Mohammed El-Halabi, Geldbeschaffer der Hamas
Moham­med El-Hala­bi, Geld­be­schaf­fer der Hamas

Anstatt sei­ne Jour­na­lis­ten viel­leicht mit einem Fern­glas an die Ufer von Les­bos zu stel­len oder im Hub­schrau­ber vor der Liby­schen Küs­te von Sir­te zu krei­sen, lässt die ARD ihr Fern­seh­team lie­ber in der West­bank nach Was­ser suchen. Sie fin­den es nur bei den „Sied­lern“, wäh­rend die Paläs­ti­nen­ser in ihren Pools rund­um fröh­li­che Fes­te fei­ern – und dabei angeb­lich ver­durs­ten! Die Empö­rung im Netz ist groß. Selbst die Bild-Zei­tung ent­deckt in dem ARD-Bericht einen abso­lu­ten Tief­punkt des Jour­na­lis­mus. Man könn­te sagen, das was die ARD da ablie­fer­te, beweg­te sich auf dem­sel­ben Niveau wie die Hit­ler-Tage­bü­cher des Stern.

(Hier auch eine sach­li­che und fun­dier­te Ant­wort auf die schein­hei­li­ge Erklä­rung der ARD über ihren Bericht). Ich hof­fe, die ARD zieht aus dem unsäg­li­chen Bericht die Kon­se­quen­zen und ruft das gesam­te TV-Team und Herrn Rosch aus Isra­el zurück. Wer so grob falsch und ten­den­zi­ös berich­tet, muss mit Pro­to­koll­füh­rung beim Tau­ben­züch­ter­ver­eins von Bot­trop nicht unter fünf Jah­res­haupt­ver­samm­lun­gen bestraft werden!

Dabei gäbe es viel ech­tes und inter­es­san­tes zu berich­ten aus dem Hei­li­gen Land, man muss gar nichts erfin­den! Zum Bei­spiel aus Gaza, wo es die Hamas offen­sicht­lich geschafft hat, eini­ge ihrer kri­mi­nel­len Geld­be­schaf­fer an ent­schei­den­de Posi­tio­nen in inter­na­tio­na­len Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen zu set­zen, um dort durch geschick­te Tricks Mil­lio­nen über Mil­lio­nen Dol­lar, Euro und Pfund für den Ter­ror­kampf der Hamas abzu­zwei­gen. Unter den geprell­ten Orga­ni­sa­tio­nen ist auch World­Vi­si­on, die jah­re­lang glaub­ten, Pro­jek­te zu finan­zie­ren, die not­lei­den­den Kin­dern in Gaza zugu­te­kom­men. Statt­des­sen haben sie direkt den Ter­ror und die Mor­de der Hamas finanziert!

Wo war die ARD, als dies bekannt wur­de? Wo war das Mikro­fon, dass man Ver­tre­ter von World­Vi­si­on unter die Nase hät­te hal­ten kön­nen um zu fra­gen: „Wie fühlt sich das an, so ver­arscht zu wer­den?“. Das wäre ein Auf­ma­cher gewe­sen, der den Tages­the­men wür­dig wäre – nicht ein von vorn bis hin­ten erlo­ge­ner Bericht über feh­len­des Was­ser bei der Fami­lie Osman.

Zum Glück gibt es noch Jour­na­lis­ten in Deutsch­land, die ein­fach ihre Arbeit machen. Und zwar gut. Lesen Sie hier den Bericht von Alex Feuer­herdt über den Finanz-Skan­dal rund um World­Vi­si­on und die Hamas.

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