Ganz in Rosa steht sie da. Das Modell im Film gewor­de­nen Prin­zes­sin-Lil­li­fee-Alb­traum mit Hijab – dafür ohne Gela­ti­ne. Das neue Kam­pa­gnen-Gesicht der Fir­ma Kat­jes lächelt züch­tig ver­schlei­ert von Pla­ka­ten und in Bahn­hö­fen und in den sozia­len Medi­en fährt die Empö­rung steil hoch. Eigent­lich ist es nur eines von drei Gesich­tern der Kam­pa­gne, aber die ande­ren bei­den kom­men in der öffent­li­chen Wahr­neh­mung kaum vor. Die sieht näm­lich einen Hijab und dreht gepflegt durch. Um die tat­säch­li­che Wir­kung abschät­zen zu kön­nen, woll­te ich aber noch ein paar Tage war­ten. Geht mehr als ein Auf­schrei in sozia­len Medi­en durchs Land? Mel­den sich empör­te Poli­ti­ker zu Wort? Gibt es ein Kom­men­tar-Echo in den soge­nann­ten Leit­me­di­en, wo den Men­schen gesagt wird, wie sie sich zu die­ser Sache zu ver­hal­ten haben? Sen­det die ARD einen „Brenn­punkt“? Nichts der­glei­chen – und die­se Tat­sa­che spricht Bände!

Genau das hat­te ich näm­lich erwar­tet. Es wur­de sehr sach­lich berich­tet, man ver­zich­te­te sogar – soweit ich das ver­fol­gen konn­te – auf die sonst übli­chen Stem­pel für die zor­ni­gen Bür­ger, die bei ande­ren Gele­gen­hei­ten schnell als Ras­sis­ten, Isla­mo­pho­bi­ker und Schlim­me­res titu­liert wer­den. Bei „Emma“, wo in Deutsch­land die letz­ten ech­ten Femi­nis­tin­nen poli­ti­sches Asyl haben, ist man empört und tut das, was man schon seit Jah­ren in Fäl­len „fahr­läs­si­ger Ver­schleie­rung“ macht: man setzt haar­klein aus­ein­an­der, was die wirk­li­che Bedeu­tung die­ser Kopf­be­de­ckung ist, was sie in Län­dern aus­löst und begüns­tigt, in denen sie Pflicht ist und was aus unse­rer Gesell­schaft wür­de, wenn wir uns aus falsch ver­stan­de­ner Tole­ranz mit den Erklä­run­gen abspei­sen lie­ßen, die uns der Islam zur Ver­schleie­rung der Frau gibt. Aus­drück­lich unter­schrei­be ich jedes Wort die­ses Arti­kels, ich sehe das genauso.

Ein Blick auf das ganze Bild

Und den­noch muss ich hier mal einen Schritt zurück­tre­ten, um einen wei­te­ren Blick auf das zu wer­fen, was hier im Land gera­de pas­siert. Ich wer­de zum all­ge­mei­nen Ent­set­zen gleich mit einer schal­len­den Ohr­fei­ge starten:

War­um eigent­lich soll­te die Indus­trie die Kämp­fe aus­fech­ten, die Poli­tik und Zivil­ge­sell­schaft längst ver­lo­ren gege­ben haben oder die sie nie ernst­haft führten?

„Erst kommt das Fres­sen, dann die Moral“ schwa­dro­niert Brecht in der Drei­gro­schen­oper. Die­se anti-bour­geoi­se Kampf­pa­ro­le bekommt heu­te erst Sinn, wenn man sie umdreht: Die Moral bestimmt, was auf den Tisch kommt. Und die­se „Moral“, ist die Sum­me unse­rer Geset­ze, Tra­di­tio­nen, gesell­schaft­li­chen Nor­men und hit­zig geführ­ten Debat­ten, aus denen sich die Regeln unse­res Zusam­men­le­bens her­lei­ten. Eigent­lich mag ich ja nicht immer nur schlech­te Nach­rich­ten über­brin­gen, gera­de jetzt, da der Empö­rung Flü­gel zu wach­sen schei­nen. Aber ich muss es wohl tun: der Drops „Akzep­tanz der Voll­ver­schleie­rung“ ist in Deutsch­land und Euro­pa längst gelutscht!

Der verlorene Kampf gegen Hijab und Kopftuch

Die­ser Kampf wur­de an vie­len Fron­ten nur halb­her­zig gekämpft und ver­lo­ren! Er wur­de ver­lo­ren vor Gerich­ten, wenn es um Leh­re­rin­nen oder ande­re Staats­be­am­te ging. Er wur­de ver­lo­ren in Schwimm­bä­dern, die Bur­ki­nis gestat­te­ten und Geschlech­ter­se­gre­ga­ti­on zulie­ßen. Er wur­de ver­lo­ren in Medi­en, die Hijab und Kopf­tuch bunt schrie­ben und zum Sym­bol von Femi­nis­mus, Selbst­be­stim­mung und Lebens­freu­de umdeu­te­ten. Er wur­de ver­lo­ren, weil er dem laten­ten Anti­ame­ri­ka­nis­mus, der mit dem Feind­bild Trump fröh­li­che Urstän­de fei­ert, in Gestalt von „pro­gres­si­ven Isla­mis­tin­nen“ wie Lin­da Sar­sour hin­ter­her hechelt. Die Indif­fe­renz unse­rer Poli­tik, die sich jah­re­lang wei­ger­te, zum wach­sen­den isla­mi­schen Ver­schleie­rungs­zwang all­ge­mei­ne Regeln zu defi­nie­ren und die­se zumin­dest auf staat­li­cher Ebe­ne durch­zu­set­zen, hat dazu geführt, dass wei­te Tei­le der Bevöl­ke­rung heu­te nicht wis­sen, wie sie sich zu die­sem The­ma ver­hal­ten sol­len oder über­haupt noch dür­fen! Man hat es zuge­las­sen, dass die Kri­ti­ker von Kopf­tuch und Hijab aller erdenk­li­chen fins­te­ren Absich­ten bezich­tigt wur­den, hat sie des Rechts­ex­tre­mis­mus und der Isla­mo­pho­bie beschul­digt und die ande­re Sei­te, die Sei­te der Ver­schleie­rung, dadurch in den hells­ten Far­ben gezeich­net. Man hat still­schwei­gend mit ange­se­hen, wie ara­bi­sche oder per­si­sche Frau­en, wel­che die Bedeu­tung und den Zweck der Ver­schleie­rung selbst erlebt und die­se abge­schüt­telt und sich eman­zi­piert haben, als Nest­be­schmut­ze­rin­nen beschimpft wur­den, denen es ein­fach an Tole­ranz feh­le. Viel­leicht war das nicht beab­sich­tigt, aber das Ergeb­nis all die­ser klei­nen und gro­ßen Kapi­tu­la­tio­nen kön­nen wir nun bei vie­len Gele­gen­hei­ten bewun­dern, zum Bei­spiel in der Kat­jes-Kam­pa­gne. Doch Ursa­che und Wir­kung las­sen sich nicht so ein­fach umdre­hen. Die Wer­bung schafft kei­ne gesell­schaft­li­che Akzep­tanz, sie reagiert darauf.

Die Markt­wirt­schaft ist nur ein Wirt­schafts­sys­tem, kein Regel­werk für das Zusam­men­le­ben von Men­schen und schon gar kei­ne Samm­lung mora­li­scher Wer­te. Bil­dung, Kin­der­er­zie­hung, Tra­di­ti­on oder Kul­tur … auf all das gibt sie kei­ne Ant­wor­ten. Sie bie­tet aber jedem, der sich erfolg­reich Regeln und Frei­räu­me geschaf­fen hat, genau die Waren und Dienst­leis­tun­gen, für die sich Märk­te gebil­det haben. Wer also sehen will, wel­che Nor­men sich in einem Land bereits eta­bliert haben, der höre nicht auf die Debat­ten und Demons­tra­tio­nen – der schaue auf die Märk­te, die ent­stan­den sind und die unse­re Markt­wirt­schaft wie selbst­ver­ständ­lich bedient. Nike ver­kauft Sport-Hijabs nicht aus Pro­vo­ka­ti­on, son­dern weil es der west­li­chen Gesell­schaft nicht gelun­gen ist, den Sport frei­zu­hal­ten von reli­giö­sen Inter­pre­ta­tio­nen. Mat­tel ver­kauft Hijab-Bar­bies, weil unse­re freie und demo­kra­ti­sche Gesell­schaft offen­bar kei­ne aus­rei­chen­de Anzie­hungs­kraft auf gewis­se mus­li­mi­sche Milieus hat, wo Kin­der statt­des­sen in über­kom­me­nen, tra­dier­ten Wert­vor­stel­lun­gen erzo­gen wer­den. Kat­jes-Süß­kram war schon immer frei von Schwei­ne­rei­en – nur hat man jetzt einen will­kom­me­nen „Mehr­wert“ die­ser Tat­sa­che entdeckt.

Wo die Debatte hingehört und wohin nicht

Die Debat­te ver­sucht nun, die Fort­set­zung der ver­lo­re­nen Schlach­ten um Wert­vor­stel­lun­gen und Moral dem Markt auf­zu­drü­cken. Der jedoch funk­tio­niert nach dem Shakespeare’schem Mot­to „Was ihr wollt“ – um das Brecht’sche „Wie wollt ihr leben – und wie nicht“ hät­ten sich Poli­tik und Zivil­ge­sell­schaft küm­mern müs­sen, wor­in sie lei­der jäm­mer­lich ver­sagt haben.

Und Kat­jes? Die Macher der Kam­pa­gne sehen sich mit zwei Vor­wür­fen kon­fron­tiert. Eini­ge zum Belei­digt­sein nei­gen­de Mus­li­me regen sich dar­über auf, dass das Modell kei­ne „ech­te Mus­li­ma“ sei – was ange­sichts der fort­wäh­ren­den Beteue­run­gen, der Hijab sei letzt­lich auch nichts ande­res als ein Klei­dungs­stück, unfrei­wil­lig lächer­lich wirkt. Eine Stel­lung­nah­me an die Adres­se der Kri­ti­ker der Voll­ver­schleie­rung zeigt hin­ge­gen vor allem Hilf­lo­sig­keit und Über­ra­schung des Zuckerverkäufers:

Die Ziel­grup­pe von Kat­jes ist viel­fäl­tig. Die drei Gesich­ter der Kam­pa­gne ste­hen jede für sich für die jun­ge, fröh­li­che, natür­li­che und etwas fre­che Sei­te der Mar­ke. Mit der Kam­pa­gne spre­chen wir ins­be­son­de­re jun­ge Frau­en an, die Spaß am Leben haben und sich dabei bewuss­ter ernäh­ren. Dazu zäh­len auch jun­ge Mus­li­min­nen, bei denen der Ver­zicht auf tie­ri­sche Gela­ti­ne eine bedeu­ten­de Rol­le spielt – ob sie Kopf­tuch tra­gen oder nicht. Wir zei­gen somit in der Kam­pa­gne unse­re Ziel­grup­pe. Ken­nen Sie schon die ande­ren bei­den Kam­pa­gnen­mo­ti­ve?“

Die­se nai­ve Ehr­lich­keit zeigt, wie über­rascht man von den Pro­tes­ten war. Man schluss­fol­ger­te aus dem Stand der media­len und poli­ti­schen Kapi­tu­la­ti­on auf die Akzep­tanz der Kun­den – und lag damit gründ­lich dane­ben. Des­halb habe ich zum Abschluss eine Bit­te an mei­ne Leser: dele­giert gesell­schaft­li­che Debat­ten nicht an die Wirt­schaft, da gehö­ren sie nicht hin. Wer­det euch dar­über klar, dass eine Markt­wirt­schaft stets inner­halb der Gren­zen und Regeln agiert, die man ihr setzt. Krauss-Maff­ei-Weg­mann ver­kauft Pan­zer in die Tür­kei, weil es gestat­tet ist, Kat­jes wirbt mit mus­li­mi­scher Ver­schleie­rung, weil man sich davon Umsät­ze ver­spricht und der Ver­hül­lungs­lap­pen fälsch­li­cher­wei­se zum Sym­bol von Selbst­be­stim­mung und Frei­heit hoch­ge­fie­delt wur­de. Wäre der Hijab in Deutsch­land nur ein Sym­bol der Unter­drü­ckung der Frau und des isla­mi­schen Patri­ar­chats, wie er es ver­dient, könn­ten wir auf den Kat­jes-Pla­ka­ten eine unver­schlei­er­te Vicen­ca Petro­vic sehen. War­um dies heu­te lei­der anders ist, habe ich zu erklä­ren ver­sucht. Zum Glück ist nicht in Stein gemei­ßelt, dass die­ser Zustand so blei­ben muss.

Bis zum 31.7.2018 noch nicht. Ab dem 1.8.2018 wird die Anzahl der Hijab, Kopf­tuch, Niqab und Bur­ka tra­gen­den Kon­su­men­tin­nen in Deutsch­land rasch zuneh­men, an wel­che Kat­jes Süßig­kei­ten ver­kau­fen kann.

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17 Kommentare

  1. Dis­kri­mi­nie­rung von Män­nern und „Ungläu­bi­gen“ sei­tens Mus­li­mas durch deren „Ver­klei­dung“.

    Die Tat­sa­che, dass es gegen­wär­tig zu beob­ach­ten ist und es auch schon in der nähe­ren Ver­gan­gen­heit zu beob­ach­ten war, dass sich in Deutsch­land und ande­ren west­li­chen Län­dern mus­li­mi­sche Mäd­chen und Frau­en (Mus­li­mas) mit zuneh­men­der Ten­denz mehr oder weni­ger voll­stän­dig „ver­klei­den“ (z. B. durch Kopf­tuch, Bur­ka und Bur­ki­ni), hat sei­nen pri­mä­ren Grund sicher dar­in, dass sie es, reli­gi­ös moti­viert, ver­mei­den wol­len, dass ins­be­son­de­re ihre männ­li­chen Mit­men­schen und soge­nann­te „Ungläu­bi­ge“ bei­der­lei Geschlechts sie in dem äuße­ren Erschei­nungs­bild in Augen­schein neh­men kön­nen, wie es ganz nor­ma­le und orts­üb­li­che Klei­dung mög­lich machen wür­de. Als „ungläu­big“ gel­ten Frau­en und Män­ner, die kei­ne Mus­li­me sind und wohl auch Mus­li­mas, die kei­ne „Ver­klei­dung“ tra­gen, die sie als Mus­li­mas aus­wei­sen würde.

    Der Dün­kel, der durch die „Ver­klei­dung“ der Mus­li­mas zum Aus­druck gebracht wird, hat sei­nen Ursprung in dem Glau­bens­sys­tem (1), dem die Mus­li­mas regel­mä­ßig schon in frü­hes­ter Kind­heit unter­wor­fen wur­den. Dem Glau­bens­sys­tem kön­nen die Mus­li­mas expli­zit und impli­zit ent­neh­men, dass Mus­li­me / Mus­li­mas im Ver­hält­nis zu soge­nann­ten „Ungläu­bi­gen“ bei­der­lei Geschlechts eine her­aus­ge­ho­be­ne Posi­ti­on inne haben (z. B. Sure 3, Vers 110). Dabei scheint es nicht zu inter­es­sie­ren, dass in dem Maße, wie sich z. B. Mus­li­mas gegen­über Män­nern und soge­nann­ten „Ungläu­bi­gen“ bei­der­lei Geschlechts als qua­li­ta­tiv bes­se­re Men­schen emp­fin­den und des­we­gen mei­nen, sich ihnen gegen­über durch eine „beson­de­re Klei­dung“ abgren­zen zu dür­fen, sie die­se Men­schen im glei­chen Maße in ihrem Mensch­sein qua­li­ta­tiv abwerten. 

    Män­ner und soge­nann­te „Ungläu­bi­ge“ bei­der­lei Geschlechts wer­den durch die „Ver­klei­dung“ der Mus­li­mas min­des­tens auf drei­fa­che Art und Wei­se objek­tiv dis­kri­mi­niert, auch wenn die Dis­kri­mi­nie­rung mög­li­cher­wei­se sub­jek­tiv mehr­heit­lich nicht von den Betrof­fe­nen wahr­ge­nom­men wird.

    Wodurch ist die jewei­li­ge Dis­kri­mi­nie­rung gegeben ?

    1. Durch die nega­ti­ve Tat­sa­che, dass sich die Mus­li­mas allein durch die blo­ße Exis­tenz von Män­nern und soge­nann­ten „Ungläu­bi­gen“ gezwun­gen sehen müs­sen, im öffent­li­chen Raum die „Ver­klei­dung“ tra­gen zu sol­len, von der sie vor ihrem reli­giö­sen Glau­bens­hin­ter­grund mei­nen, dass es die rich­ti­ge sei. Die Schuld für das, zu dem sich die Mus­li­mas hier gezwun­gen sehen müs­sen, wer­den sie natür­li­cher­wei­se auf die Män­ner und „Ungläu­bi­gen“ projizieren !

    2. Durch die nega­ti­ve Tat­sa­che, dass stän­dig die Mög­lich­keit vor­han­den ist, dass die Mus­li­mas durch ihre „Zwangs­ver­klei­dung“ viel­fäl­ti­ge, mehr oder min­der gro­ße Beein­träch­ti­gun­gen bei ihrer Teil­nah­me am öffent­li­chen Leben zu erdul­den haben, die bei ihnen z. B. Frust, Unmut oder sogar Feind­schafts­ge­füh­le ent­ste­hen las­sen kön­nen. Auch für die nega­ti­ven Fol­gen, die für die Mus­li­mas wegen ihrer „Ver­klei­dung“ ein­tre­ten kön­nen, wer­den sie natür­li­cher­wei­se die Schuld auf die Män­ner und „Ungläu­bi­gen“ projizieren !

    3. Durch die nega­ti­ve Tat­sa­che, dass den Män­nern und soge­nann­ten „Ungläu­bi­gen“ deut­lich gemacht wird, dass ihre Exis­tenz der Grund für die „Ver­klei­dung“ dar­stellt, und durch die nega­ti­ve Tat­sa­che, dass es ihnen zuge­mu­tet wird, einen der­art gegen sie gerich­te­ten, men­schen­ver­ach­ten­den Grund ertra­gen zu müs­sen. Das alles nur, weil es die Mus­li­mas für sich offen­sicht­lich als par­ti­ell schäd­lich emp­fin­den wür­den, wenn sie von Män­nern und soge­nann­ten „Ungläu­bi­gen“ in dem äuße­ren Erschei­nungs­bild in Augen­schein genom­men wer­den könn­ten, wie es ganz nor­ma­le und orts­üb­li­che Klei­dung mög­lich machen würde.

    Eine Mus­li­ma über­treibt maß­los, wenn sie die mög­li­che in Augen­sch­ein­nah­me ihres nor­ma­len äuße­ren Erschei­nungs­bil­des durch Män­ner und „Ungläu­bi­ge“ als der­art schäd­lich beur­teilt, dass sie sich dadurch ver­an­lasst sieht, sich durch „beson­de­re Klei­dung“ (z. B. Kopf­tuch, Bur­ka und Bur­ki­ni) in ähn­li­cher Art und Wei­se zu schüt­zen, wie man es etwa pro­phy­lak­tisch gegen Krank­hei­ten, Viren und Bak­te­ri­en zu tun pflegt. Das Ver­hal­ten der Mus­li­mas gegen­über Män­nern und soge­nann­ten „Ungläu­bi­gen“ ist somit klar als abwer­tend, men­schen­ver­ach­tend und dis­kri­mi­nie­rend zu be- und verurteilen ! 

    Jede Mus­li­ma, die Wert dar­auf legt, sich in die west­li­che Gesell­schaft, in der sie lebt, zu inte­grie­ren, soll­te sich bemü­hen, es nicht als par­ti­ell schäd­lich zu beur­tei­len, wenn Män­ner und „Ungläu­bi­ge“ bei­der­lei Geschlechts sie in dem äuße­ren Erschei­nungs­bild in Augen­schein neh­men könn­ten, wie es nor­ma­le und orts­üb­lich Klei­dung mög­lich machen wür­de. Sie soll­te ver­su­chen zu akzep­tie­ren, dass es in west­li­chen Gesell­schaf­ten als völ­lig harm­los und nor­mal gilt, wenn ihre Mit­glie­der ihr äuße­res Erschei­nungs­bild wech­sel­sei­tig in Augen­schein neh­men. Aus der Akzep­tanz soll­te dann der Ver­zicht der Mus­li­mas auf eine „Ver­klei­dung“ hervorgehen. 

    Irgend­ei­ne zivil- oder straf­recht­li­che Norm wird gegen­über Män­nern und soge­nann­ten „Ungläu­bi­gen“ bei­der­lei Geschlechts durch die­se Dis­kri­mi­nie­rungs­ar­ten zwar nicht ver­letzt, aber sie sind signi­fi­kant dafür geeig­net, z. B. die zwi­schen­mensch­li­chen Bezie­hun­gen nach­hal­tig zu ver­gif­ten, was inzwi­schen schon mehr oder min­der lei­der gesche­hen ist. 

    Im übri­gen stig­ma­ti­sie­ren sich Mus­li­mas in west­li­chen Gesell­schaf­ten durch ihre „Ver­klei­dung“ selbst, wenn hin­ter der „Ver­klei­dung“ kein frem­der Wil­le, son­dern nur ihr reli­giö­ser Glau­be steckt.

    Wird die „Ver­klei­dung“ auf­grund frem­der Inten­ti­on getra­gen, so könn­te man sich an die „Nazi-Zeit“ erin­nern, in wel­cher es Men­schen mit jüdi­schem Hin­ter­grund in men­schen­ver­ach­ten­der Wei­se durch das „Nazi-Regime“ zur Pflicht gemacht wur­de, ihre äuße­re Klei­dung mit einem „gel­ben Stern“ zu ver­se­hen. Sie wur­den also gezwun­gen, sich selbst zu stigmatisieren. 

    Müs­sen Mus­li­mas die „Ver­klei­dung“ also auf­grund frem­der Inten­ti­on tra­gen, dann ist der Sach­ver­halt vor­nehm­lich ihnen gegen­über als mensch­lich abwer­tend, men­schen­ver­ach­tend und dis­kri­mi­nie­rend zu be- und ver­ur­tei­len und weni­ger gegen­über Män­nern und soge­nann­ten „Ungläu­bi­gen“ bei­der­lei Geschlechts !

    „Liebhaber(innen)“ der in Deutsch­land und in ande­ren Län­dern domi­nie­ren­den Reli­gio­nen wer­den durch den Inhalt von ihnen expli­zit dazu ange­stif­tet, sich als aus­er­wählt betrach­ten zu sol­len (1). Das führt bei einer mehr oder weni­ger gro­ßen Anzahl der „Liebhaber(innen)“ dazu, schein­bar zwang­haft ihre reli­giö­se „Lieb­ha­ber­schaft“ äußer­lich sicht­bar machen zu müs­sen. Des­we­gen hat man es bei ihrem äuße­ren Erschei­nungs­bild oft mit skur­ri­len Acces­soires, Klei­dungs­stü­cken und skur­ri­lem Ver­hal­ten zu tun.

    Ver­weis:
    (1) Aus­er­wählt­heits­dün­kel in Bibel und Koran:
    http://klarsicht-blog.blogspot.de/2015/01/auserwahltheitsdunkel-in-bibel-und-koran.html

    https://www.youtube.com/watch?v=b3dykW-HCYs

    Sie­he:
    Dis­kus­sio­nen und Ver­bo­te führ­ten zur Stig­ma­ti­sie­rung der Muslime:
    http://www.sueddeutsche.de/politik/aussenansicht-der-krieg-um-den-burkini‑1.3135497–2

    Sie­he auch:
    Bur­ki­ni-Ver­bot in Marokko:
    http://www.atheisten-info.at/infos/info3194.html

    Alle reden von der Bur­ka, wir reden übers Kopftuch:
    http://www.achgut.com/artikel/alle_reden_von_der_burka_wir_reden_uebers_kopftuch

    Dis­kri­mi­nie­rung von Män­nern und „Ungläu­bi­gen“ sei­tens Mus­li­mas durch „Ver­klei­dung“:
    https://www.youtube.com/watch?v=dgwlSJKUbm4

    Gruß von
    Klarsicht

  2. Da muss ich aber wider­spre­chen. Es gibt kei­ne nur-Wirt­schafts-Kam­pa­gne heut­zu­ta­ge in Deutsch­land. Deutsch­land ist zur DDR 2.0 mutiert. Auch in der DDR gab es nichts, was ein­fach nur so gemacht wor­den ist. ALLES folg­te einer Ideo­lo­gie. Die Wirt­schafts­len­ker bzw. deren Wer­be­fir­men haben sich schon längst in den Dienst der neu­en Ideo­lo­gie des bun­ten Deutsch­lands gestellt. Kat­jes muss­te es nicht. Ande­re Wer­be­fir­men machen es auch nicht bzw. noch nicht. Die Wer­be­fir­ma woll­te es so und der Kat­jes-Ver­ant­wort­li­che fand es toll – zeit­geist­mä­ßig und nicht anders und dabei noch in quietsch­ro­sa, was eigent­lich schon an sich eine Belei­di­gung ist, da Mäd­chen zur Bar­by damit gemacht wer­den. Im Übri­gen ist die­ses Bild nicht wirk­lich für Mus­li­me gedacht. Das Bild soll uns erzie­hen. Mit dem täg­li­chen Bom­bar­de­ment von Ara­bern und Afri­ka­nern in jeder nur mög­li­chen Wer­bung, sol­len WIR letzt­end­lich weich­ge­klopft wer­den und den Islam als völ­li­ge Nor­ma­li­tät und nicht mehr erwäh­nens­wert begrei­fen. Bil­der sol­len blind machen und gehö­ren zur Umer­zie­hung der ganz nor­ma­len Men­schen. Ich habe die­se Wer­bung nur ein ein­zi­ges Mal im Fern­se­hen gese­hen. Ich schät­ze, dass kaum Mus­li­me deut­sches Fern­se­hen schau­en. Die haben ihre eige­nen Sen­der. Sie kön­nen i.d.R. viel­fach nicht ein­mal deutsch ver­ste­hen, schrei­ben und lesen. Mus­li­me haben auch ihre eige­nen Läden mit ihren eige­nen Pro­duk­ten. Wo sie kön­nen, kau­fen sie nicht in deut­schen Läden ein.

  3. Vie­len Dank! Märk­te pas­sen sich nun mal an. Ich den­ke da z.B. an die Mode der 70er, die die „Hippie“-Stilistik übernahm.
    Und zu Vicen­ca Petro­vic: Sie soll­te statt eini­ger Kat­jes viel­leicht mal ein ordent­li­ches Steak oder einen Schweins­bra­ten essen!

  4. Wen wun­dert das denn wirk­lich?? Wenn das Land eine Che­fin hat der, außer ihrer Posi­ti­on, alles sch..egal ist. Wenn Regeln und Richt­li­ni­en nicht nach­hal­tig über­wacht wer­den, wird die Zahl der Ver­stö­ße immer gro­ßer und die Aus­wüch­se immer dreis­ter – das ist nun mal mensch­lich, nicht nur im Kin­der­gar­ten, Steu­er­recht oder Straßenverkehr…

  5. „Die Ziel­grup­pe von Kat­jes ist viel­fäl­tig. Die drei Gesich­ter der Kam­pa­gne ste­hen jede für sich für die jun­ge, fröh­li­che, natür­li­che und etwas fre­che Sei­te der Marke. 

    Mal abge­se­hen von „jung“ wäre die Wahl von Akif Pirincci als Wer­be­trä­ger wohl tref­fen­der gewe­sen. Das wäre mal ein fre­che Sei­te der Ekelbonbons.

    • Ein schein­pro­vo­ka­to­ri­scher Schein-Ein­fall, was soll er nur bedeuten?
      Ah so, nur mal kurz auf sich auf­merk­sam machen wol­len. Na dann.

  6. Gegen­wart und Zukunft sind grün: links­grün und vor allem Islam-grün. Alla­hu akbar!

  7. Top Arti­kel.
    Wer sich nun auf­regt, hat die letz­ten Jah­re (und Jahr­zehn­te) ver­schla­fen – oder es fällt ihm oder ihr erst jetzt auf, was in Deutsch­land vor sich geht.
    Mir war das vor etli­chen Jah­ren auch noch nicht klar (hat­te eben­falls Scheu­klap­pen auf) – bis 2015 die Mas­sen ins Land geholt wur­den. Bei dem Anblick der Flut an Men­schen und den Zah­len wur­de mir schlag­ar­tig klar, dass es nicht um die Hil­fe für unter Lebens­ge­fahr Geflüch­te­te ging und geht,

    • Einer mei­ner Freun­de – ein Mann, der mir nicht näher am Her­zen sein könn­te, als vor­stell­bar – nann­te mich heu­te „nega­tiv“, in einer poli­ti­schen Dis­kus­si­on am Tele­fon. Es ist frustrierend.

      Deutsch­land ist ganz gros­se Klas­se! Jetzt und immerdar!!!

      (Es hängt mir zum Hals her­aus, dage­gen anzuschreiben)

  8. Genau­so wird es kom­men, eben weil unse­re der­zei­ti­gen Poli­ti­ker sich zur zuneh­men­den Isla­mi­sie­rung völ­lig ver­ant­wor­tungs­los und denk­be­freit ver­hal­ten und somit dem schritt­wei­sen Rück­fall ins Mit­tel­al­ter Vor­schub leisten.

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