hundehaufen-scheisse-t-shirts-maenner-premium-t-shirtAls ich mit dem Bloggen anfing, habe ich mir zwei Regeln gegeben. Erstens, lang­weile die Leute nicht. Zwei­tens: schreib keinen Scheiß. Gestern habe ich gegen Regel Nummer zwei ver­sto­ßen!

Ich habe Abwehr­gott, Lieb­lings­nach­bar und Natio­nal­hel­den Jerome Boateng als Muslim bezeich­net, obwohl er, wie mir viel­fach berich­tet wurde, Christ ist. Das war dumm, denn selbst Onkel Google wusste das. Lieber Herr Boateng, für diese meine Unver­schämt­heit bitte ich um Ver­zei­hung.

Das eigen­ar­tige ist aber, dass die helle Auf­re­gung mancher Leute die Kern­aus­sage meines Arti­kels nur noch unter­streicht! Reli­gion ist in unserm Land zuneh­mend eben keine Pri­vat­an­ge­le­gen­heit. Ob Boateng Christ, Muslim oder sonst was ist, ändert nämlich nichts an der Tat­sa­che, dass im Fußball niemand eine Extra­wurst gebra­ten bekommt – an anderer Stelle ver­an­stal­ten wir aber sehr wohl Grill­feste für mus­li­mi­sche Extra­würste. Das hat zur Folge, dass Inte­gra­tion im Fußball offen­sicht­lich funk­tio­niert, anderswo stellt sich die Situa­tion sehr viel „dif­fe­ren­zier­ter“ dar, um es vor­sich­tig aus­zu­drü­cken.

Aber ich stehe zu meinen Fehlern und die Reak­tio­nen sind ja auch nicht nur negativ, ich bekomme auch sehr posi­tive Mails. Manche Leute ver­ste­hen offen­bar doch, was ich gemeint habe. Nicht alle Trig­gern sich an meinem Fauxpas in unge­ahnte Höhen der Empö­rung. Ande­rer­seits gehört Scha­den­freude zum Berufs­ri­siko, wenn man für die Öffent­lich­keit schreibt und wenn man mir Worte­drechs­ler und uner­träg­li­chem Bes­ser­wis­ser einen Fehler nach­wei­sen kann, hebt das viel­leicht die Stim­mung und das Selbst­wert­ge­fühl. Wenn meine Fehler also auch auf dieser Seite noch etwas Posi­ti­ves bewir­ken, freut mich das natür­lich für die Betrof­fe­nen.

Danke an alle, die mir beson­ders per Mail ihre Meinung zu dem Thema kundtun. Danke an alle, die mich auf Fehler – inhalt­li­che und ortho­gra­phi­sche – hin­wei­sen, ich habe nämlich kein Lek­to­rat. Beson­de­ren Dank an alle Leser, die mir neue Quellen und Ideen zu ver­nach­läs­sig­ten Aspek­ten rund um das Thema zuschick­ten.

Macht alle so weiter.