Eine der ersten Entschei­dun­gen Musks nach Über­nahme von Twit­ter war es, die Chefe­tage zu feuern. „Der Vogel ist befre­it“, twit­terte der selb­stiro­nis­che „Chief Twit“ und da ist es selb­stver­ständlich, dass erst mal das Gefäng­nis­per­son­al aus­ge­tauscht wird.

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Mehr Mei­n­ungsvielfalt, keine lebenslan­gen Sper­ren mehr, Attrak­tiv­ität für den Ad-Markt verbessern, eine neu­trale Plat­tform für weltweite und vielle­icht dem­nächst auch auf dem Mars ver­füg­bare Kom­mu­nika­tion schaffen…was für die einen wie ein Ver­sprechen auf Fortschritt klingt, bringt das Blut der­jeni­gen zum Kochen, die nun ein­se­hen müssen, dass sie die Kon­trolle über die Plat­tform Twit­ter ver­lieren wer­den. Und dabei hat man die doch so genossen, weil sie frei­willig war und es kaum der staatlichen Inter­ven­tion bedurfte. „Twit­ter? Das ist eine pri­vatwirtschaftliche Plat­tform, die sper­ren und löschen, wie’s ihnen gefällt!“

Nun kann man sich frus­tri­ert von Twit­ter abwen­den und still bedauern, dass nun wieder Leute dort unter­wegs sein wer­den, die man nicht lei­den kann. Oder man wirft die Tür krachend und medi­en­wirk­sam hin­ter sich zu, sagt dem Pub­likum das Let­zte zuerst und beweist noch im Wegge­hen, dass man nicht mal im Ansatz begrif­f­en hat, wie das Inter­net, Twit­ter und der ganze Rest wirk­lich funk­tion­ieren. Klar, dass sich Sask­ia Esken, die verknif­f­ene Ober­schwest­er Ratched der SPD, für let­zteren Weg entsch­ieden hat. Hof­fen wir, dass sie schnell genug aus der Tür kommt, ohne noch am Hin­terkopf getrof­fen zu werden.

Das Netz zurückholen

In einem ZEIT-Gast­beitrag mit dem Titel „Wir müssen uns das Netz zurück­holen“ ver­ab­schiedet sie sich geräuschvoll von Twit­ter. Im Twit­ter­haup­tquarti­er in San Fran­cis­co muss einem der zahlre­ichen Demokratie- und Frei­heits­beauf­tragten vor Schreck der gold­ene Löf­fel ins veg­ane Tiramisu gefall­en sein. Die Sask­ia will uns ver­lassen! Die Twit­ter­demokratie hat – sofern die Pronomen noch aktuell sind – ihre beste Frau verloren!

Und weil das Exil wartete, schrieb Sask­ia in Eile. Da kommt einem schon mal einiges durcheinan­der, wie wenn Oma vom Krieg erzählt. In den Nuller­jahren führte die Telekom in Deutsch­land nach dem miss­glück­ten ISDN bere­its DSL ein. Das qui­etschende 56-k-Modem hat­te da seinen Schreck­en schon fast ver­loren. Aber wir nehmen zur Ken­nt­nis: die Sask­ia war dabei beim Start der Dig­i­tal­isierung und das zu sagen war ja die Absicht der Schreiberin.

„Die Emanzi­pa­tion der Men­schen voran­brin­gen, sie auf Augenhöhe ver­net­zen und ihr Zusam­men­wirken demokratisieren: das waren die Ziele in den Anfängen des Netzes.“

Ach ja, die Augen­höhe. Eine eben­so abge­drosch­ene wie unehrliche Floskel, die Poli­tik­ern leicht von der Lippe geht. Eben­so wie „mit­nehmen“ und „abholen“. Für die Beschrei­bung des Inter­nets ist „Augen­höhe“ eine eben­so untaugliche Meta­pher wie ein Straßen­netz, dass seine Nutzer in Höhe der Fuß­sohlen ver­net­zt. Es ging und geht um Infor­ma­tion­saus­tausch und dabei gibt es Sender und Empfänger. Und dass die Demokratie irgen­deine Wirkung auf das Netz hätte, dass wom­öglich deren Regeln gäl­ten, ist Kokolores. Anar­chie und Selb­stor­gan­i­sa­tion waren die Regel.

„…30 Jahre nach dem Start des World Wide Web müssen wir fest­stellen, dass die gesellschaft­spoli­tis­chen Ideen der Digitalität ver­loren gingen.“

Immer wenn ein Poli­tik­er uns „gesellschaft­spoli­tisch“ kommt, möchte er etwas unter seine Kon­trolle bekom­men. Was Twit­ter ange­ht, ging das nun gründlich schief.

Das Primat der Politik

„Heute wird die Digitalsphäre von eini­gen weni­gen Unternehmen und ihren kom­merziellen Inter­essen kon­trol­liert. Die basis­demokratis­che Idee des Net­zes ist schw­er beschädigt, doch auch mit dem Pri­mat der Poli­tik ist es in zen­tralen Fra­gen der Dig­i­tal­isierung nicht weit her.“

Die kom­merziellen Inter­essen sind es, die das Netz am Leben hal­ten. Einige mögen zwielichtig sein, andere unethisch oder in den Augen von Frau Esken über­flüs­sig. Aber nimmt man diese Inter­essen weg, bleiben nur Pro­pa­gan­da und Katzen­bilder, also dig­i­tales Opi­um fürs Volk. Mit dem „Pri­mat der Poli­tik“ spricht Esken ein wahres Wort gelassen aus. Nur bedauert sie die Gren­zen dieses Prinzips und die Tat­sache, dass sich hin und wieder jemand gegen dieses Pri­mat zur Wehr set­zt. Es geht Esken ja nicht um die Frage, wer mit einem Fed­er­strich oder Erlass mehr Gelder in Bewe­gung oder Räder zum Still­stand brin­gen kann. Ret­tungspakete und Lock­downs machen uns überdeut­lich, dass die Poli­tik im Zweifel jeden nieder­ringt, der ihr nicht fol­gen will. Man kann aber nicht „basis­demokratis­che Idee“ und „Pri­mat der Poli­tik“ wider­spruch­s­los in einen Satz stellen. Eskens Pri­mat hat eher etwas von „wir regeln das, das ist unsere Sache“ oder auf Ital­ienisch „cosa nostra“.

„Tim Bern­ers Lee, ein­er der Begründer von Inter­net und WWW, hat uns dazu aufgerufen, uns das Netz zurückzuholen und es wieder zu dem zu machen, was auch meine Vorstel­lung davon ist: eine offene und dezen­trale Struk­tur, die demokratisch gestal­tet und kon­trol­liert ist, damit sie allen Men­schen dient und nicht eini­gen weni­gen. Die Kap­i­talver­w­er­tung hat das WWW kaputtgemacht.“

Zurück­holen kann man sich nur etwas, das einem schon mal gehört hat. Wed­er Esken noch Lee haben die Infra­struk­tur errichtet oder tra­gen zu deren Erhalt nen­nenswert bei. „Das Netz“ gibt es im Sinne ein­er teil­baren Sub­stanz nicht mal. Was Lee meint, sind unsere Dat­en, unser dig­i­tales selb­st und die Spuren, die es im Netz hin­ter­lässt. Dahin muss es gehen, zweifel­los. Die vorgeschobene „demokratis­che Gestal­tung“ ist hier über­haupt nicht anwend­bar, es sei denn, man inter­pretiert wie Esken und möchte in erster Lin­ie Kon­trolle erlan­gen und sei es mit Hil­fe des Wortes “Demokratie”, welch­es als Label aus jed­er Anmaßung ein human­itäres Ansin­nen machen kann.

„Beson­ders eindrücklich kann man das bei den sozialen Net­zw­erken beobacht­en: Vordergründig dienen sie der Ver­net­zung von Nutzer*innen, doch in Wahrheit sind wir dort bloße Ware und auf die Summe unser­er Dat­en, Gewohn­heit­en und Vor­lieben reduziert. Die Ökonomie von Aufmerk­samkeit und Empörung, wie wir sie heute in den sozialen Medi­en erleben, beschädigt unsere poli­tis­che Kul­tur. Hass und Het­ze bedro­hen den gesellschaftlichen Zusam­men­halt, Kam­pag­nen zur Desin­for­ma­tion und Manip­u­la­tion der öffentlichen Mei­n­ung gefährden unsere Demokratie. Weil der Kampf gegen diese Phänomene den ökonomischen Inter­essen der Plat­tfor­men wider­spricht, laufen unsere Appelle zur Selb­stkon­trolle eben­so wie unsere Ver­suche der Reg­ulierung mehr oder min­der ins Leere.“

Wer bis heute nicht begrif­f­en hat, dass die Währung in sozialen Net­zw­erken die Nutzer­dat­en sind, dem ist wirk­lich nicht zu helfen. Allerd­ings hat man es bis zu einem gewis­sen Grad in der Hand, was man von sich preis­gibt und natür­lich auch, ob man sich mit diesen Net­zen ein­lässt. Über dieser, offen­sichtlichen Ebene der Kap­i­tal­isierung, die schon allein zur Aufrechter­hal­tung der Dien­stleis­tung nötig ist, gibt es jedoch eine ganze Rei­he ökonomis­ch­er Möglichkeit­en, in der Aufmerk­samkeit­sökonomie sein Auskom­men zu find­en. War die Anfangszeit des Net­zes noch eine einzige Nabelschau, existieren heute Hun­dert­tausende Unternehmen aller Größen, deren Geschäftsmod­ell sich aus Aufmerk­samkeit und Empörung speist. Vom Beau­ty-Influen­z­er über Kochrezepte bis zu poli­tis­chen Kom­men­ta­toren, Blogs und Medi­enkonz­er­nen, die es nur online gibt. Sich­er, auch Kam­pag­nen zur Desin­for­ma­tion sind dabei, doch lei­der erweist es sich oft erst später, dass Absicht und Ergeb­nis nicht zusammenpassen.

Hand aufs Herz, Frau Esken, wollen Sie Ihrem SPD-Min­is­ter Lauter­bach das Twit­tern und YouTuben ver­bi­eten, nur weil er seit Jahren Falschin­for­ma­tio­nen über die Wirk­samkeit der Covid-Imp­fung ver­bre­it­et oder Ihr Parteigenosse Stephan Weil in übler Weise gegen Ungeimpfte het­zt? Man muss mit solchen Vögeln lei­der leben und ich für meinen Teil finde es weit weniger bedrohlich, dass sie Aufmerk­samkeit über die sozialen Medi­en suchen, als dass sie öffentliche Ämter bek­lei­den. Vielle­icht kön­nen wir hier Gemein­samkeit­en find­en. Von wegen „Pri­mat der Poli­tik“ und so. Ich schlage eine Tren­nung der Poli­tik von sozialen Medi­en vor. Und zwar kon­se­quent und für alle. Also nicht nur Trump, son­dern auch Biden, Lauter­bach, Weil und Aya­tol­lah Khamenei. Net­zw­erke für Men­schen, statt für Bürokrat­en. Egal, ob sie in Berlin, Brüs­sel, Wash­ing­ton oder Teheran sitzen…das wäre doch was, oder?

Twitter aufhübschen

„Beson­ders krass sind diese Entwick­lun­gen bei Twit­ter zu beobacht­en, nicht zulet­zt weil die Plat­tform seit Jahren zum Verkauf aufgehübscht wer­den musste. Twit­ter untern­immt nichts gegen Fake­pro­file, agiert im Umgang mit gemelde­ten straf­baren Inhal­ten wie Belei­di­gung oder Volksver­het­zung aus­ge­sprochen nachlässig und lässt auch nach klaren Urteilen nicht von unrechtmäßigen Twit­ter-Sper­ren ab. Die angekündigte Übernahme von Twit­ter durch Elon Musk wird die Plat­tform ganz sich­er nicht zu einem gemeinnützigen Unternehmen machen.“

Zum Verkauf aufge­hüb­scht wurde Twit­ter nie. Im Gegen­teil. Als kle­in­ste der großen Plat­tfor­men meldete Twit­ter seit Jahren katas­trophale Zahlen. Der Wert der Plat­tform ist nicht finanzieller Art und die bish­eri­gen Eigen­tümer, darunter die Saud­is, hat­ten auch wenig Prob­leme damit, nichts an dem Lan­den zu ver­di­enen. Twit­ter ist die Plat­tform der poli­tisch-medi­alen Wirkver­stärkung und das ist der Grund, warum Poli­tik und Medi­en nun so ver­schnupft reagieren.

Doch die Nutzerzahlen stag­nierten, die Zahl der aktiv­en regelmäßi­gen User wurde lange falsch und zu hoch angegeben. Die Zahl der Fake­pro­file ist in der Tat eine wichtige Frage, aber dass aus­gerech­net Sask­ia Esken jemals Partei für unrecht­mäßig ges­per­rte User ergrif­f­en hätte, ist mir neu. Kein Wun­der, ihre Fre­unde und Genossen bet­rifft sowas ja kaum. Im Gegen­teil: ihr Parteigenosse Heiko Maas war es, der das unsägliche Net­zw­erk­durch­set­zungs­ge­setz auf den Weg brachte, dass präemp­tive Löschun­gen und Sper­run­gen erst geset­zlich verankerte.

Übri­gens war es aus­gerech­net eine solche völ­lig willkür­liche Sper­rung, die Musk zum Ein­stieg bei Twit­ter bewegte. Die Seite von Baby­lon Bee, einem Satire­for­mat, wurde für einen Tweet ges­per­rt. Der Vor­wurf: falsch gegen­dert. Und was ist das eigentlich für eine stal­in­is­tis­che Idee, Musk müsse die Plat­tform in ein gemein­nütziges Unternehmen ver­wan­deln? Er hat 44 Mil­liar­den für eine ide­ol­o­gisch durch­seuchte Fil­iale der Demokratis­chen Partei, der Antifa und BLM aus­gegeben, die kaum die Hälfte wert ist und deren Angestellte von anstren­gungslosen Tagesabläufen berichteten, für die sich sog­ar ein indis­ch­er Maharad­scha schä­men würde. Das Per­son­al bei Twit­ter war inef­fizient und aufge­bläht wie eine deutsche Bundesbehörde.

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Gemein­nützigkeit, pah! Die Über­nahme mag der einen oder anderen Genossin gemein vorkom­men, nüt­zlich ist sie auf alle Fälle! Musk sollte eigentlich alle ent­lassen, die Dat­en löschen und die Serv­er bei eBay verkaufen aber als zweitbeste Lösung finde ich die Idee, eine wirk­lich neu­trale Plat­tform zu bauen, die keine geheimen Algo­rith­men, keinen Shad­ow­ban und keine staatlich bestell­ten Fak­tencheck­er braucht und auf der die Akteure ganze Medi­en­im­pe­rien erricht­en kön­nen, wenn sie es wollen, sehr charmant.

Der fröhliche Diskurs

„Mit jedem Tag wird mir deut­lich­er, dass die kom­merziellen Plat­tfor­men in kein­er Weise dafür geeignet sind, Men­schen und ihre freien, demokratis­chen Gesellschaften zu stärken. Der fröhliche Diskurs mit den vie­len offe­nen, neugieri­gen und respek­tvollen Twit­ter-Fre­undin­nen und ‑Fre­un­den, den ich dort ein­mal pfle­gen kon­nte, ist lei­der begraben unter ein­er dick­en Schicht von Click­bait-getrieben­er Empörung, oft misog­y­nem Hass und von Fake-Accounts und Fake News. Und die Ver­ant­wortlichen unternehmen nichts dagegen. 

Jet­zt wird es wirk­lich albern. Ich stelle mir ger­ade vor, wie die vie­len offe­nen, neugieri­gen und respek­tvollen Twit­ter­fre­undin­nen und ‑fre­unde sich zu Füßen Eskens nieder­lassen und erwartungsvoll lächel­nd flüstern „Sask­ia, erzäh­le und etwas über die großar­tige Poli­tik der SPD!“. So stellt sich Frau Esken diesen „fröh­lichen Diskurs“ doch vor. Sie spricht, alle anderen hören zu. Weil die meis­ten Men­schen die sozialen Medi­en aber nicht zur poli­tis­chen Erbau­ung, son­dern für alles Mögliche nutzen, steigt die gestelzte Parteipoli­tik den Leuten ins Pri­vate nach, belästigt und belehrt.

Dabei gibt es doch die Möglichkeit, die Tür hin­ter sich zuzus­per­ren und im Kreis sein­er Adepten „fröh­liche Diskurse“ zu pfle­gen. Wer dies wie Esken aber stets vor Pub­likum tun muss, weil Ego, Sendungs­be­wusst­sein und Reich­weit­engeil­heit es so ver­lan­gen, muss in Rech­nung stellen, die Empfänger zu belästi­gen. Zugegeben, die Reak­tio­nen sind man­gels Sichtkon­takt oft rüde bis unver­schämt, aber man sollte das Abschal­ten solch­er Reak­tio­nen nicht als kosten­losen Ser­vice betra­cht­en, son­dern muss dies wie das Senden schon sel­ber erledi­gen. Und was das Click­bait­ing ange­ht, ist Esken bei Twit­ter oder Face­book an der falschen Adresse. Es sind Medi­en wie das, in dem ihr Twit­ter­ab­schied erschienen ist, die solch­es betreiben. Twit­ter selb­st hat keine Inhalte und der größte Pro­duzent von Fake News der let­zten Jahre heißt Lauter­bach und ist Mit­glied der SPD.

„Aber in ein­er dig­i­tal­isierten Welt braucht es öffentliche Räume für Mei­n­ungs­bil­dung und demokratis­chen Diskurs, in denen wir souveräne Gestal­ter sind. Eine dig­i­tale Zivilge­sellschaft braucht Werkzeuge, um sich pri­vat oder zivilge­sellschaftlich zu ver­net­zen, ohne dass ihre Akteure dabei zur Ware wer­den. Deshalb habe ich mich entsch­ieden, Twit­ter zu ver­lassen. Und ich werde mich mit all mein­er Kraft dafür ein­set­zen, dass demokratisch gestal­tete dig­i­tale öffentliche Räume und Werkzeuge verfügbar werden.“

Esken hält sich offen­bar für die Sask­ia, die solche Räume bauen kann. Das „wir“ in „wir sou­veräne Gestal­ter“ ist ein exk­lu­sives. Es schließt nicht alle ein, denn dann kön­nte Esken ja das neue Twit­ter nutzen. Nein, eine aus­gewählte poli­tis­che Klasse soll Gestal­ter sein, bezahlt vom Steuerzahler, Kon­trol­linstanz Polit­büro. Ein Staatst­wit­ter, ange­siedelt vielle­icht bei der EU, überwacht von einem EU-Kom­mis­sar und einem Überwachungsauss­chuss, in dem par­itätisch die guten Parteien vertreten sind. Das klingt alles eher nach 1984 als nach fröh­lichen Diskursen, aber wir dür­fen beruhigt sein, denke ich. An der Real­isierung solch­er Pro­jek­te scheit­ern die Weltverbesser­er und poli­tis­chen Gestal­ter in schön­er Regelmäßigkeit. Ich kön­nte mir denken, man lässt es am Ende mit der Ein­führung ein­er Dig­i­tal-Kopf­s­teuer in der EU bewen­den, die Umset­zung ver­läuft im Sande und wird irgend­wann zwis­chen zwei Fün­f­jahrplä­nen ganz aufgegeben.

„In den USA wur­den in den Dreißiger­jahren ver­gle­ich­bar große Unternehmen in der Ölin­dus­trie zer­schla­gen – ein Schritt, der auch in Bezug auf die großen glob­alen Play­er der Dig­i­tal­wirtschaft zu Recht immer wieder disku­tiert wird. Denn solche monopo­lar­ti­gen Struk­turen gefährden nicht nur die Märk­te, sie gefährden auch den Fortschritt und let­ztlich unsere Gesellschaften.“

Zer­schla­gen in was? Ent­lang welch­er Schnit­tlin­ien? Region­altwit­ter? Linkst­wit­ter und Link­sex­tremtwit­ter? Soziale Medi­en sind keine Ölfir­men. Man kann sie eher mit Paket­di­en­sten ver­gle­ichen. Wenn man hier Beschränkun­gen vorn­immt, stärkt man den Wet­tbe­werb nicht, son­dern ver­hin­dert ihn. Aber jet­zt ist Esken so richtig in Fahrt und arbeit­et sich am Kap­i­tal­is­mus ab.

„Microsoft und Google kaufen Inno­va­tio­nen auf, die ihnen gefährlich wer­den kön­nen, und behin­dern damit den Wet­tbe­werb alter­na­tiv­er Tech­nolo­gien, Ideen und Konzepte. Die Mark­t­be­herrschung durch Face­book hat zahlre­iche alter­na­tive soziale Net­zw­erke unterge­hen lassen.“ 

Die Mark­t­be­herrschung ergab sich aus dem Pro­dukt, sie ist das Ergeb­nis von Wet­tbe­werb, nicht sein Gegen­teil. Dass alter­na­tive Net­zw­erke ver­drängt wur­den und unterge­gan­gen sind, liegt daran, dass sie nicht das anboten, was die User woll­ten. Aber wir freuen uns natür­lich alle auf die Alter­na­tive, die dem­nächst durch Eskens per­sön­lich­es Engage­ment entste­hen wird. Als behördlich vielle­icht dem Innen­min­is­teri­um unter­stelltes Ange­bot wird es sich­er voller guter Ideen und Konzepte sein. Übri­gens, nur als Hin­weis: Google hat­te ver­sucht, ein zu Face­book alter­na­tives Net­zw­erk aufzubauen und dafür sich­er viel Geld ver­bran­nt. Google+ ist heute Geschichte.

Eine nationale Rechts­durch­set­zung gegen diese Struk­turen fällt zunehmend schwer.“

Rechts­durch­set­zung im Sinne der Bürg­er oder der Macht? Das Net­zDG ist ein bürokratis­ches Mon­ster, das in sein­er heuti­gen Form die Kom­mu­nika­tion eher behin­dert als absichert.

In diesem Ton geht es weit­er und weit­er, ich will Sie nicht lang­weilen, liebe Leser und nur weil der Artikel inzwis­chen hin­ter der Bezahlschranke ver­schwand, zitiere ich über­haupt so aus­führlich. „Europäis­che Union, Neuord­nung im dig­i­tal­en Raum, Par­a­dig­men­wech­sel, Gewinne abschöpfen, öffentliche Hand, Demokratisierung, Fortschritt, Inno­va­tion…“ all die Klin­gel­worte, die die Gesellschafts­gestal­ter vom Schlage Eskens im Munde führen, wenn sie über bunte Karten gebeugt den Angriff auf die Real­ität verkün­den, find­en sich im Artikel. Es lang­weilt einen zu Tode. Deshalb lasse ich die SPD-Tante aus dem Polit­büro nur noch mit ihrem Schlusssatz zu Wort kom­men, der die ganze Anmaßung und den poli­tis­chen Größen­wahn per­fekt einfängt.

Kleine Geister, große Pläne

„Wir brauchen eine Strate­gie für mehr Sou­veränität und Resilienz, die tech­nol­o­gis­che Inno­va­tion, demokratis­che Aus­gestal­tung und dafür notwendi­ge Kom­pe­ten­zen zusam­mendenkt. Ger­ade in Zeit­en wie diesen braucht es einen aktiv­en und starken Staat, der die demokratis­che Dig­i­tal­isierung als eine gesamt­staatliche Mis­sion begreift – mit und für die Bürg­erin­nen und Bürger.“

Der starke Staat, der alles an sich zieht und reißt, da ist er wieder. Und weil es bess­er klingt, nen­nt man den ganzen Plan „demokratisch“ und „für die Bürg­erin­nen und Bürg­er“, selb­st wenn es um nichts weniger als Bevor­mundung und Ruhig­stel­lung geht. Nein, Esken hat nicht begrif­f­en, wie soziale Net­ze funk­tion­ieren und dass es dort kein „Pri­mat der Poli­tik“ und schon gar kein „Pri­mat der SPD“ geben kann. Es gilt das Pri­mat des Pri­vat­en, das sich öffentlich macht. Wer mit den Teil­nehmern dieser Net­ze spricht, kann nicht von einem braven Audi­to­ri­um aus­ge­hen, son­dern hat es mit teils rauen Sit­ten und schmutzi­gen Hän­den zu tun und man weiß nie, wo und in welch­er Stim­mung man die Men­schen antrifft. Face­book und Twit­ter sind Räu­men mit einem undefinierten und für jeden ver­schieden­em Sig­nal-Rauschen-Ver­hält­nis, dessen Gestal­tung sich staatlichen Reg­ulierun­gen entzieht. Der kann nur entwed­er den Steck­er ziehen oder sich darauf beschränken, Krim­i­nal­ität zu ver­fol­gen. Dafür braucht es keinen starken, son­dern einen effizien­ten Staat.

Das Gezeter nach Musks Twit­terkauf wird schwäch­er wer­den, die angekündigten Accountlöschun­gen größ­ten­teils in der Dro­hung ver­har­ren, die Auf­forderun­gen der gratismutig­sten linken Aktivis­ten an Musk, er solle sie doch rauss­chmeißen, uner­widert bleiben. Musk wird fest­stellen, dass sich der Laden auch mit der Hälfte der Soja-Lat­te-Trink­enden Angestell­ten betreiben lässt und neue, lib­eralere Regeln ein­führen. Er wird gelöschte Kon­ten wieder­her­stellen, „Baby­lon Bee“ wird wieder senden und „Project Ver­i­tas“ wieder seine für die Regierung der USA unbe­que­men inves­tiga­tiv­en Ermit­tlun­gen pub­lizieren. Vielle­icht wird Don­ald Trump „Ich bin wieder da“ twit­tern und Alex Jones „Ich hab’s euch doch gesagt“. Rauschen für die einen, Sig­nal für die anderen. Da wäre sog­ar Platz für die utopisch-etatis­tis­chen Ver­satzstücke von Sask­ia Esken. Sie müsste nur den dann vielle­icht mal erre­ich­baren Sup­port fra­gen. Das Schlüs­sel­wort heißt „Kon­to wieder­her­stellen“. Dann rauscht es eben wieder ein biss­chen mehr im Netz, damit wer­den wir schon klar kommen.

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19 Kommentare

  1. “Vielle­icht wird Don­ald Trump „Ich bin wieder da“ twit­tern und Alex Jones „Ich hab’s euch doch gesagt“. Rauschen für die einen, Sig­nal für die anderen.”
    Alex Jones, schau an. Sel­ten sagte ein­er so deut­lich, wo er hin will und welche “Sig­nale” er gerne hören würde.
    Grüße aus Köln
    Rudi

  2. @Roland Mock
    Die Dok­toren und Pro­fes­soren in den Kom­men­tarspal­ten sind ein­fach die Spitze des Eis­bergs der Gebilde­ten und Klu­gen, deren Energie von der Idioten­ab­wehr absorbiert wird. Ich hätte auch andere Eis­bergsspitzen nehmen kön­nen; so z.B. den Physik­lehrer Sime­on Preuß, der neben Fam­i­lie und Beruf sich noch damit erschöpft, für Kernkraft zu werben.
    https://www.youtube.com/watch?v=ap9XBadq0a0

    Oder den Youtu­ber Charles Krüger, der seinen Kanal ger­ade auf Sparflamme geset­zt hat, weil er sich vor dem ökonomis­chen Zusam­men­bruch noch so viel Know-How im Bere­ich der Infor­matik aneignen will, wie es geht.
    https://www.youtube.com/watch?v=LAAq-Ky4ZZc

    Oder den Finanz­math­e­matik­er und ehe­ma­liger Gym­nasiallehrer und eben­falls ehe­ma­li­gen Streifen­polizis­ten Jür­gen Fritz (einige Zeit­lang auch Autor bei Tichys Ein­blick), dessen Blog im Moment auch ruht.
    https://juergenfritz.com/

    Seit 2015 erschöpfen sich nun schon die Bürg­er darin, Infor­ma­tio­nen in die Öffentlichkeit zu tra­gen und dem wach­senden Wahnsinn Herr zu wer­den. Das sind nicht nur diese ganzen Akademik­er in den Kom­men­tarspal­ten, aber auch die, und diese Leute hat­ten in der Regel mal nicht vor, “irgend­was mit Medi­en” zu ihrer Pas­sion im Leben zu machen. Es ist nicht ein­fach so, dass sich diese Bürg­er zur Entspan­nung mit tech­nis­chen Details von Elek­troau­tos und Impfneben­wirkun­gen befassen wie andere mit Soap-Operas. Das ist jew­eils Zeit am Tag, an dem sich diese Men­schen nicht in ihrem jew­eili­gen Beruf ein­fach weit­er­bilden oder tat­säch­lich ihr Leben genießen. Natür­lich muss ein Bürg­er immer auch etwas Zeit für solche Dinge freimachen, aber wir haben jet­zt den Zus­tand, in dem spätestens die über 10% Infla­tion ein hohes Maß an Aufmerk­samkeit den Leuten abnötigt.

    Der Unter­schied zwis­chen ein­er erfol­gre­ichen und ein­er armen Gesellschaft liegt ganz fun­da­men­tal darin, ob Leis­tungsträger Anreize geset­zt bekom­men, ihr Poten­zial auszuleben oder ob man sie ständig frus­tri­ert und ihre Aufmerk­samkeit auf Mist umleit­et (auch Hash­tag #Bürokratie).

    Während­dessen sieht man auf ZEIT und auch beim ÖR, wie die Angestell­ten der diversen staatlichen oder staat­sna­hen Ein­rich­tun­gen abso­lut die Ruhe weghaben. Alles ist voll mit Kochrezepten, Öko-Kram und Hal­li­gal­li. Schlimm­sten­falls taucht irgend­wo ein “Nazi” auf, der aber gle­ich eins auf den Back­en kriegt, und schwup­ps sind wir wieder zurück bei der philosophis­chen Erörterung des Menstruationsbluts.

  3. Esken ist pein­lich, der Artikel klasse und Elon Musk — so sehr ich es auch gut finde, dass im Wind­schat­ten sein­er Twit­ter-Über­nahme die links-wok­en Zen­surmeis­ter in Schnap­pat­mung ver­fall­en — ist auch nur ein weit­er­er Mul­ti­mil­liardär, der ganz im Sinne des Great Reset von Finanzeliten’s Gnaden Kohle auf Kosten der All­ge­mein­heit in die eige­nen Taschen schaufelt. Ein weit­er­er Phil­an­thropath, der instal­liert wurde, um den Anschein zu erweck­en, dass die Great-Reset­ter um die Mei­n­ungs­frei­heit des gemeinen Volkes besorgt sind. Lei­der fressen es die meis­ten. Die Vögel sind frei…

  4. @Ben Gold­stein: Ver­ste­he nicht ganz, was Elon Musk oder son­st irgend­was, um das es in dem Kom­men­tar geht, mit „Dok­tor dies und Pro­fes­sor das in den Kom­men­tarspal­ten von Tichy und Achgut“ zu tun hat.

    • @Roland Mock
      Weil die Frau Esken und Co., wie @ARo61 bemerkt hat, wahnsin­nig viel Aufmerk­samkeit und auch Arbeit von klu­gen Leuten binden. Wer sich mit denen beschäftigt, hat die Kon­trolle über sein Leben ver­loren. Und die haben wir jet­zt alle ver­loren. Der Strom kön­nte jeden der fol­gen­den Win­ter aus­fall­en. Noch vor 20 Jahren wäre keinem einge­fall­en, diesen Leuten die Zeit des Tages zu schenken. Hier läuft alles aus dem Rud­er wegen diesen Dep­pen und statt dass wir die knappe Zeit unseres Lebens möglichst amüsant und pro­duk­tiv nutzen kön­nen, müssen wir jet­zt auf die Ver­wirrten und die durch sie ent­stande­nen Katas­tro­phen star­ren wie auf ein Autowrack am Straßen­rand. Sie wollen diese Leute ja auch endlich auf die Straße set­zen. Sie sind halt auch ein­er von den Klu­gen, deren Gedulds­faden längst geris­sen ist. Ich finde es ein Und­ing, dass hier sämtliche Leute mit Fleisch zwis­chen den Ohren bis aufs Blut gereizt wer­den, bis die sich Wun­den leck­end um ein paar Blogs scharen, während die andern noch schal­ten und wal­ten, als wäre nichts.

      • Da stimme ich Ihnen ja sowas von zu, Ben. Aber was, um alles in der Welt, hat das mit Dok­toren und Pro­fes­soren in den Kom­mentaren von Tichy und der Achse zu tun?

  5. @Rolf
    Das sagt mir meine Kristal­lkugel auch! Twit­ter kann auch jeden Moment wieder an Bill Gates oder einen anderen “Guten” gehen. Der amerikanis­che Kongress muss Benachteili­gun­gen auf­grund von Ansicht­en geset­zlich unter­sagen. Es reicht schon, Klagewege aufzus­toßen. 2016 haben eine Hand­voll Idioten mit Mini-Social-Media-Pro­jek­ten ein riesiges Geschwätz um “Pub­lic Util­i­ty” und “Markt” vom Zaun gebrochen. An der Stelle bin ich mir sog­ar mit Frau Esken einig, dass hier über­haupt gar kein gang­bar­er Markt vor­liegt. Die Europäer wer­den schon kuschen (Ich hoffe, die para­noide Alice Wei­del liest das hier). Die wer­den nicht alles dicht machen und ver­suchen, mit der ARD dem Volk weiszu­machen, dass Inter­net eh keinen Wert habe. Das sind kläf­fende, dumme Köter.

    Das mit dem Leak ist inter­es­sant. Ich hab näm­lich auch den Ein­druck, dass Jack Dorsey kein Idiot ist. Sozial­is­mus ist die Herrschaft der Dum­men über die Klu­gen. Wom­it die Esken auch recht hat, ist, dass Leute wie er tat­säch­lich mit der demokratis­chen Ambi­tio­nen, den Men­schen die öffentliche Rede zu erle­ichtern, ges­tartet sind. Er hat nur aufgegeben. Bei Zucker­berg ver­mute ich ähnliches.

    Wir haben aber auch bald den Punkt erre­ichen, an dem ein Machtwech­sel unauswe­ich­lich wird. Man kann nur hof­fen, dass keine Granat­en fliegen. Das macht alles nur schwieriger. Die Men­schen wer­den auf die Straße gehen und je bess­er sich die Intel­li­gen­ten darauf ver­ständi­gen, was passieren muss, um so weniger chao­tisch wird die Phase. Dafür ist das Schreiben. Es gibt einige Poli­tik­er, deren Namen ich mit­tler­weile im Kopf mit “Antoinette” ver­voll­ständi­ge, weil die abso­lut zu blöd sind zu ver­ste­hen, dass man einen weicheren Ton anschla­gen muss, wenn das Land ger­ade voll an die Wand fährt. Das zeigt für mich aber auch ganz deut­lich, dass nicht nur das Böse existiert, son­dern auch das Strun­z­dumme, das Böse UND das Dumme.

  6. Roger! Was du alles auf dich nimmst… für uns und unsere demokri­tis­che Teil­habe. Helden­haft! Und wieder saugut geschrieben!

  7. Ich bin zwar nicht bei Twit­ter, aber wenn Küh­n­ert und Esken dort wegge­hen, dann werde ich wütend mit dem Fuß aufstampfen!

    So, jet­zt habe ich das dem Musk mal richtig gegeben! 😉

  8. Esken? Wer ist das? Ich bin ja nicht in allen Belan­gen Fan von Musk. Seinen Tes­la z.B. kann er sich in den…. die Garage schieben. Aber wie der Mann diese linken Vogelscheuchen aufmis­cht imponiert mir. Als ich las, er habe die Frau gefeuert, die Trump bei Twit­ter ges­per­rt hat, habe ich einen Luft­sprung gemacht. Wie geil ist das den­nIch wün­schte mir, es gebe einen deutschen Elon, der sämtliche Inten­dan­ten und lei­t­en­den Redak­teure des Öffentlich-Rechtlichen TV/Rundfunks samt sämtlich­er Fig­uren, die in diesem Fernseh-/Rund­funkrat sitzen inner­halb von 10 Sekun­den aus ihren Büros jagt.

  9. Um jet­zt mal Karl zu zitieren. Wer sich am geisti­gen Durch­fall ein­er Sask­ia (sic) abar­beit­et, hat die Kon­trolle über sein Leben verloren.

      • Richtig. Es ist aber auch die Notwendigkeit der Notwehr, die mich per­sön­lich die Wände hochge­hen lässt. Seit 2015 wer­den erhe­bliche Kräfte in die Idiotenkon­trolle ver­lagert. Die Kom­men­tarspal­ten von Achgut und Tichy sind über­füllt mit Dok­tor dies und Pro­fes­sor das. Irgend­je­mand muss es halt machen, aber der Umstand, dass das jet­zt so ist, macht alles kaputt. Ihr Text ist wieder super geschrieben. Man denkt sich halt nur, “In ein­er besseren Welt würde der Herr Letsch jet­zt die Steuerung des mag­nethy­draulis­che Fein­rad­fräskopfs programmieren.”

        Aber den machthun­gri­gen Polit­pri­mat­en fällt natür­lich von selb­st nicht ein, auf ihr Pri­mat der Poli­tik zu verzicht­en und ihm nicht alle Lebens­bere­iche ihrer Mit­men­schen zu unter­w­er­fen. Über Frau Esken denke ich das Gle­iche, was ich auch unter anderem über Frau von der Leyen denke. Wäre ich eine Art Wel­tenrichter, würde ich die nicht mal bestrafen wollen, son­dern wegen geistiger Ein­schränkun­gen ein­er Anstalt mit dafür aus­ge­bilde­tem Per­son­al übergeben.

        Das Land ist intellek­tuell bald so aus­ge­blutet, dass die heiße Luft der Schwätzer zur Brück­en­tech­nolo­gie wird, bis wir unsere Energiev­er­sorgung voll­ständig auf Bücherver­bren­nung umgestellt haben.

      • > Ich beschäftige mich nicht wirk­lich frei­willig mit Leuten, die meine Frei­heit ein­schränken wollen. Das ist Notwehr.

        Notwehr wäre es, Hand­granat­en in den Bun­destag zu wer­fen, während die da alle ver­sam­melt sind.

        Notwehr ist das mildeste Mit­tel um einen rechtswidri­gen Angriff zuver­läs­sig abzuwehren. Mit Schreiben wehrt man keine vom Staat aus­ge­hen­den Angriffe ab. Natür­lich ist die Rechtwidrigkeit fraglich, aber ich glaube, wie so oft, wird diese am Ende vom Sieger entsch­ieden, aber ich glaube ich kön­nte zumin­d­est eine in sich stim­mige Argu­men­ta­tion für die Recht­mäßigkeit solch­er Anschläge machen. 

        Jeden­falls: Es gibt einige Leaks von Kon­ver­sa­tio­nen zwis­chen Musk und Jack Dorsey, in denen Jack emp­fiehlt, aus Twit­ter eine gemein­nützige Stiftung zu machen, die ein quellof­fenes Pro­tokoll entwick­elt, was sein­er Mei­n­ung nach der beste Weg ist, um sich die NGOs und Staat­en vom Hals zu hal­ten. Das wäre in etwa der Weg den Sig­nal gegan­gen ist.

        Weit­er­hin halte ich es für möglich, dass dem­nächst die Tes­la-Aktie crasht und/oder SpaceX pleite geht. Das sagt mir meine Kristallkugel.

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