Zum Auftakt des UN-Kli­ma­gip­fels in New York hielt Greta Thun­berg eine Rede, die ich nicht wie manche als beein­dru­ckend, sondern als beängs­ti­gend bis ver­stö­rend bezeich­nen würde. Ich bin kein Psy­cho­loge, aber gerade diese Exper­ten sollten endlich mal fragend die Hände erheben. Denn was da heute in New York zu hören und zu sehen war, hatte jedes Maß ver­lo­ren. Dabei bin ich mir sicher, dass die anwe­sen­den Poli­ti­ker in toto jede Schelte ver­dient haben, wenn ich auch in Bezug auf die For­de­run­gen Gretas anderer Meinung bin. Total­ver­sa­ger, alle­samt! Der Vorwurf trifft, ver­letzt aber sicher keinen der Anwe­sen­den. Ich kann sogar die Eltern Gretas ein Stück weit ver­ste­hen, die froh waren, dass sich die Abkap­se­lung ihrer Tochter ein Ventil nach außen ver­schafft hat und ihre ganze Wut sich nicht mehr gegen deren Hilf­lo­sig­keit, sondern auf ein exter­nes Problem rich­tete, dass ohnehin viel zu theo­re­tisch und rie­sen­groß war, um an den Faust­schlä­gen einer 16-Jäh­ri­gen Schaden zu nehmen: ‚Sie will gegen CO2 kämpfen? Soll sie doch!‘ Die Ausmaße, die Wort­wahl, die Mimik und Gestik, die Tränen bei der Rede von heute jedoch…das war alles völlig über­stei­gert, über­dreht und von media­ler Über­auf­merk­sam­keit gera­dezu kari­kiert.

Man hatte unwei­ger­lich das Gefühl, einer Jahr­markt-Attrak­tion bei­zu­woh­nen, die einen glei­cher­ma­ßen abstößt wie fas­zi­niert. Was wird sie wohl diesmal sagen, wen beschimp­fen und belei­di­gen, was fordern und wie ulti­ma­tiv? Die Poli­ti­ker wohnen bei jeder ihrer Reden der eigenen Hin­rich­tung auf der Bühne bei und klat­schen gleich­zei­tig im Publi­kum. Gesund ist das alles nicht. Nicht für die Welt, nicht für die Frei­tags­kin­der, nicht für die Poli­ti­ker und deren Mandat und erst recht nicht für Greta Thun­berg. Die sitzt wohl noch eine Weile in Amerika fest, schon weil sie wohl noch nicht weiß, wie sie nach Schwe­den zurück­kom­men soll.

Von New York nach Santiago

Außer­dem wird sie im Dezem­ber noch auf der COP25 in Chile erwar­tet. Bis dahin ist sie in den Ver­ei­nig­ten Staaten vor­wie­gend von Men­schen umgeben, die sie ent­we­der lustig finden oder später in Süd­ame­rika von Men­schen, die weiß Gott andere, drin­gen­dere Pro­bleme haben, als sofort alle Autos abzu­schaf­fen, Kraft­werke still­zu­le­gen und Kühe abzu­schaf­fen. Wenn sie von New York nach San­tiago fährt, ist das mit dem Auto keine Fahrt mehr von Lade­sta­tion zu Lade­sta­tion wie von Stock­holm nach Kat­to­witz und auch die Züge fahren größ­ten­teils mit Diesel statt mit Strom. Oder doch wieder per Schiff? Viel­leicht an der West­küste nach Süden? Die „CO2-neu­tra­len” Optio­nen schwin­den, wenn man das vor­wie­gend urbane Umfeld Europas ver­lässt, wo SUV’s die Städte ver­stop­fen, während in Süd­ame­rika eher „Gelän­de­wa­gen” die kor­rekte Bezeich­nung für hoch­flu­rige Nutz­fahr­zeuge ist und dort auch nicht die ver­wöhn­ten Stadt­kin­der zur Frei­tags­demo fahren, sondern den Farmern die Arbeit erleich­tern.

Ich habe keine Ahnung, ob und wie man diese Hybris noch stoppen kann, denn egal welche Kli­ma­pa­kete die Poli­ti­ker schnü­ren, egal welche Preise man Greta Thun­berg ver­lei­hen wird…es kann ihr nie genug sein, weil ihr Urteils­ver­mö­gen offen­sicht­lich zu keinem Kom­pro­miss oder der Aner­ken­nung von Teil­fort­schrit­ten fähig ist. Genau das ist aber das Feld jener Poli­ti­ker, die sie hät­scheln. Die Aner­kennt­nis, das Schul­ter­klop­fen, Aus­zeich­nun­gen und Ehrun­gen, die gegen­sei­ti­gen Beteue­run­gen, „auf dem rich­ti­gen Weg“ zu sein, das „sowohl als auch“ – in dieser Manege führen sich Poli­ti­ker wohl. Deshalb wird die Welt­po­li­tik Greta eines Tages fallen lassen und ihre Eltern werden ver­zwei­felt fest­stel­len, dass sich ihr Wunsch, durch die „Rettung der ganzen Welt“ Greta sozu­sa­gen ganz neben­bei gleich mit zu retten, nicht erfül­len kann. Das ist traurig.

Wie gesagt, ich bin kein Psy­cho­loge. Aber könnte sich endlich mal einer von dieser Zunft zu Wort melden und helfend und mäßi­gend ein­grei­fen? Denn so kann es kaum weiter gehen, weil Greta offen­bar nicht begreift, wie demo­kra­ti­sche Pro­zesse funk­tio­nie­ren und warum es keine gute Idee wäre, ihr und ihrem Zen­tral­ko­mi­tee zuliebe eine Dik­ta­tur des Kli­ma­ta­ri­ats zuzu­las­sen – auch wenn einige der eif­rigs­ten Poli­ti­ker dies sehr ver­lo­ckend finden mögen und gewisse Wirt­schafts­kreise hinter Gretas Maxi­mal­for­de­run­gen prak­ti­scher­weise ihre Sub­ven­ti­ons­ge­lüste ver­ste­cken können. Eine 16-Jährige, die wut­schnau­bende, belei­di­gende, trä­nen­rei­che Ankla­gen an die­je­ni­gen adres­siert, die ihr anschlie­ßend aner­ken­nend applau­die­ren – das kann nicht gut aus­ge­hen!

30 Kommentare

  1. Eine 16-Jährige, die wut­schnau­bende, belei­di­gende, trä­nen­rei­che Ankla­gen an die­je­ni­gen adres­siert, die ihr anschlie­ßend aner­ken­nend applau­die­ren – das kann nicht gut aus­ge­hen!“

    Stimmt! Zumal „die­je­ni­gen“ bes­ten­falls als „Gretins“ zu betrach­ten sind.

  2. Werter Herr Letsch,
    man muss aber leider fest­stel­len, dass wirk­lich kri­ti­sche Kom­men­tare in den sog. MSM weg­zen­siert werden. Ich bin ja sehr dafür, dass per­sön­li­che Belei­di­gun­gen im öffent­li­chen Diskurs keinen Raum haben sollten. Wenn mir meine All­tags­er­fah­rung aber ein Mie­nen­spiel, welches dem der G.T. ähnelt, als wut- bzw. hass­ver­zerrt erschei­nen läßt, dann kann ich das natür­lich nir­gends (außer hier?) anmer­ken. Dass das Mie­nen­spiel einem J. Goeb­bels ähnelt, auch nicht. Die Frage, die sich in den nächs­ten Jahren stellen wird: „Wollt Ihr den totalen Kli­ma­schutz? Wollt ihr ihn, wenn nötig, totaler und radi­ka­ler, als wir ihn uns heute über­haupt noch vor­stel­len können?”
    Am Rande wurde auch ein Video ver­öf­fent­licht, dass Herrn Trump zeigt, wie er an G.T. bei der UNO-Sitzung vor­bei­läuft. Ich habe das so gesehen: Jemand (wahr­schein­lich Secu­rity) führt G.T. an eine Wand zwi­schen kör­per­lich lange andere Männer. Es ent­steht ein wenig Unruhe. G.T. geht etwas weiter nach vorne, offen­bar hat sie Herrn Trump bemerkt. Dieser läuft – ohne sie eines Blickes zu wür­di­gen – an ihr vorbei. Es ist einfach sehens­wert, wie G.T.s Gesichts­züge ihr ent­glei­ten. Eine Mischung aus maß­lo­ser Ent­täu­schung und Wut.

  3. An der UN Kli­ma­kon­fe­renz 2014 in Lima, soll sich der Rocke­fel­ler­clan dahin­ge­hend geäus­sert haben, dass sie in Zukunft nicht mehr ins Oel­ge­schäft, sondern in erneu­er­bare Ener­gien inves­tie­ren wollen. Und ein Rocke­fel­ler inves­tiert nicht in Berei­che die er nicht selber kon­trol­liert oder mani­pu­liert. Greta ist da nur ein Puz­zle­stein im Ganzen und wird rück­sichts­los miss­braucht. Es ist unnötig sich darüber zu unter­hal­ten. Wenn sie einmal nicht mehr hilf­reich sein wird, lässt man sie einfach fallen. = Suzid­ge­fahr. Letzter Nutzen; Klima-Mär­ty­re­rin um allen Kli­ma­skep­ti­kern noch­mals so richtig ein schlech­tes Gewis­sen zu machen. Teile und herr­sche! Und der Grund dafür dass wir einen tech­no­lo­gi­schen Wandel brau­chen ist dem Wachs­tums­zwang unseres Wirt­schafts­sys­tems mit einem unge­deck­ten staat­li­chen Mono­pol­geld geschul­det. Es harzt in letzter Zeit und die Noten­ba­ken haben ihr Pulver ver­schos­sen. Das System ist nicht nach­hal­tig und wird kol­la­bie­ren müssen. Das will man noch mög­lichst hin­aus­zö­gern. Neue bahn­bre­chende Tech­no­lo­gien sind am Hori­zont nicht zu sehen. Die zuneh­mende Pro­zes­si­tis in grossen Unter­neh­men ver­hin­dern Inno­va­tio­nen und viele über den grünen Klee gelobte Star­tups ver­hei­zen nur Geld und haben primär das Ziel einen gol­de­nen Exit zu plat­zie­ren. Also muss man etwas erzwin­gen. Und was bietet sich da an? Etwas das kein Schwein kon­trol­lie­ren kann? Na eben, das Klima. Aber mal ehrlich Familie Rocke­fel­ler, mit so pein­li­chen Vor­stel­lun­gen wie sie Greta am Lauf­me­ter pro­du­ziert, wird es langsam auf­fäl­lig. Es gäbe da noch eine Mög­lich­keit der Wirt­schaft wieder so richtig Schub zu ver­lei­hen; Krieg! Und falls die poli­ti­sche erzwun­gene Dekar­bo­ni­sie­rung die Wirt­schaft nicht wieder wachsen lässt, sondern zusätz­lich in die Knie zwingt und die Krise in der Folge so dra­ma­tisch sein wird, dass es ums nackte Über­le­ben geht, dann werden sich die Leute gegen­sei­tig die Köpfe ein­schla­gen und mit Krieg anfan­gen. Wie sagt dann ein „ehe­ma­li­ger” Oel­multi so tref­fend; „raf­fi­niert!”

  4. Mir macht die Macht der Hin­ter­män­ner (auch in der UNO!) Angst und wie diese es schaf­fen, sehr viele Medien für sich ein­zu­neh­men und über die ver­öf­fent­lichte Meinung Druck auf die Mensch­heit aus­zu­üben. Und nicht nur dass, rang­hohe Poli­ti­ker schei­nen von denen gekauft zu sein, da diese die Demos nicht nur unter­stüt­zen, sondern auch noch anhei­zen.

    Ich denke, diese Leute ver­su­chen auf diese Art und Weise, recht­zei­tig, d.h. bevor die Kli­ma­lüge als solche platzt – s.a. Nie­der­lage des Haken­kur­ven­er­fin­ders Mann vor dem Ver­fas­sungs­ge­richt von Bri­tisch Kolum­bien , weil er die Her­aus­gabe der Roh­da­ten ver­wei­gerte – her­aus­kommt, eine globale Öko­dik­ta­tur zu errich­ten. Um dieses Ziel zu errei­chen, ist denen wohl jedes Mittel recht. Zu diesen Mitteln scheint auch der Einsatz der Migra­ti­ons­waffe zu gehören und das wider­sin­nige Tabui­sie­ren des Themas der Begren­zung des Bevöl­ke­rungs­wachs­tums in Afrika, der miesen „„gover­nance” in Afrika und des Leidens dieser Länder unter den WTO Regeln.
    Ziel schient zu sein: Zer­stö­rung von allem Guten bzw. von wo was Gutes kommen könnte.

    Wie heißt es in einem im Netz kur­sie­ren­den Papier der Bil­der­ber­ger zur „Anglei­chung der Lebens­ver­hält­nisse in Europa” : die Ver­ar­mung einige weniger Länder ist leich­ter und schnel­ler machbar als das Rei­cher­ma­chen der „ärmeren Länder.
    Dazu Bis­marck: ich weiß, dass die Nach­barn nei­disch sind auf Deutsch­land, aber ich kann meinen Deut­schen nicht ihren Fleiß und Erfin­der­geist ver­bie­ten.
    Wie heißt es in Frank­reich: man arbei­tet um zu leben (in Deutsch­kand is es anders­rum) – paßt für vile süd­eu­rop. Länder auch, oder?

    Zurück zur Gretel: warum droht sie gerade unserem Land mit einer Klage vor der UNO? Die anderen Länder „ver­schmut­zen” doch viel übler?

    • ***Zurück zur Gretel: warum droht sie gerade unserem Land mit einer Klage vor der UNO? Die anderen Länder „ver­schmut­zen” doch viel übler?***
      Weil ihre Fäden­zie­her wissen, daß eine solche ‚Klage’ gegen Blöd­land den für sie größten und höchs­ten ide­el­len und mate­ri­el­len Ertrag brächte.

  5. Dieser Auf­tritt hatte Folgen: Meine Töchter, grün bis in die Knochen, waren kom­plett scho­ckiert und sind echt ins Grübeln gekom­men. Ab jetzt habe ich eine neue Mahnung. Wenn eine von ihnen wieder rum­zickt, patzig wird, gri­mas­siert, alles furcht­bar findet, dann sage ich nur „Mach jetzt nicht die Greta!”, und schon ist Schluß.

    Neben­bei: Jeder psych­ia­tri­sche Gut­ach­ter weiß, dass man nur lange genug warten muss, bis die Maske fällt. Ein schwer gestör­tes Mädchen in einer sie völlig über­for­dern­den Umge­bung, das kann nicht gut gehen. Und das ist keine Hass­rede, wie der Miet-Psych­ia­ter auf focus​.de meint, von sich geben zu müssen. Das, was die Eltern mit Greta machen, ist auch nicht anders als bei den Eltern, die ihre Kinder auf Schön­heits-Shows, zum Boden­tur­nen, oder in TV-Cas­tings treiben.

  6. Ich war eben­falls ent­setzt wie sich eine Person in Rage reden kann, Auch waren manche Abschnitte ihrer „Rede” zu unzu­sam­men­hän­gend und konvus, das eigent­lich jemand hätte hin­ge­hen hätte müssen und sie von der Bühne holen sollen. Was aber sicher nicht hilf­reich war so etwas auch noch zu beklat­schen. Als Asper­ge­r­aut­his­tin kann sie jetzt nicht unter­schei­den ob es ein zustim­men­des Klat­schen war oder nur eines pro­forma. Es gab einmal ein Inter­view mit Anne Will, da hat Fr. Thun­berg sogar zuge­ge­ben das es für sie nur richtig oder falsch gibt und sie nichts dazwi­schen gelten lässt. Daher ver­stehe ich nicht das jeman­den mit so einer Ein­stel­lung über­haupt so eine große Platt­form gegeben wird.
    Soweit ich das Asper­ger-Syndrom ver­stehe, das die Betrof­fe­nen hoch­spe­zia­li­siert in einem Thema sind und darin großes leisten können. Bei Greta Thun­berg ist es jedoch so das sie sich zwi­schen­zeit­lich in Zukunfts­ängste hin­ein­be­ge­ben hat und leider diese nicht nur ver­sucht selbst zu ver­ar­bei­ten, sondern viele damit „ansteckt”, diese wie­derum finden ihre Aus­sa­gen so klasse das sie sich nahezu blind auf alles ein­las­sen was die junge Frau von sich gibt. Es ist wohl ein ähn­li­cher Effekt wie in dem Buch und Film „Die Welle” und man muss auf­pas­sen, nicht das es nicht im Extre­mis­mus oder Schlim­me­res endet.
    Dazu nur ein kleines Bei­spiel. Ich bin vor kurzem mit meinem Mofa­rol­ler mit Ver­bren­nungs­mo­tor gegen Mit­ter­nacht durch unsere Stadt­mitte gefah­ren. Auf der anderen Stra­ßen­seite waren ein paar Jugend­li­che mit Fahr­rä­dern, die in meine Rich­tung gepö­belt haben. Richtig ver­stan­den habe ich es nicht was sie wollten, auf­grund meines Helms, aber sie kri­ti­sier­ten offen­bar laut­stark mein Fort­be­we­gungs­mit­tel.

  7. Zur Strafe für die Miss­re­gie­rung gibt Gott ihnen unreife Kinder als Herr­scher, die mit Willkür regie­ren.
    Schreck­li­che Zustände werden herr­schen: Einer unter­drückt den anderen; die Jungen lehnen sich gegen die Alten auf, die Ehr­lo­sen gegen die geach­te­ten Leute. (Bibel, Jesaja Kap.3)

  8. Merkel merkte an: „Fridays for Future hat uns alle auf­ge­rüt­telt” weiter „Nie hätten wir gedacht, dass sich so leicht und ohne poli­ti­sches Mühen derart exor­bi­tante Steu­er­erhö­hun­gen durch­set­zen lassen” und been­dete, mit sich über­schla­gen­der Stimme und vor der Brust gekreuz­ten Armen mit einem „Heil Greta!” den Satz. Die Arme kreu­zend brüll­ten die anderen im Saal „Heil Greta” zurück. Wohlan…

  9. Ich würde Greta gern fragen: wohin soll die die Reise gehen? Kol­lek­ti­ver Selbst­mord? Als erstes die bösen Weißen, später alle anderen. Dann wäre die Erde zwar geret­tet aber keiner hätte was davon. Aller­dings hat jemand in einem anderen Forum ange­merkt, die Phar­ma­in­dus­trie kapi­ta­lis­ti­sche Gewinne machen. Also wenn wir Glück haben, kommen die Seuchen und andere schwere Krank­hei­ten zurück und dann braucht es keinen Selbst­mord. Auf dem Weg zurück ins Mit­tel­al­ter sind wir ja schon, wenn wir die Grünen und FFF machen lassen.

  10. Nun haben wir einen weib­li­chen Savo­na­rola. Auch Rudi Dutschke fiel mir ein. Bezeich­nend für Deutsch­land ist, dass nach dem eine Straße in Berlin benannt wurde. Auch an Peter von Amiens musste ich denken, der am Ende des 11. Jahr­hun­derts zu einem Kin­der­kurz­zug auf­hetzte, der in einer Kata­stro­phe endete.

  11. Der Greta-Kult ist Fracking an den Panik­la­ger­stät­ten der west­li­chen Welt. Dass es so nicht wei­ter­ge­hen kann, könnte bedeu­ten, dass wir 2019 ‚Peak Heul’ gesehen haben.
    Abge­se­hen davon war der Sommer 2019 nicht so heiß, wie die Medien berich­tet haben. In den Alpen war es über­wie­gend kühl, viel kühler als die Jahre davor. Man kann das an den Schnee­res­ten ablesen, die sich teil­weise bis in den August hinein gehal­ten haben. Ich gehe jeden August eine Woche mit den Kindern auf eine Hütte in den Bergen. Dieses Jahr haben wir teil­weise gefro­ren. Es mag in Nord­deutsch­land sehr trocken gewesen sein, aber in Nord­ita­lien war dieser Sommer wie auch der letzte schon so feucht, dass im Sep­tem­ber das Gras noch grün war.
    Der Welt­un­ter­gang durch Kli­ma­er­wär­mung steht in den nächs­ten 10 Jahren nicht bevor.
    Die medial geför­derte Panik­welle wird damit umgehen müssen. Es würde mich nicht wundern, wenn ein Teil der Bewe­gung gewalt­tä­tig wird, bevor der Rest die Lektion akzep­tiert.

    • Aber die hätten doch so gern die all­ge­meine Größt­krise, Kno­chen­tro­cken­heit der Meere, Über­schwem­mung der Wüsten mit Eis­t­s­u­na­mis, Glut­hitze um Mit­ter­nacht, Wald­brand im Spes­sart, Ein­sturz des Nord­pols, Ver­en­dung aller Bambis, usw. usf. Die lechzen danach und schreien die ulti­mate Krise herbei; schreien dann doppelt, wenn sie einfach nicht ein­trifft.
      Ja was kann man denn da machen -?
      Die Greiß­ler im 14. Jahr­hun­dert sind ja auch elen­dig­lich ver­zwei­felt, als die Welt einfach nicht daran dachte, end­gül­tig unter­zu­ge­hen. Die haben sich dann blutig gegrei­ßelt, Juden ver­brannt, und die Pest ver­brei­tet aus lauter Protest.

      • Die Akti­vis­ten und Poli­ti­ker, die die Gretas dieser Welt vor­schi­cken, tun das doch nur, weil von Kindern niemand ernst­hafte Ant­wor­ten auf die grün­mo­ra­li­schen Ankla­ge­fra­gen erwar­tet – solange und während sie die Gre­ta­show über den kli­ma­neu­tra­len Stick­stoff-Klee loben, brau­chen „die Erwach­se­nen” nämlich selbst auch keine prak­ti­ka­blen Vor­schläge zu erwi­dern auf die Frage: „Ja, und was machma da jetzt, so, konkret?”

        Zudem der leise Ver­dacht bleibt, dass die einzig wirk­lich prak­ti­ka­ble Mög­lich­keit – ein mas­si­ver Ausbau der Kern­ener­gie – den grün­den­ken­den Akti­vis­ten nun so gar nicht gefiele. Lieber also lautes Gre­ta­an­be­ten, als aus­ge­rech­net darüber zu reden.

  12. Ich wünsche dem einst erfolgs­ar­men, jetzt mit Hilfe seiner Tochter so „erfolg­rei­chen“ Schau­spie­ler­va­ter, dass das Arper­ger­drama nicht im Suizid enden möge. Das ist Kin­des­miss­brauch und die halbe Welt kniet davor nieder. Der groß­ar­ti­gen Beitrag von Roger Letsch ist die rich­tige Sicht auf dieses Gesche­hen.

  13. Herr Letsch, Greta leidet offi­zi­ell unter einem Asper­ger Syndrom, einer Form von Autis­mus. Ich halte diese Dia­gnose jedoch nicht für ganz voll­stän­dig, denn Greta zeigt auch Hin­weise auf Mono­ma­nie und hys­te­ri­sche Züge. Das geht aus dem von ihrer Mutter ver­fass­ten Buch hervor. Cha­rak­te­ri­sie­rend war, dass sie eine Fixie­rung auf die Vor­stel­lung des nahen­den Unter­gangs der Mensch­heit ent­wi­ckelte, die sie zum absolut domi­nie­ren­den Zentrum ihrer Welt­sicht machte – Mono­ma­nie. Sie ent­wi­ckelte dann Stra­te­gien, Ihre Umge­bung auf ihren Weg zu zwingen, Ände­run­gen des Lebens­stils zu errei­chen, die ihrer Meinung nach not­wen­dig waren, um den Unter­gang zu ver­mei­den. Sie trat in Hun­ger­streik und ver­kün­dete, diesen Streik erst dann auf­zu­ge­ben, wenn, salopp aus­ge­drückt, alle nach ihrer Pfeife tanzen. Das alles geschah bereits relativ früh in ihrem Leben und in zeit­li­chem Zusam­men­hang mit län­ge­rer Abwe­sen­heit ihrer Eltern (beruf­li­chen Ver­pflich­tun­gen geschul­det). Schließ­lich fügte sich die Familie. Das typi­sche Muster hys­te­ri­scher Per­sön­lich­kei­ten ist die emo­tio­nale Erpres­sung. Man fügt sich so lange selbst Schaden zu, bis die Umge­bung nach Wegen sucht, dieses Ver­hal­ten zu unter­bre­chen. Hierfür stellt der Hys­te­ri­ker nur einen Ausweg zur Ver­fü­gung: tun, was er will. Nur weil die anderen nicht tun, was er will, gehe es ihm schlecht. Auf diese Weise bringt der Hys­te­ri­ker seine Umge­bung in emo­tio­nale Abhän­gig­keit von sich und kom­man­diert das Gesche­hen.
    Wir haben heute den Versuch Greta’s gesehen, dieses Ver­fah­ren auf die UN anzu­wen­den. Die Reak­tio­nen der Ange­spro­che­nen waren, wie könnte es anders sein, unan­ge­mes­sen. Es gibt nur eine Chance, dem Zwang eines Hys­te­ri­kers zu ent­rin­nen: igno­rie­ren. Genau das wird seit Monaten ver­säumt und ich sehe auch wenig Anlaß zur Hoff­nung, dass dies bald geän­dert wird. Dafür hat man die Kleine bereits zu lange hofiert – exakt das, was sie wollte.
    Wie wird es aus­ge­hen?
    Die UN wird sich natür­lich nicht dem Diktat eines Kindes beugen, es wird ober­fläch­li­che „Zuge­ständ­nisse” geben. Hys­te­ri­ker reagie­ren darauf, weil es immer so gut funk­tio­niert hat, mit noch mehr Drohung und Heul­an­fäl­len. Es ist auch nicht aus­zu­schlie­ßen, dass ein Hys­te­ri­ker tat­säch­lich in einer seiner Dra­ma­ti­sie­run­gen stirbt. Zumin­dest ist mit wei­te­ren Ver­schlim­me­run­gen ihres Zustands zu rechnen.
    Wie lange normale Jugend­li­che diesem Irrsinn folgen werden, kann ich nicht abschät­zen. Der übliche Medi­en­kon­sum von Jugend­li­chen heute besteht jedoch, wie ich beob­achte, zum großen Teil aus Fiction-Filmen, in denen Kinder die­je­ni­gen sind, die den Durch­blick haben und mit mutigem uner­schro­cke­nen Agieren selbst die fürch­ter­lichs­ten Drachen zur Strecke bringen. Auf dem Weg dorthin jedoch müssen sie immer eine träge Masse, ent­we­der anderer Jugend­li­cher oder Erwach­se­ner mobi­li­sie­ren und tun dies schließ­lich mit Erfolg. Fazit: gemein­sam ist alles möglich. Ich meine, ich hätte das auch mal von Greta ver­nom­men, oder war es Neu­ber­ger? Wie auch immer: Ich fürchte, ein Groß­teil der Jugend ver­wech­selt da Fiction und Rea­li­tät und die Mehr­heit der Erwach­se­nen bekommt gar nicht mit, was abgeht. Könnte schlimm aus­ge­hen, v.a. in Deutsch­land. Ansos­n­ten, was den Rest der Welt angeht, bin ich im Grunde opti­mis­tisch, dass man da nicht ganz so besorgt um das Wohl­erge­hen eines hys­te­ri­schen Teen­agers ist.

    • Sehr zutref­fend beschrie­ben. Da wird in Deutsch­land dann die Frei­heit der Öko­dik­ta­tur geop­fert und den Linken gefällt das, sie haben einen neuen Weg gefun­den, die Gesell­schaft nach ihrem Bild zu kor­ri­gie­ren. Der Prozess hat bereits radi­kale Züge ange­nom­men und die Regie­rung, auch die CDU scheint den neuen „demo­kra­ti­schen Sozia­lis­mus“ zu wollen. Ob Imma­nuel Kant, Karl Popper oder Schil­ler mit Wilhelm Tell, heute an den Schulen unbe­kannt. Auch an den Hoch­schu­len wird Libe­ra­lis­mus als kon­ser­va­tiv ver­höhnt. Es ist nicht zu ver­ste­hen, wie hys­te­risch die Politik mit Aktio­nis­mus reagiert und große Teile der Bevöl­ke­rung diesem Kon­struk­tiv weg von einer „offen Gesell­schaft“ den „Weg zur Knecht­schaft“ folgen. Und das alles bezeich­net man im ÖRR noch als Demo­kra­tie. Wenn hier in Deutsch­land nicht bald die Rea­li­tät kor­ri­giert, endet das in einer neuen Form des Tota­li­tä­ren. Davon hatten wir schon zwei. Noch, und so lange Demo­kra­tie noch funk­tio­niert, hof­fent­lich fried­lich, kann kor­ri­giert werden.

    • In der Kürze liegt die Würze! (oder Wahr­heit)
      Man sieht aber auch dass sich alle Men­schen ver­füh­ren lassen, also nicht nur am deut­schen Wesen wird die Welt genesen. Früher war Reli­gion oder Ideo­lo­gie Aus­schlag gebend. Heute reicht schon eine Geis­tes­krank­heit um eine welt­weite Hys­te­rie zu ent­fa­chen. Erin­nert mich an Veits­tanz im Mit­tel­al­ter und Ohn­macht und Hys­te­rie zu Freuds Zeiten, eben vor­über­ge­hende Phä­no­mene.

  14. Auch mich hat diese Rede mehr als irri­tiert. Bedroh­lich, fana­ti­siert, obses­siv, patho­lo­gisch und … beju­belt. Pein­lich. Spie­gelte sich in Gretas ver­zerr­ter Mimik nicht echter Hass wider? Wer hat ihr denn ” die Kind­heit und die Träume genom­men” ? War es nicht viel­leicht ihr Akti­vis­ten-Papa, der die Insel­be­ga­bung seiner Asper­ger-behaf­te­ten Tochter früh­zei­tig zu nutzen und medi­en­wirk­sam zu instru­men­ta­li­sie­ren wusste..!?

  15. Einem sicht- und hörbar psy­chisch gestör­ten Kind diese Bühne zu bieten, ist an Irrsinn nicht mehr zu über­bie­ten. Das gilt auch für Greta’s Gefolgs­leute, die im hys­te­ri­schen Deutsch­land beson­ders zahl­reich anzu­tref­fen sind.

  16. Ein bekann­ter Phi­lo­soph, mir wurde gesagt es war Dieter Bohlen aber ich kann es aus eigenem Wissen nicht bestä­ti­gen, soll vor kurzem gesagt haben, „Erklä­ren sie mal einem Beklopp­ten das er bekloppt ist“. Sagt das nicht alles?

    • Das ist leider wirk­lich schon patho­lo­gisch. Eigent­lich über­haupt nicht mehr komisch – man kann schlecht gegen eine Min­der­jäh­rige argu­men­tie­ren, die von Erwach­se­nen ernst genom­men und von anderen Erwach­se­nen gesteu­ert und benutzt wird. Und die sie benut­zen, wissen das!

      • Ja, die bauen sich da eine über­hei­lige Närrin und end­fun­da­men­ta­li­sie­rende Jeannne d’Arc hoch Sieben auf, die die Vor­stel­lung schmeißt. Wie sowas eigent­lich geht, hatte Peter Handke in seinem Stück Publi­kums­be­schimp­fung gezeigt. Vor vielen Jahr­zehn­ten. Aber so richtig. Greta Thun­bergs Publi­kum hat das jedoch alles längst ver­ges­sen, gerade auch den wohl­tu­en­den Unter­schied zwi­schen Bühne und Rea­li­tät. Während die heilige Grta selbst­ver­ges­sen polit­pö­belt und büh­nen­heult. Ach Jessas; die meint es ja tod­ernst. Nicht­mal der Handke in all seiner steifen Thea­tra­lik hatte ja sein Stück tod­ernst gemeint.

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