Mit den über­schwäng­li­chen Face­book-Glück­wunsch­ka­cheln deut­scher Medi­en zur Kür von Anna­le­na Baer­bock als Kanz­ler­kan­di­da­tin der Grü­nen konn­te man schon nach weni­gen Stun­den ein Bad neu flie­sen! Es wur­de nicht mit Adjek­ti­ven gespart und es waren nicht die schlech­tes­ten. Auch war viel von Zukunft, Erneue­rung und Wan­del die Rede und es darf ange­sichts der erwie­se­nen Grün­las­tig­keit der Medi­en als sicher gel­ten, dass man die Schrei­ber­lin­ge nicht zum Jagen tra­gen muss­te. Die Par­tei­prä­fe­ren­zen unter Jour­na­lis­ten ist grün und soll­te stets gewich­tend in Betrach­tun­gen ein­be­zo­gen wer­den. Auch was die Soli­di­tät von Umfra­ge­er­geb­nis­sen angeht, wel­che die Grü­nen nach der anschlie­ßen­den Ent­schei­dung der Uni­on für Lasche­ts nun sogar deut­lich anfüh­ren. Die „ZEIT“ titel­te unmiss­ver­ständ­lich, wohin die argu­men­ta­ti­ve Rei­se nun gehen wird: „Sie macht es. Weil sie stark ist – und weil sie eine Frau ist“ und „Weil nichts gegen sie spricht“. Ich habe schon Blatt­gold gese­hen, das mehr Sub­stanz hat­te als sol­che all­ge­gen­wär­ti­gen Lobhudeleien.

Es ist kein Geheim­nis, dass ich nicht gera­de ein Fan der Grü­nen bin, ich hal­te sie viel­mehr für eine erns­te Bedro­hung des Indus­trie- und Wis­sen­schafts­stand­or­tes Deutsch­land und der Frei­heit. Doch ich muss deren Kan­di­da­ten­kür unter Mar­ke­tingaspek­ten zuge­ste­hen: ver­dammt noch­mal, sind die gut! Ober­fläch­lich, bere­chen­bar auch und sicher schlecht fürs Land, aber gut. Inner­par­tei­li­che Flü­gel­kämp­fe: abge­stellt. Die Pro­gram­ma­tik inhalt­lich eine Fol­ter­kam­mer für die Frei­heit, aber nie­man­den küm­mert es. Alle Grau­sam­kei­ten ste­hen im Pro­gramm­ent­wurf ver­sam­melt, aber nie­mand scheint den beab­sich­tig­ten Kahl­schlag der wirt­schaft­li­chen Grund­la­gen und der Demo­kra­tie wirk­lich ernst zu nehmen.

Die Kan­di­da­ten­kür war nach mei­ner Mei­nung zwar ein abge­kar­te­tes Spiel, aber zumin­dest die gelun­ge­ne Simu­la­ti­on einer sach­li­chen Ent­schei­dung. Da kam am 19.4. der „unter­le­ge­ne“ Habeck auf die Büh­ne und kün­dig­te die zukünf­ti­ge Kanz­le­rin selbst an. Ver­glei­chen Sie das mal mit der Duell­si­tua­ti­on zwi­schen Söder und Laschet, lie­be Leser. Letz­te­re mag am Ende der kom­pe­ti­ti­ve­re Weg gewe­sen sein, aber wen inter­es­siert in die­sem Land schon für Wett­be­werb abseits des Fuß­balls. Schon das „gute Gefühl“ und die simu­lier­te Har­mo­nie des grü­nen Spit­zen­du­os kön­nen wahl­ent­schei­dend sein. Ob Söder und Laschet die­ses woh­li­ge Gefühl auch ver­mit­teln kön­nen, wage ich zu bezweifeln.

Wendy-Charme-Offensive und infantile Bilder

Vor zwei Jah­ren hät­te ich noch gewet­tet, die Grü­nen wür­den Habeck ins Ren­nen schi­cken, wes­halb ich ihn in einer klei­nen dys­to­pi­schen Geschich­te schon mal zum Kanz­ler in einer öko-mao­is­ti­schen Dik­ta­tur gemacht habe. Doch Habeck hat als Lan­des­mi­nis­ter schon Regie­rungs­tin­te am Fül­ler und ist des­halb kein „wei­ßes Blatt“ wie Baer­bock, wel­ches man nach Belie­ben beschrei­ben kann. Nach­dem es beim ihm zudem ein Leak per­sön­li­cher Daten gege­ben und er sich in einem Video­clip einen „Ver­spre­cher“ zur Thü­rin­gen­wahl geleis­tet hat­te, war er ange­schla­gen. Einen Bun­des­tags­wahl­kampf ohne Twit­ter zu füh­ren (Habeck lösch­te sei­nen Account nach Daten­leck und Shit­s­torm), scheint ange­sichts der wich­tigs­ten Influ­en­cer-Grup­pe der Grü­nen (Jour­na­lis­ten) ohne­hin schwie­rig zu sein. Dem Ver­such in 2020, Habecks Image wie­der wahl­taug­lich zu käm­men, war auch kein gro­ßer Erfolg beschie­den. Die gefüh­li­gen Bil­der von Robert beim Rasie­ren, Robert beim Lie­gen auf Wie­sen oder Robert im ver­trau­li­chen Umgang mit Pfer­den hat­ten zwar Wen­dy-und-BRA­VO-Star­schnitt­qua­li­tät, ver­fin­gen aber beim Wäh­ler nur wenig und lock­ten vor allem Spott her­vor. Die Grü­nen woll­ten es noch etwas infantiler.

Und dafür hat­ten sie ja noch ihre Sei­fen­bla­sen­prin­zes­sin Anna­le­na! Auch sie hat­te ihre Aus­set­zer, sogar in jüngs­ter Zeit, wie am poli­ti­schen Ascher­mitt­woch im Febru­ar 2021. Aber “Das Netz ist der Spei­cher” (ich habe noch immer kei­ne befrie­di­gen­de Ant­wort auf mei­ne Nach­fra­ge) und Kobold-Gate im Som­mer­inter­view sind aus dem Gedächt­nis der Wäh­ler längst ver­schwun­den und wo man noch dar­auf her­um­rei­tet, kommt dies nach meh­re­ren Jah­ren wie nach­tra­gen­de Miss­gunst rüber. Wer sich dar­an noch erin­nern will, wählt die Grü­nen ohne­hin nicht. Die Res­te kri­ti­scher Betrach­tung der Eig­nung Baer­bocks wird die Pres­se schon noch zu besei­ti­gen wis­sen. Sie ist eine Frau, das soll wohl angeb­lich schon Qua­li­fi­ka­ti­on genug sein, weil Frau­en ja ohne­hin alles bes­ser kön­nen. Bin ich eigent­lich der ein­zi­ge, der die­se iden­ti­täts­be­zo­ge­ne Insze­nie­rung für ziem­lich sexis­tisch hält?

Annalena Baerbock „als Frau“

Schon im ers­ten, offi­zi­el­len Meme der frisch­ge­ba­cke­nen Kan­di­da­tin zeig­te sich gro­ße media­le Pro­fes­sio­na­li­tät. Nah­auf­nah­me von links unten zur Mit­te oben, Schul­ter ein­ge­dreht, der Blick ver­län­gert die Sicht­ach­se ins Unend­li­che. Die Rich­tung stimmt also. Nahe, aber ent­rückt. Ent­schlos­sen, aber nicht bedroh­lich. Text­si­cher, aber mit gut dosier­ter pro­le­ta­ri­scher Fär­bung (was Neu­es, was zutrau­en). Poli­ti­ke­rin, aber nicht zu pein­lich. Per­fek­te Beleuch­tung, dezen­tes Make-up, mini­ma­ler Schmuck. Nicht prot­zen, nicht zu eitel, aber auch nicht nach­läs­sig wir­ken. Das ist der Stoff, aus dem Iko­nen gemacht wer­den. Per­fek­te Rie­fen­stahl-Optik, aber als „Tri­umph des Wohl­wol­lens“. Und mit jedem media­len „weil“ wird schon die Begrün­dung des Sie­ges mit­ge­lie­fert – das erspart Nach­fra­gen: Weil sie stark ist, weil sie eine Frau ist, weil sie jetzt schon mit Oba­ma ver­gli­chen wird, weil der Pres­se spä­tes­tens im Mai die Super­la­ti­ve aus­ge­hen werden.

Das schmeckt vor und soll gegen Kri­tik immu­ni­sie­ren. Da man „Frau“ so weit nach vor­ne stellt, prallt auch jede Kri­tik sofort an die­ses Attri­but, kann mühe­los als ad homi­nem dis­qua­li­fi­ziert wer­den und lässt jeden Kri­ti­ker sofort als miso­gy­nes Arsch­loch daste­hen. Und wer soll­te denn sonst zwei­te Kanz­le­rin nach Mer­kel wer­den, wenn nicht eine Frau? Wink, wink, nudge, nudge.

Moral und Zumutung

Wie gut die Tak­tik mora­li­scher Unan­greif­bar­keit seit eini­ger Zeit in der deut­schen Poli­tik funk­tio­niert, erle­ben wir dank Coro­na täg­lich, wir haben uns dar­an gewöhnt. Mit dem Argu­ment, Leben zu ver­län­gern, selbst wenn es nur eines wäre, las­sen sich heu­te mühe­los Mil­lio­nen Leben in Ket­ten legen und wirt­schaft­li­che Exis­ten­zen in Trüm­mer legen. Und täu­schen Sie sich nicht, lie­be Leser, die Grü­nen ent­hal­ten sich heu­te nur des­halb bei der Abstim­mung zum neu­en Infek­ti­ons­schutz­ge­setz, weil es ihnen nicht hart genug ist.

Am 18.4. wur­de mit dem eigen­ar­ti­gen neu­en Volks­ver­tre­ter-trau­ern-für-das-Vok-Tag nach der Ver­ant­wor­tung für das eige­ne Leben nun auch die indi­vi­du­el­le Trau­er ver­staat­licht und jede Kri­tik an Poli­ti­kern, die mit Lei­chen­bit­ter­mie­ne vor TV-Kame­ras eine Ker­ze anzün­de­ten, konn­te mit dem mora­li­schen Zei­ge­fin­ger zum Ver­stum­men gebracht wer­den. Stö­re mei­ne Krei­se nicht, ich trau­re auch um dei­ne Opfer, Bür­ger. Ganz gleich ob sie an, mit oder wegen Coro­na oder den Coro­na­maß­nah­men oder ein­fach nur mit posi­ti­vem Test star­ben. Die insti­tu­tio­na­li­sier­te und medi­en­wirk­sam zele­brier­te Trau­er legt sich als Schutz­schicht über eine Poli­tik, die vor­gibt, Leben zu ret­ten und zu die­sem Zweck vor kei­ner Grau­sam­keit zurück­schre­cken dür­fe. Der Zweck hei­ligt die Mit­tel. Sieh her, Bür­ger, wir beschimp­fen dich, wir gän­geln dich, wir neh­men dir die Frei­heit – aber wir trau­ern auch mit jenen, die unse­re Poli­tik zu erdul­den haben. Wir sind mensch­lich! Kri­ti­ker, sieh dich vor, wer Trau­ern­de angreift, ist unmensch­lich! Oder, um es mit einer Lied­zei­le aus einer alten musi­ka­li­schen Ver­herr­li­chung der SED zu sagen „Wer da kämpft für das Recht, der hat immer recht“.

Anna­le­na Baer­bock hat „als Frau“ und poli­ti­sches Leicht­ge­wicht eine ver­gleich­ba­re mora­li­sche Schutz­schicht und Robert Habeck nicht. Indem das, was am aller­we­nigs­ten zu den Fähig­kei­ten zählt, die man für das Kanz­ler­amt haben soll­te, nach außen gekehrt wird („sie als Frau“), bewe­gen Kri­ti­ker sich auf ver­min­tem Gelän­de. Wer Baer­bock und die Grü­nen auf­grund inhalt­li­cher Schwei­ne­rei­en ablehnt, täte also gut dar­an, an der Spit­zen­kan­di­da­tin und ihren Medi­en­pos­sen vor­bei direkt ins eta­tis­tisch-sozia­lis­ti­sche Zen­trum des Wahl­pro­gramms der Grü­nen zu zie­len und sich nicht mit der Per­son der Spit­zen­kan­di­da­tin aufzuhalten.

Medienkirmes

Denn Baer­bock wird von den Medi­en beschützt wer­den, ähn­lich wie wir das im US-Wahl­kampf bei Joe Biden erlebt haben. Wie Biden kann Baer­bock es auch dann nach oben schaf­fen, wenn sie nicht selbst redet, son­dern ledig­lich wohl­wol­lend über sie gere­det wird. Und was täten etwa ARD, ZDF und DLF lie­ber, als unse­re 17,50 Euro als monat­li­che Par­tei­spen­de für die Grü­nen zu betrach­ten? Es muss ja nicht gleich in so offen­sicht­lich begeis­ter­ten Applaus mün­den wie im Inter­view auf Pro7. Die inhalt­li­che Arbeit „am Wäh­ler“ kön­nen die Grü­nen getrost den Medi­en über­las­sen, wo sicher bald eine neue, post­mer­kel­sche Form der Alter­na­tiv­lo­sig­keit Ein­zug hal­ten wird.

Die ima­gi­nier­te Harm­lo­sig­keit Baer­bocks ist jedoch nichts ande­res als ein per­fekt insze­nier­ter Enkel­trick, die jün­ge­ren Wäh­ler haben die Grü­nen ja ohne­hin in der Tasche. Doch auch ein Lächeln und ein „ich wer­de Mut­ter blei­ben“ (ja was denn sonst!) mit Ahww-Fak­tor kön­nen nicht ver­ber­gen, dass die Grü­nen gera­de dabei sind, von Mek­ka (Reli­gi­ons­stif­ter in Oppo­si­ti­on) nach Medi­na (zur Macht­er­grei­fung) zu zie­hen. Nie­mand soll­te sich wun­dern, wenn sich ihre Reden in Ton­fall und Ver­bind­lich­keit stark ändern, sobald sie erst fest im Kanz­ler­amt sit­zen. Die Unduld­sam­kei­ten, Dog­men und Grau­sam­kei­ten ste­hen jedoch schon heu­te im Pro­gramm­ent­wurf und jeder, der die Grü­nen wählt, weiß, dass ab Okto­ber 2021 die ideo­lo­gi­schen Mes­ser gezückt wer­den. Gleich­zei­tig irrt jeder, der glaubt, die Schnit­te wür­den aus­ge­rech­net ihn selbst nicht betreffen.

Merkels Resterampe

Nach 16 läh­men­den Mer­kel­jah­ren und der inhalt­li­chen Umar­mung von SPD und Grü­nen ist der Uni­on ihr kon­ser­va­ti­ver Mar­ken­kern ent­glit­ten. Die Wer­te­uni­on, wo er bis zuletzt noch gepflegt wur­de, ist poli­tisch kalt­ge­stellt. Die Hoff­nung kon­ser­va­ti­ver Uni­ons­wäh­ler rich­te­te sich zuletzt auf die CSU, doch bei genau­em Hin­se­hen war dort ledig­lich eine Nei­gung zum Auto­ri­tä­ren, ver­bun­den mit beacht­li­chem kom­mu­ni­ka­ti­ven Talent zu finden.

Am Ende konn­ten weder der glück- und rück­grat­lo­se Merz, noch Söder, der begna­de­te Ver­käu­fer sei­ner selbst, Kan­di­dat der Uni­on wer­den, was die Wäh­ler­ba­sis mit Ent­set­zen zur Kennt­nis nahm und die Uni­on in Umfra­gen zunächst mal auf Tal­fahrt schick­te. Zu Laschet, der sich letzt­lich mit­hil­fe der Par­tei­no­men­kla­tu­ra durch­setzt, fällt mir auf Anhieb immer nur Bana­les, Epi­so­disches ein, dass ihn eher zum Kar­ne­vals­prin­zen denn als Kanz­ler zu befä­hi­gen scheint. Laschet in Kar­ne­vals­uni­form neben der Köl­ner Ober­bür­ger­meis­te­rin deplat­ziert am Ort eines Ver­bre­chens trau­ernd, Laschet als selbst­er­nann­ter Nach­fah­re Karls des Gro­ßen, Laschet in jeder­zeit abruf­ba­rer Kar­ne­vals­stim­mung. In sei­ner Rede nach der Kür zum Kan­di­da­ten der Uni­on gab es aber auch nicht einen ein­zi­gen Satz, der es wert wäre, sich an ihn zu erinnern.

Betrach­tet man jedoch jene Zah­len, die im aktu­el­len Coro­na-Panik-Orches­ter bekannt­lich die ein­zig betrach­te­ten sind, so schnei­det Lasche­ts NRW über­ra­schend bes­ser ab als das Bay­ern des Mär­chen­kö­nigs Söder. Laschet regiert sei­nen Laden weit­ge­hend unauf­fäl­lig und geräusch­los. Doch genau die­se Geräusch­lo­sig­keit könn­te ihm im Wahl­kampf gegen die lau­ten Grü­nen zum Ver­häng­nis wer­den und am 27. Sep­tem­ber zum bösen Erwa­chen als Juni­or­part­ner wie im Länd­le oder gar in der Oppo­si­ti­on füh­ren. Der deut­sche Wäh­ler scheint in sei­ner schwei­gen­den Mehr­heit trotz der blei­er­nen Mer­kel­jah­re Geschmack an auto­ri­tä­rer Poli­tik gefun­den zu haben und hät­te Mar­kus Söder des­halb Armin Laschet vor­ge­zo­gen. Letz­te­rer taugt weder zum des­po­ti­schen Allein­herr­scher von eige­nen Gna­den noch zum Anfüh­rer einer ideo­lo­gi­schen Revo­lu­ti­on. Baer­bock hin­ge­gen sehr wohl – und zwar mit einem Lächeln. Es könn­te sich als das gefähr­lichs­te der Repu­blik erweisen.

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10 Kommentare

  1. “Alle Grau­sam­kei­ten ste­hen im Pro­gramm­ent­wurf ver­sam­melt, aber nie­mand scheint den beab­sich­tig­ten Kahl­schlag der wirt­schaft­li­chen Grund­la­gen und der Demo­kra­tie wirk­lich ernst zu nehmen.”

    Lie­ber Roger, wie immer mes­ser­scharf ana­ly­siert. Doch dass die Wirt­schaft kahl­ge­schla­gen (gescho­ren?) wer­den soll, stört sie nicht, wenn ich mir die Medi­en angu­cke. Da prei­sen Wirt­schafts­ver­tre­ter die grü­ne Heils­ge­stalt. Das kann was geben …

  2. Wie­der ein ers­klas­si­ger Bei­trag, Bra­vo!!! Vie­len Dank!
    Sie haben Ihr Ver­spre­chen gehalten 🙂

  3. “Mit dem Argu­ment, Leben zu ver­län­gern, selbst wenn es nur eines wäre, las­sen sich heu­te mühe­los Mil­lio­nen Leben in Ket­ten legen”.
    Der Satz ist so bedrü­ckend wie er stimmt. Wie kom­men wir da raus?
    Dage­gen war Franz Kaf­ka purer Rea­lis­mus und der wäre heu­te der Ver­schwö­rung bezich­tigt, wenn davor nicht schon die sexu­el­le Beläs­ti­gung sei­ner Vor­zim­mer­da­me oder die anti­se­mi­ti­sche Belei­di­gung sei­nem Ver­le­ger gegen­über eine Rol­le gespielt hätte.

  4. “Tri­umph des Wohl­wol­lens” — bes­ser und kür­zer kann man den eben­so infan­ti­len, wie into­le­ran­ten und durch­i­deo­lo­gi­sier­ten Wahn­sinn mit Mensch­heits­ret­te­rat­ti­tü­de nicht beschrei­ben. Danke!

  5. Die Jubel-Schrei­ber und Jubel-Wäh­ler wer­den schon sehr bald mer­ken, dass die Grü­nen mit ihrem Dream­team B‑Bock und Habeck, auch nur mit Was­ser kochen, vor­aus­ge­setzt, der Wind weht und die Son­ne scheint. Schlim­mer noch, im Wesent­li­chen auch nur macht­geil und wort­brü­chig sind, ein Blick nach BaWü oder Hes­sen genügt.

    https://www.derwesten.de/politik/landtagswahl-baden-wuerttemberg-gruene-winfried-kretschmann-bilanz-frontal-21-zdf-mediathek-id231647831.htm

    https://www.robinwood.de/blog/das-unfassbare-versagen-der-grünen

  6. Ja, Baer­bock ist das per­fek­te Polit-Model für die grü­nen Medi­en. Dar­um jubeln die auch. Sie ist wirk­lich voll­kom­men leer, nichts, über­haupt nichts bringt Sie mit, nicht den Hauch einer Ahnung von Irgend­et­was. Loe Biden ver­liert lang­sam sei­nen Ver­stand, eine mensch­li­che Tra­gö­die. Nie wur­de ein Mensch aus poli­ti­schem Kal­kül von einer Par­tei der­art instru­men­ta­li­siert. Hier stimmt die­ses Wort wirk­lich und die Demo­kra­ten sol­len dafür in der Höl­le schmo­ren. Baer­bock dage­gen bringt von Anfang an kei­ner­lei Ver­stand mit. Sie will und wird instru­men­ta­li­siert wer­den. Sie ist kein Appa­rat­schik wie Mer­kel son­dern das post­mo­der­ne Gegen­stück. Eine edle Wil­de, unbe­leckt, unbe­rührt, unschul­dig und vol­ler natür­li­cher Güte und Schön­heit. Wow. Wenn nur nicht alles, wirk­lich prak­tisch alles, was die Grü­nen gut fin­den und wol­len, falsch wäre. Mer­kel schien der Tief­punkt seit 1945, jetzt hat sich ein neu­er Abgrund auf­ge­tan. Es geht noch tie­fer, wenn Deutsch­land wie­der ein­mal dem Wahn­sinn ver­fällt und die Grü­nen zur stärks­ten Par­tei wählt.

  7. Also, ich fin­de es nicht schlecht, wenn die Grü­nen jetzt ein­mal “die Ver­ant­wor­tung” zuge­schanzt bekom­men. Es muss aber GRR sein, nicht G+Schwarz.

    Denn zum Einen sind Grü­ne als Regie­ren­de sehr schnell nicht mehr grün, wie man an Kret­sch­mann aktu­ell sehen kann, an Fischer vor gefühl­ten 1.000 Jah­ren, in einem ande­ren Land.

    Zum Ande­ren ist eine GRR-Regie­rung zwar ein Desas­ter für den Stand­ort Deutsch­land, aber das ist die ein­zi­ge Mög­lich­keit, die Medi­en auf­zu­we­cken. Ok, trotz der zahl­rei­chen Aus­set­zer von Mer­kel sind ihr die Medi­en noch sehr gewo­gen, aber wie die Lie­be zu den Grü­nen isses denn doch nicht. Nur wenn die Grün-Roten kra­chend gegen die Wand fah­ren, wachen genü­gend Leu­te auf, damit die Grü­no­ma­nie für ein par Jahr­zehn­te erle­digt ist.

    Schliess­lich hat die CDU eine laaan­ge Oppo­si­ti­ons­pau­se ver­dient, ich den­ke an min­des­tens 2 Legis­la­tu­ren. Viel­leicht gibt es die dann über­haupt nicht mehr — wer weiss. Frau Mer­kels 16 Jah­re Regie­rungs­zeit haben die CDU bis auf Null ver­schlis­sen. (Und eine Par­tei, in der Hass­red­ner wie Brink­haus den Ton age­ben, IST auf Null.)

    PS
    Wer soll sonst regie­ren? Ich schaue mal, wer das Ermäch­ti­gungge­setz heu­te abge­lehnt hat: Inter­es­san­te Mischung. In ande­ren Län­dern gehen sol­che Links-Rechts-Kom­bi­na­tio­nen auch.

    • Ich mache mir kei­ne Hoff­nun­gen, dass die Medi­en lern­fä­hig sind.

      In den USA tau­melt und fällt Biden die Trep­pe zur Air For­ce One hoch, nichts pas­siert. Trump hält sich ein­mal zu krampf­haft wegen einer rut­schi­gen Trep­pe hoch, schon sind die Medi­en schier in Panik, was der denn alles haben könne.

      BIden wird von den Medi­en so lan­ge gedeckt wer­den, bis er zusam­men­bricht und Har­ris auch öffent­lich über­nimmt. Das wird bei Baer­bock nicht passieren.

  8. Also unfass­bar aber wohl wahr, da bestän­de die Wahl zwi­schen so völ­lig gesichts­lo­sen Unge­sich­tern wie Laschet, so Neo­mutt­chen wie Bear­b­rock, so Wirts­haus­kar­rie­re­ge­stal­ten wie Söder; also die Wahl zwi­schen so Egal-Leu­ten, die kein Pro­vinz­thea­ter jemals für die kleins­te Neben­rol­le im Weih­nachts­mär­chen jemals auch nur zum Spa­ße für zwei Sekun­den in Betracht zöge; aber das waren doch nicht alle, nein-?, war da nicht noch wer?, doch da war noch einer, wie hieß der, Schmitz oder Möl­ler oder nicht Schulz?, nein den hat­t’­mer wirk­lich schon mal, der bekam mal 100 Pro­zent obwohl er Trief­au­gen hat­te und arche­ty­pisch wie alle sonst aus Wür­se­len war, und schon erin­nert sich kei­ner mehr an den. Der Schulz war der Arsche­ty­pus von Laschersöder­ba­er­brock­mer­kel. Es soll­te uns zu den­ken geben.

    Na unglaub­lich aber wahr: Die sind alle so wie die alle. Also da wäre ja jedes Pro­vinz­thea­ter in But­ja­din­gen oder Nür­tin­gen oder Eimel­din­gen um Län­gen bes­ser. Die wür­den King Lear oder Richard III ja im Leben nicht mit jeman­dem beset­zen, der her­um­la­sche­tet und baer­brockt wie Söder­was­ser ohne das aller­ge­rings­te Briz­zel drin, und der dafür noch Geld und Orden will.

    Also… ernst­haft? Das sind die-? Da das kann doch gar nicht. Wo gibts das Geld zurück?

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