Neue Verwendung für Leuchtmittel nach der Energiewende nach Art Ingrid Nestle?Hans-Wern­er Sinn ist Volk­swirt und Sozialdemokrat, was wie ein Anachro­nis­mus klin­gen mag, bedeutet let­ztlich, dass wenn man ihn von den Vorteilen der Energiewende überzeu­gen kön­nte, welche ja die all­ge­meine und allum­fassende Klim­agerechtigkeit auf Erden brin­gen und Mut­ter Natur ein Wohlge­fall­en sein soll, dann sollte er doch zu überzeu­gen sein, oder? Warum nur klappt das nicht, wo doch alles „durchgerech­net“ ist und alle Prob­leme längst „weggelächelt“ sind? Kli­ma ret­ten, Ökonomie auf nach­haltig drehen, Armut bekämpfen – das klingt wie Kinderüber­raschung und drei Dinge auf ein­mal, also warum sträubt sich aus­gerech­net Pro­fes­sor Sinn, den Plä­nen der Grü­nen Weltver­ste­her und ‑verbesser­er sein Plazet zu erteilen? In der Phoenix-Sendung „Unter den Lin­den“ und im Gespräch mit der Sprecherin der Grü­nen im Bun­destag in Sachen Energiewirtschaft, Ingrid Nes­tle, wird das sehr klar. Ich muss Sie war­nen, liebe Leser. Diese Sendung ist nicht leicht zu ertra­gen und ich muss Pro­fes­sor Sinn für seinen Lang­mut den Orden „Flo­hzirkus­di­rek­tor erster Klasse“ ver­lei­hen. Der Text, der nun fol­gt, fordert Ihren Langmut.

Es mag sein, dass die Zus­tim­mung zur These, der Men­sch und sein CO2 seien das Prob­lem der Men­schheit schlechthin, mit­tler­weile die Zugangskarte zum öffentlich-rechtlichen Medi­enuni­ver­sum ist. Aber das ist im Fall der Per­son Hans-Wern­er Sinn uner­he­blich. Seine Kri­tik an der Energiewende hat Weg und Ziel im Auge, nicht das Pos­tu­lat, warum sie über­haupt nötig sei. Ob und wenn ja warum und in welchem Umfang er der These zus­timmt, ist hier nebensächlich.

Anders Ingrid Nes­tle von den Grü­nen, deren Hal­tung ist völ­lig ein­deutig und frei von Zweifeln. Sie beklagt sofort den zu langsamen Aus­bau der Erneuer­baren, ohne den der Kohleausstieg nicht gelin­gen könne. Unter dem Mot­to „rede viel und schnell und in vie­len Schleifen“ bürstet sie bei ihrem fün­fund­vierzig­minüti­gen Wörter­board­ing zunächst Sinns Oskar-Fis­ch­er-Zitat vom Tisch, bei gle­ichzeit­igem Ausstieg aus Kohle und Atom hät­ten die Grü­nen ein Prob­lem. Das träfe so gar nicht zu, meint sie, denn 2022 sei man ja schon aus der Atom­en­ergie draußen. Mit anderen Worten, weil man sich bei dem einen Ausstieg beson­ders beeile, sei der andere ja nur noch halb so schlimm. Auch wo Ingrid Nes­tle die „großen ökonomis­chen Chan­cen der Erneuer­baren“ sieht, wenn diesen doch sofort die Puste aus­ge­ht, sobald die Zwangs­beat­mung mit Sub­ven­tio­nen wegfällt, bleibt ihr Geheim­nis. Man muss schon Sprecherin für Energiewirtschaft bei den Grü­nen sein, um diese Logik zu verstehen.

Sinn gegen Unsinn

Auf die konkrete Frage Sinns, wo denn unser Strom herkom­men soll, wenn Sonne und Wind ger­ade mal nichts liefern, kommt der übliche Phrasen­salat, den ich ver­suche, kurz in Klam­mern zu erwidern. „Eins haben sie schon genan­nt. Es ist sel­ten, dass Sonne und Wind gle­ichzeit­ig aus­fall­en“ (Das hat Sinn ger­ade nicht gesagt!)

„Wir haben heute mehr Spe­ich­er in Deutsch­land, als wir brauchen kön­nen. Tat­säch­lich ist es schwierig, die beste­hen­den Pump­spe­ich­er im Markt zu hal­ten“ (Kom­plet­ter Blödsinn! Das Geschäftsmod­ell von Pump­spe­ich­ern funk­tion­iert in der Energiewende nicht mehr und die Kraftwerke wer­den deshalb zu per­ma­nen­ten Sub­ven­tion­sob­jek­ten, weil sie nur als volatil­er Ange­bots-Lück­en­büßer bei gle­ich­bleiben­den Betrieb­skosten in Frage kom­men. Jed­er Bäck­er, der jeden Tag Teig vor­bere­it­et, aber nur back­en darf, wenn dem Biobäck­er von nebe­nan ger­ade das Mehl aus­ge­ht, ist nach einem Monat Pleite.)

„Und es gibt Flex­i­bil­itäten. Und ich glaube wir müssen anfan­gen es umzube­nen­nen in virtuelle Spe­ich­er, weil es gibt ganz ganz viele Tech­nolo­gien, die kön­nen genau das, was Spe­ich­er machen. Trimet Alu­mini­um, konkretes Beispiel, die kön­nen ihre Pro­duk­tion um 48 Stun­den ver­schieben und spe­ich­ern damit so viel wie zwei mit­tlere Pump­spe­ich­er“ (Auch das ist Kokolores, denn gespe­ichert wird da gar nichts, stattdessen wird die Pro­duk­tion ver­schoben, wofür man sich als Abwur­flast natür­lich bezahlen lässt. In diesen 48 Stun­den pro­duziert Trimet auch kein Alu­mini­um, son­dern lediglich „virtuell Strom“, während der echte ander­swo ver­wen­det wird. Im umgekehrten Fall kann Trimet die Anlage übri­gens nicht dop­pelt so schnell laufen lassen, falls mal beson­ders viel Strom „virtuell gespe­ichert“ wer­den soll. Wie die volatile Energi­eträger Sonne und Wind, deren Ver­füg­barkeit und Last nicht nur im Stun­den- oder Tages­bere­ich schwanken, son­dern ganz erhe­blich jahreszeitlich, über­haupt zum Geschäft ein­er Alu­mini­umhütte beitra­gen soll, lächelt Ingrid Nes­tle ein­fach weg. Die Kun­den von Trimet wer­den sich kaum mit Geld abspeisen lassen, wenn sie doch eigentlich Alu­mini­um kaufen wollen. Man kauft kein Met­all bei „virtuellen Kraftwerken“. Oder, um einen alten Flot­ten­spruch über Will­helmz­wo leicht abzuwan­deln: Und während Island schon Alu raushaut, hat Trimet noch an der Energiewende gebaut.

Dann wird es richtig absurd. Nes­tle wirft Sinn vor, er griffe sich immer nur eine einzige tech­nis­che Möglichkeit her­aus, um zu beweisen, dass diese nicht funk­tion­iert. Das ger­ade machte Sinn in sein­er Rech­nung aber nicht. Er bezog aus­drück­lich all das mit ein, was Ingrid Nes­tle euphemistisch als „ganz ganz viele Tech­nolo­gien“ beze­ich­nete. In der Rech­nung ver­schiebt und glät­tet Sinn den Bedarf, sog­ar um Monate, nicht nur um 48 Stun­den. Er unter­stellt sog­ar, dass alle Ver­brauch­er das immer so tun kön­nten! Er nimmt auch ide­ale Spe­ich­er ohne Ver­luste an. Er bezieht für den Spe­icherbe­darf ganz Europa mit ein…es reicht den­noch nicht. Nicht mal für die Energiewende der Stromver­sorgung. Von anderen Sek­toren, dem Verkehr, der Land­wirtschaft, der Wärmev­er­sorgung und indus­triellen Prozessen ganz zu schweigen! Wie weit soll man als Ökonom den Grü­nen denn noch ide­ale math­e­ma­tis­che Brück­en bauen, bis sie es begreifen?

Auch Nes­tles wieder­holte Hin­weise auf die Sek­torkop­plung sind ger­adezu absurd! Denn die anderen Sek­toren kämpfen ja mit densel­ben irrsin­ni­gen CO2-Ausstiegsszenar­ien wie der Strom­sek­tor. Nes­tle macht das Prob­lem also erst ein­mal größer und glaubt, es dadurch zu lösen. Die „Spitzen aus der Strompro­duk­tion aus Sonne und Wind“ will Ingrid Nes­tle in Wärmeerzeu­gung und Verkehr drück­en. „Wärme lässt sich sehr gut spe­ich­ern“ – ja, aber wo? Und Wofür? Wärme spe­ichert man für Wärme und kurzfristig. Will man sie in Elek­triz­ität umwan­deln, schlägt die Carnot-Schwelle zu. Wo sind die Spe­ich­er, mit denen sich beispiel­sweise die Julisonne in won­nige Jan­u­ar­wärme ver­wan­deln ließe? Oder die April­stürme, die im März ein Elek­troau­to aufladen? In Strate­giepa­pieren spe­ichert man lei­der nur Hirnge­spin­ste, jedoch keine Energie!

Solche Sek­torkop­plun­gen gibt es abseits der bewährten Kraft-Wärme-Kop­plung die weit vor der Energiewende erfun­den wurde, ger­ade nicht – außer natür­lich in Bezug auf die bekan­nten, neueren Las­ten, wie sie mit dem Pro­jekt „Elek­tro­mo­bil­ität“ entste­hen. Jed­er Tes­la, der irgend­wo im Land an einen Super­charg­er angeschlossen wird, bringt uns dem ener­getis­chen Black­out ein kleines Stückchen näher. Der Umstieg auf Erneuer­bare im Strom­sek­tor rückt also in Wirk­lichkeit in immer weit­ere Ferne, weil der Energiebe­darf im Verkehrssek­tor auch noch zur Elek­troen­ergie hinüber­wech­selt. Es ist, als brülle man Sisyphos ungeduldig an, weil er den Stein zu langsam den Berg hin­auf rollt. Und um ihm Beine zu machen, hängt man ihm noch einen Mühlstein um den Hals.

Egozentrisches grünes Weltbild

Sinn ver­weist auf die EU-weite geol­o­gis­che eStor­age-Studie, welche 2017 fest­gestellt hat, dass mit dem max­i­malen Poten­zial für den Aus­bau von Pump­spe­ich­ern 54% des europaweit­en Spe­icherbe­darfs im Endaus­bau der Erneuer­baren abgepuffert wer­den kön­nten. The­o­retisch! Dann stünde aber europaweit über­all dort ein Spe­icherkraftwerk, wo der Geolo­gen­ham­mer nieder­saust. Kaum auszu­denken und auch nicht ohne mas­sive Anwohn­er­proteste und Umsied­lun­gen mach­bar – let­zteres ist bekan­ntlich ein Totschla­gar­gu­ment gegen die Braunkohle­tage­baue, die uns nach ihrer Rena­turierung zumin­d­est inter­es­sante Land­schaften hinterlassen.

Die „Rena­turierung“, wie sie Folge der verko­rk­sten Energiewende sein wird, ist aber eher nicht von der Kat­e­gorie „Naher­hol­ung“, son­dern „Energie­man­gel­wirtschaft“. Ingrid Nes­tle zeigt an dieser Stelle, wie egozen­trisch und klein die Welt der Grü­nen wirk­lich ist, indem sie die 54% mit ein­er anderen Zahl wegzuwis­chen ver­sucht. „Ich glaube diese Zahlen [die der EU-Studie] nicht. Ich kann solche Dinge rech­nen. Wir haben heute 40 und sie sagen, mehr als 50 geht gar nicht?“

Sie hat­te über­haupt nicht begrif­f­en, worum es Sinn ging. Fix­iert auf den hero­isch her­beigerech­neten Anteil Erneuer­bar­er, der irgend­wie bei 40% in der Summe liegt, aber im Jahresver­lauf jet­zt schon zwis­chen nahe Null und weit über 100% schwankt, begreift sie ein­fach nicht, dass sich so keine Ver­sorgungssicher­heit her­stellen lässt. Und die eStor­age-Studie war sog­ar auf der Suche nach ein­er europäis­chen Lösung und kann sie den­noch, sog­ar was die the­o­retis­che Spe­icherka­paz­ität ange­ht, nicht finden.

Sind norwegische Speicher anders als deutsche?

Frau Ober­schlau denkt jedoch nur an deutsche Befind­lichkeit­en, für die sie gern die Nach­barn mit einspan­nt. Nor­we­gen etwa hat in diesem Plan keine andere Auf­gabe, als deutsche Energiespitzen abzupuffern, darf sich also bei Fer­tig­stel­lung des 2 Mil­liar­den Euro teuren Unter­seek­a­bels schon mal als elek­trisch beset­zt anse­hen. Übri­gens ist es sich­er kein Zufall, dass die Kapaz­ität dieses Kabels etwa der Leis­tung eines Atom­kraftwerks entspricht, und ger­ade dann fer­tig wer­den soll, wenn Philipps­burg II vom Netz geht. Höch­ste Zeit, möchte man meinen.

Nor­wegis­che Spe­ich­er scheinen also drin­gend benötigt zu wer­den, während deutsche Spe­ich­er ein­er­seits “kaum benötigt” wer­den und ander­er­seits „kaum im Netz zu hal­ten sind“. Find­en Sie das nicht auch etwas merk­würdig, liebe Leser?

Man wird sehen, wie belast­bar die Koop­er­a­tion mit nor­wegis­chen Laufwasserkraftwerken sein wird, denn um solche han­delt es sich. Wozu soll­ten die Nor­weger auch Pump­spe­ich­er bauen, Wasserkraft aus Staustufen reichte ja für ihren Eigenbe­darf bish­er aus. Im Win­ter, wenn in Nor­we­gen und auch bei uns erhöhter Energiebe­darf beste­ht, führen übri­gens auch nor­wegis­che Flüsse weniger Wass­er, weshalb im Ern­st­fall wohl eher in Ham­burg als in Oslo die Lichter aus­ge­hen werden.

Die „Unsicherheit der Märkte“

Nes­tles Ver­such, die Debat­te durch eine Art „Bas­ta“ der Fach­frau wieder an sich zu reißen, kommt mit ein­er Über­he­blichkeit daher, wie sie nur Men­schen auf­brin­gen kön­nen, denen die Sonne ihrer eige­nen Ide­olo­gie förm­lich aus jedem Knopfloch scheint. „Wir Tech­niker haben diese Optio­nen alle durchgerech­net und natür­lich funk­tion­iert das“ – ähn­lich hät­ten sich wohl auch Tep­co-Tech­niker aus Fukushi­ma am 10.3.2011 über die Tsuna­mi-Sicher­heit ihres Kraftwerks geäußert. Aber ich würde doch zu gern Nes­tles Rech­nung sehen, genau wie ich Baer­bocks Rech­nung sehen wollte (und nie zu Gesicht bekam). Beson­ders inter­essieren mich die Vari­ablen im Ver­brauch (Last) und unter welchen Umstän­den manche davon mit Null Energie auskom­men müssen.

Auch wollen die Grü­nen die „Unsicher­heit aus den Märk­ten nehmen“ – Unsicher­heit­en, die erst durch grüne Poli­tik in die Märk­te kamen! Man zer­schlägt mit dem ide­ol­o­gis­chen Ham­mer eine funk­tion­ierende Energiev­er­sorgung und bietet dann seine Exper­tise beim Wieder­auf­bau an. Das ist schon dreist. Nes­tle dazu: „Damals, als die Erneuer­baren wirk­lich teuer waren, da haben wir ganz viel zuge­baut in Deutsch­land“ – Exakt. Zum ungün­stig­sten Zeit­punkt und zum ungün­stig­sten Preis. Aber Geld spielte ja keine Rolle, weil das EEG aus­gerech­net die teuer­sten Energiefor­men bevorzugte. „…und wir haben es damit geschafft als Deutsch­land die Energieen­twick­lungskosten zu übernehmen“ – Auch richtig! Wir haben die Lernkurve der ganzen Welt bezahlt. Nur dass die Chi­ne­sen das alles am Ende eben um einiges gün­stiger kon­nten als alle deutschen Anbieter!

Die deutsche Solar­branche kam schon kom­plett unter die Räder des Welt­mark­tes, als die Sub­ven­tio­nen noch kräftig sprudel­ten. „…deshalb tra­gen wir noch den Ruck­sack EEG-Umlage mit uns herum. Aber jet­zt, wo wir ern­ten kön­nen, hören wir auf, zuzubauen“ – Doch der Zubau stockt vor allem, weil man mit dem verän­derten EEG dazu überge­gan­gen ist, Anla­gen wirk­lich auszuschreiben und nicht jedes Win­drad auf Teufel komm raus über den gesamten Investi­tion­szeitraum zu fördern.

Der Markt hat (teil­weise) über­nom­men und der sagt im Namen der Ver­brauch­er: werdet bil­liger! Vor allem deshalb wer­den kaum noch neue Anla­gen mehr gebaut. Mit den zu erzie­len­den Strompreisen lassen sich die Anla­gen ein­fach nicht betreiben. Gewin­ner im Sys­tem sind nicht die ehe­ma­li­gen Stromgi­gan­ten – gehen Sie mal auf eine Hauptver­samm­lung von Eon oder RWE, wenn sie Elend und Ver­fall sehen wollen – son­dern die Sub­ven­tion­sempfänger, die kein Risiko tra­gen müssen.

Rucksack EEG

Und während sich Ingrid Nes­tle über die tolle „Ernte“ des jahrzehn­te­lan­gen Sub­ven­tion­swahnsinns freuen möchte, müssen die ersten der Anla­gen bere­its wieder abge­baut und ver­schrot­tet wer­den. Die Reste find­en beim Ver­bren­nen oder dem „Zweit­markt“ in Ander­land eine ähn­lich sin­nvolle grüne Anschlussver­wen­dung, wie das Ver­schüt­ten von Altöl in Naturschutzge­bi­eten oder der Export von Elek­troschrott nach Afri­ka. Aus dem Auge, aus dem Umweltsinn. Den „Ruck­sack“ EEG tru­gen und tra­gen näm­lich die Ver­brauch­er, während den „Inve­storen“ sicher­er Gewinn und Risikolosigkeit garantiert wurde. Das gibt Ingrid Nes­tle sog­ar expliz­it zu wenn sie sagt „Was das EEG macht ist, es nimmt das Risiko aus der Investi­tion raus“. Eine gigan­tis­che Umverteilung von unten nach oben ist da im Gange, aber wen juckt das schon, wenn das grüne Gewis­sen nicht greint.

Ist die Sache denn wirk­lich so risiko­los? Lei­der auch nicht, weil das Risiko dann eben bei jenen liegt, die es den Betreibern der Anla­gen abnehmen – also beim regel­nd und bevor­mundend ein­greifend­en Staat, hin­ter dem der wehrlose Steuerzahler ste­ht. Dass die Betreiber des Zubaus der „Erneuer­baren“ nun plöt­zlich einem Preis­risiko aus­ge­set­zt sein sollen, weil die Sub­ven­tio­nen aus­laufen wer­den, gefällt der Wind- und Solar­lob­by ver­ständlicher­weise nicht.

Und weil Frau Nes­tle ger­ade in der ide­ol­o­gis­chen Ack­er­furche ist, bringt sie das Ham­mer­ar­gu­ment des Abends: „Tut man das Risiko rein, ver­di­enen die Banken einen Haufen Geld“ – und das sollen sie natür­lich nicht! Denn statt dass die Betreiber solch­er Anla­gen, die ja laut Aus­sage Ingrid Nes­tles so bil­lig pro­duzieren kön­nen wie nie, eine angemessene Risikobepreisung in Form von Zin­sen zahlen müssen, möchte man die Gewinne mit Steuergeld sub­ven­tion­iert lassen und das Risiko verstaatlichen.

Ingrid Nestle, die perfekte Besetzung für eine DDR-Plankommission

Es dürfte genau dieser Moment gewe­sen sein, in dem Pro­fes­sor Sinn das Wort „Wis­sensan­maßung“ erst­mals durch den Kopf ging, welch­es auszus­prechen er sich lei­der fast bis zum Schluss verkniff. Die Grü­nen maßen sich an, der große, hell­sichtige Plan­er und Lenker der Wirtschaft zu sein. Angesichts der Hybris, Pläne bis ins Jahr 2030 und darüber hin­aus festschreiben zu wollen, würde jed­er Chef der DDR-Plankom­mis­sion wohl blass wer­den vor Ehrfurcht und Neid.

Ein wichtiger pos­i­tiv­er Effekt, der dem EEG let­ztlich eigen sei, ist nach Nes­tle offen­bar die Auss­chal­tung der Banken, weil die Betreiber die Kohle direkt vom Staat bekom­men. Dass Banken die Dinger ohne­hin kaum noch anfassen, weil ganze Pleit­ewellen von Bürg­er­wind­parks und anderen windi­gen Anla­gen durch die Repub­lik und Europa gelaufen sind mal bei­seite. Da set­zt man doch lieber auf das dumme poli­tisch verteilte Geld der Steuerzahler.

Doch wenn Grüne Poli­tik­er fes­tle­gen, welche Finanzierun­gen durch Geschäfts­banken und welche durch Steuerknete zu erfol­gen hat, wie sollen sich da über­haupt Märk­te und Preise bilden? Das Geld, dass der Stromkunde ange­blich spart, weil er es nicht den „gieri­gen Bankern“ in den Rachen wirft, zieht der Staat dem Steuerzahler doch vorher aus der­sel­ben Tasche! Irgendw­er muss Nes­tle und ihren grü­nen Spießge­sellen doch mal verk­lick­ern, dass „Stromkunde“ und „Steuerzahler“ nur zwei Pseu­do­nyme für ein und densel­ben Beu­tel sind!

Und es kommt noch besser…

Frau Nes­tle, das alles klingt, mit Ver­laub, völ­lig übergeschnappt! Und mir gehen schon nach zwei Drit­teln der Sendung die pathol­o­gisieren­den Über­spitzun­gen aus. Noch eine Schippe drauf legt Nes­tle näm­lich mit ihrer Begrün­dung, warum die EEG-Förderun­gen unbe­d­ingt beibehal­ten wer­den müssen. Warum, fragt der ver­wirrte Leser, muss aber noch Geld fließen, wenn die Trans­for­ma­tion ein­er mick­eri­gen Indus­trie in eine Vorzeige-Indus­trie von Wel­trang längst gelun­gen sei?  Das kommt daher – und ich muss hier etwas ein­dampfen – weil der Ökostrom jet­zt so bil­lig ist und Ingrid Nes­tle endlich „die Ernte ein­fahren“ will. Geld ist offen­bar ein williger Ern­te­helfer – diese These zumin­d­est darf mit­tler­weile als bestätigt betra­chtet werden.

Warum man aber Ökostrom zuerst sub­ven­tion­iert, weil es son­st zu teuer wäre, dann aber diese Sub­ven­tio­nen beibehal­ten wer­den muss, weil der Strom jet­zt ange­blich bil­liger gewor­den sei, erschließt sich wohl nur einen Junkie, der auf der Suche nach dem näch­sten Schuss ist. Gründe eben! Frag‘ nicht so blöd, EEG-Zahler! Es han­delt sich hier­bei nur nicht um Hero­in, son­dern um die Nadel voller Steuergeld. Falls es noch nie­man­dem aufge­fall­en ist: Die Solarindus­trie in Deutsch­land ist längst an ein­er Über­do­sis Sub­ven­tion veren­det und bei der Windin­dus­trie kön­nen wir ger­ade das Delir­i­um eines kalten Entzugs bestaunen.

Verbote? Ach nicht doch!

Und so geht es weit­er und weit­er. Mein Kopf sinkt mal um mal verzweifel­ter und mit einem völ­lig un-athe­is­tis­chen „Oh mein Gott“ in meine Hände. Die Energiewende ist eben Kanzel- und Glaubenssache, wobei Ver­bote ihr schon hier und da auf die Sprünge…

Ein­spruch von Seit­en Nes­tles! Ver­bote seien die Pläne der Grü­nen näm­lich nicht, meint sie. Man wolle nur Preise „ger­aderück­en“, an „gewis­sen Stelle Leit­planken einziehen“ sowie Wirtschaft und Ver­brauch­ern die „vielfälti­gen Instru­mente“ zeigen – ein Begriff, der fatal an mit­te­lal­ter­liche Ver­hörmeth­o­d­en erin­nert. Das sei doch kein Verbot!

Doch, genau das ist es. Aber wir kön­nen uns auf den Begriff „Verun­möglich­machung“ ver­ständi­gen, wenn „Ver­bot“ zu hart klingt. Was später unmöglich gemacht wird, das kann man zwar noch wollen (es lebe der freie Wille), aber eben nicht mehr umset­zen. Selb­st in der DDR war es nicht ver­boten, sich vorzustellen, nach Aus­tralien auszuwan­dern. Verun­möglicht war es schon. Wo poli­tis­ch­er und finanzieller Druck aus­geübt wird, sollte man heute schon ein Ver­sorgungsamt oder Bun­destags­man­dat in der Hin­ter­hand haben, um dem Kon­for­mitäts­druck stand­hal­ten zu kön­nen und als Fir­ma auch der Ver­lock­ung der Bestechung durch Sub­ven­tio­nen wider­ste­hen. Let­zteren macht die Poli­tik näm­lich Ange­bote, die sie nur schw­er ablehnen kön­nen. Die Beto­nung dieses Satzes ler­nen wir in “Der Pate”. Ich finde ja ohne­hin, dass im Zusam­men­hang mit der Energiewende die Begriffe „Erpres­sung“ und “Mafia” viel zu sel­ten ver­wen­det werden.

Let­ztlich ver­sucht Ingrid Nes­tle sog­ar – und merkt es wohl nicht ein­mal selb­st – am Beispiel der Energiewirtschaft nachzuweisen, dass die Mark­twirtschaft prinzip­iell nicht funk­tion­ieren kann „weil nicht die richti­gen Investi­tio­nen in die Zukun­ft getrof­fen wer­den.“ Die Unsicher­heit sei zu hoch. Ach was! Der verblüffte Zuschauer erfährt also, dass Poli­tik­er, zumin­d­est die Grü­nen, richtiger und bess­er investieren kön­nen – die Grü­nen Gar­den ken­nen näm­lich nur Gewis­sheit­en, Unsicher­heit­en sind ihnen gän­zlich fremd! Das ist Wis­sensan­maßung wie aus einem Bilder­buch über poli­tis­che Mon­strositäten. Spätestens jet­zt müsste eine zit­ternde Faust mit Zigarre aus dem Grab Lud­wig Erhards her­vor­ra­gen. Doch nichts passierte, Nes­tle plap­perte noch fast 20 Minuten weit­er und Pro­fes­sor Sinn ver­mit­telte den Ein­druck, als sei er als Farb­ber­ater in eine Klasse Taub-Blind­er AHDS-Kinder geraten.

Fazit

Wenn Grüne von „Instru­menten“ oder „Leit­planken“ reden, braucht man ein schnelles Pferd. Auto geht ja dem­nächst nicht mehr, besor­gen Sie sich also einen guten Sat­tel. Ins­ge­samt sehe ich nach der­ar­ti­gen, völ­lig von Selb­stkri­tik freien Auftrit­ten wie dem Ingrid Nes­tles nur noch eine Spur schwärz­er für ein nen­nenswert indus­tri­al­isiertes Deutsch­land. Es wird immer so weit­erge­hen, nie­mand hört mehr auf die Bedenken der Kri­tik­er. Nach ein­er Scham­frist wird die Regierung die Verzwei­flungs­bremse „1000-Meter-Abstand-Regel*“ aufgeben, die Sub­ven­tio­nen wer­den wieder kräftiger sprudeln als gäbe es kein Mor­gen, weil „Risiko aus dem Sys­tem“ genom­men wer­den soll und unsere Nach­barn wer­den uns den Black­out so gut und lange es eben geht vom Halse hal­ten, weil sie an einem Black­out im Herzen Europas nichts zu gewin­nen haben.

Die Grü­nen, die Zauber­lehrlinge dieser verko­rk­sten „Ein­er geht noch, ein­er geht noch raus…“-Energiewende, wer­den den Laden schon noch nach­haltig gegen die Wand fahren. Der Schaden dürfte sich für das Uni­ver­sum in Gren­zen hal­ten. Das virtuelle Uni­ver­sum der Grü­nen, in dem die Sonne nie unterge­ht, in dem das Netz der Spe­ich­er ist, den man eigentlich nicht braucht, weil man so schlau ist, den man aber in Nor­we­gen zukauft, weil man so schlau ist…dieses Uni­ver­sum wird hof­fentlich nach­haltig Schaden nehmen. Eigentlich kann ich es kaum erwarten. Nach wie vor bitte ich jedoch um einige Tage Vor­warnzeit, ich muss näm­lich noch einige Vor­bere­itun­gen tre­f­fen.

Liebe Leser, wenn Sie es bis hier­her geschafft haben, möchte ich mich abschließend bei Ihnen für Ihre Engels­geduld bedanken. Der Text ist wirk­lich etwas zu lang ger­at­en. Im Ver­gle­ich zur Zeit, die gefühlt bei der Betra­ch­tung der Phoenix-Sendung ver­strich, verg­ing sie mir bei diese Rep­lik jedoch wie im Fluge.

* Auf­fäl­lig ist, dass Gren­zw­erte, die dem Schutz der Gesund­heit dienen, nur dann viel zu streng sind, wenn sie die Energiewende betr­e­f­fen. Solche Gren­zw­erte abzulehnen und in ihnen eine Gän­gelung sowie welt­fremde Wichtigtuerei und Ver­hin­derungspoli­tik zu sehen, ist zum Beispiel bei Stick­ox­i­den und Fein­staub nicht ges­tat­tet. Bei der Abstand­sregel von Win­dan­la­gen schon!

Vorheriger ArtikelClaudia Kemfert als Herold der Heruler
Nächster ArtikelDer Planet kippt just in time

26 Kommentare

  1. Das Prob­lem sind nicht die Grü­nen, denn sie haben ja eigentlich keine Mehrheit. Das Prob­lem sind die meis­ten anderen Parteien, die in einem Kuschelkurs diese grüne Ide­olo­gie unterstützen.

    • Lei­der sind, wie die let­zten Wahlen beweisen, nicht nur die anderen Parteien das Prob­lem. Das Prob­lem ist in der Haupt­sache der Wäh­ler, der medi­engetrieben den Grü­nen in Scharen hin­ter­her­läuft. Man möchte meinen der Rat­ten­fänger von Hameln sei wieder aktiv. Aber wo soll es denn bei diesem Bil­dungssys­tem und der alltäglichen Reizüber­flu­tung auch her kom­men? Wer clever und jung ist kann diesem Deutsch­land nur noch den Rück­en zudrehen!

      R. S.
      Dipl.-Ing. für Umweltwissenschaften und Verfahrenstechnik

  2. Später Leser­brief, aber ich fand erst jet­zt die Zeit, mir diese Sendung mal anzuschauen.

    „Diese Sendung ist nicht leicht zu ertra­gen und ich muss Pro­fes­sor Sinn für seinen Lang­mut den Orden „Flo­hzirkus­di­rek­tor erster Klasse“ verleihen.“

    Das war aber eine glat­te Untertrei­bung. Diese Sendung oder vielmehr der Blödsinn, den Nes­tle da vorträgt, ist nicht nur nicht leicht, son­dern über­haupt nicht zu ertra­gen. Ich bin bei den 48 Stun­den Pro­duk­tion­sun­ter­brechung bei Trimeth als virtuellem Strom­spe­ich­er aus­gestiegen. Meine Güte, wenn der­ar­tige Dummschwätzer*innen die Ver­siertheit der deutschen Sach­poli­tik repräsen­tieren, dann wun­dert mich gar nichts mehr.

  3. Sehr guter Artikel! Danke dafür. Es macht einem Mut, man ist mit der Ein­schätzung der Lage, und ins­beson­dere der Grü­nen, nicht allein. Heinz-Wern­er sinn muss man loben. Ein Hoffnungsträger!

  4. Schauen Sie sich die let­zten 10 Minuten der Sendung genau an und acht­en Sie auf die Kör­per­sprache der Frau Nestle.
    Da spätestens näm­lich weiß sie, dass Herr Prof. Sinn die besseren Argu­mente vorge­bracht hat­te und nun hil­ft ihr bloß der Rück­zug auf die emo­tionale Ebene. Sie zeigt das in ein­er eher kindlichen Art durch kör­per­lich­es Weg­drehen, Gri­massen und Gelache. Von da an ist jede Diskus­sion (Aus­tausch von Argu­menten) sinnlos.

    Ich möchte ihr zugute hal­ten, dass sie es, ide­olo­giebe­seelt, gut meint und nicht bewusst etwas Unrichtiges ver­tritt. Mein­er Ein­schätzung nach ist sie, wie so viele, die medi­en­wirk­sam in der Öffentlichkeit ste­hen, willige aber naive Erfül­lungs­ge­hil­fin der tat­säch­lichen Energiewendeprofiteure.

    Es geht doch bloß um Geld. Viel Geld. Dem soll­ten Sie, verehrter Herr Letsch, folgen.

  5. Sehr geehrter Herr Letsch, vie­len Dank für diesen betören­den Ein­blick in das grüne Toll­haus. Inhaltlich haben Sie alles Nötige geschrieben. Und munter klapst die Müh­le am Bach. Frau Res­tle oder Bestle oder was-auch-immer ist die „Sprecherin der Grü­nen in Energiewirtschaft“, habe ich das recht ver­standen? Sprecherin & Denkerin? Sie „kann solche Dinge rech­nen“? In echt? Mit Taka-Tuka-Math­e­matik? Mit Hula-Hop-Energie? Mit Pen­del­logik? Lachen nun die Kobolde und kreisen wie irre im Netz? Oder ist das Wahn­hafte nur eine Cam­ou­flage des Betrügerischen, ein adap­tiert­er Habi­tus? Wenn Sie passende Vok­a­beln suchen, so hält das Lateinis­che einige plas­tis­che bere­it, z.B.: astro­sus, insanus, delirus, lam­phati­cus, phre­neti­cus, lym­pha­tus, amens, cere­bro­sus, vesanus, demens, furio­sus. Dür­fen wir von einem asy­lum astrosarum virid­i­um sprechen, welch­es die Heim­stätte der „Sprecherin“ ist? Das wäre nicht das Prob­lem, würde der Dt. Dack­el in sein­er Masse nicht alles so hin­nehmen unter der mater inep­to­rum omnium.

  6. Ich habe den Ein­druck, beson­ders die Grü­nen leg­en großen Wert darauf ihre Poli­tik­er mit Auf­gaben zu betrauen denen sie auf Grund ihrer Vor­bil­dung nicht gewach­sen sind.
    Vor zwei Tagen hat Frau Kot­ting-Uhl in Welt Online einen Beitrag mit dem Titel “Atom­kraft ist von gestern ” veröf­fentlicht. Nun kann man ja zur Atom­kraft ste­hen wie man möchte, aber Frau Kot­ting-Uhl kommt zur Ein­schätzung, nicht nur die beste­hen­den Atom­kraftwerke sind von gestern son­dern auch die Reak­toren der neuesten Gen­er­a­tion sind es und Fusion­skraftwerke kämen nie ans Laufen.
    Nun muss man wis­sen, Frau Kot­ting-Uhl hat Ger­man­is­tik, Anglis­tik und Kun­st­geschichte ohne Abschluss studiert. Woher nimmt diese Frau also das Fach­wis­sen für ihre präzise Expertise?
    Wie man sieht, Frau Nes­tle ist mit ihrem aus­geprägten Fach­wis­sen nicht allein bei den Grünen.
    Und ich freue mich auf die Zeit, wenn diese Experten unser Land führen.

  7. Ich hat­te immer gedacht, Frau Baer­bock sei die einzige Frau bei den Grü­nen, die sooo “intel­li­gent” ist, aber diese Frau ist noch vii­i­iel “Intel­li­gen­ter”.

  8. Es gibt hierzu­lande viele Leute, die die Grü­nen gut find­en. Grob über­schla­gen und rein ten­den­ziell prog­nos­tiziert, ich bin mal so frei: 20% Grüne, dann 15% Linke und immer­hin noch 10% SPD. Da sich die Union nicht mehr unter­schei­det und auch noch 20% Zus­pruch erhält, hat der Wahnsinn die Mehrheit. Diese 65% wer­den noch von 5% Ori­en­tierungslosigkeit der FDP unter­stützt. Ist doch alles klar. Das Ergeb­nis bes­timmt eine Wäh­ler­schaft von 45% der Wahlberechtigten, also die Min­der­heit. Der Wahnsinn nimmt seinen Lauf und alle freuen sich — noch. Wenn es dann ein­mal so weit ist, dass Heulen und Zäh­neklap­pern ange­sagt ist, kommt vielle­icht wieder Ver­nun­ft ins Spiel und in 50 Jahren ist wieder alles repari­ert — vielle­icht. Voraus­ge­set­zt es gibt noch ein­mal so eine Chance wie den Marshallplan.

  9. Vie­len Dank für diese scho­nungslose Demask­ierung dieser abso­lut welt­frem­den Öko­marx­istin. Und nein, der Text ist nicht zu lang ger­at­en. Im Gegen­teil, ich hätte gern noch schmun­zel­nd weitergelesen.

    • Ist das eine Gruselkomödie? Zum Schmun­zeln war mir dabei nicht. Ich emp­fand es eher wie der Autor: Der Wahnsinn nimmt seinen Lauf und lässt sich nicht aufhalten.

      • Ich habe die Sendung live gese­hen. Und ja, für mich war es eine Gruselkomödie, die nur mit ein­er gesun­den Por­tion Sarkas­mus halb­wegs erträglich war. Dass es ander­er­seits erschreck­end ist, welch real­itäts­fremde skur­rilen Typen für die Grü­nen im Bun­destag sitzen, ste­ht natür­lich auf einem anderen Blatt. Für mich ste­ht schon lange fest, dass es mit unserem Land noch viel steil­er abwärts gehen muss, bevor es wieder auf­blühen kann. Mit Fig­uren wie Nes­tle, Habeck, Baer­bock & Co. dürfte der Auf­prall nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.

  10. Ich habe da zufäl­lig eingeschal­tet und habe mich nur gefragt, wer wählt so etwas? Nach Umfra­gen über 20% — und wer Union oder SPD wählt, wählt ja auch grüne Poli­tik automa­tisch mit.

    • Vergessen Sie die Blutroten und die Gel­ben nicht, die zählen auch zur Rot­front-Neuau­flage in der DDR 2.0. Zusam­men 87 Prozente. Der Kom­mu­nis­mus wird siegen.

  11. Es ist egal, ob Nes­tle, Hofre­it­er, Trit­tin, Schulz&Schulze Unsinn reden. Der Deutsche Wäh­ler möchte endlich bei den Guten sein und die Welt mitret­ten dür­fen. Er fol­gt jeden Spin­ner. Logik spielt keine Rolle. Kollek­tives Dun­ning-Kruger Effekt fördert den Weg zur Idiokratie. Quoten sind ein Riesen­schritt dahin. Wer würde noch fliegen, wenn der Pilot per Quote aus den Pas­sagieren gewählt wird.

  12. Mir scheint, es geht nicht anders, als die Anleitun­gen für “Prep­per” zu studieren und das für sich selb­st Passende zu unternehmen. Der Autor geste­ht es ja! Er bit­tet vor dem Black­out um einige Tage Auf­schub, um seine Vor­bere­itun­gen zu treffen!

  13. “auf der Suche nach dem näch­sten Schuss ist. Gründe eben! Frag‘ nicht so blöd, EEG-Zahler!”
    .
    Gründe = Grüne ?

  14. Ver­mut­lich hat diese Energie­ex­per­tin zu oft in dem Kinder­bilder­buch von der Maus Fred­erik geblättert.
    Während die anderen Mäuse im Som­mer fleißig Vor­räte für den Win­ter ein­sam­melten, lag Fred­erik nur müßig in der Sonne. Auf sein Ver­hal­ten ange­sprochen, sagte er, dass er Son­nen­strahlen für den Win­ter einsammele.
    So geschah es, dass für die Mäuse auch im Win­ter die Sonne die nötige Wärme brachte.

    Geht doch !!

  15. Just in time, das sollte auch für den Strom gel­ten. Verträge mit den Son­ni­gen und Windi­gen gehören angepasst. Ein Beispiel : “Am 24. Dezem­ber verpflichtet sich das Unternehmen “Woher-auch-Immer” zur Liefer­ung von x Wattstun­den zwis­chen 18 und 22 Uhr. Bei Nichter­fül­lung wird eine Kon­ven­tion­al­strafe von 10.000.000 € festgelegt.”
    Schnell wäre der Spuk beendet.

  16. Es ist nicht zu fassen. Aber es ist nie­mand, zumin­d­est in der sog. Regierung, in der Lage, die Auswirkung von solchen idi­o­tis­chen Entschei­dun­gen zu begreifen. Es bleibt nur der Satz: Gefährlich wird es, wenn Dumme fleis­sig werden.

  17. Die grüne Nes­tle, die außer der Wis­sensan­maßung auch noch die Ahnungslosigkeit­sober­ho­heit erfun­den hat, ward hier­mit per­fekt gegrillt und durch die Win­sch gedreht, so wie es ihr gebührt. Nicht zu lang!, beileibe nicht.

Kommentarfunktion ist geschlossen.