Robert Habeck fordert SolidaritätDie Träu­me­reien von „Corona-Bonds“, was ja nur ein anderes Wort für „Euro-Bonds“ ist, finde ich ziem­lich ober­fläch­lich. Und zwar nicht in dem bekann­ten Sinn, dass dies eine laut EU-Ver­trä­gen ver­bo­tene Ver­ge­mein­schaf­tung von Schul­den führen würde, sondern weil Corona-Bond-Muez­zins wie Robert Habeck die ver­än­der­ten glo­ba­len Bedin­gun­gen kom­plett igno­rie­ren, in denen wir uns gerade befin­den. Habecks Gast­bei­trag im Spiegel möchte ich deshalb einige Bemer­kun­gen anfügen.

Wir Deut­schen haben nach dem Zweiten Welt­krieg in beson­de­rem Maß davon pro­fi­tiert, dass die USA und unsere Nach­bar­staa­ten uns beim finan­zi­el­len und insti­tu­tio­nel­len Aufbau inten­siv unter­stützt haben – trotz der Ver­gan­gen­heit. Im Grund­satz wissen wir Deut­schen seitdem, was Europa für uns bedeu­tet – das gilt für alle demo­kra­ti­schen Par­teien im Land.“

Hier bezieht sich Habeck natür­lich auf den Mar­shall-Plan, der – neben den eben­falls gern genann­ten tür­ki­schen Gast­ar­bei­tern – immer wieder als die Ursache der wirt­schaft­li­chen Wie­der­be­le­bung (West)Deutschlands genannt wird. Und natür­lich kann der Beitrag der USA kaum hoch genug ein­ge­schätzt werden. Doch die Gelder des Mar­shall-Plans dienten dem Wie­der­auf­bau ganz Europas, nicht allein Deutsch­lands! Wir pro­fi­tier­ten nicht einmal beson­ders stark davon. Ins­ge­samt gingen an die Bun­des­re­pu­blik (also den West­teil) etwa 10% der Mittel, während Groß­bri­tan­nien etwa 25% und Frank­reich 20% davon erhiel­ten. Von einer prin­zi­pi­el­len Ver­bun­den­heit mit den USA ist bei den Grünen indes nur noch in Spiegel-Gast­bei­trä­gen zu lesen. Und selbst dort bekommt Habeck noch die Kurve. Denn eigent­lich müsste sein Satz ja lauten: „Im Grund­satz wissen wir Deut­schen seitdem, was die USA für uns bedeu­ten.“ – so lautet er aber nicht.

Wenn wir also hier über euro­päi­sche Soli­da­ri­tät spre­chen, dann geht es nicht um das „Ob”, sondern um das „Wie” und „Wie viel”“

Das ist albern. Natür­lich geht es immer zunächst um das „Ob“. Egal, ob es sich um Soli­da­ri­tät oder die Erhö­hung des Taschen­gel­des für die Kinder handelt. Soli­da­ri­tät als For­de­rung steht jedoch immer dann im Raum, wenn jemand anderer Leute Geld will. Soli­da­ri­tät ist aller­dings ein Begriff, der Frei­wil­lig­keit ver­langt. Insti­tu­tio­na­li­siert man ihn, macht ihn ver­pflich­tend und gießt ihn in Gesetze und Finanz­markt­werk­zeuge, sollte man ehr­li­cher­weise nicht mehr von Soli­da­ri­tät reden. Das Bild der Brief­marke oben ist da ein gutes Bei­spiel. Die Marke kostete 15 Pfen­nige, war aber nur 10 Pfen­nige wert. Man konnte auch „echte” 10pf-Marken kaufen, wenn man nicht soli­da­risch sein wollte. Habeck hebt die Hostie „Soli­da­ri­tät durch Corona-Bonds“ in die Höhe und nachdem das Glöck­chen bimmelt, hat es sich in einen Haf­tungs­zwang ver­wan­delt. Er sollte so ehrlich sein, dass wir alle davon essen werden müssen. Mit der Frei­wil­lig­keit von Soli­da­ri­tät ist es dann vorbei.

Es geht nicht mehr darum, früher gemachte Schul­den etwa Spa­ni­ens oder Ita­li­ens umzu­ver­tei­len, sondern akut die aktu­elle Krise zu bewäl­ti­gen. Das Virus hat diese Länder mit voller Härte getrof­fen – auch uns könnte es so gehen, und wir in Deutsch­land federn die Wirt­schafts­krise gerade mit Mil­li­ar­den an Kre­di­ten ab.“

Wie trennt man sauber „früher gemachte“ Schul­den von der aktu­el­len Krise? Es gibt eine gewisse Kor­re­la­tion zwi­schen dem all­ge­mei­nen Zustand der Wirt­schaft und der Härte, mit welcher das Virus die EU-Länder traf. Denn der Zustand der Wirt­schaft ist meiner Meinung nach ein starkes Indiz für den Zustand des jewei­li­gen Gesund­heits­sys­tems. Daraus dürfte sich auch die Kor­re­la­tion ergeben, von der Markus Krall hier berich­tet.

Habeck appel­liert aber erneut an unsere Soli­da­ri­tät und an dieser Stelle kann ich ihm sogar zustim­men. Hilfe tut sicher Not. Auch für Spanien und Italien. Nur braucht es dafür keine Corona-Bonds. Reden wir doch mal über die Mittel, welche die EU im Rahmen des „Green Deal“ ver­tei­len möchte. Reden wir über direkte Kredite und reden wird vor allem über die Unfä­hig­keit der EU, in der Krise für ihre Mit­glie­der eine sinn­volle, hel­fende oder auch nur koor­di­nie­rende Rolle zu spielen…und aus­ge­rech­net mit einem Finanz­markt­werk­zeug soll das nun besser klappen?

Spekulative Attacke und spekulative Uneigennützigkeit

Zwei­tens geht es nicht darum, welche Anreize Corona-Bonds setzen: Italien wird ja kein neues Virus erfin­den, nur damit die anderen Länder in Zukunft wieder einmal mit­haf­ten. Niemand möchte, dass zukünf­tig jedes Land Geld ver­plem­pert und die Rech­nung in Brüssel oder Berlin abgeben kann. Es ist aber erst recht nicht in unserem eigenen Inter­esse, dass die ita­lie­ni­sche oder spa­ni­sche Wirt­schaft durch spe­ku­la­tive Atta­cken in die Knie gehen.“

Doch auch nach all dem Geplap­per darüber, was andere Länder sicher nicht wollen und dass niemand gern Geld „ver­ple­mere“ wissen wir immer noch nicht, welche Anreize Corona-Bonds denn nun wirk­lich setzen, Herr Habeck. Wissen Sie es etwa auch nicht? Und wer will durch spe­ku­la­tive Atta­cken die spa­ni­sche Wirt­schaft „in die Knie“ zwingen? Übri­gens: dass niemand gern Rech­nun­gen nach Brüssel oder Berlin schi­cken oder anders­wie exter­na­li­sie­ren möchte, halte ich für ein Gerücht, welches die mensch­li­che Natur kom­plett igno­riert! Mit Rech­nungs­adres­sa­ten ist das wie mit Sub­ven­tio­nen – sie werden genutzt, weil sie da sind und weil man schön blöde wäre, sie nicht zu nutzen. Brüssel muss mich nur darum bitten oder mir einen ver­steck­ten Wink geben, schon sende ich meine Rech­nun­gen dort hin. Mit Schleife und Glitzer, wenn gewünscht! Ich wäre auch sehr dankbar für die „Soli­da­ri­tät”, für die dann natür­lich alle anderen auf­kom­men müssen, ohne gefragt zu werden.

Es drohen in den ange­schla­ge­nen Volks­wirt­schaf­ten tiefe Rezes­sion und hohe Arbeits­lo­sig­keit, zusam­men ein Kon­junk­tur­pro­gramm für den Popu­lis­mus, der sich ohnehin schon wie ein Gift in Europa aus­ge­brei­tet hat.“

Nur zur Erin­ne­rung, Herr Habeck: auch die Volks­wirt­schaf­ten Deutsch­lands, Öster­reichs oder der Nie­der­lande sind gerade ange­schla­gen. Und was den Popu­lis­mus angeht, scheint der selt­sa­mer­weise umso größer zu werden, je besser die Kon­junk­tur­pro­gramme zu dessen Bekämp­fung aus­ge­stat­tet sind. Viel­leicht wären die Corona-Bonds ja selbst das beste „Kon­junk­tur­pro­gramm des Popu­lis­mus”, schließ­lich sitzen alle pro­fes­sio­nel­len Popu­lis­ten in NGOs und Par­teien sehr dicht an den Quellen der EZB-Gelder und können in großen Schlu­cken trinken. Poli­ti­ker sind nun wirk­lich die letzten, die zwi­schen sinn­vol­len Inves­ti­tio­nen in Wirt­schafts­pro­gramme und poli­ti­scher Land­schafts­pflege sauber unter­schei­den können! Im Fall der EZB macht mir deshalb der Ein­fluss der (Zentral)Banker weit weniger Sorgen als der der Politik.

Der Euro als politischer Selbstzweck

Die durch­aus legi­time Sorge der Union um Sta­bi­li­tät, die sich in der Ableh­nung gemein­sa­mer Ver­schul­dung mani­fes­tiert, gefähr­det selbst die Sta­bi­li­tät, und zwar des Euro­raums und damit auch Deutsch­lands. Die Ableh­nung gemein­sa­mer Anlei­hen ist damit zu einem Selbst­zweck gewor­den.“

Wir kommen dem Kern des Pro­blems näher! Selbst Habeck aner­kennt hier – sicher ohne es zu wollen – dass es nicht um die Rettung Spa­ni­ens oder Ita­li­ens geht. Das wären ja Ziele, denen man sich mora­lisch und nach­bar­schaft­lich ver­pflich­tet fühlen kann. Wer will schon, dass es Spanien und Italien dreckig geht! Es geht jedoch aus­schließ­lich um die Rettung des Euro­raums, also die Rettung einer poli­ti­schen Idee, die schon seit ihrer Grün­dung Schlag­seite hat. Habecks Satz müsste also eigent­lich so lauten: Die For­de­rung nach gemein­sa­men Anlei­hen ist damit zum Selbst­zweck des Erhalts des Euro gewor­den. Wenn eine Währung – die ja nie Selbst­zweck, sondern immer nur Werk­zeug sein sollte – die Wirt­schafts­kraft ihres Gel­tungs­be­rei­ches jedoch nicht abbil­den kann, wenn sie hier bremst und dort ver­zerrt, wenn sie also vom poli­ti­schen Selbst­zweck über­formt wird, welchen Wert hat sie dann noch?

Das ist umso pro­ble­ma­ti­scher, als Deutsch­land und die EU ja nicht allein auf der Welt sind, sondern sich in einem inter­na­tio­na­len Kontext bewegen. So hat die US-Finanz- und Geld­po­li­tik in den letzten Wochen ent­schlos­sen und umfas­send reagiert. Die Federal Reserve Bank, also die Zen­tral­bank der USA, hat am 23. März unbe­grenzte Anlei­he­käufe von US-Staats­an­lei­hen ange­kün­digt und am 1. April Banken erlaubt, US-Staats­an­lei­hen unbe­grenzt und ohne Eigen­ka­pi­tal auf die Bilanz zu nehmen. Die Federal Reserve signa­li­siert damit: Gerade wenn Wirt­schaft, Arbeits­plätze und der Wohl­stand der Nation bedroht sind, braucht es einen Sta­bi­li­täts­an­ker, den die Noten­bank ver­tei­digt: eine gemein­same Sta­bi­li­täts­an­leihe des Wäh­rungs­raums.“

Und wieder ist Habeck näher an der Wahr­heit, als ihm lieb sein kann. Natür­lich sind Deutsch­land und die EU nicht allein auf der Welt. Und unsere Pro­bleme sind gerade welt­weite Pro­bleme. Es handelt sich ja um eine Krise, die bestehende lokale Krisen noch über­la­gert und ver­stärkt – welt­weit! Man darf also fragen, wer um alles in der Welt diese „Corona-Bonds“ über­haupt kaufen soll? Und was die Anlei­he­käufe der FED angeht: nichts anderes tut die EZB doch seit mehr als zehn Jahren! Erst unbe­grenzt, dann auf 30 Mil­li­ar­den pro Monat gede­ckelt! Die FED konnte den Zins noch auf Null senken, während die EZB ihn schon auf Null erhöhen müsste! Der Euro ist kein Sta­bi­li­täts­an­ker für Länder wie Grie­chen­land, Spanien, Por­tu­gal oder Italien. Er ist Pro­duk­ti­vi­täts­bremse in Italien oder Spanien und Flucht­wäh­rung in Deutsch­land. Es gibt also nicht mal mehr den einen Euro, was sollen da gemein­schaft­li­che Euro-Anlei­hen bewir­ken?

Eine solche Klar­heit und [wie die der FED] bräuchte es auch aus der Euro­zone: Wir werden die Angriffe von Spe­ku­lan­ten abweh­ren und unsere Wirt­schaft, Arbeits­plätze und unseren Wohl­stand sichern.“

Wie schon gesagt, die EZB macht im Grunde nichts anderes, als „Angriffe“ abzu­weh­ren, die es nicht gibt! In Wirk­lich­keit betreibt sie seit Jahren direkte Staats­fi­nan­zie­rung, etwas, das ihr eigent­lich von den Grün­dungs­sta­tu­ten unter­sagt ist.

Mit der Ansage, dass Staats­an­lei­hen auch aus­fal­len können, hat sich Europa selbst geschwächt und die Finanz­märkte insta­bil gemacht.“

Ver­brei­tet Habeck hier Fake-News? Welche Staats­an­lei­hen fallen denn gerade aus? Die EZB kauf alles auf, was die­je­ni­gen, die Euro­län­dern Geld gelie­hen haben, nicht in den Büchern haben wollen. Hier fällt über­haupt nichts aus! Das genau ist doch das Problem. Gäbe es Aus­fall­ri­si­ken, gäbe es einen echten Markt­zins. Weil die EZB aber im Notfall immer ein­springt und „wha­te­ver it takes“ ruft, öffnet man der Spe­ku­la­tion erst Tür und Tor, weil man das Markt­ri­siko aus­schal­tet. De facto haben wir also bereits Euro­bonds: über die Haf­tungs­be­tei­li­gun­gen der Euro­län­der an der EZB!

Robert Habeck wünscht mehr Einfluss

Damit ver­spielt Europa die Chance, an geo­po­li­ti­schem Ein­fluss zu gewin­nen. Euros machen nur etwa 20 Prozent der glo­ba­len Wäh­rungs­re­ser­ven aus, der Dollar hin­ge­gen liegt bei 60 Prozent. Und das, obwohl unsere Wirt­schafts­leis­tung ver­gleich­bar ist.“

Da ist sie wieder, die Sucht nach Welt­be­deu­tung und „geo­po­li­ti­schem Ein­fluss“. Bedeu­tung wobei? Ein­fluss worauf? Dass nur 20% der glo­ba­len Wäh­rungs­re­ser­ven auf Euro lauten, könnte ja auch daran liegen, dass der Euro so grot­ten­schlecht kon­stru­iert ist und man sich in Kri­sen­zei­ten nicht aus­ge­rech­net auf ein solches Kon­strukt ver­las­sen möchte. Den Dollar gibt es (gesetz­lich) seit 1792, den Euro seit 1999 bzw. 2002. Man muss schon ziem­lich euro­zen­tris­tisch sein, um zu glauben, Ver­trauen wachse in Europa prin­zi­pi­ell schnel­ler als anderswo. Es ist sicher kein Zufall, dass sich Habeck auch in seinem Spiegel-Artikel aus­ge­rech­net auf Öko­no­men wie Kenneth Rogoff beruft, einen der füh­ren­den Ver­fech­ter der Bar­geld­ab­schaf­fung. Gerade in der Krise zeigt sich nämlich, dass die Men­schen ihre Geld­werte instink­tiv vor dem staat­li­chen Zugriff in Sicher­heit bringen möchten. Wer es sich leisten kann, ver­teilt sein Ver­mö­gen auf viele Körbe, kauft Fremd­wäh­run­gen, Sach­werte und Gold.

Zu glauben, gemein­same Anlei­he­pro­gramme würden an der Welt­be­deu­tung des Euro etwas ändern, ist naiv. Das Ver­trauen in die Sta­bi­li­tät einer Währung lässt sich nicht dadurch ver­bes­sern, dass man die Regeln lockert, auf die sich alle Teil­neh­mer ver­stän­digt haben. Schaut man sich die Ren­di­ten für 10-jährige Staats­an­lei­hen an, also die Kosten, zu denen sich Staaten aktuell mit­tel­fris­tig Geld leihen können, fällt auf, dass die USA, deren FED Habeck ja aus­drück­lich lobt, sogar höhere Zinsen zahlen müssen als Spanien. Man fragt sich also schon wieder, wo die „Spe­ku­lan­ten“ sitzen mögen, die Spanien „in die Knie“ zwingen wollen.

Der Abstand zwi­schen grie­chi­schen (2,05%) und deut­schen (-0,52%) Anlei­hen (Stand: März 2020) zeigt aber vor allem eines: Inves­to­ren glauben nicht an einen tat­säch­li­chen „gemein­sa­men Euro­raum“. Trotz der bereits eng ver­floch­te­nen Haf­tun­gen ver­lie­ren sie lieber Geld an den deut­schen Staat, als mit den Staaten Grie­chen­land oder Italien welches zu ver­die­nen. Kämen „Corona-Bonds“, wie Habeck es sich wünscht, fänden Inves­to­ren andere Mittel, die Risiken inner­halb der Euro-Staaten zu gewich­ten. Was der grüne Par­tei­chef pro­pa­giert, ist in der Lebens­mit­tel­in­dus­trie aus guten Gründen ver­bo­ten: Fleisch mit abge­lau­fe­nem Halt­bar­keits­da­tum mit fri­schem zu mischen, neu zu ver­pa­cken und als „Mélange de maison“ erneut anzu­bie­ten. Vor dem Verzehr ist in jedem Fall abzu­ra­ten.

PS: Wer übri­gens wissen möchte, wie „Corona-Bonds“ oder „Euro-Bonds“ funk­tio­nie­ren könnten, der muss sich nur daran erin­nern, wie MBS (mor­tgage-backed secu­ri­ties) in den USA vor der Finanz­krise 2007/2008 funk­tio­nier­ten. Es geht auch bei „Euro-Bonds” um das Rating, nichts weiter! Man möchte errei­chen, dass Euro-Bonds das­selbe posi­tive Rating erhal­ten, wie etwa deut­sche Anlei­hen, damit die Zinsen für den Emit­ten­ten niedrig bleiben. In den MBS steck­ten jede Menge Immo­bi­li­en­hy­po­the­ken unter­schied­lichs­ter Güte, die Pakete erhiel­ten jedoch fast immer Best­no­ten von den Rating-Agen­tu­ren, selbst wenn sich unter einer dünnen Sah­ne­schicht vor allem stark aus­fall­ge­fähr­dete oder gar „not­lei­dende“ Hypo­the­ken ver­bar­gen.

Am Ende rissen diese selbst die guten Werte mit in den Abgrund. Es ist kein Zufall, dass die Befür­wor­ter von „Euro-Bonds“ oft auch die Ein­rich­tung einer euro­päi­schen Rating-Agentur fordern, die dann mit der Risi­ko­ana­lyse der „Euro-Bonds“ beauf­tragt werden könnte. Ein Schelm, der da an Gefäl­lig­keits­gut­ach­ten und poli­ti­sche Ein­fluss­nahme denkt! Denn sowas machen natür­lich nur gierige Banker! Staaten und deut­sche Par­teien handeln stets richtig, ratio­nal und unei­gen­nüt­zig! Ich für meinen Teil hielt Euro-Bonds schon vor zwei Jahren für eine blöde Idee und dabei bleibe ich.

8 Kommentare

  1. > Den Dollar gibt es (gesetz­lich) seit 1792

    Eher seit 1971. Nixon-Schock und die Auf­he­bung der Gold­preis­bin­dung. Beim Dollar davor hatte eine Unze Gold exakt 35$ wert zu sein, und konnte ein­ge­tauscht werden. Dies wurde ein­ge­stellt, nachdem die Amis Geld­po­li­tik betrie­ben, mehr Geld gedruckt hatten, als sie Gold­re­ser­ven hatten.

    Der Dollar nach 1971 ist fak­tisch ne andere Währung als der Dollar davor.

    Abge­se­hen davon ist die Regres­si­ons­li­nie des Herrn Dr. Markus Kralls von einigen Extrem­wer­ten domi­niert. Würde man die Extrem­werte auf beiden Seiten raus­neh­men, würde die Linie anders aus­se­hen.

    Meiner Meinung nach ist die beste Größe, die man hat, die Ster­be­rate, und von da an kann man auf den Durch­seu­chungs­grad schlie­ßen, der bestimmt, inwie­weit das Medi­zin­sys­tem über­for­dert ist. Wenns nach dem Ausbau des Medi­zin­sys­tems ginge, dürfte England nicht unter den Top5 sein, und Tschechien/Polen/Estland und so weiter nicht so weit unten.

    Abge­se­hen davon: Die Ster­be­rate bei ARDS, was die medi­zi­ni­sche Bezeich­nung für Corona-Chans Wirk­me­cha­nis­mus ist, liegt unbe­han­delt bei 35% und 50%. Behan­delt liegt die Ster­be­rate bei 40%. Wenn man die Lunge lähmt und künst­lich beatmet – wobei dabei im Prinzip die ganze Zeit ein darauf spe­zia­li­sier­ter Arzt neben dem Auto­ma­ten stehen muss – kommt man auf 35%. Auf-dem-Bauch-liegen vs. Auf-dem-Rücken-liegen hat einen grö­ße­ren Ein­fluss. Der Ein­fluss der medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung wird über­schätzt. Die Frage, welcher Stamm irgendwo im Umlauf ist, spielt eine größere Rolle auf die Ster­be­rate, und der Durch­seu­chungs­grad, mul­ti­pli­ziert mit der Leta­li­tät des Stammes, bestimmt die Gesamt­zahl. Und der Durch­seu­chungs­grad scheint, auf den ersten Blick betrach­tet, mit Mul­ti­kulti und poli­ti­scher Kor­rekt­heit zu kor­re­lie­ren. Hug-a-Chinese-Day und Mas­ken­ver­schen­ken mit dem schwu­len Jens

    Immer diese Betrieb­sam­keit. Man könnte auch was aus der Situa­tion lernen, aber statt­des­sen stram­pelt man sich lieber ab, damit bloß nicht klar wird, wie bedeu­tungs­los dieser gesell­schaft­li­che Scheiß eigent­lich ist. Das biss­chen Stei­ge­rung der Über­le­bens­wahr­schein­lich­keit ist den ganzen Stress doch nicht wert. Eigent­lich gehts nur darum, dass die Leute schiss vor der Erkennt­nis haben, dass ihr Ver­trauen in Staat und Gesell­schaft fehl am Platz ist. Gott­ver­trauen führt zu ähn­li­chen Ergeb­nis­sen, kostet aber weniger, und schränkt auch weniger ein.

    Naja, freuen wir uns auf die zweite Welle. Und die dritte. Und den ganzen Scheiß, der danach pas­siert, wenn der Scheiß schei­tert, den man gemacht hat, um zu ver­hin­dern, dass das Uni­ver­sum einem endlich den ver­dien­ten Schlag in die Fresse gibt. Elendes Her­um­ge­zap­pele.

  2. Erst Robert „Ich kenne kein Vater­land” Habeck bei SPON, einen Tag später durfte dann Jürgen „Eine Eis­ku­gel” Trittin bei WO ins selbe Horn blasen.
    Aber hier wie dort keine Nach­frage, ob es z.B. auch Teil der euro­päi­schen Soli­da­ri­tät ist, dass alle im selben Alter in Rente gehen. Oder ob auch in Zukunft einige Fran­zo­sen bei­spiels­weise bereits mit Mitte 50 das Ren­ten­al­ter erreicht haben, während Deut­sche mög­lichst bis 70 arbei­ten sollen.
    Ob in Grie­chen­land Immo­bi­lien in Zukunft ordent­lich ver­steu­ert werden oder ob noch immer die Regel gilt, wir bauen nicht fertig dann müssen wir auch keine Steuern zahlen.

    Seien wir ehrlich, wir würden das natür­lich auch alle in Anspruch nehmen, wenn der Staat uns ließe.
    Aber frühere Rente und weniger Steuern und dann von anderen mehr Soli­da­ri­tät erwar­ten ist ein wenig unver­schämt.
    Das ganze läuft aber offen­sicht­lich unter dem Motto: Ver­är­gert ihr eure Wähler, dann müssen wir es nicht mit den unseren tun.

  3. … Herr Land­grebe, Sie haben natür­lich unein­ge­schränkt Recht… nur:

    Auch (oder gerade…) Dem­ago­gen sind Idi.… !

    Daß die, die ihnen nach­lau­fen, die noch grö­ße­ren Idi… sind, ist die Kehr­seite der Medaille!

  4. Herr Hobeck ist kein Idiot sondern ein Ideo­loge und Dem­agoge. Mit seinem Drei­ta­ge­bart und Schlaf­zim­mer­ge­sicht ver­brei­tet er eine ver­schla­gene Harm­lo­sig­keit.

    • Also ein Mer­ke­list und wür­di­ger Nach­fol­ger. Baby­face und faust­dick hinter den Ohren.

  5. Sorry … „Herr“ Habeck „denkt“…, „Herr“ Habeck wünscht…, „Herr“ Habeck meint…
    Ich meine, der „Herr“ Habeck ist ein Idi.….. !

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