Wenn es noch so etwas wie Mei­n­ungs­frei­heit gibt im Land, dann gehören dazu drei Aspek­te. Die Frei­heit, eine Mei­n­ung zu haben, sie gefahr­los äußern zu kön­nen sowie – und das ste­ht natür­lich am Anfang – sich zunächst selb­st eine bilden zu kön­nen! Let­zteres gelingt umso bess­er und unvor­ein­genommen­er, je näher man dem Entste­hung­sort der Infor­ma­tion kommt, was im Zeital­ter des Inter­net deut­lich leichter fällt als früher. Wer ein Ei beschreiben will, muss sich mit den Hüh­n­ern abgeben und sollte nicht ein­fach ein Omelett anstar­ren. Was für Eier gilt, gilt auch für Infor­ma­tio­nen aus der Poli­tik, Wirtschaft und der Polizeiar­beit. Die DLF-Sendung „@Mediasres“ vom 20.9.2018 zeigt jedoch, dass unsere Medi­en sehr unglück­lich darüber sind, dass heute Infor­ma­tio­nen bere­its am Entste­hung­sort verteilt und ver­bre­it­et wer­den und nicht mehr, wie früher üblich, durch die Fil­ter der Presse laufen. Dazu ließ man gle­ich zwei Pro­tag­o­nis­ten des „betreuen­den Jour­nal­is­mus“ zu Wort kom­men: Mari­na Weis­band (ehe­mals Piraten­partei) und den stel­lvertre­tenden Vor­sitzen­den des Presser­ates Man­fred Protze (Ref­er­ent der katholis­chen Jour­nal­is­ten­schule ifp).

Protze, der die „Deutsche Jour­nal­is­te­nunion“ in der Gew­erkschaft ver­di ver­tritt, ist der Mei­n­ung, die Polizei müsse sich stärk­er der „Richtlin­ie zur Berichter­stat­tung über Straftat­en im deutschen Pressekodex“ verpflichtet fühlen, die besagt, dass die Ermit­tlungs­be­hör­den Nation­al­ität und Herkun­ft eines Täters nicht nen­nen sollen, es sei denn, es beste­ht ein begrün­detes öffentlich­es Inter­esse. Der Deutsch­land­funk fragt: „Ist es also ein Prob­lem, wenn die Polizei die Nation­al­ität von Straftätern twit­tert und gilt der Pressekodex auch für die Polizis­ten?“

Das Ministerium für Wahrheit

„Natür­lich…“, so Protze*. „…ein gewichtiges Prob­lem, aber nicht nur für die Presse, son­dern für die Gesellschaft. Medi­en müssten alles ver­mei­den, was ein­er Diskri­m­inierung oder Sip­pen­haft gle­ichkomme, das haben die Erfahrun­gen aus dem Drit­ten Reich gezeigt.“

Da hat er lei­der nur teil­weise recht! Diskri­m­inierung und Sip­pen­haft waren im Drit­ten Reich näm­lich nicht von realen Ver­brechen induziert, die jemand oder eine Gruppe began­gen hat­te, son­dern auss­chließlich von der Zuge­hörigkeit zu dieser Gruppe und dem Willen der Regierung, diese Gruppe zu diskred­i­tieren, auszu­gren­zen und zu ver­nicht­en. So beruht­en beispiel­sweise die anti­semi­tis­chen Stereo­type, die man zur Aus­gren­zung der Juden benutzte, eben ger­ade nicht auf Fak­ten oder polizeilichen Erken­nt­nis­sen, son­dern auf ein­er kru­den ide­ol­o­gis­chen Agen­da. Die Frage muss also über­set­zt in unsere Zeit zunächst laut­en: stim­men die Vor­würfe? Man darf in Deutsch­land heute noch davon aus­ge­hen, dass die Polizei beispiel­sweise zum Zweck ein­er Fah­n­dung oder in einem Zeu­ge­naufruf die Wen­dung „südländis­ches Ausse­hen“ nicht ver­wen­den wird, weil sie für die Sip­pen­haft aller „Südlän­der“ ist, son­dern weil im Tatzusam­men­hang eben jemand gesucht wird, auf den die Beschrei­bung zutrifft. Die Häu­fung dieser Mel­dun­gen beruht eben auf der Häu­fung der Vor­fälle, nicht auf Stereo­typen und Vorverurteilun­gen, ist also in kein­er Weise ver­gle­ich­bar mit dem Vorge­hen der Nation­al­sozial­is­ten im Drit­ten Reich! Ich will keine Sekunde glauben, dass Man­fred Protze dieser kleine Unter­schied ent­gan­gen ist! Woher kom­men dann aber seine Bauch­schmerzen? Lassen wir ihn weit­erre­den:

„Früher hat die Polizei ihre Öffentlichkeit­sar­beit an die Medi­en adressiert, das war ein Service…und zwar auss­chließlich und die Medi­en haben in ihrer Ver­ant­wor­tung und im Rah­men der Pflicht­en, die sich aus dem Pressekodex ergeben, entsch­ieden, welche der geliefer­ten Infor­ma­tio­nen sie veröf­fentlichen und welche nicht. Das hat sich geän­dert, die Polizei adressiert über die sozialen Net­zw­erke an die all­ge­meine Öffentlichkeit, das heißt, zwis­chen der Veröf­fentlichung durch die Polizei und dem Emp­fang beim Pub­likum gibt es keine …[ in diese kleine Pause hätte das Wort „Fil­ter“ gut gepasst] …Instanz mehr, die entschei­det, ob es ethisch vertret­bar ist, die Nation­al­ität oder Eth­nie zu nen­nen…“

Daher weht also der Wind! Protze möchte wie früher exk­lu­siv mit den Eiern beliefert wer­den, die die Polizei find­et, um selb­st Omeletts daraus zu brat­en und dem Kon­sumenten mit einem Schnipsel Peter­silie zu kre­den­zen. Er möchte an den Mel­dun­gen feilen, möchte opti­mieren, ver­schön­ern, gute von gefährlich­er Infor­ma­tion tren­nen und dem Kun­den leicht Ver­daulich­es bieten, um ihn nicht zu „verun­sich­ern“. Die „all­ge­meine Öffentlichkeit“ soll also prinzip­iell nur gefilterte Infor­ma­tio­nen erhal­ten, darin sieht er die Auf­gabe des Jour­nal­is­mus.

Dass es sich bei den Polizeimel­dun­gen um Tat­sachen han­delt, wie die Polizei selb­st argu­men­tiert, reicht Protze ethisch „über­haupt nicht aus“. Und weit­er „wir als Gesellschaft haben auf jeden Fall zu ver­hin­dern, dass durch eine regelmäßige Verknüp­fung zwis­chen Nation­al­ität und Krim­i­nal­ität ein diskri­m­inieren­der Effekt entste­ht.“ Ich frage mich allerd­ings, ob eine solche „regelmäßige Verknüp­fung“ über­haupt entste­hen kön­nte, wenn es nicht auch „regelmäßige Vor­fälle“ gibt. Soll man vielle­icht auch die Schilder „Cave Canem“ am Garten­za­un gegen „Vor­sicht, Tier beißt“ tauschen, um Hunde nicht zu diskri­m­inieren? Protze tritt offen dafür ein, durch Weglassen, Ver­flachen oder Verk­lausulieren die Infor­ma­tio­nen der Polizei so zu verän­dern, dass diese bei den Kon­sumenten nicht zu Ver­hal­tensän­derun­gen führen kön­nen und ihm und eini­gen Jour­nal­is­tenkol­le­gen weit­er­hin einen sicheren Job beim Durch­sieben des Infor­ma­tion­ssandes nach unan­genehmen Kieseln sichert. Mit der­sel­ben Begrün­dung kön­nte man auch eine Sirene auf „stum­men Alarm“ umstellen, um den Schlaf der Nach­barn nicht zu stören. In einem kün­fti­gen „Min­is­teri­um für Wahrheit“ hat sich Man­fred Protze mit solchen Äußerun­gen min­destens für den Job eines Abteilungsleit­ers emp­fohlen!

Die neue Ordnung des Journalismus

Die ex-Piratin Mari­na Weis­band emp­fiehlt sich mit ihrer Kolumne in der­sel­ben „@Mediasres“-Sendung eben­falls für das „Min­is­teri­um für Wahrheit“. Wir erin­nern uns: „Mehr Trans­parenz in der Poli­tik“ – mit diesem ehren­werten Ziel trat­en die längst vergesse­nen Pirat­en einst an. Spon­tan fall­en mir noch Begriffe wie „Wis­sens­ge­sellschaft“, „freie Infor­ma­tion“ und „Schutz vor staatlich­er Willkür“ ein, lib­erale Basisideen alle­samt. Ich will hier aber gar nicht die Wurst der Pelle hin­ter­her­w­er­fen, denn die Pirat­en sind Geschichte – einige ihrer Frontleute scheinen aber auch inhaltlich ziem­lich weit von der Fahne gegan­gen zu sein.

So wie Mari­na Weis­band, die ehe­ma­lige elo­quente Geschäfts­führerin der Pirat­en. Ihre Kolumne beim DLF scheint mir so gar nicht mehr zum Prinzip der Infor­ma­tions­frei­heit zu passen, die sie einst ver­trat. Natür­lich kann man seine Mei­n­ung ändern, ein Stand­punkt ist schließlich kein Steh­punkt. Aber das Pub­likum und ich im Beson­deren wüsste schon ganz gern, wer die Mei­n­ung präsen­tiert, die Frau Weis­band im DLF fein­stim­mig vorträgt. Es geht näm­lich auch in Weis­bands Kolumne, unver­mei­dlich dieser Tage, um Mei­n­ung und Jour­nal­is­mus und (wie Dou­glas Adams es aus­drück­en würde) den ganzen Rest. Und natür­lich um Trump! Aber keine Sorge, der kommt nur als Meta­pher vor, der redet ja ohne­hin nur Müll, mit dem sich keines­falls ser­iös­er Jour­nal­is­mus, son­dern Com­e­dy zu befassen habe. Zuhören muss dem nie­mand. Wozu auch, ste­ht dessen voll­ständi­ges Daneben­liegen doch ohne­hin von Anfang an fest. Doch jet­zt kommt Mari­na über den Teich und zur Sache.

„Auch hierzu­lande bemühen sich öffentlich-rechtliche Medi­en immer wieder, bei­de Seit­en eines Argu­ments darzustellen, in dem Bemühen um fik­tive Objek­tiv­ität.“

Da frage ich mich doch, in welch­er Höh­le ohne WLAN und Satel­liten­emp­fang Frau Weißband die let­zten Jahre ver­bracht hat. „Bei­de Seit­en?“ Komm schon, Mari­na! Du musst doch auch gele­gentlich Ill­ner, Will, Bun­de­spressekon­feren­zen mit Seib­ert oder Lit­er­a­turempfehlun­gen der Kan­z­lerin ver­nom­men haben! „Bei­de Seit­en“ gab es da nie, außer vielle­icht beim Brat­en eines Omeletts beim Hensler. Und wenn schon „bei­de Seit­en“, dann sind die Rollen klar verteilt. Es gibt die belehrende und die zu belehrende Seite, von gle­ich­berechtigtem Diskurs kann wohl kaum die Rede sein.

Bedin­gung, um bei Medi­en-Events vorzukom­men, ist eine Samm­lung kanon­isiert­er Grun­dan­nah­men, die nicht in Frage gestellt wer­den dür­fen, son­dern von denen man prinzip­iell aus­ge­hen muss, um im Diskurs bleiben zu dür­fen. Dazu gehören Aus­sagen wie „wir müssen den Kli­mawan­del aufhal­ten“, „alle AfD’ler träu­men nachts vom Vierten Reich“, „Asyl ist deutsches Leis­tungsrecht“ oder „ÖR-Rund­funk ist eine Ein­rich­tung der Demokratie“. Weis­band weit­er:

„Nicht umson­st haben wir uns über eine Woche damit befasst, ab welch­er Dis­tanz und Dauer man von ein­er “Het­z­jagd” gegen Aus­län­der sprechen kann. Dass der ganze Stre­it von vorn­here­in dumm ist, hat man prak­tisch nur in den Mei­n­ungsar­tikeln gele­sen.“

Das „ob“ und „wie“ wird also erset­zt durch „dass“ und „dumm“? Nicht, dass wir das nicht ohne­hin par­al­lel hät­ten! Denn jed­er, der auch nur das „ob“ in Frage stellte wie der säch­sis­che Min­is­ter­präsi­dent und der das „wie“ der Beweise auch nur anzweifelte wie Maaßen, wurde als min­destens dumm beze­ich­net und hat gefäl­ligst die Kon­se­quen­zen zu ziehen. Das „ob“ ist aber entschei­dend für die Lehren aus Vorkomm­nis­sen, wie wir sie in Chem­nitz gese­hen haben. Das Brüllen von Nazis­prüchen ist näm­lich auch dann abzulehnen und zu bekämpfen, wenn man nicht zu Übertrei­bun­gen greift und von Het­z­jag­den oder gar von Pogromen spricht. Diese hyper­moralis­che Über­steigerung rel­a­tiviert wirk­liche Het­z­jag­den und tat­säch­lich und unstrit­tig stattge­fun­dene Pogrome. Ich halte das für extrem gefährlich.

„Mei­n­ung ohne Sub­stanz ist im Wesentlichen weißes Rauschen und Unter­hal­tung, durch die wir auf keinen Fall unser Ver­ständ­nis von Jour­nal­is­mus erset­zen dür­fen. Objek­tiv­ität beste­ht nicht darin, alle Seit­en zu sehen und zuzu­lassen. Son­dern im Einord­nen der Neuigkeit­en in einen größeren Kon­text.“

Welch ein Dünkel! Zumal das Sub­stanzge­bot für gel­ernte Jour­nal­is­ten und Regierungssprech­er offen­bar nicht gilt. Man muss aber kein Train­er sein, um zu merken, dass eine Mannschaft schlecht spielt und ob eine Auster schlecht ist, riecht nicht nur der Koch. Und was soll der „Größere Kon­text“ sein? Sowas wie ein Fün­f­jahre­s­plan vielle­icht? Was Weis­band hier ver­sucht, ist, dem Nichtjour­nal­is­ten die Befähi­gung abzus­prechen, sich über bes­timmte Zusam­men­hänge ein Urteil zu bilden. Dieses müsse immer aus einem jour­nal­is­tis­chen Fil­ter kom­men. Wer das noch für einen demokratis­chen Ansatz hält, hat echt den Schuss nicht gehört.

„Erstens müssen ger­ade sich um Objek­tiv­ität bemühende Qual­itätsme­di­en sehr viel bess­er die Spi­rale aus Pro­voka­tion und Aufmerk­samkeit analysieren und für sich Schlüsse daraus ziehen, um Fak­ten beim Bericht­en bess­er einzuord­nen. Und zweit­ens müssen wir uns drin­gend über Finanzierungsmod­elle für diese Art von Jour­nal­is­mus unter­hal­ten, die nicht auf Klicks und Aufmerk­samkeit beruhen. Und das ist meine Mei­n­ung.“

Diese „Art von Jour­nal­is­mus“ gibt es doch bere­its, Mari­na! Und Du befind­est Dich mit­ten drin! Die Selb­stein­schätzung, dass es sich dabei um Qual­ität han­delt oder ob diese Art des Jour­nal­is­mus nicht vor allem auf eine möglichst gle­ichgeschal­tete, unaufgeregte und beschwichti­gende Kon­sens­ge­sellschaft der Stillen, Gut­gläu­bi­gen und Angepassten abzielt, über­lasse ich der Phan­tasie mein­er Leser. Die Idee jedoch, für diese Art Glattschreiberei abseits von Aufmerk­samkeit und Klicks „Finanzierungsmod­elle“ zu find­en, find­en aus­gerech­net jene Medi­en­vertreter toll, denen ger­ade wegen ihrer gle­ichgeschal­teten und beschwichti­gen­den Berichter­stat­tung die Leser und Zuschauer davon­laufen. Es gibt nur einen Ort in Deutsch­land, wo Aufmerk­samkeit und Klicks im Grunde keine Rolle spie­len: die öffentlich-rechtlichen Medi­en.

Die Aus­führun­gen von Mari­na Weis­band und Man­fred Protze zeigen deut­lich, dass der Jour­nal­is­mus in Deutsch­land weit­er diesen Traum träumt. Den Traum vom Infor­ma­tion­s­min­is­teri­um mit steuergel­dal­i­men­tierten Jour­nal­is­ten, die ihre Auf­gabe im Glat­tbügeln und Umsäu­men von Regierungsamtlichen Mel­dun­gen sehen.

* Lei­der liegt derzeit keine Textfas­sung des Inter­views mit Man­fred Protze vor. Hier der Direk­tlink zur MP3-Datei beim DLF, das Inter­view ist der erste Beitrag.

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25 Kommentare

  1. Mal so am Rande: Der ÖR ist in Deutsch­land ohne­hin nicht von den pri­vat­en Medi­en zu tren­nen oder bess­er umge­dreht gesagt.

    Jed­er ken­nt den Recherche­ver­bund Süd­deutsche-NDR-WDR. Offiziell im Feb­ru­ar 2014 gegrün­det. Vorher wurde aber schon die Zusam­me­nar­beit von Ver­fas­sungss­chutz zur NSA von einem Maulwurf inner­halb des deutschen Geheim­di­en­stes an den Ver­bund geleakt. Die Süd­deutsche schrieb am 13. Sep­tem­ber 2013:

    “Das geht aus einem Geheim­doku­ment der Bun­desregierung her­vor, das dem Nord­deutschen Rund­funk und der Süd­deutschen Zeitung vor­liegt.”
    https://www.sueddeutsche.de/politik/spionage-in-deutschland-verfassungsschutz-beliefert-nsa‑1.1770672

    Einen noch nicht öffentlich zugegebe­nen Recherche­ver­bund gibt es aber natür­lich auch zwis­chen ARD Panora­ma und der ZEIT (Holzbrinck).
    Nach­weis­bar z.B. bei The­men: Toll-Col­lect, Cum-Ex und dem AfD-Deutschlandkurier-Verteilungs“skandal”.

    https://www.zeit.de/wirtschaft/2018–08/toll-collect-steuerbetrug-lkw-maut-andreas-scheuer-kritik
    https://www.zeit.de/2017/24/cum-ex-steuerbetrug-steuererstattungen-ermittlungen
    https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2017/Milliarden-aus-der-Staatskasse-Auf-der-Spur-der-Steuerraeuber,cumex118.html
    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018–09/afd-wahlkampf-unterstuetzerverein-parteienfinanzierung-illegalitaet
    https://www.youtube.com/watch?v=T6wuOq5Xh0U

  2. “Dieses müsse immer aus einem jour­nal­is­tis­chen Fil­ter kom­men.” Ach so, ein Jour­nal­ist ist der Uni­ver­sal­fach­mann für alle Fach­bere­iche, qua­si das Genie zur Fil­terung. Beim West­deutschen Rot­funk macht man das anders, dort befragt man immer die sel­ben “Experten” zu den sel­ben The­men — auch eine Art der Fil­terung, denn so gelangt immer nur die eine gewün­schte und lin­ien­treue Mei­n­ung in den Äther.

  3. Ach, ja, der Herr Protze! Nicht genug damit, daß dieser Ver­di-Funk­tionär jour­nal­is­tis­chen Nach­wuchs mit sein­er Gesin­nung indok­triniert, auch im Deutschen Presser­at darf Protze seinem volk­späd­a­gogis­chen Impe­tus frö­nen. Etwa wenn er als Mit­glied des Beschw­erdeauss­chuss­es über die Behaup­tung des Online-Por­tals des “Mannheimer Mor­gen”, die Krim­i­nal­sta­tis­tik beweise, “dass Asyl­be­wer­ber nicht häu­figer straf­fäl­lig wer­den als Deutsche”, befind­et: “Eine Falschaus­sage” lasse “sich daraus nicht ableit­en”.

  4. … „dann gehören dazu drei Aspek­te.“ — Der Knack­punkt ist das Erken­nt­nis­in­ter­esse. Nur für ein paar wenige Auser­wählte geht es darum, ein möglichst objek­tives Abbild der wirk­lichen Ereignisse zu bekom­men, also die Het­z­jagd gegen Daniel und seine Fre­unde oder ein halbes Dutzend tumbe Glatzen.

    Viele Medi­enschaf­fende sehen ihre Auf­gabe im möglichst effizien­ten Bee­in­flussen der öffentlichen Mei­n­ung, a.k.a. Nudg­ing. Was nicht ins Bild passt, wird wegre­tuschiert. Schw­er­er Land­friedens­bruch ste­ht für den Ham­burg­er G20 im Raum, alldieweil es sich um bewaffnete, brand­schatzende und plün­dernde Men­schen­grup­pen han­delte. Inter­essiert aber keine Sau. Linke Gewalt ist gute Gewalt.

    Viele Medi­enkon­sumenten sind nur am Con­fir­ma­tion Bias inter­essiert. Selek­tiv wählen sie das, was ihre Mei­n­ung stützt, und blenden aus, was sie verun­sich­ern kön­nte. Meine bessere Hälfte etwa liest nur Stern und Spiegel, ver­fol­gt kein Fernse­hen, klickt sich nicht quer­beeet durch Google News, ja flüchtet vor der Real­ität in niedliche Katzen­videos. Sie ist aber felsen­fest überzeugt, dass ich mich in ein­er recht­en Fil­terblase bewege – und nicht sie in ein­er Frauen-Wohlfühl-Oase. Merkel und die Kuller­au­gen sind für sie eine Erfol­gssto­ry. Dass drei Söhne ein Leben lang arbeit­en wer­den, um einen Frem­den, seien zwei Frauen und deren neun Kinder zu ver­sor­gen, sieht sie nicht.

    • “Dass drei Söhne ein Leben lang arbei­ten wer­den, um einen Frem­den, seien zwei Frauen und deren neun Kinder zu ver­sor­gen, sieht sie nicht.”

      Ich glaube, die drei Söhne wer­den in Kürze neun Rent­ner ver­sor­gen. So war zumin­d­est der in Kürze bevorste­hende Schlüs­sel von Beitragszahlern zu Rent­nern, als ich das let­zte Mal nach­schlug. Die haben zwar mal ins Sys­tem eingezahlt, aber nicht genü­gend Kinder in die Welt geset­zt, und gle­ichzeit­ig das umla­gen­basierte Renten­sys­tem nicht abgewählt. Ich sehe irgend­wie keinen Unter­schied zwis­chen Kuller­au­genkindern und Rent­nern, und denke, dass es als Ras­sis­mus gew­ertet wer­den wird, wenn man nur gegen die Umverteilung in Rich­tung von Kuller­au­genkindern ist, die selbe Sit­u­a­tion bei Rent­nern jedoch toleriert. Prinzip­iell gegen Umverteilung zu sein ist jedoch etwas, wovon man sog­ar die meis­ten Hip­pies überzeu­gen kann. Das Argu­ment würde laut­en: “He, Du willst doch auch so wenig wie möglich arbeit­en. Das ist möglich, wenn Umverteilung kom­plett abgeschafft wird. Aus­län­der wür­den dann nicht schlechter behan­delt wer­den, als alle Anderen. Also ists auch nicht ras­sis­tisch.”. Damit hab ich gute Erfahrun­gen gemacht. Zuerst erschle­iche ich mit mein­er offen­siv­en Ablehnung sämtlich­er Dro­gen­ver­bote ihr Ver­trauen, und dann appel­liere ver­rate ich, wie viele Steuern sie eigentlich zahlen, und wie viel weniger Steuern sie arbeit­en müssten, wenns keine Umverteilung gäbe, und dann appel­liere ich an ihre Faul­heit und ihren Frei­heits­drang. Klappt gut.

      • Da ist ein Unter­schied. Die real existieren­den Rent­ner haben meist ein Leben lang gear­beit­et und wer­den von allein weniger. Es sind unsere Ange­höri­gen.

        Die real existieren­den Kuller­au­gen hinge­gen haben zum Großteil kaum Schul­bil­dung, kaum Herzens­bil­dung und eine faschis­toide Ide­olo­gie; sagen wir geschätzte 70%. Die paar Fleißi­gen und Willi­gen sehen wir als Schüler, Auszu­bildende, Kol­le­gen; die anderen heißen in der Zeitung Einzelfälle.

        Aber wer bekommt wiederum ab Kinde­salter zahlre­iche Nachkom­men, die wiederum von Stütze leben? Jene, die am wenig­sten geback­en kriegen. Ein Sys­tem, das Min­der­leis­ter anzieht, bevorzugt, fördert ohne zu fordern, und sog­ar allein für die stu­pide Repro­duk­tion belohnt, ist nicht nach­haltig, son­dern dekadent und suizidär.

        • “Da ist ein Unter­schied. Die real exis­tie­ren­den Rent­ner haben meist ein Leben lang gear­bei­tet”

          Wofür sie auch bezahlt wor­den sind. Dass mal jemand arbeit­et, berechtigt ihn nicht dazu, in der Zukun­ft Men­schen, die teil­weise noch gar nicht geboren wor­den sind, in die Tasche zu greifen. Die Leute haben gewählt, dass keine Rück­la­gen von ihren Renten­zahlun­gen angelegt wer­den, son­dern, dass Über­schüsse im ein­sti­gen Hier und Jet­zt ver­prasst wer­den. Dies war ihr gutes Recht. Es ist jedoch nicht ihr gutes Recht, von Men­schen ebendiese Kohle zu ver­lan­gen, die, man­gels Exis­tenz, kein Mit­spracherecht hat­ten, als vor ihrer Geburt beschlossen wurde, dass sie für die jet­zti­gen Rent­ner aufzukom­men haben. Und selb­st, wenn diejeni­gen, denen in die Tasche gegrif­f­en wird, damals schon existiert hät­ten, und alt genug zum wählen waren, lässt sich Dieb­stahl nicht durch einen Mehrheits­beschluss legit­imisieren.

          “und wer­den von allein weniger.”

          Warum dann eigentlich nicht über großan­gelegte Ster­il­isierung­spro­gramme für unsere Neubürg­er reden? Das wäre zumin­d­est mein erster Gedanke, wenn ich mir über­lege, wie man dieses Prob­lem mit den Mit­teln des Staats lösen kann, ohne den Sozial­staat abzuschaf­fen. Sowas wie “Du kriegst Sozial­hil­fe nur bewil­ligt, wenn Du ne Spritze hat­test, die sich­er­stellt, dass Du das näch­ste halbe Jahr lang zeu­gung­sun­fähig sein wirst, oder Du bere­its per­ma­nent ster­il­isiert wur­dest, sofern Du schon Kinder hast.”. Das wäre doch das mildeste Mit­tel, um den demografis­chen Wan­del in Rich­tung von mehr Sozial­hil­feempfängern zu stop­pen. Intel­li­genz ist erblich, und dumme Men­schen sind diejeni­gen, die am meis­ten von Sozial­hil­fe prof­i­tieren, weshalb dies der wohl beste Ansatzpunkt wäre, um der Welt die näch­ste Gen­er­a­tion von Sozial­hil­feempfängern zu ers­paren, oder deren Zahl zumin­d­est zu reduzieren.

          Ohne Sozial­staat kön­nten die sich hinge­gen sim­pel und ein­fach keine Kinder leis­ten, weil sie diese nicht ernähren kön­nten, und deshalb mit ein­er ziem­lich hohen Kindessterblichkeit zu kämpfen hät­ten, wenn sie sich gegen die Ver­nun­ft entschei­den. Kinder erfrieren im Win­ter auch leicht, wenn man sich keine Heizung leis­ten kann. Deren Weiber hät­ten pro Kind unge­fähr eine 20% Chance wegen Kom­p­lika­tio­nen selb­st zu ster­ben, soll­ten sie sich gegen die Ver­nun­ft entschei­den. Das wäre meine vol­lkom­men gewalt­freie Lösung, die nie­man­dem etwas gegen seinen Willen weg­n­immt, und die nie­man­den zu etwas zwingt. Für mich klingt das, was sich aus der Lösung ergibt, nach ziem­lich effek­tiv­en Anreizen, keine Kinder zu kriegen, die man sich nicht leis­ten kann. Die vier Frauen mit jew­eils acht Kindern wären so nicht zu finanzieren, wenn man nicht aus­ge­sprochen kom­pe­tent im Geld­ver­di­enen ist, und falls mans doch ist, gehört man doch zu den Men­schen, die so viele Kinder haben soll­ten, weil man irgen­det­was richtig macht.

          “Es sind unsere Ange­hö­ri­gen.”

          Meine Ange­höri­gen sind “Die Rent­ner” sich­er nicht. Meine Ange­höri­gen kenne ich alle per­sön­lich, und selb­st darunter gibts Gestal­ten, die von mir keine Hil­fe zu erwarten hät­ten, weil sie in ihrem Leben Entschei­dun­gen getrof­fen habe, die ich ihnen übel nehme, und durch die sie ihr Elend ver­di­ent haben. Wenn ich schon Leuten, deren Gene ich teile, keinen Anspruch auf meine Ressourcen gebe, dann haben Leute, die ich nicht kenne, diesen Anspruch ganz sich­er nicht. Dabei ist es mir vol­lkom­men egal, was diese Leute vor mein­er Geburt auf demokratis­chem Wege beschlossen haben. Wer Hil­fe haben will, der muss diese Hil­fe aus Sicht des Helfend­en ver­di­ent haben, son­st ist es keine Hil­fe, son­dern Sklaverei. Ich sehe nicht, wom­it Men­schen, mit denen ich nie etwas zu tun hat­te, sich einen Anspruch mir gegenüber ver­di­ent haben kön­nten. Hil­fs­bedürftigkeit oder demokratis­che Beschlüsse von etwas, zu dem man kein Recht hat, reichen nicht aus. Um diejeni­gen, die auf mein Leben einen pos­i­tiv­en Ein­fluss hat­ten, küm­mere ich mich dur­chaus. Ich sehe nicht, wom­it der Rest es ver­di­ent hätte, mir etwas von den Ressourcen zu nehmen, die ich son­st in diejeni­gen, die es ver­di­ent haben, steck­en würde.

          “Ein Sys­tem, das Min­der­leis­ter anzieht, bevor­zugt, fördert ohne zu fordern, und sog­ar allein für die stu­pide Reproduk­tion belohnt, ist nicht nach­hal­tig, son­dern deka­dent und sui­zi­där.”

          Ich stimme darin zu, dass unser poli­tis­ches Sys­tem dys­genis­che Eigen­schaften hat, und es sich im Rah­men der Evo­lu­tion abso­lut nachteilig auf die Vital­ität unser­er Pop­u­la­tion auswirkt. Jed­er Öko würde kapieren, dass es in freier Natur zum Lauf der Dinge gehört, dass kranke und schwache Tiere ster­ben, und man, angesichts der begren­zten Kapaz­ität jedes Ökosys­tems, gesunde Exem­plare ver­drängt, wenn man die kranken und schwachen Exem­plare am Ster­ben hin­dert. Bring mal nen aus­gewach­se­nen Igel mit Lun­gen­würmern zur Igel­sta­tion, dann bekommst Du von nem total linken Öko gesagt, dass die das Tier nicht hoch­pep­peln wer­den, weil es keine Lun­gen­würmer hätte, wenn es nicht bere­its gesund­heitlich angeschla­gen wäre, und man in kurz­er Zeit eine schwache und kranke Igelpop­u­la­tion hätte, die wegen Kleinigkeit­en kom­plett ausster­ben kön­nte, wenn man alle angeschla­ge­nen Tiere ret­tet. Selek­tion gehört zur Evo­lu­tion hinzu, und ohne Selek­tion gibts Devo­lu­tion. Naja, und so lange wir keine Designerba­bies haben, und unser eigenes Genom schreiben, ist diese Betra­ch­tungsweise auch auf Men­schen anzuwen­den. Wenn es um Tiere geht, denken Ökos eigentlich recht vernün­ftig. Die kapieren auch sofort, wo das Prob­lem mit eingeschleppten Tier­arten ohne natür­liche Feinde liegt. Nur im Bezug auf Men­schen haperts mit dem klaren Denken, aber nicht nur bei den Ökos.

          Ich nehme mal an, dass ich in diesem Punkt etwas strik­ter bin, als Du. Sofern Du aber auch nur zus­timmst, dass Dys­genik etwas Schlecht­es ist, und unser Sys­tem, wie Du selb­st ja sagst, dys­genis­che Eigen­schaften hat, wäre es doch nahe­liegend, diese dys­genis­chen Eigen­schaften zu iden­ti­fizieren, und abzuschaf­fen. Ich würde behaupten, dass die Grund­lage dieser Dys­genik darin liegt, dass Men­schen meinen, sie hät­ten ein Anrecht darauf, sich mit­tels Gewalt am Besitz Ander­er zu ver­greifen, und Anderen vorzuschreiben, wie diese zu han­deln haben. Sämtliche Dys­genik, die ich sehe, wäre been­det, sobald keine Umverteilung mehr stat­tfind­et, und Men­schen frei sind, ihre eige­nen Entschei­dun­gen zu tre­f­fen.

          Nun klingt dies kaltherziger, als es ist. Die meis­ten Men­schen sind dazu in der Lage, sich selb­st am Leben zu erhal­ten, wenn man sie lässt. Sofern sie prinzip­iell dazu in der Lage sind, sind Mark­tzu­gang­shür­den ihr größtes Prob­lem. Ich würde nicht wollen, dass jemand ver­hungert, weil er irgen­deine Lizenz, Genehmi­gung, oder einen Schein nicht hat, und deshalb eine Leis­tung, zu der er fähig ist, nicht anbi­eten kann. Deshalb bin ich dafür, alles aus dem Weg zu räu­men, was Men­schen daran hin­dert, frei­willige Übereinkün­fte zu tre­f­fen. Primär aus diesem Grund ist es mir egal, welche Aus­bil­dung, Lizenz, oder Genehmi­gung jemand hat, so lange er zu ein­er ein­vernehm­lichen Transak­tion fähig ist, und er etwas hat, das ich haben will. Ich gebe dadurch Men­schen, die das Sys­tem gegen sich haben, Chan­cen, was ich für eine gute Tat halte. Sofern während ein­er Transak­tion keine Steuern gezahlt, und keine Reg­u­lar­ien beachtet wer­den, ziehe ich dies prinzip­iell vor, weil ich dadurch Geld spare, das ich in weit­ere solch­er Chan­cen investieren kann. Ich würde auch nicht wollen, dass jemand dazu verpflichtet wird, Wohn­raum zu kaufen/mieten, der durch Reg­u­lar­ien kün­stlich ver­teuert ist, ins­beson­dere, wenn Obdachlosigkeit die Alter­na­tive wäre. Ich fände es vol­lkom­men okay, wenn Leute, die sich nichts besseres leis­ten kön­nen oder wollen, in einem Wohn­wa­gen oder ein­er ein­fachen Holzhütte leben, die gegen sämtliche Bau­vorschriften ver­stößt. Dies tat ich selb­st auch mal, und ich war mit einem so niedri­gen Stan­dard dur­chaus zufrieden. Für mein knappes Geld hat­te ich damals eine bessere Ver­wen­dung, als es für eine Miete auszugeben, die ich mir nicht leis­ten kon­nte. Für Strom gilt das selbe. Ich sehe keine Recht­fer­ti­gung dafür, irgendwelche teuren Pro­duk­tions­for­men mitzu­fi­nanzieren, oder Bil­lige zu ver­bi­eten, weil ich davon aus­ge­he, dass Men­schen dadurch dazu gezwun­gen wer­den, im Win­ter im Dun­klen zu sitzen, weil sie sich die Strom­rech­nung nicht leis­ten kön­nen. Ich sehe auch keinen Grund, weshalb es eine Ver­schrei­bungspflicht für Medika­mente geben sollte. Stell Dir vor, jemand kann sich ein Medika­ment leis­ten, aber keinen Arztbe­such. Ver­schrei­bungspflichtige Medika­mente sind auch vol­lkom­men über­teuert, weil nie­mand sie aus eigen­er Tasche bezahlt, wären aber genau so bil­lig, wie nicht ver­schrei­bungspflichtige Medika­mente, wenn die Ver­schrei­bungspflicht weg­fiele. Die Her­stel­lung von Acetyl­sal­i­cyl­säure als Blutverdün­ner gegen Schla­gan­fälle ist nicht teur­er, als die Her­stel­lung von ASS gegen Kopf­schmerzen, wird aber viel teur­er abgerech­net, weil nie­mand darauf achtet, da es sowieso die Krankenkasse zahlt. MRTs sind für Hunde deut­lich bil­liger und mit kürz­eren Wartezeit­en ver­bun­den, als für Men­schen, weil MRTs am Men­schen nicht aus eigen­er Tasche bezahlt wer­den müssen, und der Zugang zu dieser Ressource halt über Warteschlangen beschränkt wird, weil es keinen Mark­t­preis gibt. Und so weit­er. Wenn solche Dinge weg­fall­en, wäre das Über­leben ohne Sozial­staat deut­lich bil­liger und ein­fach­er. Die Über­reg­ulierung behin­dert arme Men­schen, die ihr Leben auf die Rei­he kriegen wollen, mehr, als die Umverteilung ihnen hil­ft.

          Die einzi­gen Men­schen, die ein fehlen­der Sozial­staat stören würde, sofern ihnen ihre Chan­cen und Möglichkeit­en nicht ver­baut wer­den, sind diejeni­gen, die keine Hil­fe ver­di­enen. Man kann für abse­hbare Arbeit­sun­fähigkeit Erspar­nisse anle­gen, und sich gegen unvorherse­hbare Ereignisse ver­sich­ern. Ich per­sön­lich würde über Suizid nach­denken, bevor meine Ressourcen aufgezehrt sind, damit ich meinen Nachkom­men etwas hin­ter­lassen kann, das sie weit­er bringt. Übri­gens sehe ich darin einen weit­eren Grund, weshalb Waf­fen für jed­er­mann käu­flich zu erwer­ben zu sein haben. Ich hab das Recht mich selb­st umzubrin­gen, wenn ich das will, und ich halte einen Schuss durchs Stammhirn für die beste Möglichkeit. Ein Ver­bot von Waf­fen mutet mir in diesem Fall unmäßige Härten zu, die mir zuzu­muten nie­mand das Recht hat. Die Falltiefe beim Long-Drop-Erhän­gen ist kom­pliziert zu berech­nen, und dieser ist damit nur schw­er real­isier­bar, Gifte sind eke­lig, und die unangeschnallte Fahrt mit 200+ km/h gegen einen Brück­enpfeil­er mit Ben­zinkanis­tern auf dem Beifahrersitz birgt Risiken für Unbeteiligte und schädigt frem­den Besitz. Außer­dem sind Autos teuer, weshalb das Ressourcenver­schwen­dung wäre.

          Aber selb­st, wenn man auch als alter Sack am Leben hängt, würde ich erwarten, dass man in seinem Leben Kinder in die Welt geset­zt, und gut behan­delt hat, und man demzu­folge diesen Kindern lebend mehr wert ist, als die Lebenser­hal­tung kostet. Schulpflicht und staatliche Schulen sind, neben­bei bemerkt, ein großer Fak­tor, der die famil­iären Bande so weit aufwe­icht, dass dieses soziale Netz zusam­men­bricht. Wie kann ich es von meinen Kindern erwarten, dass sie für mich Unan­nehm­lichkeit­en auf sich nehmen, wenn ich sie zehn Jahre lang dazu gezwun­gen habe, in eine Gehirn­wäscheein­rich­tung zu gehen, in dem sie auf den Staat als einzi­gen Über­vater kon­di­tion­iert wer­den, und wo ihnen beige­bracht wird, dass sie einzig diesem verpflichtet sind. Falls es keine Kinder gibt, hat­te man ein Leben lang Zeit, Sozialkon­tak­te anzuhäufen, die als frei­williges soziales Netz dienen. Men­schen, die nichts und nie­man­den haben, dem sie lebend mehr wert sind, als ihre Lebenser­hal­tung kostet, haben es vielle­icht gar nicht ver­di­ent, am Leben erhal­ten zu wer­den. Ich kenne solche Gestal­ten aus mein­er Fam­i­lie. Diejeni­gen, die ich meine, haben es ihr Leben lang ver­säumt, irgend­je­man­dem etwas wert zu sein, und haben jed­er­mann, der etwas auf sein Woh­lerge­hen hält, einen Grund gegeben, sie zu mei­den. Die haben ihr gesamtes Leben lang bewiesen, dass sie schlechte Men­schen sind. Die haben keine Hil­fe ver­di­ent. Es ist nichts Schlimmes daran, wenn diese Men­schen lei­den, und als abschreck­endes Beispiel für Andere dienen. Vielle­icht ist das das Edel­ste, das sie aus ihrem Leben machen kon­nten. Ich würde ihnen dieses let­zte Biss­chen Wert, das sie haben, nicht nehmen wollen. Ich meine das Ernst. Man nimmt solchen Men­schen jeden verbliebe­nen Rest von Wert, den ihre Exis­tenz hat, wenn man ihnen die Rolle des abschreck­enden Beispiels nimmt, das Andere davor warnt, die sel­ben schlecht­en Entschei­dun­gen zu tre­f­fen. Das ist so unethisch, wie es unethisch wäre, einem hun­gri­gen Pen­ner den ange­fresse­nen Dön­er zu nehmen, den er in der Müll­tonne neben der Park­pank gefun­den hat. Mehr noch, man erzeugt inner­halb der gesamten Bevölkerung mehr schlechte Entschei­dun­gen mit fatal­en Fol­gen, wenn man diejeni­gen, die in der Ver­gan­gen­heit schlechte Entschei­dun­gen mit fatal­en Fol­gen getrof­fen haben, vor den Fol­gen ihres Han­delns schützt.

          Meine hier dargestellte Denkweise ist doch ratio­nal, kon­sis­tent, und real­itäts­be­zo­gen. Wieso sind eigentlich so wenige Men­schen dazu in der Lage, eine Denkweise mit diesen Eigen­schaften an den Tag zu leg­en? Wieso kön­nen so wenige Men­schen unab­hängig und als Indi­vidu­um denken? Ists die Kind­heitsin­dok­trinierung, die das bewirkt?

      • Rolf ver­ste­ht das Umlagev­er­fahren der Rente nicht oder redet es bewußt schlecht. Durch Ein­zahlun­gen in die Rentenkasse erwirbt man sich das Recht, später daraus ver­sorgt zu wer­den. Von dem, was in einem Land erwirtschaftet wird, wird ein Teil zur Ver­sorgung der Rent­ner ver­wen­det, so wie in ein­er Fam­i­lie die Kinder ver­sorgt wer­den (die aber noch nichts erwirtschaftet haben, und da mault kein­er das sei Umverteilung).
        Solange etwas erwirtschaftet wird, kann das Umlagev­er­fahren daher nicht kaputtge­hen, wenn man es nicht absichtlich kaputt macht, so wie das lei­der derzeit geschieht.

        Ob jemand Kinder in die Welt set­zt oder nicht, hat mit der Sicher­heit der Rente erst mal genau gar nichts zu tun. Denn wie man derzeit in Europa sieht, bewirken “mehr Men­schen,” ja sog­ar “viel, viel mehr Men­schen” im Land eben nicht mehr Sicher­heit der sozialen Sys­teme, son­dern weniger. Wer die Rente sich­ern will, muß vielmehr Arbeit­splätze schaf­fen, auf denen die Rente erwirtschaftet wird (egal ob Umlage- oder Kap­i­tal­basiert).

        Auch die Zahl der Rent­ner, die ein Ein­zahler ver­sorgt, ist nicht so entschei­dend, weil es von der Pro­duk­tiv­ität abhängt, wieviele Rent­ner davon ver­sorgt wer­den kön­nen. Die Pro­duk­tiv­ität der Arbeit ist aber dank Tech­nolo­gie in den let­zten Jahrzehn­ten viel stärk­er gewach­sen, als die Zahl der Rent­ner, die von einem Ein­zahler ver­sorgt wer­den (nur ist eben der größte Teil des zusät­zlich Erwirtschafteten fast auss­chließlich den Spitzen- und Kap­i­taleinkün­ften zugutegekom­men, weshalb ja auch fast alle unter­halb der Ober­schicht seit Jahren, in D vor allem seit den Schröder-Jahren, Realeinkom­mensver­luste hin­nehmen mußten).

        Ob man durch eigene Kinder ver­sorgt wer­den kann, ist reine Glückssache, denn auch beim besten Willen und aller Liebe zu diesen Kindern kann das klap­pen oder eben nicht, zum Beip­iel kön­nten die Kinder vor den Eltern ster­ben.

        “Die Rent­ner,” denen Rolf zuruft, “seht zu wo ihr bleibt, ich will für Euch nichts zahlen”, sind die Gen­er­a­tion, die unseren derzeit­i­gen Wohl­stand und die derzeit­ige Infra­struk­tur aufge­baut haben, welche Rolf heute genießt, auch wenn sich bei­des bere­its im Ver­fall befind­et.

        Die gescholtene “Umverteilung” ist auch jede Zins- und Div­i­den­den­zahlung, die von Leuten kassiert wird, die nichts, aber auch gar nichts zur Erwirtschaf­tung dieser Gelder beige­tra­gen, außer in der Ver­gan­gen­heit Kap­i­tal zur Ver­fü­gung gestellt zu haben. Hier geht die Umverteilung nach oben. Und hier hört man auch keinen Protest gegen “Umverteilung”, aber die “alles-soll-der-Markt-regeln” und “Ego­is­mus/Gi­er-ist-gut” Ide­olo­gie nützt ja auch den Wohlhabend­sten und wurde deshalb von ihnen entwick­elt.

        Ich stimme Rolf darin zu, Kindergeld und soziale Leis­tun­gen soll­ten nicht an Migranten, Ein­wan­der­er aller Art und Nicht-Staat­sange­hörige aus­gezahlt wer­den.

        Wenn aber Rolf den Sozial­staat abschaf­fen möchte, und jede Form von Gemeinsinn ablehnt, na dann, kann ich ihm eben­falls pos­i­tiv rück­melden, er bekommt keinen Cent von mir, sollte er jemals auf Bet­teln angewiesen sein. Ist bes­timmt in seinem Sinne. Schö­nen Tag noch.

        • Ole, langsam wirds lang­weilig…

          Das umla­gen­basierte Renten­sys­tem ste­ht kurz vorm Kol­laps. Es wird bere­its jet­zt zum großen Teil aus Steuern finanziert, und nicht aus Ein­zahlun­gen. Die größten Ein­zahler sind derzeit die Baby­boomer, die in Kürze in Rente gehen, und dann zu den größten Renten­beziehern aller Zeit­en wer­den. Sobald dies passiert, ver­schiebt sich das Ver­hält­nis zwis­chen Ein­nah­men und Aus­gaben so weit, dass ein Ein­zahler drei Rent­ner durch­füt­tern muss. Ich weiß, dass Du eher in Schlag­worten als in Zusam­men­hän­gen denkst, aber selb­st Dir sollte klar sein, wie wenig Dir von Deinem Einkom­men übrig bleibt, wenn Du davon drei Rent­ner durch­füt­tern musst, die alle auf dem Lebens­stan­dard gehal­ten wer­den sollen, den Du Dir selb­st als Rent­ner wün­schst. Beson­ders, wenn Du diesen drei Rent­nern eine gewisse Einkom­mensgle­ich­heit zugeste­hen willst.

          Warum sollte sich jemand, der über Fähigkeit­en ver­fügt, mit denen man Geld ver­di­enen kann, so etwas bieten lassen, und nicht auswan­dern? Mir fällt kein Grund ein. Diese Tat­sache ist das Näch­ste, was Dir bei Dein­er Renten-Utopie auf die Füße fall­en wird. Find mal raus, was die Pare­to-Verteilung in der Mark­twirtschaft ist. Ums kurz zu machen: Ungle­ich­heit ist der natür­liche Zus­tand. Der Großteil der Wertschöp­fung wird von sehr weni­gen Leuten vol­l­zo­gen. Die Gesamt­pro­duk­tiv­ität eines Unternehmens oder ein­er Volk­swirtschaft kol­la­biert über­pro­por­tion­al schnell, wenn man die pro­duk­tivsten Mitar­beit­er ent­fer­nt. Über­pro­por­tion­al heißt: Sortiere die Liste der Angestell­ten eines Unternehmens nach Pro­duk­tiv­ität, berechne die Quadratwurzel der Anzahl der Angestell­ten und nenne diese Zahl X, und ent­ferne dann die X pro­duk­tivsten Mitar­beit­er. Anschließend hast Du einen Pro­duk­tiv­ität­sein­bruch von 50%. Wenn ein Unternehmen 100 Mitar­beit­er hat, bricht die Pro­duk­tiv­ität um 50% ein, wenn man die 10 pro­duk­tivsten Mitar­beit­er ent­fer­nt. Für Volk­swirtschaften gilt das Selbe. Genau diese pro­duk­tivsten Mitar­beit­er vertreibt man schon jet­zt mit hohen Steuer­sätzen. Stich­wort Fachkräfte­man­gel. Wer gut ist, der wan­dert aus. Was verbleibt, sind die inkom­pe­ten­ten Leute, deren ganzes Poten­zial nur darin liegt, Hil­fs­di­en­ste für die kom­pe­ten­ten Leute zu ver­richt­en. Die dum­mer­weise auswan­dern.

          Und da unsere Wirtschaft eher sklero­tisch ist, und durch Über­reg­ulierung an jed­er möglichen Stelle behin­dert wird, wird das Prob­lem mit den Renten auch nicht durch Pro­duk­tiv­ität­szuwächse gelöst wer­den, weil es diese nicht geben wird. Unsere derzeit­ige Boom-Phase spielt sich doch über­wiegend auf den Aktien­märk­ten ab, wo das über­schüs­sige Geld, das die EZB ständig druckt, nach Anlagemöglichkeit­en sucht. Dieser Boom hat mehr mit Infla­tion zu tun, als mit Wach­s­tum, und ich würde auch bezüglich des Wach­s­tums langfristig eher eine Kor­rek­tur nach unten erwarten, als einen Zuwachs.

          Weit­er­hin kol­la­biert das Renten­sys­tem aus dem Grund, dass die Baby­boomer nicht genü­gend Kinder bekom­men haben, und sich dieser Trend seit­dem fort­set­zt. Umla­gen­basierte Renten­sys­teme kön­nen nur funk­tion­ieren, wenn die Grafik mit der Altersverteilung wie eine Tanne aussieht, und nicht wie ein Schnee­mann, weil sich mit einem Schnee­mann nur entwed­er Alter­sar­mut oder eine über­mäßige Belas­tung der Jugend real­isieren lässt. Unsere Alters­grafik sieht jedoch wie ein fet­ter, miss­ge­bilde­ter Schnee­mann aus. Eigene Kinder zu bekom­men, und diese so gut zu behan­deln, dass sie im Leben erfol­gre­ich wer­den, und einen mögen, senkt das Risiko im Alter zu ver­ar­men ganz enorm, weil eigene Kinder nicht wollen, dass es einem schlecht geht. So funk­tion­ierte die Altersvor­sorge seit der Antike. Man kriegt Kinder, behan­delt sie gut, sorgt dafür, dass aus ihnen etwas wird, und baut darauf, dass sie später wollen, dass es einem gut geht. Du sche­inst zu denken, dass das keinen Sinn ergibt, weil dabei etwas schief gehen kann, während die staatliche Rente garantiert ist. Dum­mer­weise ist diese Garantie nichts wert, und die Men­schen, die auf diese Garantie ver­trauen, ver­hal­ten sich dadurch noch ver­ant­wor­tungslos­er, als ohne­hin schon. Die Renten­garantie hat einen soge­nan­nten “Moral Haz­ard” erschaf­fen. Ursprünglich wurde Pflege und Altersab­sicherung von den eige­nen Kindern auf direk­tem Wege erbracht. Nie­mand son­st bekam Zugriff auf die Leis­tungs­fähigkeit der eige­nen Kinder, weshalb es Sinn machte, genü­gend Kinder zu haben, und sich um deren Wohlbefind­en zu sor­gen. Die Rente verän­derte die Sit­u­a­tion dahinge­hend, dass nicht mehr die eige­nen Kinder für die eigene Altersab­sicherung ver­ant­wortlich sind, son­dern die Kinder Aller sind für die Absorgung Aller ver­ant­wortlich. Also tat­en die Men­schen das, was inner­halb des Moral Haz­ard logisch ist: Sie beka­men keine eige­nen Kinder mehr, und über­ließen die Erziehung dieser, falls es doch welche gab, dem Staat und seinen Gehirn­wäscheanstal­ten, weil das noch weniger Arbeit macht. Eigene Kinder kosten Geld und Ner­ven, und man lebt später ja eh von nicht vom Geld der eige­nen Kindern, son­dern vom Geld der Kindern Aller. Daher ist es nur logisch, das eigene Geld für sich selb­st zu ver­prassen, und das Kinderkriegen den Anderen zu über­lassen. Und nun sind wir da, wo wir sind. Social­ism fails again. Wie immer.

          Anson­sten schreib­st Du viel Left­ie-Scheiß. Dafür, dass jemand vor X Jahren mal gear­beit­et hat, wurde er bere­its ent­lohnt. Wenn er diesen Lohn wieder ver­prasst hat, dann geht mich das nichts an. Ich ver­lange auch keine Gegen­leis­tung dafür, dass ich mit 16 mal in einem Hochhaus, in dem ein heute wichtiges Medika­ment entwick­elt wurde, mal geputzt habe. Nicht mal dafür, dass ich damals die beste Putzfrau der gesamten Putzkolonne war, und meine Put­zleis­tung jahre­lang nicht übertrof­fen wurde. Es ist bere­its lange abse­hbar, dass unser Renten­sys­tem abkack­en wird, und wer sich nicht darauf vor­bere­it­et hat, und meint, deshalb auf fremder Leute Kosten leben zu müssen, der kann mich mal. Diese Men­schen hät­ten sich halt nicht auf die staatlichen Garantien ver­lassen sollen. Es ist doch über­all sicht­bar, dass staatliche Garantien nichts wert sind. Ich sehe keinen Grund, weshalb die Blöd­heit manch­er Men­schen es recht­fer­tigt, dass sie mir Jahrzehnte lang als sklero­tis­che Vam­pire an der Kehle hän­gen sollen. Du sche­inst jedoch Mitleid mit solchen ver­ant­wor­tungslosen Men­schen zu haben. Vielle­icht kannst Du ja ein Paar davon aufnehmen und durch­füt­tern. Falls nicht: Warum nicht? Zu faul und zu geizig? Zu anstren­gend? Nicht Dein Prob­lem?

          Übri­gens wäre “Nation­al­sozial­is­mus” doch eine gute Beze­ich­nung für Dein nur für Inlän­der gel­tendes Konzept des Sozial­is­mus. Du bist ja gegen Glob­al­is­mus, gegen das Finanzkap­i­tal, dafür, dass der Staat sich ums Volk küm­mert, den Pri­vatbe­sitz von vorne bis hin­ten durchreg­uliert, und dafür, dass der Staat die Prob­leme löst, die sich aus der Anwe­sen­heit bes­timmter “volks­fremder” Indi­viduen ergeben. Ich meine das gar nicht belei­di­gend. Ich denke, dass Nation­al­sozial­is­mus und Faschis­mus missver­standen wer­den, und es von Bei­dem in unser­er Welt viel mehr gibt, als man meint. Wenn man die Funk­tion­sweise heutiger Län­der mit der Funk­tion­sweise des drit­ten Reichs ver­gle­icht, haben heutige Län­der mehr Ähn­lichkeit mit dem drit­ten Reich, als mit dessen dama­li­gen ide­ol­o­gis­chen Gegen­spiel­er, dem Man­ches­ter-Kap­i­tal­is­mus. Nur den Mil­i­taris­mus gibt es nicht mehr. Man kön­nte anson­sten meinen, Hitler hätte den Krieg gewon­nen.

          “Wenn aber Rolf den Sozial­staat abschaf­fen möchte, und jede Form von Gemeinsinn ablehnt, na dann, kann ich ihm eben­falls pos­i­tiv rück­melden, er bekommt keinen Cent von mir, sollte er jemals auf Bet­teln angewiesen sein. Ist bes­timmt in seinem Sinne. ”

          Ich bet­tle nicht, also ists mir egal. Abge­se­hen davon plane ich nicht, mir das ganze Alterse­lend anzu­tun, bei dem es nur bergab geht. “Stammhirn”, und so. Im Kino schaue ich mir auch nicht den Abspann an. Ich würde es jedoch begrüßen, wenn Du keinen Cent von mir siehst. Du bist wahrschein­lich älter als ich, und klingst auch wie jemand, der kein schlecht­es Gewis­sen hätte, von Steuern zu leben. Daher ist es wahrschein­lich­er, dass Du an meinen Arte­rien nuck­elst, als umgekehrt. Sollte dies unterbleiben, dann wäre das tat­säch­lich sehr in meinem Sinne.

          P.S.

          Du fragtest an ander­er Stelle, wieso ich Dir Lehrertum unter­stelle. Warst Du nicht der­jenige, der sagte, er sei Lehrer, selb­st kinder­los, mit ner SPD-Trul­la liiert, und halte es für eine schlechte Idee, seine Schüler zu bee­in­flussen, weil diese sich ohne­hin “freis­chwim­men” müssen? Ich habs nicht so mit Namen. Falls ich da etwas ver­wech­selt habe, dann verzeih mir die Unter­stel­lung, Du seist in ein­er Gehirn­wäsche­in­sti­tu­tion tätig. Kindern haupt­beru­flich das Hirn zu fick­en , und sie zu Steuer- und Stim­mvieh zu erziehen, ist eine ziem­lich verächtliche Tätigkeit, und ich wollte Dich nicht zu Unrecht belei­di­gen, als ich Dich einen Lehrer nan­nte. Ich wollte auch keine unwahren Gerüchte ver­bre­it­en.

        • Ich möchte zudem ein­wer­fen, dass dieses Blog natür­lich vor allem dem aufge­blase­nen Ego seines Betreibers dienen soll und dieser sich des öfteren schon leicht gen­ervt darüber zeigt, dass in Räu­men, in denen längst das Licht der Aufmerk­samkeit erloschen ist, sich immer noch Gäste mit Stühlen bew­er­fen. Also: ver­tragt euch! 😉

        • Aber ich brauch doch noch Stüh­le für meinen kleinen Schre­ber­garten! Und einen Tisch! Soll ich das etwa alles alleine kaufen?!

          Anson­sten: Nagut. Fast hätte ich jet­zt *grum­mel* geschrieben. Aber ich habs nicht getan. Puh.

        • Gebenedeit sei Dein Ego, O Roger, möge es mit sub­lim­iertem Uran­hexa­flourid prall befüllt wer­den, dass es schw­er wie Gold sei, und ewiglich hell­blau erstrahle. Frieden und Segen seien auf ihm.

          Ich liege nun wach in meinem Bett, und frage mich, weshalb Du keine Ver­balschlägereien in älteren Artikeln haben willst. Ich ver­ste­he es nicht. Hat es etwas mit den älteren Artikeln zu tun? Das ver­ste­he ich nicht. Im schlimm­sten Fall sind das einige zusät­zliche Seit­e­naufrufe. Oder willst Du mir zu ver­ste­hen geben, dass Du keine Ver­balschlägereien auf Dein­er geseg­neten Flur haben willst? Aber Ver­balschlägereien sind doch so witzig. Dräng ich mich zu sehr in den Vorder­grund? Duldet Dein aufge­blasenes Ego, geseg­net sei es, keine weit­eren aufge­blase­nen Egos neben sich? Ist es das?

          Ich ver­beuge mich in tiefer Demut vor Deinem erhabenen Ego, gepriesen sei es, und schle­iche mich, tief gebeugt, hin­fort in mein Bett.

        • Als Fre­und des Flo­retts sind mir Schlägereien aller Art prinzip­iell zutief­st zuwider. Lass also die Demut steck­en und schlaf ne Runde. Gute Nacht.

        • Okay, ich habe ver­standen. Flo­ret­tfecht­en hab ich lange trainiert, und ich war sog­ar gut darin. Hin­stellen, Fechter­gruß, Paar Schritte nach vorne, um die Dis­tanz zu schließen, falls nötig eine Riposte, dann nen schnellen Sprung oder Aus­fallschritt nach vorne, gle­ichzeit­ig zustechen, kurz hof­fen, dass es kein Dop­pel­tr­e­f­fer wird, fer­tig. Nicht mehr so kom­plizierte Tech­nik wie beim MMA ver­wen­den. Nie­mand braucht jahre­langes Train­ing, um sich von ein­er Bodenkampf­po­si­tion in die Näch­ste zu bewe­gen, oder um hun­dert ver­schiedene Wege zu erler­nen, jeman­dem aus den Bodenkampf­po­si­tio­nen her­aus etwas zu brechen, weil man sich beim Bodenkampf dreck­ig macht. Stattdessen ein­fach hinge­hen, Geg­n­er abstechen, nach Hause gehen, fer­tig. Ein­fach­ste Tech­nik ver­wen­den. Krieg ich hin.

          Du Bru­ta­lo. Ich hätte gedacht, dass Du lange, kom­plexe Match­es, bei denen es an die Gren­zen des kör­per­lich Mach­baren geht, einem schnellen Instant-Kill vorziehen würdest. 😉

    • Per­son A: “Hil­fe, im Kom­men­tar­bere­ich mein­er linken Zeitung machen sich lauter Rechte bre­it.”

      Auch Per­son A: “Die Recht­en leben in ein­er Fil­terblase und bekom­men vom Nek­tar und Ambrosia mein­er linken Zeitung nichts mit. Ich hinge­gen bin aufgeschlossen und mod­ern und mei­de das Inter­net, wenn möglich.”

  5. Messer­schar­fer Artikel!
    Zen­sur via Jour­nal­is­mus. Staatlich­er ide­ol­o­gis­ch­er “Foie gras” Jour­nal­is­mus vom bezahlten Lehns­mann. Wer in solchen Gestal­ten noch demokratis­che Bürg­er sieht, hat wahrschein­lich die linke Indok­tri­na­tion und Gehirn­wäsche erfol­gre­ich hin­ter sich.
    Dank Inter­net sind Blog­ger, Aus­landsme­di­en und lokale Zeitun­gen nur einen Klick ent­fer­nt. Mehrsprachigkeit ist sehr hil­fre­ich. Deshalb habe ich auch eine Frage. Wenn Europa so eine heilige Auf­gabe ist, wo bleibt die Berichter­stat­tung aus den einzel­nen Län­dern? Bish­er kenne ich zwar jeden Pick­el am Hin­tern von Trump, aber kaum etwas von den neuen EU Län­dern. Auch ein­seit­ige Auswahl ist eine Form der Zen­sur.

  6. Guten Tag in die Runde.

    Habe die Sendung in Teilen auch gehört und mich gefragt, auf was Frau Weis­band hin­aus will. Im let­zten Absatz hat sie ja dann die Katze aus dem Sack gelassen. Das „Mäd­chen“ braucht ein­fach (mehr) Geld! Da passt im hes­sis­chen Land­tagswahlkampf auch ein Plakat der Grü­nen: dort wird eine junge Frau gezeigt mit dem Hin­weis, das Frauen mehr haben sollen. Im Porte­mon­naie. Solchen Leuten möchte man dann zurufen, lernt was vernün­ftiges. Geolo­gie statt Gen­dergedöns beispiel­sweise. Im zweit­en Fall (bei der jun­gen Frau auf dem Wahlplakat der Öko­fa…) hil­ft vielle­icht auch schon weniger shop­pen.

  7. Die Arro­ganz der Staats­funker äußerst sich für mich immer in dem beiläu­fi­gen Satz, “wir ord­nen das für Sie ein”. Mir reicht eine Infor­ma­tion, die Einord­nung nehme ich selb­st vor. Für mich ist es fast unerträglich gewor­den dem Grün­land­funk zu lauschen. Selb­st die gute Wis­senschaftssendung nähert sich immer mehr der linken flat-earth-soci­ety.

  8. Lei­der find­en die Rat­ten­fänger ihr Gefolge. Dass Jour­nal­is­ten dem Pub­likum erst “erk­lären” müssen, welche Fak­ten sie zur Ken­nt­nis nehmen soll­ten, welche Mei­n­ung sie dazu zu vertreten haben und welche Büch­er sie lesen müssen oder auch nicht, ist der Wun­schtraum der soge­nan­nten “Vierten Gewalt”. Deshalb ren­nen ihnen die Leser auch davon. Wie weit sie sich inzwis­chen vom europäis­chen Aus­land ent­fer­nt haben, ist ihnen auch weitest­ge­hend ent­gan­gen.

  9. Die hal­tungsstarken Medi­en sind doch schon erfol­gre­ich unter­wegs. Ist es Weis­band und Protze ent­gan­gen, wie die einord­nen­den Jour­nal­is­ten in den let­zten Woche aus ein­er Causa Seibert/Merkel erfol­gre­ich eine Causa Maaßem/Seehofer fab­u­liert haben?
    Oder wollen sie sich lediglich ihr Leben noch ein­fach­er machen, indem sie sich selb­st ihr Ver­schleiern ihrer wirk­lichen Agen­da, der lin­ien­treuen Indok­tri­na­tion, ers­paren wollen?
    Weis­band als ehe­ma­lige Piratin sollte eigentlich wis­sen, dass das WWW ihr Spiel nicht mit­spielt, es sei denn, wir näh­ern uns Nord­ko­rea an.

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