare Energie wohl auch teuer gemacht. Wie lange haben die Inge­nieure gebraucht, bis wir einen Wirkungs­grad von 40% erre­icht haben? Nahezu 300 Jahre seit New­comens Wasser­pumpe mit Damp­fantrieb. Ges­tat­ten Sie doch bitte den neuen Tech­nolo­gien auch etwas Anlaufzeit.
          Das Ende von Desertec ist nicht so sehr ein tech­nis­ch­er Fehler, son­dern wohl mehr den poli­tis­chen Unbilden geschuldet. In Marokko wer­den jeden­falls heute solarther­mis­che Kraftwerke und auch Pho­to­voltaik-Kraftwerke gebaut, um von Öl- und Kohleim­porten unab­hängig zu werden.
          In Marokko und Ägypten ste­hen inzwis­chen auch große Wind­far­men, da dort mit­tlere Windgeschwindigkeit­en von 9 m/s herrschen, was man in Deutsch­land besten­falls an der Nord­seeküste findet.
          Sau­di-Ara­bi­en plant 2000 GW Pho­to­voltaik-Anla­gen, denn die wis­sen auch, dass es mit dem Öl bald zu Ende geht. Besten­falls noch 20 Jahre wird es dort in nenneswertem Umfang gefördert wer­den kön­nen. Dann wollen sie bere­it sein, um uns statt Öl eben Strom zu verkaufen. Ver­glichen mit der gesamten Stromerzeu­gungska­paz­ität von nur rund 132 GW in Deutsch­land ist das Vorhaben in Sau­di-Ara­bi­en schon ziem­lich ambitioniert.
          Wenn wir nicht von ori­en­tal­is­chen Poten­tat­en abhängig sein wollen und auch den rus­sis­chen Oli­garchen nicht trauen, müssen wir eben alles in Bewe­gung set­zen, um selb­st die Sonnenen­ergie zu nutzen.
          Ein “Weit­er So” mit hem­mungslosem Ver­bren­nen von fos­silen Brennstof­fen, an besten noch mit jährlichen Zuwach­srat­en von eini­gen Prozent, wie es sich die Wirtschaftswis­senschaftler und Poli­tik­er des unbe­hin­derten Frei­han­dels wün­schen, kann aber nicht mehr lange gut gehen. Der Kli­mawan­del ist schon deut­lich zu erken­nen und wird sich noch ver­stärken, wenn wir nicht endlich mit der Freiset­zung von CO2 aus fos­silen Quellen aufhören.
          Deshalb gibt es langfristig keine erkennbare, sichere Alter­na­tive zur Solar­wirtschaft. Wenn aber erst ein­mal “das Kind in den Brun­nen gefall­en ist”, sprich, der Kli­mawan­del die Erde so richtig beutelt, dann wer­den uns die finanziellen und logis­tis­chen Kapaz­itäten fehlen, um die Alter­na­tiv­en zu entwickeln.
          Selb­st wenn wir heute etwas mehr für die neue Tech­nolo­gie bezahlen, als es die etablierten erfordern, wer­den wir langfristig davon stärk­er profitieren.
          Haben Sie mal den Report von Nico­las Stern gele­sen? Selb­st ein Wirtschaftswis­senschaftler kommt schon zu dem Ergeb­nis, dass die Vor­sorge ins­ge­samt kostengün­stiger ist, als die Behe­bung der Schä­den, die uns ins Haus stehen.
          Beacht­en Sie die Preisen­twick­lung bei PV und auch bei Li-Ionen-Akkus. Mit jedem instal­lierten Mod­ul oder Spe­ich­er wird die Tech­nik bil­liger. Derzeit mit mehr als 10% pro Jahr. Bei Tony Seba ste­ht sog­ar, dass die Preis­de­gres­sion bei 16% jährlich liegt. Das Buch von Seba “Saubere Rev­o­lu­tion 2030” ist abso­lut lesenswert. Derzeit bekommt man es nur bei http://www.metropolsolar.de für 25€ plus 5€ für Por­to und Versand.
          Es lohnt sich aber. elb­st wenn Sie nicht mit alem ein­ver­standen sind, was Sie dort lesen kön­nen, soll­ten Sie es zumin­d­est wis­sen. In weni­gen Jahren kön­nen Sie dann die Genauigkeit der Prog­nosen beurteilen. Da die englis­che Ver­sion des Buch­es schon 2014 erschien, kann man ja schon die Entwick­lung der let­zen Jahre vergleichen.

        • Ich kenne Tony Seba und seine Pub­lika­tio­nen. Er macht lei­der diesel­ben Fehler wie all jene, die die aktuellen Solaran­la­gen als tech­nis­chen Fortschritt verkaufen wollen. Seba begin­nt seine Vorträge gern mit einem Bild. New York 1900. Über­all Pferd­e­droschken, nur ein Auto. Das näch­ste Bild stammt aus 1913. Nur 13 Jahre später: nur Autos, ein einziges Pferd. Das ist in der Tat tech­nol­o­gis­ch­er Fortschritt. Und was noch bess­er ist, aber das erwäh­nt Seba nicht: nicht EIN MÜDER DOLLAR SUBVENTIONEN floss! Die Leute wählten das Auto, weil es in jed­er Hin­sicht BESSER war, als das Pferd. Die Erfolge der Solarindus­trie sind in Wirk­lichkeit Siege im Ein­stre­ichen von Subventionen!
          Auch wenn Sie das wömöglich bezweifeln, bin ich doch kein Fre­und der Kohle. Ich bin vielmehr ein Fre­und von preiswert­er und VERFÜGBARER Energie, weil unsere Wirtschaft darauf angewiesen ist. Die Energiedichte von onne und Wind ist katas­trophal schlecht, die Energiekosten der Anla­gen selb­st sind NICHT in den opti­mistis­chen Berech­nun­gen enthal­ten und es gibt keine hin­re­ichen­den und finanziell darstell­baren Spe­ichertech­nolo­gien! Auch sehe ich nir­gends einen tech­nol­o­gis­chen Durch­bruch im Bere­ich der “erneuer­baren”, son­dern nur Sub­ven­tio­nen und einen per­versen Sub­ven­tion­swet­tbe­werb. Chi­na hat die Zel­len­fer­ti­gung in Deutsch­land, ohne­hin schon gepud­ert von oben bis unten — kaputtsub­ven­tion­iert! Das ist Staatsin­ter­ven­tion­is­mus vom aller­schlimm­sten, denn er verkleis­tert den Blick auf die tat­säch­lichen Poten­ziale ein­er Tech­nolo­gie und ver­führt zur tech­nol­o­gis­ch­er Trägheit und Denkver­boten. Lud­wig von Mieses würde sich im Grab umdrehen!

    • Die Bar­baren waren die Van­dalen, ein ger­man­is­chen Volksstamm, der über Spanien und Marokko bis nach Tune­sien wan­derte und von dort wieder nach Ital­ien. Sie haben Rom geplün­dert und einen denkbar schlecht­en Ein­druck hin­ter­lassen. Der Begriff Van­dal­is­mus wird ja wohl von dieser “ruhm­re­ichen” Tat abgeleitet.

      • Dieser Artikel enthält den schö­nen Begriff “Real­itätscheck”, den ich hier­mit gerne auch auf Ihren Beitrag anwende.

        Wie man einen Zirkelschluss von den Van­dalen (von Tune­sien aus Rom geplündert?):

        https://www.welt.de/kultur/history/article13407550/Die-Vandalen-waren-gar-keine-Vandalen.html

        zu den Bar­baren­staat­en (in der his­torischen Wirk­lichkeit sind also wieder ein­mal an Allem die Deutschen schuld?):

        https://de.wikipedia.org/wiki/Barbareskenstaat

        kon­stru­ieren kann, dass nenne ich schon “äusserst gewagt”.

      • [[ Die Bar­baren waren die Vandalen ]]

        Klein­er Nach­trag, nur um die Zeitlin­ien zu verdeutlichen:

        Rom fiel im Jahre 455. Die Bar­baren­staat­en wur­den im 16ten Jahrhun­dert errichtet. 

        Zwis­chen diesen Dat­en wurde die gesamte Region von wem genau erobert? Genau, den auch damals viel­geliebten “grü­nen” Arabern.

        Ich kann mich nicht an Berichte erin­nern, aus denen her­vor geht, dass die Amerikan­er in ihrem allerersten Krieg gegen blauäugige, gross­gewach­sene, blonde Pirat­en- und Kaper­mannschaften kämpften.

  5. “Was nützt es, zu Reden, wenn (fast) nie­mand zuhört?”

    Das Ver­hält­nis der meis­ten Men­schen zur “Real­ität” war noch nie sehr gut. Daraus ergaben sich dann immer wieder Fehlen­twick­lun­gen, die nach ein­er Weile von der Real­ität kor­rigiert wur­den. Je länger diese Fehlen­twick­lun­gen anhiel­ten, desto drastis­ch­er fiel die Kor­rek­tur aus. Men­schen, die sich mit der Real­ität beschäfti­gen, kön­nen dadurch neg­a­tive Auswirkun­gen für sich selb­st ver­mei­den. Und sein wir mal ehrlich, die Real­ität wird früher oder später drastis­che Kor­rek­turen ein­fordern, weil wir die Real­ität mal wieder mit allen Mit­teln ignorieren.

    Eben­falls ists zu erwarten, dass sich nur eine Min­der­heit der Men­schen mit der Real­ität beschäftigt. Ein­fach, weils über­all sowas wie das Pare­to-Gle­ichgewicht gibt. Es sind Min­der­heit­en, die für fast alle Entwick­lun­gen ver­ant­wortlich sind, während die meis­ten Men­schen ein­fach keine Rolle spielen. 

    Und, um die eigentliche Frage nun zu beantworten:

    Es genügt, wenn sich Min­der­heit­en dafür inter­essieren, was real ist. Der Rest fol­gt ohne­hin nur dem Trägheits­ge­setz, und kann sich weit­ere Arbeit auch sparen. Sobald es zu ner Kor­rek­tur kommt, kön­nen diese Men­schen schließlich immer noch jam­mern, und so tun, als hät­ten sie etwas anderes ver­di­ent. Man muss die Desertec-Investeure vielle­icht sog­ar mal dafür loben, dass sie ihre Fehlentschei­dung zu akzep­tieren scheinen, und nie­man­den belästi­gen, dass sie die schön­sten Hoff­nun­gen hat­ten, und ihre Kohle nun weg ist. Ich fänds schön, wenn die Nor­mal­bevölkerung es eben­so vor­bildlich akzep­tiert, dass die Kohle weg ist, sobald Renten&Co weg­fall­en. Man ist halt nem Anla­gen­be­trüger aufge­sessen, der einen mit nem Schnee­ball­sys­tem über den Tisch gezo­gen hat. Darunter soll­ten keine Drit­ten lei­den. Wie gesagt, ich finde es sehr vor­bildlich von den Inve­storen, dass man von ihnen kein Gejam­mere hört, und sie nicht den Ver­such unternehmen, ihre Ver­luste zu sozialisieren.

    • Die haben doch gar nicht viel investiert. Das waren alles Absicht­serk­lärun­gen. “Man werde so viel investieren, wenn die Pro­jek­te mal ange­laufen sind.”
      Nur die Pla­nungsstäbe haben wirk­lich etwas gekostet, Das waren aber bes­timmt noch keine 400 Mil­lio­nen Euro, also weniger als ein Promille der ver­sproch­enen Investi­tion­ssumme. Das sind doch nur “Peanuts”.
      Viel wahrschein­lich­er ist, dass sie sich mal durchgerech­net haben, dss sie all ihre Investi­tio­nen in die heimis­chen Kohlere­viere in den Wind schreiben kön­nen, wenn es wirk­lich mal richtig los geht in Nordafrika.

      • Jet­zt mal langsam. Nicht viel investiert? Geht es denn wirk­lich nur um Desertec und sind 400 Mille wirk­lich Peanuts? Die Energiewende, die die Stromkun­den bere­its hun­derte Mil­liar­den gekostet hat, sollte man schon als ganzes betra­cht­en. Zum anderen ist die kalte Enteig­nung der großen Energiekonz­erne fast abgeschlossen, von denen bleibt am Ende nicht viel, die sind jet­zt schon kaum noch ein Schat­ten ihrer selb­st. Ein Umstand, den ger­ade viele Stadtkäm­mer­er in NRW dur­chaus sor­gen­voll bemerken. Denn wer ist das eigentlich, dieses “RWE” oder “EON”…das sind vor allem die Miteigen­tümer, also die Kom­munen, die mit den Div­i­den­den lange Zeit ihr klam­men Kassen auf­besserten. Das ist kom­plett wegge­brochen. Aber das ist ja nur Geld, wen juckt’s.
        Zur “brem­senden Kohle-Lob­by” ist eigentlich auch alles gesagt. Die Kohle­förderung in Deutsch­land ist am ster­ben. Mit den Pro­duk­tion­skosten in Kolumbi­en, Aus­tralien oder Chi­na kann auch die Braunkohle bald nicht mehr mithal­ten. Zu glauben, die Kohle-Lob­by würde den tech­nis­chen Fortschritt aufhal­ten, ist lächer­lich, aber eine gern zitierte Ver­schwörungs­the­o­rie der Solar-Indus­trie. Genau wie die Behaup­tung, der “bil­lige Kohle­strom” würde die Net­ze “ver­stopfen”.

  6. … es gab einst auch diese Idee mit den Windtür­men inmit­ten heißer Wüste, nicht?, die nicht ein­mal Heit­ech benöti­gen wie Solarzellen, nichts der­gle­ichen, son­dern die qua ihrer Höhe ein­fach den Schon­stein­ef­fekt aus­nutzen, indem Tur­binen den Luftzug des Schlots in Strom umwandeln.
    Bloß ist der Bau solch­er Windtürme derzeit eben­so wenig prak­tik­a­bel wie riesige Solarzel­len­felder in der Sahara: Nu, wegen ein paar Ter­ror­is­ten da und anderen Ter­ror­is­ten da. Und aus den sel­ben Grün­den fehlen­der Speicherungsmöglichkeiten.

    • Der Ari schreibt ja auch hier.

      Weiß der Blog­be­treiber über­haupt, wer Ari ist?

      „Aris­to­b­u­lus“ oder wie er sich immer nen­nt, ist zu tief­st destruk­tiv und gefährlich für jede Art Kom­men­tar­bere­ich. Das geht meist über Selb­st­ge­spräche, wo Foren the­men­fremd geflutet wer­den, um von wirk­lichen Teil­nehmern wahrgenommen/beachtet zu wer­den bis zu fin­giert­er, meist als selb­st­lose Vertei­di­gung beze­ich­neter „Abwehr“ von „Fein­den“, die meist sehr schlecht argu­men­tieren – das ist beab­sichtigt, schliesslich will „A.“ als „Ret­ter“ erfahren wer­den – und die von Ihm selb­st so „erschaf­fen“ sind

      Diese Meth­o­d­en sind bekan­nt und oft wie hier prak­tiziert. Auch wer­den Gestal­ten wie ein „Mike Ham­mer“ in Erschei­n­ung treten, eine Kun­st­fig­ur, ange­blich sehr erfol­gre­ich und ver­mö­gend, „Waf­fen­spezial­ist“ und „IDF-Vet­er­an“, mit nur mäs­siger Sprach­be­gabung, aber sehr „gebildet“, wie behauptet wird. Sein Haupt­merk­mal ist jedoch: Hate­speech, die Bedro­hung ander­er Forenteil­nehmer, das „Fach­sim­peln“ über Waf­fen, natür­lich mit „sich selb­st“. Ein „Super­jude“ ( „Aris­to­b­u­lus“ Alter Ego!) Es gibt unzäh­lige andere Erschei­n­ungs­for­men, Rollen und Charak­tere. Sie wer­den diese leicht erken­nen kön­nen. (oft Com­ic-Bezug, ruhige „Experten“ für jüdis­che Reli­gion (meist weib­lich ent­wor­fen) auch Charak­tere, die „A.“ „unter­stützen“, ihm „beis­te­hen“, die „A.“ dann „sehr mag“…)

      Der The­men­schw­er­punkt, und nun kommt Ihr Blog wie andere davor „ins Spiel“ ist (lei­der!) Israel! „Aris­to­b­u­lus“ ist davon besessen… Er muss dazu schreiben! „Israel“ ret­ten, seine „Feinde“ ver­nicht­en, diese „jagen“. Gegen ange­blichen „Juden­hass“ ‚der natür­lich über­all zu find­en ist und von jedem aus­ge­ht, der „A.“ nicht anerken­nt, seinen „Dienst“ für Israel würdigt und ihm dazu applaudiert. Er ken­nt nichts Anderes. Fre­undliche Hin­weise, sein Han­deln zu über­denken, die Bit­ten, es bleiben zu lassen sind immer verge­blich. Wer das ver­sucht, ist „der Feind“, der Dämon, der besiegt wer­den muss. Es kommt dann zur Dauer­präsenz des „A.“. Er muss, dass ist ein weit­er­er Zwang unbe­d­ingt „siegen“.

      Sie wer­den sich fra­gen, warum Sie das hier gesendet bekom­men, da Sie das bere­its, davon ist auszuge­hen, selb­st fest­gestellt haben.
      Weil Sie wichtig sind! Weil Sie für eine wichtige Sache mit der richti­gen Art an die Öffentlichkeit gehen und erk­lären, was für viele unbe­grei­flich, fremd und nur deshalb abzulehnen ist. Wer­den Sie nicht müde, zu erk­lären und aufzuk­lären. Ohne „falsche Fre­unde“, die Ihnen so selb­st­los wie „A.“ unbe­d­ingt helfen müssen. Dafür mit Lesern, die vllt. hier nie schreiben, jedoch sich­er über Ihre Gedanken nach­denken und, was ein gross­er Gewinn wäre, diese sach­lich und eben­so fre­undlich wie Sie ver­bre­it­en. Ohne The­ater, seine Sta­tis­ten und diesen beglei­t­en­den Lärm, der nur Schaden anrichtet.

      https://diesiedlerin.net/kontakt/

      • Danke für den Hin­weis. Ich ver­suche, Trolle und schlimme Hater hier nicht zu Wort kom­men zu lassen — das was hier zu lesen ist, ist eh schon nur etwa die Hälfte dessen, was hier so alles rein­fliegt. Betra­cht­en Sie bitte gewisse Leute, die nur sel­ten etwas Sub­stanzielles hier hin­ter­lassen und lediglich mit Wort­girlan­den, Watschen und Wutaus­brüchen auf­fall­en, als “auf Bewährung”. Ich mag ein milder Richter sein, aber ich habe ein gutes Gedächt­nis und echte rote Linien. 😉

    • Ach, Du grüne Neune! (Achtung: Wortspiel!)

      Hätte noch weit­ere Vorschläge zur Eigenenergieproduktion: 

      1) Eine Bat­terie von hun­derten von Ham­stern, die sich die Seele aus dem Leib ren­nen (“Ham­ster-Bat­terie”)

      2) Die Abschaf­fung von Auto­bat­te­rien, und die Wiedere­in­führung von Hand­kurbeln. Haut rein!

      3) Die Anzap­fung des Bun­destages zwecks Abzwei­gung von massen­haft heiss­er Luft, um damit eine Arma­da gewaltiger Tur­binen anzutreiben.

      Ja, ich denke, Option Num­mer Drei ist die vielversprechenste!

  7. Habe beim Lesen genickt, gegrinst, gekichert, laut gelacht, und… — mit den Zäh­nen geknirscht.

    Die bit­tere Frage ist: Was nützt es, zu Reden, wenn (fast) nie­mand zuhört?

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