Wenn es den TTIP-Geg­n­ern darum geht, zu erk­lären, was der fun­da­men­tale Unter­schied zwis­chen dem deutschen und dem amerikanis­chen Sys­tem ist, hört man immer wieder fol­gen­des Argu­ment. Die Amerikan­er ver­fahren nach dem „Nach­sorgeprinzip“ – das bedeutet, Anbi­eter von Waren und Dien­stleis­tun­gen dür­fen erst mal alles, bis es kracht. Die ver­ant­wor­tungsvollen Deutschen hinge­gen ver­fahren nach dem „Vor­sorgeprinzip“ – in diesem Fall muss der Anbi­eter nach­weisen, dass sein Pro­dukt unge­fährlich ist. Soweit die The­o­rie.

Wie ist unser heiliges Vor­sorgeprinzip aber mit der deutschen Unsitte vere­in­bar, ton­nen­weise Splitt auf mar­o­de Straßen zu schüt­ten und den Aut­o­fahrern durch ein Schild zu ver­ste­he zu geben, „Los, fahrt das mal alle schön fest!“, ganz gle­ich ob man aus dieser Zwangs-Aushil­fs-Bauar­beit­er-Num­mer mit Lack‑, Unter­bo­den- oder Glass­chä­den her­auskommt? Von der fehlen­den Frei­willigkeit ganz zu schweigen!

Haben wir die man­gel­nde Vor­sorge im Straßen­bau etwa auch einem bösen Frei­han­delsabkom­men zu ver­danken? Muss ja! Denn auf die Idee, seine Steuerzahler der­art dreist zu Fron­di­en­sten zu zwin­gen – und über KfZ- und Min­er­alöl­s­teuer auch noch dafür bezahlen zu lassen – würde man in Deutsch­land nie kom­men.

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1 Kommentar

  1. Der deutsche Men­sch ist anscheinend zu doof um zu wis­sen, dass es nicht möglich ist die Nich­tex­is­tenz
    eines Objek­tes oder Konzeptes zu beweisen. Karl Pop­per ist den meis­ten ein Pop­musik­er. Sie glauben aber gerne an eine Mehrheitsmei­n­ung in der Wis­senschaft. Diese Dinge sind nicht zu ändern, da ja schon im Kinder­garten und der Schule indok­triniert wird. Lehrer haben mehr Ein­fluss als die Eltern. Die Eltern sind meis­tens zu doof und die Großel­tern eben­falls, alters­be­d­ingt. Was soll denn aus ein­er Nation wer­den die nicht mal Nation sein will.
    In Deutsch­land reicht es schon vom Risiko eines Risikos zu fan­tasieren und die deutsche Welt ste­ht Kopf. Wer dreht diesen ganzen NGO’s den Geld­hahn zu. Wer führt ein Strafrecht für die Ver­wal­tung bei Geld­ver­schwen­dung ein und für Falschberichter­stat­tung in den Medi­en, die man auch per Zwangs­ge­bühr bezahlen muss. Wenn das nicht geschieht geht Deutsch­land unter. Bestes Beispiel ist die Energiebranche, die durch die Poli­tik, die ja auch in den Auf­sicht­sräten sitzt sitzt, zer­stört wird. Als näch­stes fol­gt die Auto­mo­bilin­dus­trie. Wer braucht denn noch Motore, Getriebe usw. wenn man der Utopie des Elek­tro­verkehr­swahns fol­gt. Dann kommt die böse Chemie dran und dann die Phar­maun­ternehmen. Wie lange die Land­wirtschaft noch durch­hält weiß kein Men­sch. Alles soll BIO wer­den mit hal­ber Ernte und viel Mais. Ein Wahnsinn !

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