In sei­ner „Was-wur­de-aus…“ Serie schaut SPON heu­te auf das Pro­jekt Deser­tec, dass 2009 vol­ler Eupho­rie und mit gro­ßen Erwar­tun­gen gestar­tet war. Wüs­ten­strom für Euro­pa soll­te es sein, den man mit­tels Gleich­strom­lei­tun­gen über Gibral­tar und Sizi­li­en ins ener­gie­ge­wen­de­te Euro­pa schaf­fen woll­te. Und wer da nicht alles ein­ge­stie­gen war: E.On, RWE, Deut­sche Bank, Siemens…ein Pro­jekt im Volu­men von 400 Mrd. Euro klingt nach einem Schla­raf­fen­land für Inves­to­ren! Doch dar­aus wur­de bekannt­lich nichts. War­um das gan­ze schei­ter­te? SPON bie­tet zwei Erklä­run­gen an. Zum einen hät­te es Streit gege­ben, was mit dem pro­du­zier­ten Strom gesche­hen sol­le. Der Export nach Euro­pa wäre ange­sichts des wach­sen­den Ener­gie­be­darfs in Afri­ka mora­lisch doch irgend­wie untrag­bar. Das ist die altru­is­ti­sche Erklä­rung. Es gibt natür­lich auch noch eine, in der ein böser Gegen­spie­ler auf­taucht – die Koh­le­ver­stro­mer! Die wür­de näm­lich um ihre ver­al­te­ten Kraft­wer­ke ban­gen und des­halb den Fort­schritt auf­hal­ten. Ich hal­te bei­de Erklä­run­gen für lächer­lich und konstruiert.

Die ers­te des­halb, weil durch Han­del immer Wohl­stand ent­steht, selbst wenn man nicht erst den hei­mi­schen Markt sät­tigt, son­dern fast nur für den Export pro­du­ziert. Den Strom nach Euro­pa zu expor­tie­ren wäre näm­lich alle­mal lukra­ti­ver, als den hei­mi­schen Markt zu bedie­nen. In Mara­nel­lo fah­ren ja auch weni­ger Fer­ra­ri her­um als in Mün­chen. Das zwei­te Argu­ment ist noch beklopp­ter. Als wenn bei RWE oder E.On irgend­wer an irgend­ei­ner Tech­no­lo­gie hän­gen wür­de! Dort will man nicht vor­der­grün­dig Koh­le ver­stromen, son­dern Koh­le ver­die­nen! Man nimmt das Geld, das man krie­gen kann, ganz gleich, wel­che Tech­no­lo­gie man dafür ein­setz­ten muss. Im über­re­gu­lier­ten Deutsch­land nennt man das wirk­sams­te Mit­tel der Gewinn­erzie­lung des­halb auch nicht „Ange­bot & Nach­fra­ge“, son­dern Lob­by­is­mus. Im Bereich der Erneu­er­ba­ren muss man in Deutsch­land noch nicht ein­mal Markt­prei­se machen, da durch das EEG und ange­schlos­se­ne Geset­ze (ein „Lex Deser­tec“ wäre der Kli­ma­kanz­le­rin, den Grü­nen und den Tritt­brett­fah­rern von der SPD ein Fest gewe­sen) die Sub­ven­tio­nen nur so spru­deln. Man lebt nach dem Mot­to „Pecu­nia non olet“ und sobald das Geld dem Ver­brau­cher zwangs­wei­se aus der Tasche gezo­gen wur­de, ist es so gut und schön wie anstren­gend auf funk­tio­nie­ren­den Märk­ten ver­dien­tes. Man soll­te end­lich auf­hö­ren zu glau­ben, dass markt­wirt­schaft­lich orga­ni­sier­te Unter­neh­men sich in einem hart umkämpf­ten Markt woh­ler füh­len, als in einem Umfeld aus Sub­ven­ti­on und Pro­tek­tio­nis­mus. Denn das haben Geld und Strom gemein­sam: bei­de bevor­zu­gen den Weg des gerings­ten Wiederstandes.

Die wahren Gründe des Scheiterns

Zunächst zogen die Initia­to­ren von „Deser­tec“ nicht ins Kal­kül, dass sich die poli­ti­sche Lage zwi­schen Marok­ko und Ägyp­ten jemals ändern könn­te. Man hat­te sich so dar­an gewöhnt, dass die loka­len Dik­ta­to­ren ihre wie Pri­vat­far­men regier­ten Län­der fest im Griff haben, dass man kom­plett ver­dräng­te, von wel­cher Art die bro­deln­de Sup­pe war, auf der die schwe­ren Deckel der Dik­ta­tur lagen. Der „ara­bi­sche Früh­ling“ been­de­te die sola­ren Ener­gie­träu­me zuver­läs­si­ger als das ein Sand­sturm je tun könn­te. Ein Fun­ken Rest­ver­stand war bei den Pro­jekt­in­itia­to­ren wohl noch übrig und die Idee, die euro­päi­sche Ener­gie­si­cher­heit auf unbe­stimm­te Zeit in die Hän­de isla­mis­ti­scher Ban­den vom Schlag der Mus­lim­brü­der oder Boko Haram zu legen, wur­de verworfen.

Zeit­gleich mit dem Tod des Deser­tec-Pro­jek­tes starb auch die deut­sche Solar­bran­che immer schnel­ler aus. Heu­te ist sie so tot wie Eis­bär Knut. Es hat­te sich näm­lich gezeigt, dass die Chi­ne­sen bei der Sub­ven­tio­nie­rung ihrer eige­nen Solar­zel­len-Pro­duk­ti­on noch groß­zü­gi­ger waren, als die grün­strom­be­ses­se­nen Deut­schen. Das, was man also in den Wüs­ten­sand zu klot­zen beab­sich­tig­te, wären letzt­lich chi­ne­si­sche Anla­gen gewe­sen. Die Rei­he der Unter­stüt­zer, die sich noch 2009 als Pro­fi­teu­re der Idee Wüs­ten­strom sahen, lich­te­te sich ange­sichts die­ser Aus­sich­ten schnell wei­ter. Den Todes­stoß für das Pro­jekt bil­den aller­dings zwei phy­si­ka­li­sche Tat­sa­chen, an denen auch die deut­sche Ener­gie­wen­de letzt­lich schei­tern wird. Der Betrieb von Solar­mo­du­len in einer Sand­wüs­te hat eine höhe­re Degra­dati­on zur Fol­ge. Es kommt zwar prin­zi­pi­ell immer zu Leis­tungs­ver­lus­ten der Zel­len, weil die­se gewis­ser­ma­ßen „altern“, die erhöh­te UV-Strah­lung und die staubig/sandig/salzige Umge­bung von Wüs­ten ist aller­dings Zell­gift für die Modu­le. Die­se müs­sen regel­mä­ßig gerei­nigt wer­den, weil sie pro Tag sonst 0,5% ihrer Leis­tung ein­bü­ßen. Rei­nigt man sie aller­dings zu oft, wirkt sich dies eben­falls nega­tiv aus. Egal was man also macht, es geht berg­ab mit der Leis­tung. Die „Ver­wüs­tun­gen“, die ein ordent­li­cher Sand­sturm oder die wohl­mei­nen­de loka­le Bevöl­ke­rung in einem Solar­park anrich­ten kön­nen, sind da noch nicht mitgezählt.

YouTube

Mit dem Laden des Vide­os akzep­tie­ren Sie die Daten­schutz­er­klä­rung von You­Tube.
Mehr erfah­ren

Video laden

Bleibt noch das letz­te gro­ße Pro­blem, wel­ches sich die schö­ne Deser­tec-Idee mit allen ande­ren Solar- und Windideen teilt: feh­len­de Spei­cher für Kurz- und Lang­zeit­puf­fe­rung. Es sind auch kei­ne in Sicht. Heu­te, am 25. März, geht in Han­no­ver die Son­ne 19:42 Uhr unter. Es wäre schön, dann die eine oder ande­re Lam­pe ein­schal­ten zu kön­nen. Hin­gen wir heu­te schon an Deser­tec, wür­de dar­aus lei­der nichts – aus der Saha­ra käme näm­lich schon seit 18 Uhr kein Strom mehr. Dort geht die Son­ne um die­se Jah­res­zeit schon deut­lich frü­her unter. Für SPON ist die Idee „Deser­tec“ aller­dings noch nicht tot. Es gäbe hier und da klei­ne Nach­fol­ge­pro­jek­te. Doch die sind lokal begrenzt und sol­len ihren Strom auch nicht nach Euro­pa lie­fern. Dies hat also mit der ursprüng­li­chen Idee nichts mehr zu tun. Statt also von die­sem toten Pferd abzu­stei­gen, erklärt man, dass kein Pferd so tot sein kön­ne, dass man nicht wenigs­tens ein klein wenig dar­auf rei­ten kön­ne. Und sicher wird auch bald gemel­det, dass es nun neue Sät­tel gäbe, mit denen sich tote Pfer­de noch bes­ser rei­ten ließen.

Vorheriger ArtikelTagesschau: Assad soll bestätigen, dass Israel nicht lügt
Nächster ArtikelDie Metamorphose des Herrn Lauer oder: schließt Facebook an die GEZ an!

41 Kommentare

  1. jetzt ist eh Som­mer­zeit, da scheint die Son­ne eine Stun­de län­ger hahaaaaaaaaaa

  2. [[ Bleibt noch das letz­te gro­ße Pro­blem, wel­ches sich die schö­ne Deser­tec-Idee mit allen ande­ren Solar- und Windideen teilt: feh­len­de Spei­cher für Kurz- und Langzeitpufferung. ]]

    Könn­te noch etwas wer­den. Mal schau­en, was aus Edu­ard Heindls Spei­cher-Idee in der Zukunft wird:

    https://heindl-energy.com/

    Habe mich vor län­ge­rer Zeit ein­mal aus­führ­lich mit ihm per Email aus­ge­tauscht dies­be­züg­lich, und er klingt wirk­lich wie ein Mann, der weiss, wovon er schreibt. 

    Das wäre end­lich wie­der mal eine deut­sche Inge­nieurs­leis­tung, auf die man stolz sein könn­te… – aus­ser Autos geht ja in Deutsch­land anschei­nend so gar nichts mehr heutzutage. 😉

    • Ich ken­ne das Kon­zept und hal­te es für eine gute Idee, wenn sie natür­lich auch eini­ge Nach­tei­le hat. Ide­al wäre ja ein Spei­cher, in den man gleich­zei­tig ein­spei­sen und auch ent­neh­men kann. Bei Pump­spei­chern und Gas­spei­chern geht das – beim Gra­vi­ty-Spei­cher geht das nicht. Die Pum­pen kön­nen immer nur in eine Rich­tung arbei­ten. Er könn­te also aus­schließ­lich Netz­spit­zen abfe­dern, was natür­lich auch nicht schlecht ist, die Anla­ge aber für deren Betrei­ber extrem unpro­fi­ta­bel macht, weil man ja vom Ver­kauf von Strom lebt. Hier kämen wie­der Sub­ven­tio­nen ins Spiel, was ich gene­rell für kei­ne gute Idee hal­te. Der Platz­be­darf ent­spricht dem eines Pump­spei­cher­kraft­werk und ist wegen des Zylin­ders sogar noch höher. Man benö­tigt ja ein Auf­fang­be­cken für das Was­ser. Vor­teil: die Gelän­de­to­po­lo­gie ist varia­bel, dafür ist die Geo­lo­gie ent­schei­dend. Außer­dem sind die Anla­gen extrem Erd­be­ben­sen­si­bel. Es hat alles Vor- und Nachteile…perfekte Sys­te­me gibt es nicht. Aber die Idee wei­ter­zu­ver­fol­gen, hal­te ich für gut und richtig.

      • Inter­es­sant. Über die Pro­fi­ta­bi­li­tät hat­te ich mir bis­her noch kei­ne Gedan­ken gemacht. Die Tech­nik selbst fin­de ich jedoch sehr faszinierend.

        Mein „Ener­gie­tech­nik-Bauch­ge­fühl” ten­diert aller­dings immer noch zu Tho­ri­um-Reak­to­ren. Die Ener­gie­men­gen, die rela­tiv leicht und sicher erzeugt wer­den könn­ten, las­sen die­ses gan­ze ideo­lo­gi­sche Her­um­fum­meln mit „den Erneu­er­ba­ren” ein­fach nur wie Kin­der­spiel­zeug aussehen.

        • Das ent­schei­den­de ist neben der Ener­gie­dich­te des Trä­ger auch der sog. EROI-Fak­tor, also wie­viel Ener­gie man auf­wen­den muss um Ener­gie zu erhal­ten. Alle „Erneu­er­ba­ren” sind in die­ser Rech­nung grot­ten­schlecht, weil lei­der nie in Rech­nung gestellt wird, wie­viel fos­si­le Ener­gie man rein­ste­cken muss, bis die erneu­er­ba­ren „kei­ne Rech­nung” mehr schi­cken. Allein der Beton, den ein Gra­vy-Kraft­werk braucht…
          Tho­ri­um ist eine Vari­an­te, davon gibts mitt­ler­wei­le auch schon Wei­ter­ent­wick­lun­gen, die mit flüs­si­gem Blei statt Salz für die Küh­lung lau­fen. Pas­si­ve Sicher­heit ist gege­ben, die kor­ro­si­ven Nach­tei­le von Salz fal­len weg. Der EROI-Fak­tor ist gigan­tisch. Unter 1 ist es ja kei­ne Ener­gie­er­zeu­gung, son­dern Ver­nich­tung. Wind kommt auf 3,9, die her­kömm­li­chen Druck­was­ser­ge­ne­ra­to­ren auf 75 – der „Dual Flu­id Reak­tor” käme auf 2000. SO geht Fort­schritt, der der Mensch­heit nützt! Oder so GINGE er zumin­dest dann, wenn nicht die Dumm­heit bestim­men wür­de, wo’s lang geht.
          Hier eine aus­führ­li­che Erklä­rung im Video:
          https://youtu.be/Cb15C9eey8s

          • Dan­ke für den Link. In der Tat fas­zi­nie­rend, end­lich wie­der ein­mal einer Stim­me der Ratio­na­li­tät und soli­dem Inge­nieurs­den­ken zuzu­hö­ren, als immer wie­der dem immer­glei­chen, inkom­pe­ten­ten, ideo­lo­gi­schen Gewäsch. 🙂

          • Wis­sen Sie denn schon wohin mit dem gan­zen radio­ak­ti­ven Müll?
            Es ist in kei­nem Land der Welt end­gül­tig geklärt, wie man die­se gefähr­li­chen Stof­fe jahr­tau­sen­de sicher lagert.
            Die EROI-Rech­nung läßt aus­sen vor, dass auch die nuklea­ren Brenn­stof­fe Ener­gie ent­hal­ten. Man tut ein­fach so, als ob nur die Ener­gie für die Errich­tung des Kraft­werks auf­zu­wen­den ist. Und die Nach­sor­ge, also die Ent­sor­gung des ver­strahl­ten Kraft­werks, unter­schlägt man ganz einfach.
            Der Dual Flu­id Reak­tor ist bis­her nur ein Rechen­bei­spiel. Es konn­te noch nie­mand zei­gen, dass die Ket­ten­re­ak­ti­on sta­bil lau­fen wür­de oder über­haupt in Gang kommt. Schön wär’s, wenn da nicht der radio­ak­ti­ve Dreck wäre.
            Auch die Kern­fu­si­on wird der Mensch­heit seit 50 Jah­ren immer wie­der ver­spro­chen: „In 25 Jah­ren wird sie markt­reif sein.” Ich glau­be auch in 50 Jah­ren wird sie nicht markt­reif und kon­kur­renz­fä­hig zu ande­ren Ener­gie­trä­gern sein.
            Pho­to­vol­ta­ik wird jedes Jahr bil­li­ger. Wir müs­sen nicht Solar­zel­len in Afri­ka auf­stel­len, die deut­schen Dächer brin­gen auch Strom ein, der bald bil­li­ger sein wird als der aus dem Netz. Und da auch die Li-Ionen Bat­te­rien immer bil­li­ger wer­den, ist auch das Spei­cher­pro­blem bald kei­nes mehr.
            Mil­lio­nen E‑Autos wür­de ja nicht alle gleich­zei­tig gela­den, son­dern kön­nen nach Bedarf aus dem Netz Strom bezie­hen oder dort­hin zurück lie­fern und so die Fluk­tua­tio­nen der Strom­erzeu­gung an den Bedarf der übri­gen Ver­brau­cher anpassen.

            • Sie ver­ges­sen, dass die Ent­wick­lung der Kraft­wer­ke, die heu­te noch über­all rum­ste­hen, in den 60er Jah­ren ste­hen geblie­ben ist. Der Brenn­stoff­ein­satz selbst der mor­derns­ten Druck­was­ser­re­ak­to­ren ist inef­fi­zi­ent. Tho­ri­um-Reak­to­ren und ver­wand­te Ent­wick­lun­gen arbei­ten anders und sor­gen für einen deut­lich bes­se­ren EROI-Fak­tor. Was man bei die­sen Tech­no­lo­gien letzt­lich an Abfäl­len hat, strahlt kei­ne hun­dert­tau­sen­de von Jah­ren mehr, son­dern hat Halb­wert­zei­ten im Bereich von eini­gen hun­dert Jah­ren. Deutsch­land hat sich von die­ser Ent­wick­lung aber schon seit Jah­ren so gut wie abge­kop­pelt, was das Wis­sen dar­über stark ver­dünnt hat. Des­halb wer­den auch die Schwät­zer immer zahl­rei­cher, die vor­ge­ben zu wis­sen, wie Kern­kraft­wer­ke zu funk­tio­nie­ren haben. Näm­lich so inef­fi­zi­ent wie die Model­le, die das Mili­tär zur Plu­to­ni­um­ge­win­nung im kal­ten Krieg pro­pa­giert hat. Tho­ri­um-Reak­to­ren sind in Chi­na übri­gens schon im Bau, Expe­ri­men­tal-Reak­to­ren lie­fen bereits seit den 70ern erfolg­reich in den USA.
              Zur Mach­bar­keit der deut­schen Ener­gie­wen­de emp­feh­le ich auch eini­ge ande­re Arti­kel auf die­sem Blog. Dazu noch ein klei­ner Taschen­rech­ner und nach­ge­rech­net, ob wir in Deutsch­land auf Basis von Son­ne und Wind sowas die eine ener­ge­ti­sche Selbst­ver­sor­gung hin­be­kom­men kön­nen – oder auch nur in Euro­pa. Ich emp­feh­le hier­zu die Berech­nun­gen von Prof. Sinn, falls Sie mir nicht glau­ben. Aber irgend­was müs­sen Sie ja glau­ben, sonst wären Sie nicht so opti­mis­tisch, dass die Ener­gie­wen­de gelingt. Jedem sei­ne Kirche.

            • Wie ich bereits an ande­rer Stel­le hier schreib:

              Die gan­ze Wind- und PV-Geschich­te wird sich ers­tens nie­mals finan­zi­ell rech­nen, und zwei­tens nie­mals in der Lage sein, den Ener­gie­be­darf der Welt zu decken. Das ist schon so oft vor- und nach­ge­rech­net wor­den, dass es in der Tat ermü­dend ist, immer wie­der die Bas­ti­on der ideo­lo­gi­schen Traum­tän­zer mit den phy­si­ka­li­schen Rea­li­tä­ten zu bepudern.

              Was uns allen, welt­weit, in der Tat aus der Mise­re hel­fen wür­de, das sind Tho­ri­um­re­ak­to­ren nach dem Molten-Salt-Prinzip:

              https://en.wikipedia.org/wiki/Molten_salt_reactor

              Wer mag, kann sich das ein­mal auch noch ger­ne die deut­sche „Über­set­zung” des obi­gen Arti­kels durch­le­sen. Selbst bei ober­fläch­li­chem Über­flie­gen des Arti­kels ist die anti-nukle­ar-ideo­lo­gi­sche Durch­set­zung unver­kenn­bar. Selbst bei ober­fläch­li­chem Über­flie­gen des Arti­kels ist die anti-nukle­ar-ideo­lo­gi­sche Durch­set­zung unver­kenn­bar, und die Absicht FUD (Fear, Uncer­tain­ty, Doubt) zu ver­brei­ten ist klar ersichtlich:

              https://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCssigsalzreaktor

              Die USA hat­ten jeden­falls einen sol­chen Ver­suchs­re­ak­tor für 6000h unter Voll­last lau­fen, bereits in den 60ern (sie­he Details im obi­gen Link). Da die­ser Reak­tor­typ aller­dings kein Plu­to­ni­um erbrü­tet, war er für die Regie­rung wohl nicht sehr interessant.

              Die­se Tech­no­lo­gie könn­te uns die nächs­ten paar Hun­dert­tau­send Jah­re lang mit Ener­gie ver­sor­gen, bei mini­ma­lem Risi­ko. Die Chi­ne­sen for­schen momen­tan dar­an, und wie ich die ein­schät­ze, wer­den wir bald die ers­ten Reak­to­ren sehen.

              Made in Chi­na, not Made in Ger­ma­ny, of course…

            • [[ Wis­sen Sie denn schon wohin mit dem gan­zen radio­ak­ti­ven Müll?
              Es ist in kei­nem Land der Welt end­gül­tig geklärt, wie man die­se gefähr­li­chen Stof­fe jahr­tau­sen­de sicher lagert. ]]

              Wenn Sie sich mit der Tho­ri­um­tech­nik auch nur ein paar Stun­den lang beschäf­tigt hät­ten, dann hät­ten Sie gelernt, dass hier nur gerin­ge Abfäl­le anfal­len, die bereits nach 300 Jah­ren voll­kom­men harm­los sind. Die­se Zeit­räu­me las­sen sich pro­blem­los im Griff halten.

              Zusätz­lich las­sen sich mit die­ser Tech­no­lo­gie die bereits vor­han­de­nen, nuklera­ren Alt­ab­fäl­le zur Ener­gie­ge­win­nung nutzen.

              Weni­ger Ideo­lo­gie. Mehr Phy­sik & Che­mie, bit­te schön.

  3. sie­he auch das Lehr­stück der Ver­schwen­dung von EU- Gel­dern, des Abgrei­fens von Sub­ven­tio­nen und der Fehl­pla­nung auf der Kana­ren­in­sel El Hier­ro. Die gan­ze Insel soll­te völ­lig von grü­nem Strom ver­sorgt wer­den, tau­sen­de Elek­tro­au­tos waren schon gekauft, Mil­lio­nen an EU-Sub­ven­tio­nen gezahlt, Wind­rä­der gebaut und als Spei­cher ein Was­ser­be­cken für Flau­te­zei­ten. Resul­tat: ein Desas­ter und 50 Mil­lio­nen Schul­den bei der Inselverwaltung/ Steuerzahler.
    Lesen Sie die gan­ze Geschich­te bei ruhrkultour.de oder eike-klima-energie.de
    Es trifft sich mit der sto­ry von desertec…

    • Sie­he auch Pell­worm und das EON-Pilot­pro­jekt dort…für sol­che geschei­ter­ten Lehr­stü­cke muss man also noch nicht mal Deutsch­land ver­las­sen. Auf Pell­worm kann man noch nicht mal feh­len­de deut­sche Inge­nieurs­kunst oder man­gel­haf­ten poli­ti­schen Wil­len als Aus­re­de anführen. 😉

  4. Bezüg­lich der Strom­erzeu­gung muß ich dann doch mal dar­auf hin­wei­sen, daß für Deser­tec kei­ne PV son­dern CSP Sys­te­me mit Wär­me­spei­chern vor­ge­se­hen waren, wel­che auch in der Nacht Strom gelie­fert hätten.

    In Anbe­tracht der dor­ti­gen sozio­kul­tu­rel­len Umstän­de ein sol­ches Pro­jekt aber über­haupt ernst­haft in Erwä­gung zu zie­hen, ent­sprang aller­dings einer Logik, die sich mir damals wie heu­te verschließt.

    • Mei­nes Wis­sens war eine Mischung aus bei­den Sys­te­men geplant, aber letzt­lich gab es auch ver­schie­de­ne Pla­nungs­mo­del­le und Aus­bau­stu­fen. Ich fin­de es übri­gens immer inter­es­sant, sol­che Pro­jek­te so zu ska­lie­ren, dass man sich was dar­un­ter vor­stel­len kann. Ein Vor­zei­ge­pro­jekt der Solarter­mie­kraft­wer­ke ist ja „Gema­so­lar”. Allein für den Strom­be­darf Deutsch­lands benö­tig­te man mehr als 7000 davon. Die Spie­gel (die man auch regel­mä­ßig rei­ni­gen muss) hät­ten eine Flä­che, die etwa einem Drit­tel der Flä­che Deutsch­lands ent­spricht. Das wür­de auch alle Zug­vö­gel freu­en, die dann im ers­ten Jahr als „gebra­te­ne Tau­ben” vom Him­mel fie­len. Im zwei­ten Jahr gäbe es kei­ne mehr. Ein klei­nes Opfer für eine gro­ße Sache!

      • „[…] alle Zug­vö­gel freu­en, die dann im ers­ten Jahr als “gebra­te­ne Tau­ben” vom Him­mel fielen.”

        Da brat mir einer ’nen Storch!
        😀

      • Kei­ne Ahnung woher Sie Ihr Wis­sen erlan­gen, aber die­ses ist kom­plett falsch. Auch Ihr Arti­kel ist höchs­tens für den Stamm­tisch geeig­net. Deser­tec war schon immer auf CSP aus­ge­legt, mit der dazu­ge­hö­ri­gen Spei­che­rung der Wär­me und Nut­zung bei Dunkelheit.
        Zudem ist die Degra­ta­ti­on kein Hin­der­nis. Was den­ken Sie wie eine Ver­bren­nungs­kraft­ma­schi­ne über die Lauf­zeit an Effi­zi­enz ein­büßt, wenn man die auf­wen­di­gen Revi­si­ons­maß­na­men nicht durchführt?
        …und wer die direk­te Unter­stüt­zung der Indus­trie, also Sub­ven­tio­nen im defi­ni­ti­ons­ge­mä­ßen Sinn, der chi­ne­si­schen Regie­rung mit einer Umla­ge­fi­nan­zie­rung in einen Topf schmeißt, der hat den Knall eh nicht gehört…

  5. Das Pro­jekt „Auf­wind­kraft­werk” (https://de.wikipedia.org/wiki/Aufwindkraftwerk) des genia­len Trag­werks­kon­struk­teurs Jörg Schlaich (https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Schlaich) , des­sen Funk­tio­nie­ren bereits in Spa­ni­en nach­ge­wie­sen war, schei­ter­te in der Tat sowohl an Lob­by­is­mus und büro­kra­ti­schen Hür­den wie an der poli­ti­schen Insta­bi­li­tät in Nord­afri­ka. Schlaich wies auch immer wie­der auf die Pro­ble­me der Pho­to­vol­ta­ik im Ver­gleich zu sei­ner robus­ten und von ein­hei­mi­schen Arbei­tern zu war­ten­den Tech­nik hin.

    • Es gibt vie­le viel­ver­spre­chen­de Tech­no­lo­gien und ja, man soll alles aus­pro­bie­ren. Deser­tec ist aber an Grö­ße, Anspruch und Rea­li­tät geschei­tert. Dafür spielt es übri­gen auch kei­ne Rol­le, in wel­chem Mischungs­ver­hält­nis Solar­ther­mie­kraft­wer­ke und Foto­vol­ta­ik geplant waren, es gab ja unzäh­li­ge Vari­an­ten. Übrig geblie­ben sind klei­ne Pilotprojekte.

    • Nied­lich, 200MW Spit­zen­leis­tung, bei einem Flä­chen­ver­brauch von 38qkm, wenn ich mich recht erin­ne­re. Und das, wenn alles opti­mal ist (viel Son­ne, kein Wind, und wenig Luftfeuchte)

      Durch­schnitt­li­che Kern­kraft­werks­leis­tung in Deutsch­land: 1400MW. Immer. Tag und Nacht.

      • Sie ver­ges­sen das rie­si­ge Loch, wel­ches man braucht um die Koh­le für die so platz­spa­ren­den Koh­le­kraft­wer­ke aus der Erde zu holen.
        Die solar­ther­mi­schen Kraft­wer­ke von Deser­tec soll­ten wie die Kraft­wer­ke in Alme­ria etwa 3 km² Flä­che benö­ti­gen für die Erzeu­gung von 50 MW Strom. Der kann auch nach Son­nen­un­ter­gang noch 7,5 Stun­den mit Wär­me aus dem Tank gelie­fert wer­den, mit der Wär­me die Mit­tags ein­ge­fan­gen wur­de. Das gehen also nicht die Lich­ter aus, nur weil die Son­ne unter­ge­gan­gen ist.
        Der Herr roger macht mit Halb­wahr­hei­ten Stim­mung gegen alles, was ihm nicht passt.

        • Lie­ber Herr Herres,
          was mir so alles nicht passt, fin­det sie hier auf dem Blog in lan­gen Lis­ten. Zu Deser­tec gab es Halb­wahr­hei­ten, als das Pro­jekt noch lief. Doch die bit­te­re Wahr­heit ist, dass wir heu­te am Grab die­ses Pro­jekts ste­hen, in wel­ches ich – das ist wahr – pie­tät­los spu­cke. Nur zur Erin­ne­rung: ICH habe das Pro­jekt nicht beer­digt! Doch wenn das alles so toll wäre und 3qkm pro 50MWatt ein Klacks und die Koh­le­lö­cher so groß wären, flös­se doch wohl längst der super­güns­ti­ge Son­nen­strom. Dass es nicht so ist, wer­den Sie mir doch nicht auch noch anlas­ten, oder?

          • Haben Sie mal west­lich von Köln im Rhei­nisch-West­fä­li­schen Braun­koh­le­re­vier die rie­si­gen Löcher gese­hen. Da geht es nicht nur um 20 oder 30 km². Allein der Tage­bau Ham­bach hat fast 60 km² Flä­che, die dem­nächst noch ver­grö­ßert wer­den soll, dazu kom­men noch vie­le Kilo­me­ter lan­ge För­der­bän­der, Grund­was­ser­ab­sen­kun­gen und der Ver­lust der Hei­mat für eini­ge tau­send Men­schen, die zwar ent­schä­digt wer­den, aber ihr Dorf kom­plett an ande­rer Stel­le neu auf­bau­en müs­sen. Inso­fern ist die kon­ven­tio­nel­le Ener­gie­be­reit­stel­lung auch nicht ohne Pro­ble­me, Umwelt­schä­den und Belastungen.
            Wie an ande­rer Stel­le rich­tig zu lesen ist, war auch die Dampf­ma­schi­ne frü­her nicht so beson­ders effi­zi­ent und ein Wir­kungs­grad von gera­de mal 3% hat die ver­füg­ba­re Ener­gie wohl auch teu­er gemacht. Wie lan­ge haben die Inge­nieu­re gebraucht, bis wir einen Wir­kungs­grad von 40% erreicht haben? Nahe­zu 300 Jah­re seit New­co­mens Was­ser­pum­pe mit Dampf­an­trieb. Gestat­ten Sie doch bit­te den neu­en Tech­no­lo­gien auch etwas Anlaufzeit.
            Das Ende von Deser­tec ist nicht so sehr ein tech­ni­scher Feh­ler, son­dern wohl mehr den poli­ti­schen Unbil­den geschul­det. In Marok­ko wer­den jeden­falls heu­te solar­ther­mi­sche Kraft­wer­ke und auch Pho­to­vol­ta­ik-Kraft­wer­ke gebaut, um von Öl- und Koh­le­im­por­ten unab­hän­gig zu werden.
            In Marok­ko und Ägyp­ten ste­hen inzwi­schen auch gro­ße Wind­far­men, da dort mitt­le­re Wind­ge­schwin­dig­kei­ten von 9 m/s herr­schen, was man in Deutsch­land bes­ten­falls an der Nord­see­küs­te findet.
            Sau­di-Ara­bi­en plant 2000 GW Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen, denn die wis­sen auch, dass es mit dem Öl bald zu Ende geht. Bes­ten­falls noch 20 Jah­re wird es dort in nen­nes­wer­tem Umfang geför­dert wer­den kön­nen. Dann wol­len sie bereit sein, um uns statt Öl eben Strom zu ver­kau­fen. Ver­gli­chen mit der gesam­ten Strom­erzeu­gungs­ka­pa­zi­tät von nur rund 132 GW in Deutsch­land ist das Vor­ha­ben in Sau­di-Ara­bi­en schon ziem­lich ambitioniert.
            Wenn wir nicht von ori­en­ta­li­schen Poten­ta­ten abhän­gig sein wol­len und auch den rus­si­schen Olig­ar­chen nicht trau­en, müs­sen wir eben alles in Bewe­gung set­zen, um selbst die Son­nen­en­er­gie zu nutzen.
            Ein „Wei­ter So” mit hem­mungs­lo­sem Ver­bren­nen von fos­si­len Brenn­stof­fen, an bes­ten noch mit jähr­li­chen Zuwachs­ra­ten von eini­gen Pro­zent, wie es sich die Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler und Poli­ti­ker des unbe­hin­der­ten Frei­han­dels wün­schen, kann aber nicht mehr lan­ge gut gehen. Der Kli­ma­wan­del ist schon deut­lich zu erken­nen und wird sich noch ver­stär­ken, wenn wir nicht end­lich mit der Frei­set­zung von CO2 aus fos­si­len Quel­len aufhören.
            Des­halb gibt es lang­fris­tig kei­ne erkenn­ba­re, siche­re Alter­na­ti­ve zur Solar­wirt­schaft. Wenn aber erst ein­mal „das Kind in den Brun­nen gefal­len ist”, sprich, der Kli­ma­wan­del die Erde so rich­tig beu­telt, dann wer­den uns die finan­zi­el­len und logis­ti­schen Kapa­zi­tä­ten feh­len, um die Alter­na­ti­ven zu entwickeln.
            Selbst wenn wir heu­te etwas mehr für die neue Tech­no­lo­gie bezah­len, als es die eta­blier­ten erfor­dern, wer­den wir lang­fris­tig davon stär­ker profitieren.
            Haben Sie mal den Report von Nico­las Stern gele­sen? Selbst ein Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler kommt schon zu dem Ergeb­nis, dass die Vor­sor­ge ins­ge­samt kos­ten­güns­ti­ger ist, als die Behe­bung der Schä­den, die uns ins Haus stehen.
            Beach­ten Sie die Preis­ent­wick­lung bei PV und auch bei Li-Ionen-Akkus. Mit jedem instal­lier­ten Modul oder Spei­cher wird die Tech­nik bil­li­ger. Der­zeit mit mehr als 10% pro Jahr. Bei Tony Seba steht sogar, dass die Preis­de­gres­si­on bei 16% jähr­lich liegt. Das Buch von Seba „Sau­be­re Revo­lu­ti­on 2030” ist abso­lut lesens­wert. Der­zeit bekommt man es nur bei http://www.metropolsolar.de für 25€ plus 5€ für Por­to und Versand.
            Es lohnt sich aber. elbst wenn Sie nicht mit alem ein­ver­stan­den sind, was Sie dort lesen kön­nen, soll­ten Sie es zumin­dest wis­sen. In weni­gen Jah­ren kön­nen Sie dann die Genau­ig­keit der Pro­gno­sen beur­tei­len. Da die eng­li­sche Ver­si­on des Buches schon 2014 erschien, kann man ja schon die Ent­wick­lung der let­zen Jah­re vergleichen.

            • Ich ken­ne Tony Seba und sei­ne Publi­ka­tio­nen. Er macht lei­der die­sel­ben Feh­ler wie all jene, die die aktu­el­len Solar­an­la­gen als tech­ni­schen Fort­schritt ver­kau­fen wol­len. Seba beginnt sei­ne Vor­trä­ge gern mit einem Bild. New York 1900. Über­all Pfer­de­drosch­ken, nur ein Auto. Das nächs­te Bild stammt aus 1913. Nur 13 Jah­re spä­ter: nur Autos, ein ein­zi­ges Pferd. Das ist in der Tat tech­no­lo­gi­scher Fort­schritt. Und was noch bes­ser ist, aber das erwähnt Seba nicht: nicht EIN MÜDER DOLLAR SUBVENTIONEN floss! Die Leu­te wähl­ten das Auto, weil es in jeder Hin­sicht BESSER war, als das Pferd. Die Erfol­ge der Solar­in­dus­trie sind in Wirk­lich­keit Sie­ge im Ein­strei­chen von Subventionen!
              Auch wenn Sie das wömög­lich bezwei­feln, bin ich doch kein Freund der Koh­le. Ich bin viel­mehr ein Freund von preis­wer­ter und VERFÜGBARER Ener­gie, weil unse­re Wirt­schaft dar­auf ange­wie­sen ist. Die Ener­gie­dich­te von onne und Wind ist kata­stro­phal schlecht, die Ener­gie­kos­ten der Anla­gen selbst sind NICHT in den opti­mis­ti­schen Berech­nun­gen ent­hal­ten und es gibt kei­ne hin­rei­chen­den und finan­zi­ell dar­stell­ba­ren Spei­cher­tech­no­lo­gien! Auch sehe ich nir­gends einen tech­no­lo­gi­schen Durch­bruch im Bereich der „erneu­er­ba­ren”, son­dern nur Sub­ven­tio­nen und einen per­ver­sen Sub­ven­ti­ons­wett­be­werb. Chi­na hat die Zel­len­fer­ti­gung in Deutsch­land, ohne­hin schon gepu­dert von oben bis unten – kaputt­sub­ven­tio­niert! Das ist Staats­in­ter­ven­tio­nis­mus vom aller­schlimms­ten, denn er ver­kleis­tert den Blick auf die tat­säch­li­chen Poten­zia­le einer Tech­no­lo­gie und ver­führt zur tech­no­lo­gi­scher Träg­heit und Denk­ver­bo­ten. Lud­wig von Mie­ses wür­de sich im Grab umdrehen!

    • Die Bar­ba­ren waren die Van­da­len, ein ger­ma­ni­schen Volks­stamm, der über Spa­ni­en und Marok­ko bis nach Tune­si­en wan­der­te und von dort wie­der nach Ita­li­en. Sie haben Rom geplün­dert und einen denk­bar schlech­ten Ein­druck hin­ter­las­sen. Der Begriff Van­da­lis­mus wird ja wohl von die­ser „ruhm­rei­chen” Tat abgeleitet.

      • Die­ser Arti­kel ent­hält den schö­nen Begriff „Rea­li­tätscheck”, den ich hier­mit ger­ne auch auf Ihren Bei­trag anwende.

        Wie man einen Zir­kel­schluss von den Van­da­len (von Tune­si­en aus Rom geplündert?):

        https://www.welt.de/kultur/history/article13407550/Die-Vandalen-waren-gar-keine-Vandalen.html

        zu den Bar­ba­ren­staa­ten (in der his­to­ri­schen Wirk­lich­keit sind also wie­der ein­mal an Allem die Deut­schen schuld?):

        https://de.wikipedia.org/wiki/Barbareskenstaat

        kon­stru­ie­ren kann, dass nen­ne ich schon „äus­serst gewagt”.

      • [[ Die Bar­ba­ren waren die Vandalen ]]

        Klei­ner Nach­trag, nur um die Zeit­li­ni­en zu verdeutlichen:

        Rom fiel im Jah­re 455. Die Bar­ba­ren­staa­ten wur­den im 16ten Jahr­hun­dert errichtet. 

        Zwi­schen die­sen Daten wur­de die gesam­te Regi­on von wem genau erobert? Genau, den auch damals viel­ge­lieb­ten „grü­nen” Arabern.

        Ich kann mich nicht an Berich­te erin­nern, aus denen her­vor geht, dass die Ame­ri­ka­ner in ihrem aller­ers­ten Krieg gegen blau­äu­gi­ge, gross­ge­wach­se­ne, blon­de Pira­ten- und Kaper­mann­schaf­ten kämpften.

  6. „Was nützt es, zu Reden, wenn (fast) nie­mand zuhört?”

    Das Ver­hält­nis der meis­ten Men­schen zur „Rea­li­tät” war noch nie sehr gut. Dar­aus erga­ben sich dann immer wie­der Fehl­ent­wick­lun­gen, die nach einer Wei­le von der Rea­li­tät kor­ri­giert wur­den. Je län­ger die­se Fehl­ent­wick­lun­gen anhiel­ten, des­to dras­ti­scher fiel die Kor­rek­tur aus. Men­schen, die sich mit der Rea­li­tät beschäf­ti­gen, kön­nen dadurch nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen für sich selbst ver­mei­den. Und sein wir mal ehr­lich, die Rea­li­tät wird frü­her oder spä­ter dras­ti­sche Kor­rek­tu­ren ein­for­dern, weil wir die Rea­li­tät mal wie­der mit allen Mit­teln ignorieren.

    Eben­falls ists zu erwar­ten, dass sich nur eine Min­der­heit der Men­schen mit der Rea­li­tät beschäf­tigt. Ein­fach, weils über­all sowas wie das Pare­to-Gleich­ge­wicht gibt. Es sind Min­der­hei­ten, die für fast alle Ent­wick­lun­gen ver­ant­wort­lich sind, wäh­rend die meis­ten Men­schen ein­fach kei­ne Rol­le spielen. 

    Und, um die eigent­li­che Fra­ge nun zu beantworten:

    Es genügt, wenn sich Min­der­hei­ten dafür inter­es­sie­ren, was real ist. Der Rest folgt ohne­hin nur dem Träg­heits­ge­setz, und kann sich wei­te­re Arbeit auch spa­ren. Sobald es zu ner Kor­rek­tur kommt, kön­nen die­se Men­schen schließ­lich immer noch jam­mern, und so tun, als hät­ten sie etwas ande­res ver­dient. Man muss die Deser­tec-Inve­steu­re viel­leicht sogar mal dafür loben, dass sie ihre Fehl­ent­schei­dung zu akzep­tie­ren schei­nen, und nie­man­den beläs­ti­gen, dass sie die schöns­ten Hoff­nun­gen hat­ten, und ihre Koh­le nun weg ist. Ich fänds schön, wenn die Nor­mal­be­völ­ke­rung es eben­so vor­bild­lich akzep­tiert, dass die Koh­le weg ist, sobald Renten&Co weg­fal­len. Man ist halt nem Anla­gen­be­trü­ger auf­ge­ses­sen, der einen mit nem Schnee­ball­sys­tem über den Tisch gezo­gen hat. Dar­un­ter soll­ten kei­ne Drit­ten lei­den. Wie gesagt, ich fin­de es sehr vor­bild­lich von den Inves­to­ren, dass man von ihnen kein Gejam­me­re hört, und sie nicht den Ver­such unter­neh­men, ihre Ver­lus­te zu sozialisieren.

    • Die haben doch gar nicht viel inves­tiert. Das waren alles Absichts­er­klä­run­gen. „Man wer­de so viel inves­tie­ren, wenn die Pro­jek­te mal ange­lau­fen sind.”
      Nur die Pla­nungs­stä­be haben wirk­lich etwas gekos­tet, Das waren aber bestimmt noch kei­ne 400 Mil­lio­nen Euro, also weni­ger als ein Pro­mil­le der ver­spro­che­nen Inves­ti­ti­ons­sum­me. Das sind doch nur „Pea­nuts”.
      Viel wahr­schein­li­cher ist, dass sie sich mal durch­ge­rech­net haben, dss sie all ihre Inves­ti­tio­nen in die hei­mi­schen Koh­le­re­vie­re in den Wind schrei­ben kön­nen, wenn es wirk­lich mal rich­tig los geht in Nordafrika.

      • Jetzt mal lang­sam. Nicht viel inves­tiert? Geht es denn wirk­lich nur um Deser­tec und sind 400 Mil­le wirk­lich Pea­nuts? Die Ener­gie­wen­de, die die Strom­kun­den bereits hun­der­te Mil­li­ar­den gekos­tet hat, soll­te man schon als gan­zes betrach­ten. Zum ande­ren ist die kal­te Ent­eig­nung der gro­ßen Ener­gie­kon­zer­ne fast abge­schlos­sen, von denen bleibt am Ende nicht viel, die sind jetzt schon kaum noch ein Schat­ten ihrer selbst. Ein Umstand, den gera­de vie­le Stadt­käm­me­rer in NRW durch­aus sor­gen­voll bemer­ken. Denn wer ist das eigent­lich, die­ses „RWE” oder „EON”…das sind vor allem die Mit­ei­gen­tü­mer, also die Kom­mu­nen, die mit den Divi­den­den lan­ge Zeit ihr klam­men Kas­sen auf­bes­ser­ten. Das ist kom­plett weg­ge­bro­chen. Aber das ist ja nur Geld, wen juckt’s.
        Zur „brem­sen­den Koh­le-Lob­by” ist eigent­lich auch alles gesagt. Die Koh­le­för­de­rung in Deutsch­land ist am ster­ben. Mit den Pro­duk­ti­ons­kos­ten in Kolum­bi­en, Aus­tra­li­en oder Chi­na kann auch die Braun­koh­le bald nicht mehr mit­hal­ten. Zu glau­ben, die Koh­le-Lob­by wür­de den tech­ni­schen Fort­schritt auf­hal­ten, ist lächer­lich, aber eine gern zitier­te Ver­schwö­rungs­theo­rie der Solar-Indus­trie. Genau wie die Behaup­tung, der „bil­li­ge Koh­le­strom” wür­de die Net­ze „ver­stop­fen”.

  7. … es gab einst auch die­se Idee mit den Wind­tür­men inmit­ten hei­ßer Wüs­te, nicht?, die nicht ein­mal Hei­tech benö­ti­gen wie Solar­zel­len, nichts der­glei­chen, son­dern die qua ihrer Höhe ein­fach den Schon­stein­ef­fekt aus­nut­zen, indem Tur­bi­nen den Luft­zug des Schlots in Strom umwandeln.
    Bloß ist der Bau sol­cher Wind­tür­me der­zeit eben­so wenig prak­ti­ka­bel wie rie­si­ge Solar­zel­len­fel­der in der Saha­ra: Nu, wegen ein paar Ter­ro­ris­ten da und ande­ren Ter­ro­ris­ten da. Und aus den sel­ben Grün­den feh­len­der Speicherungsmöglichkeiten.

    • Der Ari schreibt ja auch hier.

      Weiß der Blog­be­trei­ber über­haupt, wer Ari ist?

      „Aris­to­bu­lus“ oder wie er sich immer nennt, ist zu tiefst destruk­tiv und gefähr­lich für jede Art Kom­men­tar­be­reich. Das geht meist über Selbst­ge­sprä­che, wo Foren the­men­fremd geflu­tet wer­den, um von wirk­li­chen Teil­neh­mern wahrgenommen/beachtet zu wer­den bis zu fin­gier­ter, meist als selbst­lo­se Ver­tei­di­gung bezeich­ne­ter „Abwehr“ von „Fein­den“, die meist sehr schlecht argu­men­tie­ren – das ist beab­sich­tigt, schliess­lich will „A.“ als „Ret­ter“ erfah­ren wer­den – und die von Ihm selbst so „erschaf­fen“ sind

      Die­se Metho­den sind bekannt und oft wie hier prak­ti­ziert. Auch wer­den Gestal­ten wie ein „Mike Ham­mer“ in Erschei­nung tre­ten, eine Kunst­fi­gur, angeb­lich sehr erfolg­reich und ver­mö­gend, „Waf­fen­spe­zia­list“ und „IDF-Vete­ran“, mit nur mäs­si­ger Sprach­be­ga­bung, aber sehr „gebil­det“, wie behaup­tet wird. Sein Haupt­merk­mal ist jedoch: Hate­speech, die Bedro­hung ande­rer Foren­teil­neh­mer, das „Fach­sim­peln“ über Waf­fen, natür­lich mit „sich selbst“. Ein „Super­ju­de“ ( „Aris­to­bu­lus“ Alter Ego!) Es gibt unzäh­li­ge ande­re Erschei­nungs­for­men, Rol­len und Cha­rak­te­re. Sie wer­den die­se leicht erken­nen kön­nen. (oft Comic-Bezug, ruhi­ge „Exper­ten“ für jüdi­sche Reli­gi­on (meist weib­lich ent­wor­fen) auch Cha­rak­te­re, die „A.“ „unter­stüt­zen“, ihm „bei­ste­hen“, die „A.“ dann „sehr mag“…)

      Der The­men­schwer­punkt, und nun kommt Ihr Blog wie ande­re davor „ins Spiel“ ist (lei­der!) Isra­el! „Aris­to­bu­lus“ ist davon beses­sen… Er muss dazu schrei­ben! „Isra­el“ ret­ten, sei­ne „Fein­de“ ver­nich­ten, die­se „jagen“. Gegen angeb­li­chen „Juden­hass“ ‚der natür­lich über­all zu fin­den ist und von jedem aus­geht, der „A.“ nicht aner­kennt, sei­nen „Dienst“ für Isra­el wür­digt und ihm dazu applau­diert. Er kennt nichts Ande­res. Freund­li­che Hin­wei­se, sein Han­deln zu über­den­ken, die Bit­ten, es blei­ben zu las­sen sind immer ver­geb­lich. Wer das ver­sucht, ist „der Feind“, der Dämon, der besiegt wer­den muss. Es kommt dann zur Dau­er­prä­senz des „A.“. Er muss, dass ist ein wei­te­rer Zwang unbe­dingt „sie­gen“.

      Sie wer­den sich fra­gen, war­um Sie das hier gesen­det bekom­men, da Sie das bereits, davon ist aus­zu­ge­hen, selbst fest­ge­stellt haben.
      Weil Sie wich­tig sind! Weil Sie für eine wich­ti­ge Sache mit der rich­ti­gen Art an die Öffent­lich­keit gehen und erklä­ren, was für vie­le unbe­greif­lich, fremd und nur des­halb abzu­leh­nen ist. Wer­den Sie nicht müde, zu erklä­ren und auf­zu­klä­ren. Ohne „fal­sche Freun­de“, die Ihnen so selbst­los wie „A.“ unbe­dingt hel­fen müs­sen. Dafür mit Lesern, die vllt. hier nie schrei­ben, jedoch sicher über Ihre Gedan­ken nach­den­ken und, was ein gros­ser Gewinn wäre, die­se sach­lich und eben­so freund­lich wie Sie ver­brei­ten. Ohne Thea­ter, sei­ne Sta­tis­ten und die­sen beglei­ten­den Lärm, der nur Scha­den anrichtet.

      https://diesiedlerin.net/kontakt/

      • Dan­ke für den Hin­weis. Ich ver­su­che, Trol­le und schlim­me Hater hier nicht zu Wort kom­men zu las­sen – das was hier zu lesen ist, ist eh schon nur etwa die Hälf­te des­sen, was hier so alles rein­fliegt. Betrach­ten Sie bit­te gewis­se Leu­te, die nur sel­ten etwas Sub­stan­zi­el­les hier hin­ter­las­sen und ledig­lich mit Wort­gir­lan­den, Wat­schen und Wut­aus­brü­chen auf­fal­len, als „auf Bewäh­rung”. Ich mag ein mil­der Rich­ter sein, aber ich habe ein gutes Gedächt­nis und ech­te rote Linien. 😉

    • Ach, Du grü­ne Neu­ne! (Ach­tung: Wortspiel!)

      Hät­te noch wei­te­re Vor­schlä­ge zur Eigenenergieproduktion: 

      1) Eine Bat­te­rie von hun­der­ten von Hams­tern, die sich die See­le aus dem Leib ren­nen („Hams­ter-Bat­te­rie”)

      2) Die Abschaf­fung von Auto­bat­te­rien, und die Wie­der­ein­füh­rung von Hand­kur­beln. Haut rein!

      3) Die Anzap­fung des Bun­des­ta­ges zwecks Abzwei­gung von mas­sen­haft heis­ser Luft, um damit eine Arma­da gewal­ti­ger Tur­bi­nen anzutreiben.

      Ja, ich den­ke, Opti­on Num­mer Drei ist die vielversprechenste!

  8. Habe beim Lesen genickt, gegrinst, geki­chert, laut gelacht, und… – mit den Zäh­nen geknirscht.

    Die bit­te­re Fra­ge ist: Was nützt es, zu Reden, wenn (fast) nie­mand zuhört?

Comments are closed.