Nach dem Not­fal­lkochbuch, für welch­es das Bun­de­samt für Bevölkerungss­chutz die Bürg­er um Rezepte bat (DLF: „So schlimm wie es klingt, ist es nicht“), ver­sucht der SWR nun mit ein­er weit­eren Mit­machgele­gen­heit die Zuschauer auf einen als Camp­inggele­gen­heit verk­lärten Black­out vorzu­bere­it­en. Man stellt ein­er Fam­i­lie im Schwäbis­chen für zwölf Tage den Strom ab und hält die Kam­era drauf. „Wir woll­ten mit diesem Exper­i­ment her­aus­find­en, wie abhängig sind wir eigentlich von Strom“ begrün­det der SWR seine Doku „Eine Fam­i­lie zieht den Steck­er“. Deshalb parken nun strom­fressende Über­tra­gungswa­gen vor dem Haus und der mit Stabfeuerzeug bewaffnete Mod­er­a­tor gibt den Startschuss für das Exper­i­ment. Ein Zug an der Haupt­sicherung und schon ist die hell­ste Kerze in der Szene tat­säch­lich eine Kerze.

Falls sie durch­hält, winkt der Fam­i­lie ein „sat­ter Bonus“ für die ener­getis­che Sanierung des Haus­es. Das For­mat ist angesichts von Lage und Aus­sicht­en bei Strom, Gas und Öl aus­baufähig. Alle 16 Bun­deslän­der kön­nten ihre Trib­ute zu den alljährlichen Energiehunger­spie­len entsenden und der über­lebende Sieger…aber über­lassen wir die Pro­gram­mgestal­tung ab 2022 oder 2023 dem SWR und schauen der aus­gewählten Fam­i­lie bei der Rück­kehr ins 18. Jahrhun­dert zu. Warum das 18. Jahrhun­dert? Weil das 19. Jahrhun­dert zumin­d­est den Einzug der energiere­ichen Kohle in die Pri­vathaushalte bere­it hielt, während vorher mit Holz oder Torf geheizt wer­den musste. Seit der Zäh­mung des Feuers brachte die Nutzung von Kohle die erste ener­getis­che Rev­o­lu­tion, die den Massen zugute kam und so die kär­glichen Rest­bestände europäis­ch­er Wälder ret­tete.

Zu ihrem Glück kann Fam­i­lie SWR-Black­out in Haus und Garten Feuer machen und zum Glück weiß die Groß­mut­ter auch noch, wie man Wäsche von Hand wäscht und wie der alte, unbeachtete und mit Holz zu betreibende Küchen­herd funk­tion­iert. Ein Luxus, wenn man es von der Seite im fün­ften Stock in der Großs­tadt wohnen­den Alt­baube­wohn­ern betra­chtet, die in einem Black­out von mehreren Tagen fest­steck­en und außer Kerzen nichts anzün­den kön­nen.

Den meis­ten Haushal­ten in diesem Land ste­ht die Möglichkeit, Holz zur Energiegewin­nung einzuset­zen, gar nicht zur Ver­fü­gung. Induk­tion­sh­erd und Mikrow­elle lassen sich im Gegen­satz zu Ver­bren­nungsöfen auch nicht mit Holz­palet­ten oder grü­nen Parteipro­gram­men betreiben. Schon an dieser Stelle ist das SWR-Exper­i­ment also unre­al­is­tisch, denn über Teelicht und Camp­ingkocher ist es kaum möglich, die nun in Kühlschrank und Tiefküh­ler zum Verderb erwachen­den Lebens­mit­tel schnell noch zu ver­ar­beit­en. Auch der hastig angelegte Erd­kühlschrank im Vor­garten ret­tet nicht, weil er vol­lkom­men anders funk­tion­iert als die nun unbrauch­baren Kühlgeräte und auch für gän­zlich andere Lebens­mit­tel gedacht ist. Das hastig aus der Kühltruhe geholte Wild­fleisch hält in einem Erd­loch von einem Meter Tiefe auch nicht länger, als wenn man die strom­lose Kühltruhe ein­fach zulassen würde. Falls es anders wäre, müsste der Erd­kühlschrank im Ern­st­fall vor allem eine ver­schließbare Tür haben, denn im Fall eines Black­outs ist der Hunger in der Nach­barschaft der beste Koch.

Strom weg, Wasser weg

Alles das sind jedoch Kleinigkeit­en angesichts des größten Fehlers im Exper­i­ment. Kalt duschen? Wäsche von Hand waschen? Toi­lette benutzen? Suppe kochen auf dem alten Hol­zofen der Oma? Das Handy mit einem kleinen Gen­er­a­tor aufladen (wo kam der auf ein­mal her), den man mit einem Wasser­schlauch in Gang set­zt? All das braucht vor allem eins: Wass­er! Und das kam auch im Exper­i­ment immer zuver­läs­sig aus der Leitung. Wollte man einen richti­gen Black­out simulieren, müsste man jedoch sehr rasch den Druck in der Wasser­leitung ver­ringern und nach etwa zwei Tagen diese Quelle ganz ver­siegen lassen. Adieu, kalte Dusche, auf Nim­mer­wieder­se­hen, „Can­dy Crush“ auf dem Mobil­tele­fon, willkom­men, Not­brun­nen. Wis­sen Sie, wo der Ihnen am näch­sten liegende dieser Not­brun­nen ist, liebe Leser? Aber Achtung: nur 15 Liter ste­hen jedem Bürg­er pro Tag zu, das muss für alle Geschäfte reichen, die große wie die kleinen.

Das Exper­i­ment fand im Herb­st statt. Nicht kalt genug also, um sich nur noch in der Küche aufhal­ten zu kön­nen, wo knis­ternd bren­nende Holzss­cheite im Herd die Jahreszeit erträglich und Jörg Kachel­mann wütend machen. Die Beschaf­fung von Bren­n­ma­te­r­i­al und Lebens­mit­teln würde schnell den größten Teil des Tages ein­nehmen und nach spätestens drei Wochen ganz enden. Man­gels elek­trischen Lichts wären die Tage auch wieder das, was sie früher ein­mal waren. Nicht mehr die gle­ich­langen Zeit­in­ter­walle von 24 Stun­den, son­dern die mal lange, mal kurze Abwe­sen­heit der Nacht.

Das gewonnene Preis­geld will die Fam­i­lie nun in einen klim­agerecht­en Anbau investieren. Doch wette ich zehn Kilo Braunkohle­brikett Marke „Reko­rd“ darauf, dass man nach der Erfahrung den alten Küchen­herd ste­hen lassen wird. Denn angesichts der ver­fehlten Energiepoli­tik in diesem Land ist das Schlag­wort „ener­getis­che Sanierung“ eher Dro­hung als Ver­heißung. Ich würde ja schauen, ob das Geld vom SWR für einen Diesel­gen­er­a­tor, einen Net­ztrennschal­ter und eine Schrot­flinte reicht.

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13 Kommentare

  1. Yo Ben,

    nur mal kurz… Ich glaube, Du unter­schätzt den erblichen Teil. Fol­gen­des ist ne Studie, die sich mit dem “Poly­genic Score” in Verbindung mit dem Fortpflanzungsver­hal­ten von weißen Englän­dern beschäftigt: https://ueaeco.github.io/working-papers/papers/ueaeco/UEA-ECO-21–02_Updated.pdf

    Im Prinzip geht es darum, dass die geschaut haben, wie sich das Fortpflanzungsver­hal­ten von Men­schen abhängig davon unter­schei­det, mit welchen Genen, sie aus­ges­tat­tet sind. Du weißt ja sicher­lich, dass es mitler­weile eine ganze Rei­he von Genen gibt, die mit dieser oder jen­er Eigen­schaft ihres Trägers in Verbindung ste­hen. Jeden­falls, die Top 5 von in der näch­sten Gen­er­a­tion häu­figer wer­den­den Gene ste­hen in Verbindung mit: ADHS, Rauchen, Extro­vertiertheit, BMI, Hüf­tum­fang. Die Top5 der sel­tener wer­den­den Gene sind: Bil­dungs­stand in des UK, Bil­dungs­stand im Ver­gle­ich inter­na­tion­al, Kog­ni­tive Fähigkeit­en, das Alter in dem mit dem Rauchen ange­fan­gen wird, und Autismus. Ergo, die derzeit­i­gen Bedin­gun­gen sind ein Zucht­pro­gramm, das die englis­che Bevölkerung düm­mer, fet­ter, dro­gen­süchtiger, und kränker wer­den lässt. Und dabei ist der Ein­fluss der Dritte-Welt-Gene noch gar nicht ein­gerech­net.

    Für mich klingt das nach ner guten Erk­lärung dafür, wie sich die Welt verän­dert. Guck Dir auch mal an, wie sich das Auftreten und der Ver­lauf psy­chis­ch­er Erkrankun­gen mit erblichem Anteil in den let­zten 100 Jahren entwick­elt hat. Die ganzen Per­sön­lichkeitsstörun­gen und Wah­n­erkrankun­gen sind häu­figer gewor­den, Depres­sio­nen sowieso, und der Ver­lauf sind heute trotz verbessert­er Ther­a­piefor­men und Medika­menten schlim­mer, als noch zu Führers Zeit­en. Kinder, die nach der Schule mal irgen­det­was machen sollen, das ihnen nie­mand beige­bracht hat, ver­sagen mitler­weile total, sofern es sich nicht um intu­itive Tätigkeit­en wie im Altenheim Ärsche abzuwis­chen han­delt. Du willst gar nicht wis­sen, von wie vie­len Abi­turi­en­ten mit irgendwelchen diag­nos­tizierten und erblichen Behin­derun­gen ich weiß, denen man nicht abver­lan­gen kann, dass sie leser­lich und fehler­frei schreiben, oder sowas, und die auch son­st erk­lärter­maßen über kein­er­lei brauch­bare Tal­ente oder Fähigkeit­en ver­fü­gen. Und Du soll­test wis­sen, dass für mich “Tal­ente und Fähigkeit­en” ein sehr weit gefasster Begriff ist. Die hät­ten früher gar nicht über­lebt. Also, früher, in der guten alten Zeit, als man tat­säch­lich noch gestor­ben ist, wenn man verkackt hat.

    Wir haben da viel Gesterbe nachzu­holen. Die unter natür­lichen Bedin­gun­gen auftre­tende Todesrate ist bei unge­fähr 40% während der ersten Paar Leben­s­jahre, und von denen, die über­leben, wird danach immer noch ein nen­nenswert­er Teil von sowas wie Syphillis, Armut, oder Hunger­snöten in den Gen­tod befördert. Das sind die Bedin­gun­gen unter denen es Evo­lu­tion gegeben hat, und in die Rich­tung müssen wir wieder, wenn wir keine Devo­lu­tion haben wollen.

    Du schieb­st alles auf äußere Ein­flüsse, wobei ich meine, dass die äußeren Ein­flüsse heute so pos­i­tiv sind, wie sie nur sein kön­nen. Zum Beispiel kennst Du ja sich­er den Fly­nn-Effekt, also den Effekt, dass der in Intel­li­gen­ztests gemessene IQ seit Führers Zeit­en (vere­in­facht gesagt) um unge­fähr 30 Punk­te angestiegen ist. Jemand, der auf einem nor­malen Intel­li­gen­ztest von heute eine glat­te 100 schafft, würde auf einem Intel­li­gen­ztest aus den 1940ern um die 130 Punk­te erre­ichen. Natür­lich gilt dies umso stärk­er, je mehr die gemesse­nen Teil-Aspek­te des Tests trainier­bar sind. Die all­ge­mein geläu­fige Erk­lärung ist, dass durch Verbesserun­gen der Bil­dungsmeth­o­d­en qua­si das phe­no­typ­isch erre­ich­bare Max­i­mum gesteigert wurde, so, dass Nor­ma­los von heute dadurch nach alten Stan­dards hochbe­gabt sind. Aber: Der gemessene Durch­schnitts-IQ steigt nicht mehr, son­dern er sinkt nun wieder. Und die ein­fach­ste Erk­lärung dafür ist, dass durch die Bil­dungsmeth­o­d­en weit­er­hin das phäno­typ­is­che Max­i­mum erre­icht wird, aber das Geno­typ­is­che Max­i­mum sinkt, weil die Qual­ität der Gene sinkt.

    Und da kommt die Frage, wie weit die Qual­ität der Gene bere­its gesunken sind, während dies von verbesserten Aufzucht­meth­o­d­en, Medi­zin, und so weit­er kaschiert wurde. Ich glaube jeden­falls, dass sowas wie “Mit 16 von der Volkss­chule, danach eine Aus­bil­dung abgeschlossen, danach, Heil Hitler, frei­willig zur Waf­fen-SS, weil man sich da die Waf­fen­gat­tung aus­suchen kann, und nach drei Monat­en Aus­bil­dung ab zur Ost­front, zwei Mal ver­wun­det, während­dessen wurde die halbe Kom­panie gekillt, danach fünf Jahre in die Kriegs­ge­fan­gen­schaft, wo die Hälfte der Kam­er­aden an Durch­fall krepiert sind, danach wieder zurück in die Heimat, heirat­en, drei Kinder, eine nor­male Kar­riere als Indus­trie-irgend­was, während man die ganze Zeit von Sozial­is­ten und lang­haari­gen Wich­sern mit dem SS-böse Geseiere gen­ervt wird, jedoch lebenslang ohne psy­chis­che Auf­fäl­ligkeit­en, dann mit 90 ab ins Grab” heute knick­en kön­nte, weil die Scheißer entwed­er vorm Ivan ihren Namen tanzen, einen Ner­ven­zusam­men­bruch kriegen, oder man­gels Sit­u­a­tions­be­wusst­sein direkt ins MG-Feuer hinein­ren­nen wür­den. Heutzu­tage brauchen selb­st Erwach­sene noch einen Kindergärt­ner, weil sie auf sich gestellt abkack­en, was auch der Grund dafür ist, weshalb der Nan­ny-Staat solche Aus­maße annimmt.

    Dann sagst Du, es sei die Kul­tur. Klar, auch. Und auch da wird man auf kein grünes Blatt mehr kom­men. Nor­maler­weise hat man eine träge Masse an Men­schen, die so leben wollen, wie sie es ken­nen, und einige Wenige, die irgendwelche neuen Ideen aus­pro­bieren wollen. Let­ztere reden sich zwar gerne ein, dass sie denken, aber in Wahrheit ist der men­schliche Ver­stand nicht dazu geeignet, die Welt in ihrer Gänze zu erfassen, weshalb ihre Ideen immer nur Abstrak­tio­nen bleiben müssen, und Abstrak­tio­nen von etwas das man nicht ver­ste­ht naturgemäß real­itäts­fremd sein müssen. Wenn das, was die weni­gen Pio­niere machen, nicht klappt, weil ihre Idee doch nicht so toll war, oder eine unvorherge­se­hene Kon­se­quenz verur­sacht, fall­en sie aufs Maul, und wenn es klappt, dienen sie als Vor­bild für Andere, die es ihnen nach­machen. Auf diese Weise bewegt sich dann irgend­wann die ganze träge Masse langsam in eine Rich­tung, die funk­tion­iert, und die schon einige Evo­lu­tion durch­laufen hat. Und so kommt die träge Masse, ohne je auch nur einen Gedanken zu ver­schwen­den, immer zu Ver­hal­tensweisen, die im Ganzen funk­tion­ieren.

    Nur ist die Lage von heute so, dass die träge Masse, die nor­maler­weise Ver­hal­tensweisen durch­set­zt, die schon län­gere Zeit im Ganzen funk­tion­iert haben, durch Indok­tri­na­tion in der Schule, Massen­me­di­en, und so weit­er, Ver­hal­tensweisen durch­set­zen, die ganz und gar nicht funk­tion­ieren. Wodurch das Sys­tem als Ganzes natür­lich nicht mehr funk­tion­ieren kann, und sich auch nicht mehr kor­rigieren kann. Und ändern kann man das nicht. Wie ich bere­its sagte, ist die Welt zu kom­pliziert, um es Men­schen zuzu­trauen, dass sie einen Weg find­en, wie sie die “Gesellschaft” ohne gravierende Neben­wirkun­gen von A nach B steuern kön­nen. Und selb­st, wenn es diesen Weg gäbe, würde man ihn nicht umset­zen kön­nen, weil Du Dich nicht über die Dynamiken des Sys­tems hin­wegset­zen kön­ntest, das die Mei­n­un­gen macht. Medi­en sind zum Beispiel beson­ders erfol­gre­ich, wenn sie ihre Inhalte so weit herun­ter­dum­men, dass sie möglichst viele Leute ansprechen, und diese Leute mit Click­bait ver­rückt machen, der so gestal­tet ist, dass das men­schliche Gehirn darauf beson­ders stark reagiert. Schon alleine dadurch wird sich die Welt nur noch von ein­er Hys­terie zur Näch­sten bewe­gen, deren Art danach bemessen ist, welche Art von Click­bait unter Anbe­tra­cht der ger­ade vorherrschen­den kurzweili­gen Mode die stärk­ste Reak­tion aus­löst. Und das ist nur ein Hin­der­nis von Vie­len.

    Natür­lich gilt dies nur so lange, bis der ganze Scheiß wirk­lich nieder­bren­nt, und der näch­ste Car­ring­ton Event mal eben sämtliche Elek­tron­ik grillt, und alle Städte gle­ichzeit­ig abfack­elt, und dadurch wieder erst­mal dar­win­is­tis­che Bedin­gun­gen aus­gelöst wer­den, und diejeni­gen, die nicht funk­tion­ieren, ganz ein­fach ster­ben. Das wird die Men­schheit dann von ihren däm­lichen Spin­nereien kuri­eren.

    P.S.

    Die frei­heitliche Grun­dord­nung ist religiös­er Spuk, und das Fes­thal­ten an dieser macht die Lage schlim­mer, nicht bess­er. Unfrei­heit wird häu­fig von Leuten mit den besten Absicht­en umge­set­zt, die das, was sie für richtig hal­ten, mit­tels Gewalt gegenüber denen durch­set­zen, die ander­er Mei­n­ung sind. Und damit ist schon klar, dass lediglich der­jenige frei sein kann, der die Gewalt ausübt. Da die frei­heitliche Grun­dord­nung ein Gewalt­monopol vor­sieht, ist nur der­jenige frei, der das Gewalt­monopol kon­trol­liert. Das Gewalt­monopol wird von den­jeni­gen kon­trol­liert, die beson­ders erfol­gre­ich darin sind, in die entsprechen­den Posi­tio­nen zu kom­men, was primär mit Bestechung, Macht­spielchen, psy­chis­ch­er Manip­u­la­tion, sowie dem Aus­nutzen von Dummheit und Hys­terie zu tun hat. Frei ist unter der frei­heitlichen Grun­dord­nung also, wer macht­geil und machi­avel­lis­tisch ist, und ein kom­pe­ten­ter Betrüger und Manip­u­la­teur, oder aber, wer sich ein­fach nur mit Macht iden­ti­fiziert, ganz gle­ich von welchen Kanal­lien diese auch kon­trol­liert wird. Und auf­grund des Kom­plex­ität­sprob­lems, sind die Kanal­lien oben­drein noch notge­drun­gen inkom­pe­tent.

    Ich glaube es wurde allen Leuten zu jed­er Zeit ein­gere­det, dass die Gesellschaft­sor­d­nung, unter der die Leute ger­ade lebten, die best­mögliche war. Und wenn dann eine Neue kam, gabs erst­mal eine Peri­ode des genozi­dalen Ter­rors, und danach wurde die vorherige Gesellschaft­sor­d­nung und deren Vertreter max­i­mal schlecht gere­det, damit man erneut behaupten kann, die gegen­wär­tige Gesellschaft­sor­d­nung sei die best­mögliche. Das ist aber alles Gehirn­wäsche. Diejeni­gen, über die auch von Außen­ste­hen­den gesagt wurde, dass sie ein hohes Maß an indi­vidu­eller Frei­heit genießen, kamen ohne große Gesellschaft­sor­d­nung aus, und die waren auch nicht zivil­isiert.

    • Ich ver­mute, dass du den genetis­chen Teil über­schätzt. Wir müssen wieder dahin zurück­kom­men, dass man nicht mit Ver­weis auf Kuller­au­gen jedem alle Annehm­lichkeit­en zukom­men lässt (wir wer­den bald ohne­hin einen Wirtschaftscrash haben). Es muss wieder Kon­sens wer­den, dass man nicht mehr Kinder haben soll als man sich leis­ten kann. Kindern ist zuzu­muten, hässliche alte Klam­ot­ten von älteren Geschwis­tern oder sonst­wem aufzu­tra­gen und Sachen zu essen, die nicht super toll schmeck­en etc. Vom Freizeit-Ange­bot ganz zu schweigen. Ich hat­te auch nicht teure Klam­ot­ten und Reisen und so weit­er. Dieses ganze Kuller­au­gengetue gehört ange­sprochen und unter Kon­trolle gebracht. Die Gesellschaft hat sich darum zu küm­mern, dass es einem Kind ger­ade so gut geht, dass es hin­ter­her als eigen­ständi­ger Erwach­sen­er etwas für sich erre­ichen kann. Es braucht keine “Teil­habe” Kinobe­suche, Zoo etc. pp. Wenn die Eltern durch Kinderkriegen ihre per­sön­liche Sit­u­a­tion ver­schlechtern statt verbessern, reicht das vol­lkom­men aus. Die Tat­sache, dass bei uns die Klüg­sten kaum noch Kinder kriegen ist auch ein soziales Prob­lem, dass sich ohne Tod und Verder­ben regeln lässt. Die meis­ten Prob­leme lassen sich ohne Tod und Verder­ben lösen. Nur eins wird schwierig: Massen­wahn wieder unter Kon­trolle zu brin­gen. Neben­bei gesagt, ist mir bewusst, dass wir genetis­che Prob­leme kriegen, aber Selek­tion ist die dümm­ste Antwort darauf, während wir vor unseren Augen doch sehen, dass Frauen erst mit rund 40 ihre Kinder kriegen. Da wäre doch die erste Stellschraube! Man fängt nie mit Maß­nah­men an, die die höcht­en Kosten mit dem ger­ing­sten Ertrag kom­binieren. [Für schwache Gemüter: Ja, Moral ist auch ein Argu­ment. Ich hab auch so ein Dings­bums, so ein Morald­ings.]

      Und ein weit­er­er Aspekt nennst du ja auch: Massenein­wan­derung. Was macht es jet­zt für einen Sinn, bei den paar Briten die Nuan­cen im Gen-Pool beherrschen zu wollen, wenn das ganze Land mit Moslems über­schwämmt wird? Da seh ich in der näheren Zukun­ft nicht Fet­tleibigkeit, son­dern Dschi­had auf Großbri­tan­nien zukom­men. Kul­tur ist ein­fach schneller als Biolo­gie.

      Ich wage zu bezweifeln, dass die Wah­n­erkrankun­gen und Per­sön­lichkeitsstörun­gen zugenom­men haben. Die diag­nos­tis­chen Kri­te­rien selb­st sind schon nicht son­der­lich alt, Diag­nosen wur­den erst spät “in”. Die Geschichte ist voller Wahnsinn. Und wenn ich mir die ältere Gen­er­a­tion so anschaue, sehe ich auch nicht nur Edle unter Gottgle­ichen. Ich bin auf einem Dorf aufgewach­sen, wo fast jed­er fast jeden kan­nte. Das ist qua­si eine Langzeit­studie. Das fängt schon damit an, dass die Leute, die du für gesund hälts, gerne mal saufen. Dif­famierung ist an und für sich Volkss­port. Pädophili­ie. Meine Eltern hat­ten mal gehört, wie eine Nutte ihrem Mann mit ein­er kreativ­en Belei­di­gung anschrie, die über­set­zt “Tochter­fick­er” heißt. Die sind mit­tler­weile bei­de tot. Der Alko­hol. Dann gab es sehr glaub­hafte Mordgerüchte. Oder sagen wir mal, es war kein Gerücht, dass das Baby aus dem zweit­en Stock flog. Es gab nur ein Gerücht, warum und wegen welch­er Per­son. Der Verdächtige wiederum ist selb­st alt gestor­ben. Also die Idee, dass es uns bish­er an gen­uin ver­rück­ten Indi­viduen geman­gelt hat, kommt mir sehr obskur vor. Was wir jet­zt haben, sind mehrere Spielarten des Massen­wahns, die von Clus­ter-B-Typ-Ver­rück­ten in Führungspo­si­tio­nen los­ge­treten wur­den.

      Ich glaub, ein Prob­lem unser­er Zeit ist, dass Leute zu kurze Zeiträume in der Geschichte überblick­en. Das Juste-Milieu hat für sich entsch­ieden, dass Dik­tatur schlimm ist und dass es genau eine davon gab: die Naz­izeit. Wer forsch auss­cheren will, sagt noch, dass die DDR eine war. Er muss sich dann aber entschuldigen, weil die nur ein “Unrechtsstaat” gewe­sen sei. Es sind belan­glose Wortschwal­ben von let­ztlich Desin­ter­essierten. Weil die Dik­tatur© schlimm ist, ist alles andere nicht schlimm. Im Aus­land hat man noch den Sozial­is­mus, Islam und den Woke-Kult im Blick. Mich nervt das mit­tler­weile auch, weil besten­fall noch der wirtschaftsmor­dende Kli­makult ein­fließt, aber die meis­ten sich jet­zt nur noch mit diesen Faux-Ras­sis­mus-Homo­pho­bie-Opfern befasst. Man hört dann so Weisheit­en wie, dass Social-Media die Wurzel allen Übels sei. Die mit dem hauchdünn besseren Gedächt­nis, wis­sen noch, dass die Bolschewiks und die Nazis auch ohne Twit­ter die Men­schen in den Wahnsinn trieben. Ich per­sön­lich sehe auch nicht, wie das Inter­net wirrer sein soll als die Leitme­di­en. Was alle gemein­sam haben, ist diese Kom­plet­tam­ne­sie zu früheren Wellen des Wahnsinns, die alle Zeit­en immer wieder heim­sucht­en. Es gibt Leute, die das Mit­te­lal­ter für verunglimpft hal­ten, obwohl auch dort Gre­ta-Thun­berg-Kinder-Sek­ten, Wel­tun­ter­gang­spredi­ger und Wun­der­heil­er sich die Klinke in die Hand gaben. Wie groß kann der genetis­che Schaden schon sein, wenn das Täu­fer­re­ich von Mün­ster sich genau­so ver­hielt wie heutige soziale Dynamiken?

      Ich würde lügen, wenn ich einen Ausweg wüsste, aber ich weiß, dass es prinzip­iell geht. Der Grund hat einen Namen: Mar­garete Thatch­er. Viel Geschwurbel scheit­ert daran, dass sich alle ohne Grund stur weigern, sich den EINZIGEN Fall eines wirk­lich erfol­gre­ichen, anti-linken Push-Backs im West­en mal genauer anzuschauen. Großbri­tan­nien hat­te vor Thatch­ers Amt­santritt einen niedrigeren Lebens­stan­dard als Ital­ien oder die DDR. Nach ihrer Amt­szeit war das Land eines der Reich­sten der Welt. Dafür wur­den sehr viele Schritte gegan­gen, die man ange­blich nii­i­i­i­ieeee gehen kön­nen wird, erst recht nicht gegen die BBC!

      Ich hab schon so viel geschrieben und will es kurz machen. Wir leben aktuell nicht in ein­er FDGO. Ich glaub nicht daran, weil man das ange­blich in Deutsch­land beige­bracht bekäme. Ich weiß alles, was ich darüber weiß, von Nicht-Deutschen. Es geht um Logik und Fol­gen der Prinzip­i­en- Be- und Mis­sach­tung. Die FDGO sieht auch kein Gewalt­monopol vor. Das Wort stammt von Max Weber und ist rein beschreibend. Ein Staat habe per Def­i­n­i­tion ein Gewalt­monopol. Nur deutsche Jour­nal­is­ten machen Gewalt­monopol zu etwas nor­ma­tiv­en, ver­mut­lich weil das Wort “Gewalt” in einem Soll-Zusam­men­hang zu nen­nen ihnen beim Mas­tur­bieren hil­ft. Es gab große Charak­ter, die auf Macht verzichteten, damit es Men­schen bess­er hat­ten (nen­nenswert: George Wash­ing­ton). Es ist nicht alles gle­ich und nicht alles gle­ichgültig. Auf Katas­tro­phen muss keine Erhol­ung fol­gen. Tier­arten und Kul­turen sind im Laufe der Gezeit­en gekom­men und gegan­gen. Charak­ter machen den Unter­schied zwis­chen Mond­lan­dung und Gulag. Es ist nicht alles so ein hei­d­nis­ch­er Zyk­lus. Den gibt es nicht. Es gibt keine natür­lichen Geset­ze zu Auf­stieg und Fall von Reichen. Das ist Aber­glaube. Es gibt Men­schen, die sich so oder anders entschei­den.

      • > Nur eins wird schwie­rig: Mas­sen­wahn wie­der unter Kon­trol­le zu brin­gen.

        Ich glaube, dafür wirst Du Tod und Verder­ben brauchen. Die von mir erwäh­n­ten nicht denk­enden Massen, die nur machen, was alle anderen schon immer gemacht haben, und der Gesellschaft dadurch Trägheit, aber auch Sta­bil­ität, ver­lei­hen, ändern sich nicht so ein­fach. Jedoch sind die heute — durch Gehirn­wäsche — an einem Punkt ange­langt, an dem sie Ver­hal­tensweisen enforcen, die nicht funk­tion­ieren und nie funk­tion­iert haben. Und die kriegst Du von da nicht mehr weg. Wenn Du willst, dass sich diese riesige, sich ständig gegen­seit­ig bestärk­ende Herde, von ihren Gewohn­heit­en abwen­det, die sie ihrem Wesen nach beizube­hal­ten tra­chtet, dann brauchst Du etwas, das für jeden einzel­nen von denen ins­ge­samt so ein­dringlich ist, wie ein Atom­krieg es wäre, oder halt poli­tis­chen Ter­ror nach dem Vor­bild der franzö­sis­chen Rev­o­lu­tion. Dafür ist Ter­ror näm­lich da. Um die nicht-denk­ende Masse aus ihren alten Gewohn­heit­en zu reißen, und Neue zu imple­men­tieren.

        Aber bis dahin wer­den die weit­er­hin das nach­labern, was ihnen Medi­en, Lehrer, imag­inäre Sozialkon­tak­te aus der Glotze, und son­stige autori­ta­tiv­en Laber­hanse vor­labern, wodurch auch weit­er­hin die Dynamiken auss­chlaggebend sein wer­den, die zur aktuellen Sit­u­a­tion geführt haben. Alles was Du ohne Tod und Verder­ben erre­ichen kannst, ist es, die Laber­hanse durch Deine eige­nen Laber­hanse zu erset­zen. Diese müssen dafür aber bessere Laber­hanse sein, als die Vorhan­de­nen, und dem­nach müssen sie tun, was gute Laber­hanse tun, nur noch mehr davon, als die Anderen. Ergo, Du führst die Dynamiken nur in noch ver­stärk­ter Form weit­er.

        > Frauen die mit 40 Kinder kriegen

        Weißt Du, was der Fak­tor ist, der am stärk­sten die Geburten­zahlen reduziert? Schule. Je länger man Kinder in die Schule gehen lässt, desto weniger eigene Kinder kriegen sie später. Schule ster­il­isiert. Nicht Krieg, nicht Dro­gen, nicht Krim­i­nal­ität, son­dern Schule. Das Kinder-mit-über-40-Prob­lem kriegst Du gelöst, indem Du diesen stärk­sten Fak­tor aus der Gle­ichung ent­fernst, und zumin­d­est Weiber ein­fach nicht mehr in die Schule schickst.

        Übri­gens geschah der größte Sprung nach unten, den die Geburt­srat­en je hat­ten, zwis­chen 1900 und 1920. Baby­boomer gibts sta­tis­tisch gar nicht. Quelle hier: https://www.statista.com/statistics/1037245/crude-birth-rate-germany-1800–2020/

        Ich würde ein­fach noch eine Gen­er­a­tion weit­er zurück­ge­hen, also bis ins Jahr 1880, und ein­fach die Sachen, die sich seit­dem bezüglich Kindern und Weibern geän­dert haben, wieder rück­gängig machen, und schauen, ob die Geburten­rate wieder nach oben geht. Ich bin ziem­lich sich­er, dass sie es täte.

        Nun fragt sich, was im Weg wäre, dieses die ganze Exis­tenz bedro­hende Prob­lem auf so direk­te Weise zu lösen. Ich würde wet­ten, die bere­its erwäh­nte nicht-denk­ende Masse wäre ein Fak­tor, und die frei­heitliche Grun­dord­nung, laut der solche Dinge wie all­ge­meines Wahlrecht nicht als utopis­che Spin­nerei link­er Extrem­is­ten gel­ten, son­dern als schon tra­di­tionelle Grundübereinkun­ft, wäre ein Weit­er­er.

        > Selek­tion als die dümm­ste Antwort auf genetis­che Prob­leme

        Uh, nu bin ich mal ges­pan­nt, welche klügere Lösung Du anzu­bi­eten hast. Natür­liche Selek­tion hat es zumin­d­est voll­bracht, das Leben wie wir es ken­nen, in all sein­er Per­fek­tion, zu erschaf­fen, und hat Mil­liar­den Jahre lang sta­bil funk­tion­iert…

        Wird es (kreb­ser­re­gende) Gen­ther­a­pie sein, oder gen­tech­nisch verän­derte Designerba­bies, oder kün­stliche Befruch­tung und Screen­ing der Zell­haufen, oder eine ähn­liche biol­o­gis­che Lösung, über deren Langzeit­prak­tik­a­bil­ität bish­er nur spekuliert wer­den kann, und die katas­trophale Risiken birgt? Oder wer­den wir wie die tech­nol­o­gisch opti­mierten Maschi­nen­men­schen des Adep­tus Mechan­i­cus, gepriesen sei der Omnis­si­ah, und ver­flucht der große Shei­tan des solaren Masse­nauswurfs? Oder wird es ein staatlich garantiertes Zucht­pro­gramm zur Züch­tung bess­er domes­tizierten Nutzviehs, äh, zufriedener­er Sklaven, äh, bess­er an die Her­aus­forderun­gen der Mod­erne angepasster Bürg­er?

        Nun hab ich den ganzen Text gele­sen, und da war über­haupt keine Antwort auf genetis­che Prob­leme enthal­ten, geschweige denn eine, die natür­licher­er Selek­tion über­legen wäre. Ich füh­le mich ver­arscht.

        > Briten, Moslems, Jihad

        Lol, ja.

        Wobei es Gene gibt, die mit Extro­ver­sion, Aggres­siv­ität, Reli­giosität, und so weit­er, im Zusam­men­hang ste­hen, und ich wet­ten wür­den, dass die schon viel länger zivil­isierten Musel-Pop­u­la­tio­nen, die, his­torisch gese­hen, eher von anderen Men­schen als von beherrschbaren Widrigkeit­en der Umwelt unter Selek­tions­druck geset­zt wur­den, im all­ge­meinen mehr von diesen Genen haben. Daher würde ich annehmen, dass Aggres­sion, Jihad, und Fanatismus sich bess­er mit dem verträgt, wie die von Geburt an gestrickt sind, als der Autismus von Halb-Albi­nos, deren Vor­fahren eher von beschissenem Wet­ter und Win­ter umge­bracht wur­den.

        Wobei ich den Gedanken anre­gen möchte, dass eine Abkehr vom Jihad die Lage ver­schlim­mern würde, weil ich Jihadis­ten für ein kleineres Prob­lem halte, als inte­gri­erte Musel. Let­ztere sind näm­lich die Gruppe, aus der sich die ganzen Krim­inellen rekru­tieren, die auf­grund ihrer Masse tat­säch­lich für Prob­leme sor­gen (die immer noch ver­schwindend ger­ing gegenüber den von ein­fach nur als Sozialschmarotzer Inte­gri­erten, erzeugten Prob­leme sind). Diese beten zwar noch wegen des Gemein­schafts­ge­fühls, als Macht­demon­stra­tion, und vielle­icht auch, weil sie Schiss vor der Hölle haben, aber abge­se­hen davon haben die wed­er mit ihrer Reli­gion noch ihren Tra­di­tio­nen viel am Hut, sind total ver­west­licht, und wür­den nach tra­di­tionellem oder religiösem Recht nicht sel­ten gekreuzigt oder zer­stück­elt wer­den. Die richt­en viel größere Schä­den an, als Jihadis­ten, die im Namen ihres Kaliphats/Emirats pro Jahr weniger Leute erwis­chen, als in ihrer eige­nen Bade­wanne ersaufen. Daher sollte man den Jihad vielle­icht noch eher begrüßen, als die Inte­gra­tion.

        Aber sag das mal den ganzen Spin­nern, die gegen den Islam sind, aber nicht gegen Mus­lime. Wom­it wir wieder bei der nicht denk­enden und durch ihre Trägheit kon­servierende Masse sind, die dank Bil­dung und Psy­choma­nip­u­la­tion nun die Posi­tio­nen utopis­ch­er Extrem­is­ten für kon­ser­v­a­tiv hal­ten.

        Bei den Thom­mies sieht man das beson­ders deut­lich. But at least they’re not speak­ing ger­man. Darum lol.

        > Ich wage zu bezwei­feln, dass die Wah­ner­kran­kun­gen und Per­sön­lich­keits­stö­run­gen zuge­nom­men haben.

        Schiz­o­phre­nie, Depres­sion, und die bipo­lare Per­sön­lichkeitsstörung sind heute defin­i­tiv häu­figer, und der Ver­lauf schw­er­er, als in den 1940–1960ern. Das sind alte Diag­nosen, deren Diag­nosekri­te­rien sich kaum geän­dert haben. Dazu gibt es auch eine ganze Menge Lit­er­atur mit Quel­lenangaben, die Du find­est, wenn Du nach den Psy­chi­a­triegeg­n­ern suchst, die besagten Anstieg auf die Medika­mente schieben, mit denen diese Krankheit­en neuerd­ings behan­delt wer­den. Du wirst sich­er auch Leute find­en, die argu­men­tieren, dass die Erkrankungsquote gle­ich geblieben ist, und man heute mehr Fälle diag­nos­tiziert, weil die medi­zinis­che Ver­sorg­nung bess­er gewor­den ist. Dem ste­ht jedoch ent­ge­gen, dass die Wahrschein­lichkeit eines schw­eren Krankheitsver­laufs heute höher ist, während man, bei besser­er medi­zinis­ch­er Ver­sorgung und ein­er gle­ich­bleiben­den Zahl von Fällen, davon aus­ge­hen kann, dass sich die Zahl schw­er­er Fälle reduziert.

        Der Fun Fact ist jeden­falls, dass alle diese Krankheit­en nen erblichen Fak­tor haben, und zumin­d­est die Leute mit schwere Ver­lauf in der guten alten Zeit entwed­er auf Kosten ihrer Fam­i­lien gelebt, und schon aus finanziellem Inter­esse an der Fortpflanzung gehin­dert wur­den, oder aber im Elendsvier­tel geen­det sind, wo sie ihre Kinder, um nicht zu ver­hungern, auf den Strich schick­en mussten, wo Väterchen Syphillis diese dann erwis­cht hat. Bei­des bedeutet den Gen­tod. Ein Anstieg an schw­eren Ver­läufen ist also zu erwarten, weil dieser Selek­tions­druck wegge­fall­en ist.

        > gen­uin ver­rück­te Indi­vi­du­en auf Dör­fern

        Dass Alko­hol und Dro­gen viele Leute, die nicht klar kom­men, darin noch bestärken, ist bekan­nt. Und dass Kom­menichtk­lars durch die größeren Freiräume, die man in dör­flichen Umge­bun­gen hat, häu­fig ger­adezu auf­blühen, ist auch bekan­nt. Bei­des sagt aber ein­fach nur aus, dass Men­schen im all­ge­meinen scheiße sind, beson­ders, wenn man sie lässt.

        > Wel­len des Wahn­sinns

        Das ist Massenpsy­cholo­gie, wie sie von LeBon beschrieben wurde, und hat wenig mit Genen, sehr viel hinge­gen mit Zivil­i­sa­tion zu tun. Soziale Dynamiken. Sobald Men­schen zu ein­er Masse wer­den, zu der sie sich zuge­hörig fühlen, hast Du Massenpsy­cholo­gie. Und das mit der Her­stel­lung extrem großer Massen ist, was Zivil­i­sa­tion macht. Bin ich gegen.

        > Mar­ga­re­te That­cher als EINZIGER Fall eines wirk­lich erfolg­rei­chen, anti-lin­ken Push-Backs im Wes­ten

        Hm. Bei erfol­gre­ichem, anti-linkem Push­back würde mir als erstes der heilige Sankt Augus­to Pinochet ein­fall­en, gepriesen seien seine Helikopter­flüge. Der größte Fehler, den der gemacht hat, war, am Schluss ne Wahl darüber abzuhal­ten, ob die in ein­er Dik­tatur leben wollen. Das war dumm. Der hat gedacht, die Bevölkerung habe dazugel­ernt, nach­dem er über­haupt erst wegen ein­er Wahl in Erschei­n­ung treten musste.

        Was Thatch­er im Übri­gen abgeschafft hat hat, waren keine Auswüchse des Kom­mu­nis­mus, son­dern des Lib­er­al­is­mus. Was die Englän­der seit dem zweit­en Weltkrieg zurück­ge­hal­ten hat, und was Thatch­er abgeschafft hat, waren Reg­u­lar­ien und Insti­tu­tio­nen, die während des zweit­en Weltkriegs geschaf­fen wor­den sind, um bess­er Krieg gegen das dritte Reich führen zu kön­nen. Thatch­er hat qua­si Churchills Innen­poli­tik rück­gängig gemacht.

        > George Wash­ing­ton

        Der wird noch schlim­mer über­be­w­ertet, als Churchill. Bei­des sind Totalver­sager, die bis heute zu Helden aufge­bauscht wer­den, weil die Wahrheit zu desil­lu­sion­ierend gewe­sen wäre. Hier hast Du einen dre­it­eili­gen Vor­trag über einige Dinge aus George Washington’s Biogra­phie, der Dich in Zukun­ft ausspuck­en lassen wird, wenn Du seinen Namen hörst: https://www.dailymotion.com/playlist/x3uxu0

        Und, for good mea­sure, das selbe auch noch zu Churchill. Hier als Buch: https://www.docdroid.net/4Rh7aXm/buchanan-pat-churchill-hitler-and-the-unnecessary-war-pdf

        Hier als Audiobuch: https://archive.org/details/ChurchillHitlerAndTheUnnecessaryWar

        Abschließend möchte ich noch zu dem, was Du zur frei­heitlichen Grun­dord­nung sagtest, erwäh­nen, dass Du wie die Kom­mu­nis­ten klingst, die nicht von den Fol­gen des Kom­mu­nis­mus abgeschreckt wer­den, weils jedes Mal kein echter Kom­mu­nis­mus war. Oder aber Du meinst mit der frei­heitlichen Grun­dord­nung nicht etwas anderes, als das, was so ziem­lich jed­er, der Deine Worte hört, darunter ver­ste­ht.

  2. Bei “black out” dachte ich bish­er an einen aus­reisepflichti­gen Asyl­be­trüger aus Afri­ka.…

  3. Natür­lich haben wir, die beste Ehe­frau von allen und ich auch bere­its vorge­sorgt.
    Wie wohl jed­er vernün­ftige Men­sch.
    Denn das ein Black­out kom­men wird ist ziem­lich sich­er.
    Inter­es­sant wird nur das Ver­hal­ten der Regierung.
    Kann sich noch jemand an die ersten Monate der Pan­demie erin­nern? Spahn, Drosten und Wiel­er erk­lärten damals unisono, Masken kön­nten nicht schützen. Weil man sel­bige nicht bevor­ratet hat­te. Obwohl ein Strate­gie Papi­er das emp­fahl.
    Wird man uns jet­zt erk­lären, Experten hät­ten her­aus­ge­fun­den essen und trinken hil­ft nicht gegen Hunger und Durst?
    Und ganz wichtige Frage, wem wird man die Schuld in die Schuhe schieben? Putin, Orban?
    Kurz und Trump sind ja lei­der weg.

    • Sich­er wird ein Black­out kom­men. Wesentliche Fra­gen dabei sind aber schon: In welch­er Jahreszeit?
      Und: wie lange?

      Inter­es­sant wird natür­lich nicht nur das Ver­hal­ten der Regierung, son­dern auch das ander­er Grup­pen. Es gibt eine ganze Menge Grup­pen, Link­sex­trem­is­ten, Recht­sex­trem­is­ten (organ­isierte hierzu­lande in der Mehrzahl türkische), Islamis­ten und die üblichen “Groß­fam­i­lien” und “Män­ner­grup­pen”, die man­gel­nde Notrufmöglichkeit­en und man­gel­nde Ein­satzbere­itschaft der Polizei mas­siv nutzen wer­den.

  4. Ohne Strom geht’s in die Hölle

    „Strom­los“ kön­nte aus einem Drehbuch von Rosamunde Pilch­er für die Grün*Innen stam­men.

    Was wirk­lich nach ein paar Tagen ohne Strom abge­ht ist sich­er für den größten Teil der Bevölkerung nicht vorstell­bar. Möglicher­weise ver­drän­gen sie es auch intu­itiv wis­send, daß sie in ihren mod­er­nen Wohnkä­fi­gen trotz Anstren­gung gar nicht in der Lage wären einen Black­out unbeschadet zu über­leben. Mir scheint es langsam sinn­los, hier aufk­lärend wirken zu wollen.

    „Geh ma ford mit deinen Hor­rorvi­sio­nen“ mußte ich mir des öfteren im Fre­un­des- und Bekan­ntenkreis anhören. Wenn ich die deutsche Kli­ma-Poli­tik anspreche, die uns durch ange­bot­sori­en­tieren (der jed­erzeit aus Grün­den der „Nationalen Not­lage“ abgeschal­tet wer­den kann) grü­nen Zap­pel­strom ins Elend stürzen will, werde ich als VT und Recht­sradikaler beze­ich­net. EIKE ist auch so ein dubios­er Vere­in mit „selb­ster­nan­nten“ Experten die das Kli­maziel tor­pedieren. Komisch, ich füh­le mich den­noch sauwohl unter diesen alten Män­nern.

    https://ludwigdertraeumer.wordpress.com/2017/01/19/ohne-strom-gehts-in-die-hoelle/

    Hier noch eine gute Seite zum The­ma: DZIG Punkt de

    • Die ÖR sind halt beson­ders kli­ma unfre­undlich und die übel­sten CO2-Sün­der. Die ver­bren­nen unsere Kohle und erzeu­gen dabei enorme Menge Sch*** als Abfall­pro­dukt.….

  5. Das ist alles rein emo­tionaler Beruhi­gungsquatsch. Das ganze Bun­de­samt für Bevölkerungss­chutz ist Emo-Dreck. Geht der Strom dauer­haft aus, wird ratz­fatz das Ben­zin vom Mil­itär beschlagnahmt. Die Leute wer­den erst ein­mal auch gar nicht informiert. Sie sollen denken, dass es bald wieder ange­ht, während die Ressourcen gekrallt wer­den. Man frisst erst mal nicht nach Verderb­barkeit, son­dern grillt. Die “Notfall”-Kochrezepte sprechen Bände. Sobald Leute ger­afft haben, dass es jet­zt ernst ist, wird sofort geplün­dert. Die Polizei kann dem Zusam­men­bruch der Zivil­i­sa­tion nicht Herr wer­den. Die Felder wer­den rapi­de abge­grast, obwohl alles danach in den Häusern verdirbt. Panik. Das ist auch nicht so wie zu Kriegszeit­en, in denen man noch alle alten Tech­nolo­gien plöt­zlich wieder aus­pack­en kon­nte. Die Kohle kommt nicht plöt­zlich vor­bei. Man hat auch keinen Ofen dafür. Kohlev­er­ga­sung (Stadt­gas) wird auch nicht mehr gemacht. Die Anla­gen fehlen.

    Ich hoffe inständig, dass wir keine Holodomor 2.0 erleben und die Leute endlich aufwachen. Das kann doch alles nicht wahr sein! Auch an Prep­per und Bit­coin­er sei gerichtet, dass wir endlich ums­teuern müssen. Ihr werdet euch mit Gulasch nicht vor dem Zivil­i­sa­tion­sein­bruch ret­ten kön­nen. Und all jenen, die hof­fen, dass ein Ende mit Schreck­en bess­er sei als ein Schreck­en ohne Ende und dass das “Grun­deinkom­men” oder der “Reiche” schon irgend­wie zahlen werde, sei gesagt, dass nicht Bill Gates der Kulak sein wird, son­dern ihr. Bill Gates entschei­det, dass ihr der Kulak seid, der an noch ärmere zu geben habe. Stal­in fror nicht im Win­ter. Annale­na Baer­bock wird nen fet­ten Diesel­gen­er­a­tor haben, wenn alles zusam­men­bricht und der Diesel beschlagnahmt wurde. IHR seid der Kulak. Und diejeni­gen, die meinen, dass Schmerz an sich zu Ein­sicht führt, soll­ten sich die Machter­grei­fung der Nazis noch ein­mal anschauen.

    Meine These ist, dass Hitler den Kom­mu­nis­mus gerettet hat. Die Linken lieben es darauf zu ver­weisen, dass Men­schen ein­mal in ein­er schlecht­en Lage eine gravierende Fehlka­lkul­tion vor­nah­men. Sei­ther wird die “Schuld” an Links-Bour­geoisie-Kri­tik­ern habituell mit deren Armut und mit Rat­ten­fängern erk­lärt. Das gibt Recht­fer­ti­gung beson­ders um sich zu schla­gen, wenn die Zeit­en schlechter wer­den, um den Auf­stieg der “Falschen” zu ver­hin­dern, die in der linken Reli­gion immer Nazis sind, weil für sie alle, die nicht links sind, Nazis sind.

    • Mal ern­sthaft, wenn ich mir so anse­he, wie sich die Men­schen so ver­hal­ten, erscheint der Holodomor 2.0 doch als wün­schenswert. Die ganzen Sklaven, die sich in jedes noch so wider­natür­liche Gesellschaftssys­tem eingliedern, und sich dann als pas­siv-aggres­sive anal-reten­tive NPC-Bevor­mundungswich­er auf­spie­len, müssen weg, son­st verder­ben sie die gesamte Men­schheit mit ihrer Sklaven­haftigkeit.

      Milder wärs natür­lich, wenn die derzeit­ige Impfkam­pagne darauf aus­gelegt ist, den Leuten die so blöd sind, sich exper­i­mentelle Gen­tech­nik spritzen zu lassen, weil sie feiern/shoppen/arbeiten wollen, und ebendiese exper­i­mentelle Gen­tech­nik ihnen fünf Jahre später Krebs schenkt, oder den plöt­zlichen Herz­tod, oder eine Autoimunerkrankung, oder wenig­stens Steril­ität. Die Ressourcen des Plan­eten gehen zur Neige, die Zustände sind all­ge­mein dys­genisch, i.e. Men­schen wer­den durch Sozial­staat, mod­erne Medi­zin, und diese ganze gegen­wär­tige Sklaven­moral immer düm­mer, schwäch­er, kränker, und, im all­ge­meinen, min­der­w­er­tiger gezüchtet, und zu irgen­deinem Zeit­punkt muss man die Bevölkerung­sex­plo­sion auch mal in den Griff kriegen. Warum also nicht die Ver­ant­wor­tung übernehmen, und das Richtige tun, statt zukün­ftige Gen­er­a­tio­nen unter der eige­nen Zim­per­lichkeit lei­den lassen?

      Das ist doch eine bessere Erk­lärung, als die, dass man alles run­ter­fahren muss, nur damit ein Paar Alte und Kranke noch etwas länger von geborgter Zeit auf Kosten der All­ge­mein­heit vor sich hin däm­mern kön­nen, und der Staat immer total­itär­er wer­den muss, um die von zunehmender Diver­sität und Min­der­w­er­tigkeit der Bevölkerung verur­sachen­den Kon­flik­te nicht überkochen zu lassen, wohlge­merkt, mit Per­son­al auf dem Qual­ität­sniveau, das man aus eigen­er Erfahrung ken­nt. Nie­mand will das, nicht mal Bill Gates.

      • Ben Gold­stein / Rolf: Sehr inter­es­sante Diskus­sion, ich denke, aber die Wahrheit liegt in der Mitte: Bill Gates ist durch seinen ver­stor­be­nen Kom­pagnon, Paul Allen, der die Rechte des “far­bigen” Krach­musik­ers Hen­drix erwarb, tief in kul­tur­marx­is­tis­che Strö­mungen ver­strickt. “Adorno meets Hen­drix” las ich ein­mal als Über­schrift, wobei ich aber nicht weiß, ob das Tre­f­fen wirk­lich stattge­fun­den hat. Ich habe aber bei Inter­ne­trecherchen fest­gestellt, dass man durch “back­ward mask­ing” bei Hen­drix oft auch das Wort “Vac­ci­na­tion” hören kann, was auf Deutsch “Imp­fung” heißt. Zudem ist mir die “Frank­furter Schule” und ihre Pro­tag­o­nis­ten nicht als Impfgeg­n­er bekan­nt. Wenn man sich das ein­mal vor Augen führt, wird auch das Prep­ping für das kün­ftige Stromde­saster ver­ständlich. Der Not­fall erfordert eben alles!

      • Das Prob­lem mit so einem Massen­ster­ben ist halt, dass man schnell mal bei den Toten lan­det oder Leute, die einem nahe sind, es auch tun. Aber ich kann das auf ein­er emo­tionalen Ebene nachvol­lziehen. Die ältesten Mythen han­deln von der Bestra­fung des dum­men Volks (Arche Noah, Sodom und Gomor­rah, Tanz ums gold­enes Kalb, die 10 Pla­gen …).

        Ich muss zugeben, dass ich die katholisch-evan­ge­lis­che Krawallthe­olo­gin Uta Ranke-Heine­mann (†2021) einst ganz lyrisch fand. Da war jemand, dem die Rach­sucht der Men­schen zu weit ging, eine Frau, die den Krieg in bit­ter­er Erin­nerung hat­te, und die Hölle, Bomben, Jesu-Kreuz-Men­schenopfer-Glaube in Bausch und Bogen verurteilte. Das sei nicht das Wesen des Schöpfers, son­dern unser fehler­haftes men­schlich­es Wesen. Das klingt sym­pa­thisch.

        Aber nach all den Jahren, in denen man nicht gehört wird, hat sich die Wut fast ver­stetigt. Vielle­icht haben die Medi­en auch recht, wenn sie von Hass sprechen. Anders als der Hass auf Weiße, Män­ner, Deutsche, Sonst­wasleugn­er etc. pp. ist er ja nicht unbe­grün­det. Man geht mit ihm sog­ar möglichst kon­struk­tiv um. Sask­ia Esken, Antifa, Al Sharp­ton und Black Lives Mat­ter kön­nen Kon­struk­tiv­ität nicht für sich beanspruchen. Die Leitme­di­en beze­ich­nen immer noch habituell west­liche Poli­tik­er wie Salvi­ni, Trump oder Orban als “recht­sradikal”. Freie Debat­ten zu Coro­na ins­ge­samt (Medika­mente, Immun­stärke ver­schieden­er Bevölkerungs­grup­pen, Sinn und Unsinn von Impf­stof­fen …) wer­den immer noch abgewürgt. In Deutsch­land ist “Reden” halt ein Standespriv­i­leg. Das englis­che “He has some­thing to say.” und das deutsche “Er hat etwas zu sagen.” haben fast diame­tral unter­schiedliche Bedeu­tun­gen. Im Prinzip kön­nen bei­de Sätze bei­de Bedeu­tun­gen annehmen, aber durch die jew­eilige Nutzung­shäu­figkeit­en wird die Bedeu­tun­gen de fac­to so verteilt, dass “He has some­thing to say.” bedeutet, jemand möchte noch etwas beitra­gen, während “Er hat was zu sagen” de fac­to heißt “Ey, ist der Sil­ber­rück­en, uga, uga!”. Das ist mehr als triv­ial, weil die Debat­ten­ver­weiger­er denken, sobald jemand anderes als sie selb­st redet, der andere automa­tisch die Mehrheit der Massen hin­ter sich brin­gen wird. Die haben abso­lut kein Ver­trauen darauf, dass sie recht haben kön­nten und ihre Mei­n­un­gen ein­er Über­prü­fung stand­hal­ten wür­den. Her­bert Mar­cuse nan­nte das “Repres­sive Tol­er­anz”, also das “unter­drück­erische” Mei­n­un­gen sich durch­set­zen wür­den, wenn man fair und anständig wäre, was Lin­ka ja dann auch kon­se­quent nicht sind.

        Was die ganzen ler­nun­willi­gen Massen ange­ht, bin ich sehr pes­simistisch, dass durch Schmerz an sich ein Lern­prozess begin­nt, solange die Kom­mu­nika­tion im Großen und Ganzen ges­teuert bleibt. Klar ist aber, sobald die Machtver­hält­nisse sich ändern, wen­den sich auch wieder die Hälse. Ich hätte bevorzugt, nie gewusst zu haben, wie wenige Men­schen tat­säch­lich meinen, was sie sagen. Auch 1933 gab es viele “Märzge­fal­l­ene”, also Wen­de­hälse. Ich hätte so viele Jahren nach dem Drit­ten Reich und nach dem Fall der Sow­je­tu­nion gehofft, dass Men­schen nicht nur Köpfe drehen, son­dern denken. Aber das wird immer nur ein­er Min­der­heit vor­be­hal­ten bleiben und mit Big Data und KI wird man diese Min­der­heit in der Zukun­ft früher ent­deck­en und kalt­stellen kön­nen.

        Über das “gezüchtet”, also über die Hard­ware, mach dir nicht so viele Gedanken. Das wäre alles reparier­bar, wenn die frei­heitliche Grun­dord­nung sich als solche wieder sta­bil­isieren kön­nte. Für die biol­o­gis­che Entwick­lung gibt es in Wahrheit viele Stellschrauben (frühere Schwanger­schaften, Dro­gen- und Alko­hol­prob­leme bei jun­gen Frauen in den Griff kriegen, Entide­ol­o­gisierung der Schul­bil­dung [neu­rol­o­gis­che Ver­net­zung bei Kinder­hir­nen] usw.). Der Hard­ware­nieder­gang ist ein langsamer, reversibler Prozess (wie Kli­maer­wär­mung). Was grad schnell abf*ckt, ist die Kul­tur! Und du weißt ja, dass Soft­ware und Hard­ware in ihrer Logik wech­sel­seit­ig erset­zbar sind. Auch die Endlichkeit der Ressourcen ist ein kleineres Prob­lem als oft behauptet wird. Als Energiequelle z.B. ste­hen prinzip­iell viele Möglichkeit­en zur Ver­fü­gung (v.a. im Kernen­ergiebere­ich). Wir f*cken nur ab, weil die Man­darine aus heit­erem Him­mel eine sinnlose Voll­brem­sung hin­le­gen. Die Geburten­rat­en sinkt im Moment weltweit. Das geht mir auch zu langsam, aber auch das ist ein Denk­faul­heit­sprob­lem und muss einen nicht zu Mord­fan­tasien treiben (die manche Leute Bill Gates unter­stellen).

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