Ganz in Rosa ste­ht sie da. Das Mod­ell im Film gewor­de­nen Prinzessin-Lil­lifee-Alb­traum mit Hijab – dafür ohne Gela­tine. Das neue Kam­pag­nen-Gesicht der Fir­ma Kat­jes lächelt züchtig ver­schleiert von Plakat­en und in Bahn­höfen und in den sozialen Medi­en fährt die Empörung steil hoch. Eigentlich ist es nur eines von drei Gesichtern der Kam­pagne, aber die anderen bei­den kom­men in der öffentlichen Wahrnehmung kaum vor. Die sieht näm­lich einen Hijab und dreht gepflegt durch. Um die tat­säch­liche Wirkung abschätzen zu kön­nen, wollte ich aber noch ein paar Tage warten. Geht mehr als ein Auf­schrei in sozialen Medi­en durchs Land? Melden sich empörte Poli­tik­er zu Wort? Gibt es ein Kom­men­tar-Echo in den soge­nan­nten Leitme­di­en, wo den Men­schen gesagt wird, wie sie sich zu dieser Sache zu ver­hal­ten haben? Sendet die ARD einen “Bren­npunkt”? Nichts der­gle­ichen — und diese Tat­sache spricht Bände!

Genau das hat­te ich näm­lich erwartet. Es wurde sehr sach­lich berichtet, man verzichtete sog­ar – soweit ich das ver­fol­gen kon­nte – auf die son­st üblichen Stem­pel für die zorni­gen Bürg­er, die bei anderen Gele­gen­heit­en schnell als Ras­sis­ten, Islam­o­pho­bik­er und Schlim­meres tit­uliert wer­den. Bei “Emma”, wo in Deutsch­land die let­zten echt­en Fem­i­nistin­nen poli­tis­ches Asyl haben, ist man empört und tut das, was man schon seit Jahren in Fällen „fahrläs­siger Ver­schleierung“ macht: man set­zt haarklein auseinan­der, was die wirk­liche Bedeu­tung dieser Kopf­be­deck­ung ist, was sie in Län­dern aus­löst und begün­stigt, in denen sie Pflicht ist und was aus unser­er Gesellschaft würde, wenn wir uns aus falsch ver­standen­er Tol­er­anz mit den Erk­lärun­gen abspeisen ließen, die uns der Islam zur Ver­schleierung der Frau gibt. Aus­drück­lich unter­schreibe ich jedes Wort dieses Artikels, ich sehe das genau­so.

Ein Blick auf das ganze Bild

Und den­noch muss ich hier mal einen Schritt zurück­treten, um einen weit­eren Blick auf das zu wer­fen, was hier im Land ger­ade passiert. Ich werde zum all­ge­meinen Entset­zen gle­ich mit ein­er schal­len­den Ohrfeige starten:

Warum eigentlich sollte die Indus­trie die Kämpfe aus­fecht­en, die Poli­tik und Zivilge­sellschaft längst ver­loren gegeben haben oder die sie nie ern­sthaft führten?

„Erst kommt das Fressen, dann die Moral“ schwadroniert Brecht in der Dreigroschenop­er. Diese anti-bour­geoise Kampf­pa­role bekommt heute erst Sinn, wenn man sie umdreht: Die Moral bes­timmt, was auf den Tisch kommt. Und diese „Moral“, ist die Summe unser­er Geset­ze, Tra­di­tio­nen, gesellschaftlichen Nor­men und hitzig geführten Debat­ten, aus denen sich die Regeln unseres Zusam­men­lebens her­leit­en. Eigentlich mag ich ja nicht immer nur schlechte Nachricht­en über­brin­gen, ger­ade jet­zt, da der Empörung Flügel zu wach­sen scheinen. Aber ich muss es wohl tun: der Drops „Akzep­tanz der Vol­lver­schleierung“ ist in Deutsch­land und Europa längst gelutscht!

Der verlorene Kampf gegen Hijab und Kopftuch

Dieser Kampf wurde an vie­len Fron­ten nur halb­herzig gekämpft und ver­loren! Er wurde ver­loren vor Gericht­en, wenn es um Lehrerin­nen oder andere Staats­beamte ging. Er wurde ver­loren in Schwimm­bädern, die Burki­nis ges­tat­teten und Geschlechterseg­re­ga­tion zuließen. Er wurde ver­loren in Medi­en, die Hijab und Kopf­tuch bunt schrieben und zum Sym­bol von Fem­i­nis­mus, Selb­st­bes­tim­mung und Lebens­freude umdeuteten. Er wurde ver­loren, weil er dem laten­ten Anti­amerikanis­mus, der mit dem Feind­bild Trump fröh­liche Urstände feiert, in Gestalt von „pro­gres­siv­en Islamistin­nen“ wie Lin­da Sar­sour hin­ter­her hechelt. Die Indif­ferenz unser­er Poli­tik, die sich jahre­lang weigerte, zum wach­senden islamis­chen Ver­schleierungszwang all­ge­meine Regeln zu definieren und diese zumin­d­est auf staatlich­er Ebene durchzuset­zen, hat dazu geführt, dass weite Teile der Bevölkerung heute nicht wis­sen, wie sie sich zu diesem The­ma ver­hal­ten sollen oder über­haupt noch dür­fen! Man hat es zuge­lassen, dass die Kri­tik­er von Kopf­tuch und Hijab aller erden­klichen fin­steren Absicht­en bezichtigt wur­den, hat sie des Recht­sex­trem­is­mus und der Islam­o­pho­bie beschuldigt und die andere Seite, die Seite der Ver­schleierung, dadurch in den hell­sten Far­ben geze­ich­net. Man hat stillschweigend mit ange­se­hen, wie ara­bis­che oder per­sis­che Frauen, welche die Bedeu­tung und den Zweck der Ver­schleierung selb­st erlebt und diese abgeschüt­telt und sich emanzip­iert haben, als Nest­beschmutzerin­nen beschimpft wur­den, denen es ein­fach an Tol­er­anz fehle. Vielle­icht war das nicht beab­sichtigt, aber das Ergeb­nis all dieser kleinen und großen Kapit­u­la­tio­nen kön­nen wir nun bei vie­len Gele­gen­heit­en bewun­dern, zum Beispiel in der Kat­jes-Kam­pagne. Doch Ursache und Wirkung lassen sich nicht so ein­fach umdrehen. Die Wer­bung schafft keine gesellschaftliche Akzep­tanz, sie reagiert darauf.

Die Mark­twirtschaft ist nur ein Wirtschaftssys­tem, kein Regel­w­erk für das Zusam­men­leben von Men­schen und schon gar keine Samm­lung moralis­ch­er Werte. Bil­dung, Kinder­erziehung, Tra­di­tion oder Kul­tur … auf all das gibt sie keine Antworten. Sie bietet aber jedem, der sich erfol­gre­ich Regeln und Freiräume geschaf­fen hat, genau die Waren und Dien­stleis­tun­gen, für die sich Märk­te gebildet haben. Wer also sehen will, welche Nor­men sich in einem Land bere­its etabliert haben, der höre nicht auf die Debat­ten und Demon­stra­tio­nen – der schaue auf die Märk­te, die ent­standen sind und die unsere Mark­twirtschaft wie selb­stver­ständlich bedi­ent. Nike verkauft Sport-Hijabs nicht aus Pro­voka­tion, son­dern weil es der west­lichen Gesellschaft nicht gelun­gen ist, den Sport freizuhal­ten von religiösen Inter­pre­ta­tio­nen. Mat­tel verkauft Hijab-Bar­bi­es, weil unsere freie und demokratis­che Gesellschaft offen­bar keine aus­re­ichende Anziehungskraft auf gewisse mus­lim­is­che Milieus hat, wo Kinder stattdessen in überkomme­nen, tradierten Wertvorstel­lun­gen erzo­gen wer­den. Kat­jes-Süßkram war schon immer frei von Schweinereien – nur hat man jet­zt einen willkomme­nen „Mehrw­ert“ dieser Tat­sache ent­deckt.

Wo die Debatte hingehört und wohin nicht

Die Debat­te ver­sucht nun, die Fort­set­zung der ver­lore­nen Schlacht­en um Wertvorstel­lun­gen und Moral dem Markt aufzu­drück­en. Der jedoch funk­tion­iert nach dem Shakespeare’schem Mot­to „Was ihr wollt“ – um das Brecht’sche „Wie wollt ihr leben – und wie nicht“ hät­ten sich Poli­tik und Zivilge­sellschaft küm­mern müssen, worin sie lei­der jäm­mer­lich ver­sagt haben.

Und Kat­jes? Die Mach­er der Kam­pagne sehen sich mit zwei Vor­wür­fen kon­fron­tiert. Einige zum Belei­digt­sein neigende Mus­lime regen sich darüber auf, dass das Mod­ell keine „echte Mus­li­ma“ sei – was angesichts der fortwähren­den Beteuerun­gen, der Hijab sei let­ztlich auch nichts anderes als ein Klei­dungsstück, unfrei­willig lächer­lich wirkt. Eine Stel­lung­nahme an die Adresse der Kri­tik­er der Vol­lver­schleierung zeigt hinge­gen vor allem Hil­flosigkeit und Über­raschung des Zuck­erverkäufers:

Die Ziel­gruppe von Kat­jes ist vielfältig. Die drei Gesichter der Kam­pagne ste­hen jede für sich für die junge, fröh­liche, natür­liche und etwas freche Seite der Marke. Mit der Kam­pagne sprechen wir ins­beson­dere junge Frauen an, die Spaß am Leben haben und sich dabei bewusster ernähren. Dazu zählen auch junge Mus­lim­in­nen, bei denen der Verzicht auf tierische Gela­tine eine bedeu­tende Rolle spielt — ob sie Kopf­tuch tra­gen oder nicht. Wir zeigen somit in der Kam­pagne unsere Ziel­gruppe. Ken­nen Sie schon die anderen bei­den Kam­pag­nen­mo­tive?“

Diese naive Ehrlichkeit zeigt, wie über­rascht man von den Protesten war. Man schlussfol­gerte aus dem Stand der medi­alen und poli­tis­chen Kapit­u­la­tion auf die Akzep­tanz der Kun­den – und lag damit gründlich daneben. Deshalb habe ich zum Abschluss eine Bitte an meine Leser: delegiert gesellschaftliche Debat­ten nicht an die Wirtschaft, da gehören sie nicht hin. Werdet euch darüber klar, dass eine Mark­twirtschaft stets inner­halb der Gren­zen und Regeln agiert, die man ihr set­zt. Krauss-Maf­fei-Weg­mann verkauft Panz­er in die Türkei, weil es ges­tat­tet ist, Kat­jes wirbt mit mus­lim­is­ch­er Ver­schleierung, weil man sich davon Umsätze ver­spricht und der Ver­hül­lungslap­pen fälschlicher­weise zum Sym­bol von Selb­st­bes­tim­mung und Frei­heit hochge­fiedelt wurde. Wäre der Hijab in Deutsch­land nur ein Sym­bol der Unter­drück­ung der Frau und des islamis­chen Patri­ar­chats, wie er es ver­di­ent, kön­nten wir auf den Kat­jes-Plakat­en eine unver­schleierte Vicen­ca Petro­vic sehen. Warum dies heute lei­der anders ist, habe ich zu erk­lären ver­sucht. Zum Glück ist nicht in Stein gemeißelt, dass dieser Zus­tand so bleiben muss.

Bis zum 31.7.2018 noch nicht. Ab dem 1.8.2018 wird die Anzahl der Hijab, Kopf­tuch, Niqab und Bur­ka tra­gen­den Kon­sumentin­nen in Deutsch­land rasch zunehmen, an welche Kat­jes Süßigkeit­en verkaufen kann.

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17 Kommentare

  1. Diskri­m­inierung von Män­nern und „Ungläu­bi­gen” seit­ens Mus­li­mas durch deren „Verklei­dung”.

    Die Tat­sache, dass es gegen­wär­tig zu beobacht­en ist und es auch schon in der näheren Ver­gan­gen­heit zu beobacht­en war, dass sich in Deutsch­land und anderen west­lichen Län­dern mus­lim­is­che Mäd­chen und Frauen (Mus­li­mas) mit zunehmender Ten­denz mehr oder weniger voll­ständig „verklei­den“ (z. B. durch Kopf­tuch, Bur­ka und Burki­ni), hat seinen primären Grund sich­er darin, dass sie es, religiös motiviert, ver­mei­den wollen, dass ins­beson­dere ihre männlichen Mit­men­schen und soge­nan­nte „Ungläu­bige“ bei­der­lei Geschlechts sie in dem äußeren Erschei­n­ungs­bild in Augen­schein nehmen kön­nen, wie es ganz nor­male und ort­sübliche Klei­dung möglich machen würde. Als „ungläu­big“ gel­ten Frauen und Män­ner, die keine Mus­lime sind und wohl auch Mus­li­mas, die keine „Verklei­dung“ tra­gen, die sie als Mus­li­mas ausweisen würde.

    Der Dünkel, der durch die „Verklei­dung“ der Mus­li­mas zum Aus­druck gebracht wird, hat seinen Ursprung in dem Glaubenssys­tem (1), dem die Mus­li­mas regelmäßig schon in früh­ester Kind­heit unter­wor­fen wur­den. Dem Glaubenssys­tem kön­nen die Mus­li­mas expliz­it und impliz­it ent­nehmen, dass Mus­lime / Mus­li­mas im Ver­hält­nis zu soge­nan­nten „Ungläu­bi­gen“ bei­der­lei Geschlechts eine her­aus­ge­hobene Posi­tion inne haben (z. B. Sure 3, Vers 110). Dabei scheint es nicht zu inter­essieren, dass in dem Maße, wie sich z. B. Mus­li­mas gegenüber Män­nern und soge­nan­nten „Ungläu­bi­gen“ bei­der­lei Geschlechts als qual­i­ta­tiv bessere Men­schen empfind­en und deswe­gen meinen, sich ihnen gegenüber durch eine „beson­dere Klei­dung“ abgren­zen zu dür­fen, sie diese Men­schen im gle­ichen Maße in ihrem Men­sch­sein qual­i­ta­tiv abw­erten.

    Män­ner und soge­nan­nte „Ungläu­bige“ bei­der­lei Geschlechts wer­den durch die „Verklei­dung“ der Mus­li­mas min­destens auf dreifache Art und Weise objek­tiv diskri­m­iniert, auch wenn die Diskri­m­inierung möglicher­weise sub­jek­tiv mehrheitlich nicht von den Betrof­fe­nen wahrgenom­men wird.

    Wodurch ist die jew­eilige Diskri­m­inierung gegeben ?

    1. Durch die neg­a­tive Tat­sache, dass sich die Mus­li­mas allein durch die bloße Exis­tenz von Män­nern und soge­nan­nten „Ungläu­bi­gen“ gezwun­gen sehen müssen, im öffentlichen Raum die „Verklei­dung“ tra­gen zu sollen, von der sie vor ihrem religiösen Glauben­sh­in­ter­grund meinen, dass es die richtige sei. Die Schuld für das, zu dem sich die Mus­li­mas hier gezwun­gen sehen müssen, wer­den sie natür­licher­weise auf die Män­ner und „Ungläu­bi­gen“ pro­jizieren !

    2. Durch die neg­a­tive Tat­sache, dass ständig die Möglichkeit vorhan­den ist, dass die Mus­li­mas durch ihre „Zwangsverklei­dung“ vielfältige, mehr oder min­der große Beein­träch­ti­gun­gen bei ihrer Teil­nahme am öffentlichen Leben zu erdulden haben, die bei ihnen z. B. Frust, Unmut oder sog­ar Feind­schafts­ge­füh­le entste­hen lassen kön­nen. Auch für die neg­a­tiv­en Fol­gen, die für die Mus­li­mas wegen ihrer „Verklei­dung“ ein­treten kön­nen, wer­den sie natür­licher­weise die Schuld auf die Män­ner und „Ungläu­bi­gen“ pro­jizieren !

    3. Durch die neg­a­tive Tat­sache, dass den Män­nern und soge­nan­nten „Ungläu­bi­gen“ deut­lich gemacht wird, dass ihre Exis­tenz der Grund für die „Verklei­dung“ darstellt, und durch die neg­a­tive Tat­sache, dass es ihnen zuge­mutet wird, einen der­art gegen sie gerichteten, men­schen­ver­ach­t­en­den Grund ertra­gen zu müssen. Das alles nur, weil es die Mus­li­mas für sich offen­sichtlich als par­tiell schädlich empfind­en wür­den, wenn sie von Män­nern und soge­nan­nten „Ungläu­bi­gen“ in dem äußeren Erschei­n­ungs­bild in Augen­schein genom­men wer­den kön­nten, wie es ganz nor­male und ort­sübliche Klei­dung möglich machen würde.

    Eine Mus­li­ma übertreibt maß­los, wenn sie die mögliche in Augen­schein­nahme ihres nor­malen äußeren Erschei­n­ungs­bildes durch Män­ner und „Ungläu­bige“ als der­art schädlich beurteilt, dass sie sich dadurch ver­an­lasst sieht, sich durch „beson­dere Klei­dung“ (z. B. Kopf­tuch, Bur­ka und Burki­ni) in ähn­lich­er Art und Weise zu schützen, wie man es etwa pro­phy­lak­tisch gegen Krankheit­en, Viren und Bak­te­rien zu tun pflegt. Das Ver­hal­ten der Mus­li­mas gegenüber Män­nern und soge­nan­nten „Ungläu­bi­gen“ ist somit klar als abw­er­tend, men­schen­ver­ach­t­end und diskri­m­inierend zu be- und verurteilen !

    Jede Mus­li­ma, die Wert darauf legt, sich in die west­liche Gesellschaft, in der sie lebt, zu inte­gri­eren, sollte sich bemühen, es nicht als par­tiell schädlich zu beurteilen, wenn Män­ner und „Ungläu­bige“ bei­der­lei Geschlechts sie in dem äußeren Erschei­n­ungs­bild in Augen­schein nehmen kön­nten, wie es nor­male und ort­süblich Klei­dung möglich machen würde. Sie sollte ver­suchen zu akzep­tieren, dass es in west­lichen Gesellschaften als völ­lig harm­los und nor­mal gilt, wenn ihre Mit­glieder ihr äußeres Erschei­n­ungs­bild wech­sel­seit­ig in Augen­schein nehmen. Aus der Akzep­tanz sollte dann der Verzicht der Mus­li­mas auf eine „Verklei­dung“ her­vorge­hen.

    Irgen­deine ziv­il- oder strafrechtliche Norm wird gegenüber Män­nern und soge­nan­nten „Ungläu­bi­gen“ bei­der­lei Geschlechts durch diese Diskri­m­inierungsarten zwar nicht ver­let­zt, aber sie sind sig­nifikant dafür geeignet, z. B. die zwis­chen­men­schlichen Beziehun­gen nach­haltig zu vergiften, was inzwis­chen schon mehr oder min­der lei­der geschehen ist.

    Im übri­gen stig­ma­tisieren sich Mus­li­mas in west­lichen Gesellschaften durch ihre „Verklei­dung“ selb­st, wenn hin­ter der „Verklei­dung“ kein fremder Wille, son­dern nur ihr religiös­er Glaube steckt.

    Wird die „Verklei­dung“ auf­grund fremder Inten­tion getra­gen, so kön­nte man sich an die „Nazi-Zeit“ erin­nern, in welch­er es Men­schen mit jüdis­chem Hin­ter­grund in men­schen­ver­ach­t­en­der Weise durch das „Nazi-Regime“ zur Pflicht gemacht wurde, ihre äußere Klei­dung mit einem „gel­ben Stern“ zu verse­hen. Sie wur­den also gezwun­gen, sich selb­st zu stig­ma­tisieren.

    Müssen Mus­li­mas die „Verklei­dung“ also auf­grund fremder Inten­tion tra­gen, dann ist der Sachver­halt vornehm­lich ihnen gegenüber als men­schlich abw­er­tend, men­schen­ver­ach­t­end und diskri­m­inierend zu be- und verurteilen und weniger gegenüber Män­nern und soge­nan­nten „Ungläu­bi­gen“ bei­der­lei Geschlechts !

    „Liebhaber(innen)“ der in Deutsch­land und in anderen Län­dern dominieren­den Reli­gio­nen wer­den durch den Inhalt von ihnen expliz­it dazu anges­tiftet, sich als auser­wählt betra­cht­en zu sollen (1). Das führt bei ein­er mehr oder weniger großen Anzahl der „Liebhaber(innen)“ dazu, schein­bar zwang­haft ihre religiöse „Lieb­haber­schaft“ äußer­lich sicht­bar machen zu müssen. Deswe­gen hat man es bei ihrem äußeren Erschei­n­ungs­bild oft mit skur­rilen Acces­soires, Klei­dungsstück­en und skur­rilem Ver­hal­ten zu tun.

    Ver­weis:
    (1) Auser­wähltheits­dünkel in Bibel und Koran:
    http://klarsicht-blog.blogspot.de/2015/01/auserwahltheitsdunkel-in-bibel-und-koran.html

    https://www.youtube.com/watch?v=b3dykW-HCYs

    Siehe:
    Diskus­sio­nen und Ver­bote führten zur Stig­ma­tisierung der Mus­lime:
    http://www.sueddeutsche.de/politik/aussenansicht-der-krieg-um-den-burkini‑1.3135497–2

    Siehe auch:
    Burki­ni-Ver­bot in Marokko:
    http://www.atheisten-info.at/infos/info3194.html

    Alle reden von der Bur­ka, wir reden übers Kopf­tuch:
    http://www.achgut.com/artikel/alle_reden_von_der_burka_wir_reden_uebers_kopftuch

    Diskri­m­inierung von Män­nern und „Ungläu­bi­gen” seit­ens Mus­li­mas durch „Verklei­dung”:
    https://www.youtube.com/watch?v=dgwlSJKUbm4

    Gruß von
    Klar­sicht

  2. Da muss ich aber wider­sprechen. Es gibt keine nur-Wirtschafts-Kam­pagne heutzu­tage in Deutsch­land. Deutsch­land ist zur DDR 2.0 mutiert. Auch in der DDR gab es nichts, was ein­fach nur so gemacht wor­den ist. ALLES fol­gte ein­er Ide­olo­gie. Die Wirtschaft­slenker bzw. deren Wer­be­fir­men haben sich schon längst in den Dienst der neuen Ide­olo­gie des bun­ten Deutsch­lands gestellt. Kat­jes musste es nicht. Andere Wer­be­fir­men machen es auch nicht bzw. noch nicht. Die Wer­be­fir­ma wollte es so und der Kat­jes-Ver­ant­wortliche fand es toll — zeit­geist­mäßig und nicht anders und dabei noch in qui­etschrosa, was eigentlich schon an sich eine Belei­di­gung ist, da Mäd­chen zur Bar­by damit gemacht wer­den. Im Übri­gen ist dieses Bild nicht wirk­lich für Mus­lime gedacht. Das Bild soll uns erziehen. Mit dem täglichen Bom­barde­ment von Arabern und Afrikan­ern in jed­er nur möglichen Wer­bung, sollen WIR let­z­tendlich weichgek­lopft wer­den und den Islam als völ­lige Nor­mal­ität und nicht mehr erwäh­nenswert begreifen. Bilder sollen blind machen und gehören zur Umerziehung der ganz nor­malen Men­schen. Ich habe diese Wer­bung nur ein einziges Mal im Fernse­hen gese­hen. Ich schätze, dass kaum Mus­lime deutsches Fernse­hen schauen. Die haben ihre eige­nen Sender. Sie kön­nen i.d.R. vielfach nicht ein­mal deutsch ver­ste­hen, schreiben und lesen. Mus­lime haben auch ihre eige­nen Läden mit ihren eige­nen Pro­duk­ten. Wo sie kön­nen, kaufen sie nicht in deutschen Läden ein.

  3. Vie­len Dank! Märk­te passen sich nun mal an. Ich denke da z.B. an die Mode der 70er, die die “Hippie”-Stilistik über­nahm.
    Und zu Vicen­ca Petro­vic: Sie sollte statt einiger Kat­jes vielle­icht mal ein ordentlich­es Steak oder einen Schweins­brat­en essen!

  4. Wen wun­dert das denn wirk­lich?? Wenn das Land eine Chefin hat der, außer ihrer Posi­tion, alles sch..egal ist. Wenn Regeln und Richtlin­ien nicht nach­haltig überwacht wer­den, wird die Zahl der Ver­stöße immer großer und die Auswüchse immer dreis­ter — das ist nun mal men­schlich, nicht nur im Kinder­garten, Steuer­recht oder Straßen­verkehr…

  5. „Die Ziel­gruppe von Kat­jes ist vielfältig. Die drei Gesichter der Kam­pagne ste­hen jede für sich für die junge, fröh­liche, natür­liche und etwas freche Seite der Marke.

    Mal abge­se­hen von “jung” wäre die Wahl von Akif Pir­inc­ci als Wer­be­träger wohl tre­f­fend­er gewe­sen. Das wäre mal ein freche Seite der Ekel­bon­bons.

    • Ein schein­pro­voka­torisch­er Schein-Ein­fall, was soll er nur bedeuten?
      Ah so, nur mal kurz auf sich aufmerk­sam machen wollen. Na dann.

  6. Top Artikel.
    Wer sich nun aufregt, hat die let­zten Jahre (und Jahrzehnte) ver­schlafen — oder es fällt ihm oder ihr erst jet­zt auf, was in Deutsch­land vor sich geht.
    Mir war das vor etlichen Jahren auch noch nicht klar (hat­te eben­falls Scheuk­lap­pen auf) — bis 2015 die Massen ins Land geholt wur­den. Bei dem Anblick der Flut an Men­schen und den Zahlen wurde mir schla­gar­tig klar, dass es nicht um die Hil­fe für unter Lebens­ge­fahr Geflüchtete ging und geht,

    • Ein­er mein­er Fre­unde — ein Mann, der mir nicht näher am Herzen sein kön­nte, als vorstell­bar — nan­nte mich heute “neg­a­tiv”, in ein­er poli­tis­chen Diskus­sion am Tele­fon. Es ist frus­tri­erend.

      Deutsch­land ist ganz grosse Klasse! Jet­zt und immer­dar!!!

      (Es hängt mir zum Hals her­aus, dage­gen anzuschreiben)

  7. Genau­so wird es kom­men, eben weil unsere derzeit­i­gen Poli­tik­er sich zur zunehmenden Islamisierung völ­lig ver­ant­wor­tungs­los und denkbe­fre­it ver­hal­ten und somit dem schrit­tweisen Rück­fall ins Mit­te­lal­ter Vorschub leis­ten.

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