Das neue Gesicht der Katjes-Kampagne mit HijabGanz in Rosa steht sie da. Das Modell im Film gewor­de­nen Prin­zes­sin-Lil­li­fee-Alb­traum mit Hijab – dafür ohne Gela­tine. Das neue Kam­pa­gnen-Gesicht der Firma Katjes lächelt züchtig ver­schlei­ert von Pla­ka­ten und in Bahn­hö­fen und in den sozia­len Medien fährt die Empö­rung steil hoch. Eigent­lich ist es nur eines von drei Gesich­tern der Kam­pa­gne, aber die anderen beiden kommen in der öffent­li­chen Wahr­neh­mung kaum vor. Die sieht nämlich einen Hijab und dreht gepflegt durch. Um die tat­säch­li­che Wirkung abschät­zen zu können, wollte ich aber noch ein paar Tage warten. Geht mehr als ein Auf­schrei in sozia­len Medien durchs Land? Melden sich empörte Poli­ti­ker zu Wort? Gibt es ein Kom­men­tar-Echo in den soge­nann­ten Leit­me­dien, wo den Men­schen gesagt wird, wie sie sich zu dieser Sache zu ver­hal­ten haben? Sendet die ARD einen „Brenn­punkt”? Nichts der­glei­chen – und diese Tat­sa­che spricht Bände!

Genau das hatte ich nämlich erwar­tet. Es wurde sehr sach­lich berich­tet, man ver­zich­tete sogar – soweit ich das ver­fol­gen konnte – auf die sonst übli­chen Stempel für die zor­ni­gen Bürger, die bei anderen Gele­gen­hei­ten schnell als Ras­sis­ten, Isla­mo­pho­bi­ker und Schlim­me­res titu­liert werden. Bei „Emma”, wo in Deutsch­land die letzten echten Femi­nis­tin­nen poli­ti­sches Asyl haben, ist man empört und tut das, was man schon seit Jahren in Fällen „fahr­läs­si­ger Ver­schleie­rung“ macht: man setzt haar­klein aus­ein­an­der, was die wirk­li­che Bedeu­tung dieser Kopf­be­de­ckung ist, was sie in Ländern auslöst und begüns­tigt, in denen sie Pflicht ist und was aus unserer Gesell­schaft würde, wenn wir uns aus falsch ver­stan­de­ner Tole­ranz mit den Erklä­run­gen abspei­sen ließen, die uns der Islam zur Ver­schleie­rung der Frau gibt. Aus­drück­lich unter­schreibe ich jedes Wort dieses Arti­kels, ich sehe das genauso.

Ein Blick auf das ganze Bild

Und dennoch muss ich hier mal einen Schritt zurück­tre­ten, um einen wei­te­ren Blick auf das zu werfen, was hier im Land gerade pas­siert. Ich werde zum all­ge­mei­nen Ent­set­zen gleich mit einer schal­len­den Ohr­feige starten:

Warum eigent­lich sollte die Indus­trie die Kämpfe aus­fech­ten, die Politik und Zivil­ge­sell­schaft längst ver­lo­ren gegeben haben oder die sie nie ernst­haft führten?

Erst kommt das Fressen, dann die Moral“ schwa­dro­niert Brecht in der Drei­gro­schen­oper. Diese anti-bour­geoise Kampf­pa­role bekommt heute erst Sinn, wenn man sie umdreht: Die Moral bestimmt, was auf den Tisch kommt. Und diese „Moral“, ist die Summe unserer Gesetze, Tra­di­tio­nen, gesell­schaft­li­chen Normen und hitzig geführ­ten Debat­ten, aus denen sich die Regeln unseres Zusam­men­le­bens her­lei­ten. Eigent­lich mag ich ja nicht immer nur schlechte Nach­rich­ten über­brin­gen, gerade jetzt, da der Empö­rung Flügel zu wachsen schei­nen. Aber ich muss es wohl tun: der Drops „Akzep­tanz der Voll­ver­schleie­rung“ ist in Deutsch­land und Europa längst gelutscht!

Der verlorene Kampf gegen Hijab und Kopftuch

Dieser Kampf wurde an vielen Fronten nur halb­her­zig gekämpft und ver­lo­ren! Er wurde ver­lo­ren vor Gerich­ten, wenn es um Leh­re­rin­nen oder andere Staats­be­amte ging. Er wurde ver­lo­ren in Schwimm­bä­dern, die Bur­ki­nis gestat­te­ten und Geschlech­ter­se­gre­ga­tion zulie­ßen. Er wurde ver­lo­ren in Medien, die Hijab und Kopf­tuch bunt schrie­ben und zum Symbol von Femi­nis­mus, Selbst­be­stim­mung und Lebens­freude umdeu­te­ten. Er wurde ver­lo­ren, weil er dem laten­ten Anti­ame­ri­ka­nis­mus, der mit dem Feind­bild Trump fröh­li­che Urstände feiert, in Gestalt von „pro­gres­si­ven Isla­mis­tin­nen“ wie Linda Sarsour hin­ter­her hechelt. Die Indif­fe­renz unserer Politik, die sich jah­re­lang wei­gerte, zum wach­sen­den isla­mi­schen Ver­schleie­rungs­zwang all­ge­meine Regeln zu defi­nie­ren und diese zumin­dest auf staat­li­cher Ebene durch­zu­set­zen, hat dazu geführt, dass weite Teile der Bevöl­ke­rung heute nicht wissen, wie sie sich zu diesem Thema ver­hal­ten sollen oder über­haupt noch dürfen! Man hat es zuge­las­sen, dass die Kri­ti­ker von Kopf­tuch und Hijab aller erdenk­li­chen fins­te­ren Absich­ten bezich­tigt wurden, hat sie des Rechts­ex­tre­mis­mus und der Isla­mo­pho­bie beschul­digt und die andere Seite, die Seite der Ver­schleie­rung, dadurch in den hells­ten Farben gezeich­net. Man hat still­schwei­gend mit ange­se­hen, wie ara­bi­sche oder per­si­sche Frauen, welche die Bedeu­tung und den Zweck der Ver­schleie­rung selbst erlebt und diese abge­schüt­telt und sich eman­zi­piert haben, als Nest­be­schmut­ze­rin­nen beschimpft wurden, denen es einfach an Tole­ranz fehle. Viel­leicht war das nicht beab­sich­tigt, aber das Ergeb­nis all dieser kleinen und großen Kapi­tu­la­tio­nen können wir nun bei vielen Gele­gen­hei­ten bewun­dern, zum Bei­spiel in der Katjes-Kam­pa­gne. Doch Ursache und Wirkung lassen sich nicht so einfach umdre­hen. Die Werbung schafft keine gesell­schaft­li­che Akzep­tanz, sie reagiert darauf.

Die Markt­wirt­schaft ist nur ein Wirt­schafts­sys­tem, kein Regel­werk für das Zusam­men­le­ben von Men­schen und schon gar keine Samm­lung mora­li­scher Werte. Bildung, Kin­der­er­zie­hung, Tra­di­tion oder Kultur … auf all das gibt sie keine Ant­wor­ten. Sie bietet aber jedem, der sich erfolg­reich Regeln und Frei­räume geschaf­fen hat, genau die Waren und Dienst­leis­tun­gen, für die sich Märkte gebil­det haben. Wer also sehen will, welche Normen sich in einem Land bereits eta­bliert haben, der höre nicht auf die Debat­ten und Demons­tra­tio­nen – der schaue auf die Märkte, die ent­stan­den sind und die unsere Markt­wirt­schaft wie selbst­ver­ständ­lich bedient. Nike ver­kauft Sport-Hijabs nicht aus Pro­vo­ka­tion, sondern weil es der west­li­chen Gesell­schaft nicht gelun­gen ist, den Sport frei­zu­hal­ten von reli­giö­sen Inter­pre­ta­tio­nen. Mattel ver­kauft Hijab-Barbies, weil unsere freie und demo­kra­ti­sche Gesell­schaft offen­bar keine aus­rei­chende Anzie­hungs­kraft auf gewisse mus­li­mi­sche Milieus hat, wo Kinder statt­des­sen in über­kom­me­nen, tra­dier­ten Wert­vor­stel­lun­gen erzogen werden. Katjes-Süßkram war schon immer frei von Schwei­ne­reien – nur hat man jetzt einen will­kom­me­nen „Mehr­wert“ dieser Tat­sa­che ent­deckt.

Wo die Debatte hingehört und wohin nicht

Die Debatte ver­sucht nun, die Fort­set­zung der ver­lo­re­nen Schlach­ten um Wert­vor­stel­lun­gen und Moral dem Markt auf­zu­drü­cken. Der jedoch funk­tio­niert nach dem Shakespeare’schem Motto „Was ihr wollt“ – um das Brecht’sche „Wie wollt ihr leben – und wie nicht“ hätten sich Politik und Zivil­ge­sell­schaft kümmern müssen, worin sie leider jäm­mer­lich versagt haben.

Und Katjes? Die Macher der Kam­pa­gne sehen sich mit zwei Vor­wür­fen kon­fron­tiert. Einige zum Belei­digt­sein nei­gende Muslime regen sich darüber auf, dass das Modell keine „echte Muslima“ sei – was ange­sichts der fort­wäh­ren­den Beteue­run­gen, der Hijab sei letzt­lich auch nichts anderes als ein Klei­dungs­stück, unfrei­wil­lig lächer­lich wirkt. Eine Stel­lung­nahme an die Adresse der Kri­ti­ker der Voll­ver­schleie­rung zeigt hin­ge­gen vor allem Hilf­lo­sig­keit und Über­ra­schung des Zucker­ver­käu­fers:

Die Ziel­gruppe von Katjes ist viel­fäl­tig. Die drei Gesich­ter der Kam­pa­gne stehen jede für sich für die junge, fröh­li­che, natür­li­che und etwas freche Seite der Marke. Mit der Kam­pa­gne spre­chen wir ins­be­son­dere junge Frauen an, die Spaß am Leben haben und sich dabei bewuss­ter ernäh­ren. Dazu zählen auch junge Mus­li­min­nen, bei denen der Ver­zicht auf tie­ri­sche Gela­tine eine bedeu­tende Rolle spielt – ob sie Kopf­tuch tragen oder nicht. Wir zeigen somit in der Kam­pa­gne unsere Ziel­gruppe. Kennen Sie schon die anderen beiden Kam­pa­gnen­mo­tive?“

Diese naive Ehr­lich­keit zeigt, wie über­rascht man von den Pro­tes­ten war. Man schluss­fol­gerte aus dem Stand der media­len und poli­ti­schen Kapi­tu­la­tion auf die Akzep­tanz der Kunden – und lag damit gründ­lich daneben. Deshalb habe ich zum Abschluss eine Bitte an meine Leser: dele­giert gesell­schaft­li­che Debat­ten nicht an die Wirt­schaft, da gehören sie nicht hin. Werdet euch darüber klar, dass eine Markt­wirt­schaft stets inner­halb der Grenzen und Regeln agiert, die man ihr setzt. Krauss-Maffei-Wegmann ver­kauft Panzer in die Türkei, weil es gestat­tet ist, Katjes wirbt mit mus­li­mi­scher Ver­schleie­rung, weil man sich davon Umsätze ver­spricht und der Ver­hül­lungs­lap­pen fälsch­li­cher­weise zum Symbol von Selbst­be­stim­mung und Frei­heit hoch­ge­fie­delt wurde. Wäre der Hijab in Deutsch­land nur ein Symbol der Unter­drü­ckung der Frau und des isla­mi­schen Patri­ar­chats, wie er es ver­dient, könnten wir auf den Katjes-Pla­ka­ten eine unver­schlei­erte Vicenca Petro­vic sehen. Warum dies heute leider anders ist, habe ich zu erklä­ren ver­sucht. Zum Glück ist nicht in Stein gemei­ßelt, dass dieser Zustand so bleiben muss.

Bis zum 31.7.2018 noch nicht. Ab dem 1.8.2018 wird die Anzahl der Hijab, Kopf­tuch, Niqab und Burka tra­gen­den Kon­su­men­tin­nen in Deutsch­land rasch zuneh­men, an welche Katjes Süßig­kei­ten ver­kau­fen kann.

17 Kommentare

  1. Dis­kri­mi­nie­rung von Männern und „Ungläu­bi­gen” seitens Mus­li­mas durch deren „Ver­klei­dung”.

    Die Tat­sa­che, dass es gegen­wär­tig zu beob­ach­ten ist und es auch schon in der näheren Ver­gan­gen­heit zu beob­ach­ten war, dass sich in Deutsch­land und anderen west­li­chen Ländern mus­li­mi­sche Mädchen und Frauen (Mus­li­mas) mit zuneh­men­der Tendenz mehr oder weniger voll­stän­dig „ver­klei­den“ (z. B. durch Kopf­tuch, Burka und Burkini), hat seinen pri­mä­ren Grund sicher darin, dass sie es, reli­giös moti­viert, ver­mei­den wollen, dass ins­be­son­dere ihre männ­li­chen Mit­men­schen und soge­nannte „Ungläu­bige“ bei­der­lei Geschlechts sie in dem äußeren Erschei­nungs­bild in Augen­schein nehmen können, wie es ganz normale und orts­üb­li­che Klei­dung möglich machen würde. Als „ungläu­big“ gelten Frauen und Männer, die keine Muslime sind und wohl auch Mus­li­mas, die keine „Ver­klei­dung“ tragen, die sie als Mus­li­mas aus­wei­sen würde.

    Der Dünkel, der durch die „Ver­klei­dung“ der Mus­li­mas zum Aus­druck gebracht wird, hat seinen Ursprung in dem Glau­bens­sys­tem (1), dem die Mus­li­mas regel­mä­ßig schon in frü­hes­ter Kind­heit unter­wor­fen wurden. Dem Glau­bens­sys­tem können die Mus­li­mas expli­zit und impli­zit ent­neh­men, dass Muslime / Mus­li­mas im Ver­hält­nis zu soge­nann­ten „Ungläu­bi­gen“ bei­der­lei Geschlechts eine her­aus­ge­ho­bene Posi­tion inne haben (z. B. Sure 3, Vers 110). Dabei scheint es nicht zu inter­es­sie­ren, dass in dem Maße, wie sich z. B. Mus­li­mas gegen­über Männern und soge­nann­ten „Ungläu­bi­gen“ bei­der­lei Geschlechts als qua­li­ta­tiv bessere Men­schen emp­fin­den und des­we­gen meinen, sich ihnen gegen­über durch eine „beson­dere Klei­dung“ abgren­zen zu dürfen, sie diese Men­schen im glei­chen Maße in ihrem Mensch­sein qua­li­ta­tiv abwer­ten.

    Männer und soge­nannte „Ungläu­bige“ bei­der­lei Geschlechts werden durch die „Ver­klei­dung“ der Mus­li­mas min­des­tens auf drei­fa­che Art und Weise objek­tiv dis­kri­mi­niert, auch wenn die Dis­kri­mi­nie­rung mög­li­cher­weise sub­jek­tiv mehr­heit­lich nicht von den Betrof­fe­nen wahr­ge­nom­men wird.

    Wodurch ist die jewei­lige Dis­kri­mi­nie­rung gegeben ?

    1. Durch die nega­tive Tat­sa­che, dass sich die Mus­li­mas allein durch die bloße Exis­tenz von Männern und soge­nann­ten „Ungläu­bi­gen“ gezwun­gen sehen müssen, im öffent­li­chen Raum die „Ver­klei­dung“ tragen zu sollen, von der sie vor ihrem reli­giö­sen Glau­bens­hin­ter­grund meinen, dass es die rich­tige sei. Die Schuld für das, zu dem sich die Mus­li­mas hier gezwun­gen sehen müssen, werden sie natür­li­cher­weise auf die Männer und „Ungläu­bi­gen“ pro­ji­zie­ren !

    2. Durch die nega­tive Tat­sa­che, dass ständig die Mög­lich­keit vor­han­den ist, dass die Mus­li­mas durch ihre „Zwangs­ver­klei­dung“ viel­fäl­tige, mehr oder minder große Beein­träch­ti­gun­gen bei ihrer Teil­nahme am öffent­li­chen Leben zu erdul­den haben, die bei ihnen z. B. Frust, Unmut oder sogar Feind­schafts­ge­fühle ent­ste­hen lassen können. Auch für die nega­ti­ven Folgen, die für die Mus­li­mas wegen ihrer „Ver­klei­dung“ ein­tre­ten können, werden sie natür­li­cher­weise die Schuld auf die Männer und „Ungläu­bi­gen“ pro­ji­zie­ren !

    3. Durch die nega­tive Tat­sa­che, dass den Männern und soge­nann­ten „Ungläu­bi­gen“ deut­lich gemacht wird, dass ihre Exis­tenz der Grund für die „Ver­klei­dung“ dar­stellt, und durch die nega­tive Tat­sa­che, dass es ihnen zuge­mu­tet wird, einen derart gegen sie gerich­te­ten, men­schen­ver­ach­ten­den Grund ertra­gen zu müssen. Das alles nur, weil es die Mus­li­mas für sich offen­sicht­lich als par­ti­ell schäd­lich emp­fin­den würden, wenn sie von Männern und soge­nann­ten „Ungläu­bi­gen“ in dem äußeren Erschei­nungs­bild in Augen­schein genom­men werden könnten, wie es ganz normale und orts­üb­li­che Klei­dung möglich machen würde.

    Eine Muslima über­treibt maßlos, wenn sie die mög­li­che in Augen­sch­ein­nahme ihres nor­ma­len äußeren Erschei­nungs­bil­des durch Männer und „Ungläu­bige“ als derart schäd­lich beur­teilt, dass sie sich dadurch ver­an­lasst sieht, sich durch „beson­dere Klei­dung“ (z. B. Kopf­tuch, Burka und Burkini) in ähn­li­cher Art und Weise zu schüt­zen, wie man es etwa pro­phy­lak­tisch gegen Krank­hei­ten, Viren und Bak­te­rien zu tun pflegt. Das Ver­hal­ten der Mus­li­mas gegen­über Männern und soge­nann­ten „Ungläu­bi­gen“ ist somit klar als abwer­tend, men­schen­ver­ach­tend und dis­kri­mi­nie­rend zu be- und ver­ur­tei­len !

    Jede Muslima, die Wert darauf legt, sich in die west­li­che Gesell­schaft, in der sie lebt, zu inte­grie­ren, sollte sich bemühen, es nicht als par­ti­ell schäd­lich zu beur­tei­len, wenn Männer und „Ungläu­bige“ bei­der­lei Geschlechts sie in dem äußeren Erschei­nungs­bild in Augen­schein nehmen könnten, wie es normale und orts­üb­lich Klei­dung möglich machen würde. Sie sollte ver­su­chen zu akzep­tie­ren, dass es in west­li­chen Gesell­schaf­ten als völlig harmlos und normal gilt, wenn ihre Mit­glie­der ihr äußeres Erschei­nungs­bild wech­sel­sei­tig in Augen­schein nehmen. Aus der Akzep­tanz sollte dann der Ver­zicht der Mus­li­mas auf eine „Ver­klei­dung“ her­vor­ge­hen.

    Irgend­eine zivil- oder straf­recht­li­che Norm wird gegen­über Männern und soge­nann­ten „Ungläu­bi­gen“ bei­der­lei Geschlechts durch diese Dis­kri­mi­nie­rungs­ar­ten zwar nicht ver­letzt, aber sie sind signi­fi­kant dafür geeig­net, z. B. die zwi­schen­mensch­li­chen Bezie­hun­gen nach­hal­tig zu ver­gif­ten, was inzwi­schen schon mehr oder minder leider gesche­hen ist.

    Im übrigen stig­ma­ti­sie­ren sich Mus­li­mas in west­li­chen Gesell­schaf­ten durch ihre „Ver­klei­dung“ selbst, wenn hinter der „Ver­klei­dung“ kein fremder Wille, sondern nur ihr reli­giö­ser Glaube steckt.

    Wird die „Ver­klei­dung“ auf­grund fremder Inten­tion getra­gen, so könnte man sich an die „Nazi-Zeit“ erin­nern, in welcher es Men­schen mit jüdi­schem Hin­ter­grund in men­schen­ver­ach­ten­der Weise durch das „Nazi-Regime“ zur Pflicht gemacht wurde, ihre äußere Klei­dung mit einem „gelben Stern“ zu ver­se­hen. Sie wurden also gezwun­gen, sich selbst zu stig­ma­ti­sie­ren.

    Müssen Mus­li­mas die „Ver­klei­dung“ also auf­grund fremder Inten­tion tragen, dann ist der Sach­ver­halt vor­nehm­lich ihnen gegen­über als mensch­lich abwer­tend, men­schen­ver­ach­tend und dis­kri­mi­nie­rend zu be- und ver­ur­tei­len und weniger gegen­über Männern und soge­nann­ten „Ungläu­bi­gen“ bei­der­lei Geschlechts !

    Liebhaber(innen)“ der in Deutsch­land und in anderen Ländern domi­nie­ren­den Reli­gio­nen werden durch den Inhalt von ihnen expli­zit dazu ange­stif­tet, sich als aus­er­wählt betrach­ten zu sollen (1). Das führt bei einer mehr oder weniger großen Anzahl der „Liebhaber(innen)“ dazu, schein­bar zwang­haft ihre reli­giöse „Lieb­ha­ber­schaft“ äußer­lich sicht­bar machen zu müssen. Des­we­gen hat man es bei ihrem äußeren Erschei­nungs­bild oft mit skur­ri­len Acces­soires, Klei­dungs­stü­cken und skur­ri­lem Ver­hal­ten zu tun.

    Verweis:
    (1) Aus­er­wählt­heits­dün­kel in Bibel und Koran:
    http://​klar​sicht​-blog​.blog​spot​.de/​2​0​1​5​/​0​1​/​a​u​s​e​r​w​a​h​l​t​h​e​i​t​s​d​u​n​k​e​l​-​i​n​-​b​i​b​e​l​-​u​n​d​-​k​o​r​a​n​.​h​tml

    https://​www​.youtube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​b​3​d​y​k​W​-​H​CYs

    Siehe:
    Dis­kus­sio­nen und Verbote führten zur Stig­ma­ti­sie­rung der Muslime:
    http://www.sueddeutsche.de/politik/aussenansicht-der-krieg-um-den-burkini-1.3135497–2

    Siehe auch:
    Burkini-Verbot in Marokko:
    http://​www​.athe​is​ten​-info​.at/​i​n​f​o​s​/​i​n​f​o​3​1​9​4​.​h​tml

    Alle reden von der Burka, wir reden übers Kopf­tuch:
    http://​www​.achgut​.com/​a​r​t​i​k​e​l​/​a​l​l​e​_​r​e​d​e​n​_​v​o​n​_​d​e​r​_​b​u​r​k​a​_​w​i​r​_​r​e​d​e​n​_​u​e​b​e​r​s​_​k​o​p​f​t​uch

    Dis­kri­mi­nie­rung von Männern und „Ungläu­bi­gen” seitens Mus­li­mas durch „Ver­klei­dung”:
    https://​www​.youtube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​d​g​w​l​S​J​K​U​bm4

    Gruß von
    Klar­sicht

  2. Da muss ich aber wider­spre­chen. Es gibt keine nur-Wirt­schafts-Kam­pa­gne heut­zu­tage in Deutsch­land. Deutsch­land ist zur DDR 2.0 mutiert. Auch in der DDR gab es nichts, was einfach nur so gemacht worden ist. ALLES folgte einer Ideo­lo­gie. Die Wirt­schafts­len­ker bzw. deren Wer­be­fir­men haben sich schon längst in den Dienst der neuen Ideo­lo­gie des bunten Deutsch­lands gestellt. Katjes musste es nicht. Andere Wer­be­fir­men machen es auch nicht bzw. noch nicht. Die Wer­be­firma wollte es so und der Katjes-Ver­ant­wort­li­che fand es toll – zeit­geist­mä­ßig und nicht anders und dabei noch in quietsch­rosa, was eigent­lich schon an sich eine Belei­di­gung ist, da Mädchen zur Barby damit gemacht werden. Im Übrigen ist dieses Bild nicht wirk­lich für Muslime gedacht. Das Bild soll uns erzie­hen. Mit dem täg­li­chen Bom­bar­de­ment von Arabern und Afri­ka­nern in jeder nur mög­li­chen Werbung, sollen WIR letzt­end­lich weich­ge­klopft werden und den Islam als völlige Nor­ma­li­tät und nicht mehr erwäh­nens­wert begrei­fen. Bilder sollen blind machen und gehören zur Umer­zie­hung der ganz nor­ma­len Men­schen. Ich habe diese Werbung nur ein ein­zi­ges Mal im Fern­se­hen gesehen. Ich schätze, dass kaum Muslime deut­sches Fern­se­hen schauen. Die haben ihre eigenen Sender. Sie können i.d.R. viel­fach nicht einmal deutsch ver­ste­hen, schrei­ben und lesen. Muslime haben auch ihre eigenen Läden mit ihren eigenen Pro­duk­ten. Wo sie können, kaufen sie nicht in deut­schen Läden ein.

  3. Vielen Dank! Märkte passen sich nun mal an. Ich denke da z.B. an die Mode der 70er, die die „Hippie”-Stilistik über­nahm.
    Und zu Vicenca Petro­vic: Sie sollte statt einiger Katjes viel­leicht mal ein ordent­li­ches Steak oder einen Schweins­bra­ten essen!

  4. Wen wundert das denn wirk­lich?? Wenn das Land eine Chefin hat der, außer ihrer Posi­tion, alles sch..egal ist. Wenn Regeln und Richt­li­nien nicht nach­hal­tig über­wacht werden, wird die Zahl der Ver­stöße immer großer und die Aus­wüchse immer dreis­ter – das ist nun mal mensch­lich, nicht nur im Kin­der­gar­ten, Steu­er­recht oder Stra­ßen­ver­kehr…

  5. Die Ziel­gruppe von Katjes ist viel­fäl­tig. Die drei Gesich­ter der Kam­pa­gne stehen jede für sich für die junge, fröh­li­che, natür­li­che und etwas freche Seite der Marke.

    Mal abge­se­hen von „jung” wäre die Wahl von Akif Pirincci als Wer­be­trä­ger wohl tref­fen­der gewesen. Das wäre mal ein freche Seite der Ekel­bon­bons.

    • Ein schein­pro­vo­ka­to­ri­scher Schein-Einfall, was soll er nur bedeu­ten?
      Ah so, nur mal kurz auf sich auf­merk­sam machen wollen. Na dann.

  6. Top Artikel.
    Wer sich nun aufregt, hat die letzten Jahre (und Jahr­zehnte) ver­schla­fen – oder es fällt ihm oder ihr erst jetzt auf, was in Deutsch­land vor sich geht.
    Mir war das vor etli­chen Jahren auch noch nicht klar (hatte eben­falls Scheu­klap­pen auf) – bis 2015 die Massen ins Land geholt wurden. Bei dem Anblick der Flut an Men­schen und den Zahlen wurde mir schlag­ar­tig klar, dass es nicht um die Hilfe für unter Lebens­ge­fahr Geflüch­tete ging und geht,

    • Einer meiner Freunde – ein Mann, der mir nicht näher am Herzen sein könnte, als vor­stell­bar – nannte mich heute „negativ”, in einer poli­ti­schen Dis­kus­sion am Telefon. Es ist frus­trie­rend.

      Deutsch­land ist ganz grosse Klasse! Jetzt und immer­dar!!!

      (Es hängt mir zum Hals heraus, dagegen anzu­schrei­ben)

  7. Genauso wird es kommen, eben weil unsere der­zei­ti­gen Poli­ti­ker sich zur zuneh­men­den Isla­mi­sie­rung völlig ver­ant­wor­tungs­los und denk­be­freit ver­hal­ten und somit dem schritt­wei­sen Rück­fall ins Mit­tel­al­ter Vor­schub leisten.

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