Er ist schon gut, das muss man ihm lassen. Niemand in Deutsch­land kann mit so viel Begeis­te­rung phy­si­ka­li­sche Gesetz­mä­ßig­kei­ten erklä­ren, wie Pro­fes­sor Harald Lesch dies seit Jahren in BR und ZDF tut. Wenn unter seinen Händen starke Kraft, schwa­che Kraft und Gra­vi­ta­tion förm­lich Gestalt anneh­men, nicke ich begeis­tert. Wenn er jedoch ver­sucht, mit großen Gesten, einer Art mathe­ma­tik­be­frei­ter Logik und viel „nimmste dies, machste das, biste fertig” die deut­sche Ener­gie­wende wie „Uncle Ben’s Reis” dar­zu­stel­len (gelingt immer und klebt natür­lich nie), denke ich nach wenigen Minuten nur noch: schwa­che Kraft.

In seinem neu­es­ten TerraX-Video auf YouTube skiz­ziert er die 100%ig erneu­er­bare Ener­gie­welt. „Raus aus Kern­ener­gie und nun auch noch aus der Kohle? Wo soll denn dann unser Strom her­kom­men?“ Das, so Lesch, sei ganz einfach!

Leschs Vor­stel­lung scheint zu sein, dass es Dinge in Deutsch­land gibt, mit denen wir bislang aus welchem Grund auch immer so rein gar nichts anzu­fan­gen wussten. Die Hälfte unseres Waldes zum Bei­spiel oder Pflan­zen­reste oder Erd­wärme oder andere, riesige, unge­nutzte Flächen von der Größe einiger Bun­des­län­der. Er beginnt seinen Vortrag mit der Fest­stel­lung, dass von den 600 TWh jähr­li­chem Strom­be­darf bereits 40% auf erneu­er­bare Energie ent­fal­len. Das ist zwar sehr groß­zü­gig auf­ge­run­det (es sind ca. 38%), aber wir wollen mal nicht klein­lich sein.

Kümmern müssten wir uns angeb­lich nur noch um die rest­li­chen 60%, die aus Kohle, Kern­kraft und Erdgas kommen. Ver­ges­sen wir für einen Moment, dass die erneu­er­ba­ren 40% auf wenige Pro­zente zusam­men­schnur­ren, wenn der Wind nicht weht oder Nacht ist. Ver­ges­sen wir auch, dass uns die Pho­to­vol­taik auch dann nicht hilft, wenn die Sonne tags­über hinter den Wolken steckt oder es im Winter kaum und nicht für lange über den Hori­zont schafft. Schauen wir uns statt­des­sen an, wie Harald Lesch einen kon­ven­tio­nel­len Ener­gie­trä­ger nach dem anderen durch saubere Alter­na­ti­ven ersetzt.

Lesch ersetzt die Kohle

Bei der Hälfte des deut­schen Waldes nehmen wir das raus, was nach­wächst. Das bringt so viel Energie wie Braun- und Stein­kohle zusam­men.“ Wir sollen also Holz ver­bren­nen statt Kohle. Zu dumm nur, dass es diese „unge­nutzte Hälfte des Waldes“ nicht gibt. Dort, wo kein Natur­schutz­ge­biet ist, die geo­lo­gi­schen Bedin­gun­gen dies zulas­sen oder der Wald keine anderen Funk­tio­nen hat (etwa Ero­si­ons- und Lawi­nen­schutz im Gebirge), wird er bewirt­schaf­tet. Nach­hal­tig, wie es sich gehört, der Begriff ist schließ­lich die Erfin­dung des deut­schen Forst­wir­tes Georg Ludwig Hartig. Und wir benut­zen das geschla­gene Holz! Nicht nur für lau­schige Kamin­abende oder Billy-Regale – auch Dach­stühle, Innen­aus­bau, Gerüste, Zel­lu­lose, Zahn­sto­cher und Zäune. Wenn das jetzt alles in die Öfen soll, woher kommt Ersatz? Zumin­dest wächst die Wald­flä­che in Europa all­ge­mein und in Deutsch­land im Beson­de­ren. Aller­dings – und als Ironie des Schick­sals – aus­ge­rech­net auf­grund des erhöh­ten CO2-Anteils in der Luft.

Lesch ersetzt die Kernkraft

Dann hätten wir die tiefe Geo­ther­mie, die liefert so viel, wie die Kern­kraft­werke in Deutschland…hätte man nicht gedacht“ – Nee, hätte man nicht. Ganz einfach weil’s nicht stimmt. Die 9.444 MW ver­blie­bene Reak­tor­ka­pa­zi­tät (instal­lierte Leis­tung 2018) lie­fer­ten 85 TWh Strom, während die vor­han­de­nen 14 Anlagen (nur Strom­pro­duk­tion) der tiefen Geo­ther­mie gerade mal 34 MW instal­lierte Kapa­zi­tät haben. Ganze drei weitere sind im Bau, 30 in Planung, was auch immer das genau für welche werden sollen. Um also wie Lesch es beschreibt die Kern­kraft kom­plett zu erset­zen, müssten wir tau­sende weitere Geo­ther­mie­an­la­gen im Mega­watt- und Mega­eu­r­obe­reich erst mal bauen. Außer­dem können wir bestehende Anlagen über­haupt nicht mit­zäh­len, weil die ja schon in den groß­zü­gig auf­ge­run­de­ten 40% erneu­er­ba­rer Ener­gien vor­kom­men, die wir heute schon haben.

Der Sprung von einer Strom­menge von 0,162 TWh, wie sie die tiefe Geo­ther­mie heute liefert, zu jenen 85 TWh Kern­ener­gie, die Lesch mit einem Fin­ger­schnips ersetzt hat, ist also eine Stei­ge­rung um 52.000% – zwei­und­fünf­zig­tau­send Prozent! „Damit hätten wir Kohle und Kern­kraft schon mal abge­hakt“ meint Pro­fes­sor Lesch, der im ZDF wohl das Fach Zau­ber­kunst unter­rich­tet, wenn er einfach so der­ar­tige Schlüsse zieht.

Lesch ersetzt das Erdgas

Dann ist da natür­lich noch das Problem mit der Spit­zen­last und dem fle­xi­blen aber CO2-las­ti­gen Ener­gie­trä­ger Erdgas. Ja, auch das muss weg. Lesch setzt hier auf Bio-Ersatz, Biogas in diesem Fall. „Dafür nehmen wir nur land­wirt­schaft­li­che Abfälle, um keine wei­te­ren Ener­gie­pflan­zen anbauen zu müssen.“ Man fragt sich, was das für Abfälle sein sollen und was die Bauern wohl bisher damit gemacht haben. Ich habe jeden­falls noch nie eine grüne Tonne am Feld­rand stehen sehen, die dann von der Abfall­ent­sor­gung geleert werden musste. Pflanz­li­che „Abfälle“ werden in der Regel unter­ge­pflügt oder wie bei Getrei­de­stroh für die Vieh­wirt­schaft ver­wen­det. Auf jeden Fall bleiben sie Bestand­teil des Ackers, sorgen für Grün­dün­gung, Boden­be­lüf­tung und Stick­stoff­ein­trag und werden darüber hinaus natür­lich auch in gerin­gen Mengen in den bestehen­den Bio­gas­an­la­gen „ver­stromt“. Unge­nutzte Ener­gie­po­ten­ziale durch Abfälle aus der Land­wirt­schaft gibt es so gut wie keine.

Außer­dem sind die gas­bil­den­den Bak­te­rien in Bio-Reak­to­ren genauso Spe­zia­lis­ten, wie übli­cher­weise Münch­ner Phy­sik­pro­fes­so­ren. Füttert man sie mit irgend­ei­nem Mist, machen sie Unfug oder stellen die Arbeit ganz ein. So ein Bio-Gene­ra­tor ist leider noch kein Flux­kom­pen­sa­tor, der glei­cher­ma­ßen mit Plu­to­nium, Cola oder Kat­zen­pisse läuft. Man kann da nicht rein­wer­fen, was einem so in den Sinn kommt. Auch hier gilt zudem: erst mal bauen! Der Anteil von Erdgas an der deut­schen Strom­erzeu­gung beträgt ca. 83 TWh pro Jahr. Die bestehen­den Bio­gas­an­la­gen liefern 32 TWh (in den 40% ent­hal­ten, die also bitte nicht mit­zäh­len). Wir müssen also die Anzahl der Bio­gas­an­la­gen fast ver­drei­fa­chen, um auch auf Erdgas ver­zich­ten zu können. Wo die alle noch stehen sollen, ohne den Geo­ther­mie­kraft­wer­ken, Wind­rä­dern oder Wäldern in die Quere zu kommen, bleibt ein Quan­ten­phy­si­ka­li­sches Rätsel.

Fassen wir zusammen, was Harald Lesch „ganz einfach” findet

  • Wir erset­zen die Kohle durch Holz, wofür wie die Hälfte unserer Wälder exklu­siv als Brenn­holz­quelle bewirt­schaf­ten müssen. Möbel­in­dus­trie, Bau­ge­werbe, Papier­in­dus­trie, Hambi-Beset­zer und andere sollen halt sehen, wo sie bleiben. Da der Heiz­wert von Holz – auch wenn es gut getrock­net ist, kaum die Hälfte von Kohle beträgt, fahren dann nicht mehr kilo­me­ter­lange Koh­le­ver­sor­gungs­züge durchs Land, sondern doppelt so lange Holz­ver­sor­gungs­züge. Fort­schritt ist so geil! Ange­sichts der Fein­staub­werte in der Luft in der Nähe der Holz­kraft­werke werden sie Bewoh­ner sich voller Wehmut an die guten alten Die­sel­zei­ten zurück­er­in­nern.
  • Die Kern­ener­gie erset­zen wir durch Geo­ther­mie­kraft­werke, von denen wir inner­halb weniger Jahre tau­sende errich­ten müssen. Die Kosten pro Anlage und instal­lier­ter Mega­watt­stunde sind deut­lich höher als für Wind­kraft­an­la­gen (siehe hier, Seite 4) und sum­mie­ren sich locker in die Bil­lio­nen.
  • Das Erdgas schließ­lich erset­zen wir durch etwa 25.000 neue Bio­gas­an­la­gen, die wir aber nicht betrei­ben können, weil wir nicht genü­gend „Abfälle“ für sie haben und falls wir diese „Abfälle“ der Land­wirt­schaft ent­zie­hen, werden wir dort massiv mehr Kunst­dün­ger benö­ti­gen, um für den nötigen Stick­stoff­ein­trag in die Acker­bö­den zu sorgen, was wie­derum zu erheb­li­chen Pro­ble­men mit dem Grund­was­ser führt, was wie­derum zu wei­te­ren Pro­ble­men führen wird. An diese Feed­back­schleife hat natür­lich auch niemand gedacht.

Doch auch Lesch weiß, dass selbst seine Milch­mäd­chen­rech­nung nur den aktu­el­len Strom­ver­brauch betrifft und uns der 100%-reines-Gewissen-Energiewelt kaum näher bringt. Die Ener­gie­be­rei­che Heizen, Pro­zess­wärme, Verkehr usw. sind da noch gar nicht drin!

Wir bewirtschaften nur noch Energie“

Ja, das kommt alles noch oben drauf und ist ener­ge­tisch ein Mehr­fa­ches des Strom­be­darfs. „…dann haben wir alles zuge­ka­chelt, dann haben wir Energie, aber was ist das dann für ein Land? Hier würde ja prak­tisch nur noch Energie bewirt­schaf­tet!“ Da wird es selbst Harald Lesch mulmig. Viel­leicht stellt er sich vor, er würde – natür­lich mit dem Rad – durchs Land fahren und sähe prak­tisch nichts anderes als Wind­kraft­an­la­gen und Bio­gas­anl… ach, ich hätte es fast über­se­hen: Das ist ja schon heute so bei uns hier in Nie­der­sach­sen, dabei ist das erst die 40%ige Lösung all unserer Pro­bleme. Noch schöner kann’s also eigent­lich nur noch im Süden werden. Auf der The­re­si­en­wiese in München soll noch Platz sein…

Tote Ideen, neu verstromt

Also, meint Lesch, muss eine andere Lösung her! Statt eine Fläche von der Größe des Saar­lan­des und Berlins mit Solar­pa­ne­len zuzu­de­cken (warum eigent­lich nicht, das würde doch sicher die Mieten wie gewünscht drücken), holt Lesch Deser­tec wieder aus der Ver­sen­kung. Jene Idee, gigan­ti­sche Solar­ther­mie und Pho­to­vol­taik-Kraft­werke in die Sahara zu klotzen und sie durch sünd­haft teure Gleich­strom­ka­bel via Malta und Gibral­tar mit Europa zu ver­bin­den. Ja, das wird sicher klappen, weil die Inves­to­ren dieser größten Inves­ti­tion aller Zeiten gar nicht schnell genug die Schecks unter­schrei­ben können. Ist bislang ja erst einmal gran­dios geschei­tert, mehr Glück halt beim nächs­ten Mal.

Aber mal ehrlich: wäre, unab­hän­gig von Geld und tech­ni­schen Schwie­rig­kei­ten, dieser Teil von Lesch’s Vision nicht in der Tat der am leich­tes­ten zu rea­li­sie­rende? Man muss doch nur ganz Nord­afrika in die fried­lichste und sta­bilste Region der Welt ver­wan­deln, der man ohne Beden­ken und min­des­tens bis zur Erfin­dung des Flux­kom­pen­sa­tors fast die gesamte Ener­gie­ver­sor­gung Europas anver­trauen möchte. Ver­gli­chen mit den anderen „ein­fa­chen Ideen” im Video scheint das fast schon ein Kin­der­spiel zu werden!

Haus­auf­gabe: den Umgang mit dem Zau­ber­stab üben und dann auf nach Libyen!

85 Kommentare

  1. Nach Ablauf der Kom­men­tar­frist (14 Tage) erreichte mich per Mail noch eine fach­lich Ergän­zung zu den Unmög­lich­kei­ten der Pos­tu­late von Harald Lesch. Und zwar bezüg­lich der Annahme, man könne die Koh­le­ver­stro­mung durch den Ener­gie­trä­ger Holz erset­zen. Danke an Torsten Gürges für die Mühe.
    Hier der Wort­laut:
    —–
    Herr Prof. Lesch will die gesamte Koh­le­ver­stro­mung durch Einsatz von Holz­ver­bren­nung aus der nach­hal­ti­gen Ent­nahme aus der Hälfte des dt. Waldes erset­zen. Sie halten dem – völlig richtig – in Ihrem Artikel ent­ge­gen, das der dt. Wald aber bereits genutzt wird, und nicht doppelt genutzt werden kann.
    In Wahr­heit sieht es aber noch deut­lich schlim­mer aus. Prof. Lesch geht von fol­gen­den Annah­men aus:
    1.)12 Fest­me­ter nach­wach­sen­des Holz pro Hektar Wald und Jahr
    2.) Wald­flä­che Deutsch­land: 11,4 Mio Hektar
    3.) 1 Fest­me­ter gleich ca. 1,4 Raum­me­ter
    4.) Brenn­wert von Holz: ca. 2100 kWh pro Raum­me­ter (Daten aus öffent­li­chen Quellen im Inter­net, evtl leicht vari­ie­rend)

    Rech­nung dazu also: 12 * 1,4 * 11.400.000 * 2100 = 430 Mrd. kWh = 430 TWh

    Da aus der Koh­le­ver­stro­mung unge­fähr 229 TWh elek­tri­sche Energie kommen (Wert aus Wiki­pe­dia von 2018), kommt man unge­fähr mit der Hälfte des dt. Waldes hin (430 TWh/2 = 215 TWh) .

    Diese Rech­nung ist aber falsch! Denn:

    1.) Schon die 12 Fest­me­ter pro Jahr und Haktar Wald sind nicht richtig. Sie gelten, eben­falls mit viel gutem Willen, für Nadel­holz. Ca. 45% des deut­schen Waldes bestehen aber aus Laub­holz und da liegt der Wert eher bei ca. 8 – 9 Fest­me­tern, also schon mal knapp ein Drittel nied­ri­ger.

    2.) Die 2100 kWh Brenn­wert gelten nun aber für z.B. Eichen- und Buchen­holz, die die höchs­ten Brenn­werte haben. Schon Kirsche, Ahorn und Birke liegen nur noch bei 1800 bis 1900 kWh/Raummeter. Nadel­holz, für das ja die Rech­nung mit den 12 Fest­me­tern gilt, liegt bei 1400 – 1700 kWh/Raummeter. Je nachdem wie man das Ver­hält­nis von Laub- zu Nadel­bäu­men annimmt, bedeu­tet das im güns­tigs­ten Fall(!) eine weitere Redu­zie­rung der Ener­gie­menge um 25%

    3.) Der größte Denk­feh­ler kommt aber noch: Wir reden hier von Brenn­wer­ten(!). Da ist auf keinen Fall die Rede von Umwand­lung in elek­tri­sche Energie (was Prof. Lesch ja gerade will: Er will Strom, nicht damit heizen!).
    Block­heiz­kraft­werke, die Wärme und elek­tri­sche Energie liefern, kommen auf elek­tri­sche Wir­kungs­grade von 35% bis 40%. Alles über 45% wäre extrem gut, alles über 50% schon beinahe ein Wunder. Also eine weitere Redu­zie­rung der „Lesch- Ener­gie­menge” um min­des­tens 50%

    Dass die 11,4 Mio Hektar dt. Wald inklu­sive aller Park – und Natur­schutz­flä­chen gerech­net, und die 12 Fest­me­ter „Vor­rats­fest­me­ter” inklu­sive Rinde und ohne Ver­ar­bei­tungs­ver­luste in über­haupt brenn­fä­hi­ges Holz sind, fällt dann beinahe schon unter Randnotiz…Realistisch betrach­tet kommt man also mit der Hälfte des dt. Waldes nicht auf 215 TWh elek­tri­schen Strom sondern auf höchs­tens(!) ca. 57 TWh…
    (Das immer noch mit allen Park­an­la­gen und Natur­schutz­ge­bie­ten).
    Als Fermi – Schät­zung der Grö­ßen­ord­nung würden die 215 TWh viel­leicht gerade noch durch gehen. Aber als Modell für die Ener­gie­ver­sor­gung eines Landes mit Strom…?Je nachdem welche Quellen man her­an­nimmt, können meine anfangs genann­ten Zahlen minimal anders aus­se­hen, aber an der grund­sätz­li­chen Aussage ändert sich nichts.

  2. Lesch ist meiner Meinung nach über­schätzt. Als Natur­wis­sen­schaft­ler ver­stehe ich, was er über Quanten, Atome usw. sagt (nicht alles ist korrekt) und weiß was er meint. Aber ich habe mich schon oft gefragt, ob Laien hier wirk­lich ver­ste­hen, worum es geht und ob es über huma­ne­vo­lu­tio­när beding­tes Nicken hin­aus­geht …

  3. Danke für den Artikel ins­be­son­dere auch für den Link eines Kom­men­ta­tors zum Bericht einer Regio­nal­zei­tung betreffs Leschs „Schul­vor­trags” : Der bestä­tigt doch recht anschau­lich („Ich bin Mit­glied der Sicher­heits­kon­fe­renz !!!” – aha , die inter­na­tio­nale Rüs­tungs­lobby- toller Leumund ), dass Lesch eben genau jener selbst­ver­liebte TV-Schwät­zer ist, für den ihn ein nicht unwe­sent­li­cher Teil der (umwölk­ten) Bevöl­ke­rung hält : Eben ein geschäfts­tüch­ti­ger Selbst­in­sze­nie­rer, der seine Medi­en­prä­senz mit per­sön­li­cher Bedeut­sam­keit gleich­setzt – doch sind wir ehrlich, ist „Leschs Terra X Alpha-Cen­tauri Kosmos” die Sendung mit der Maus für Kinder, die mitt­ler­weile rudi­men­tär lesen gelernt haben und das Format der klas­si­schen „Lieber Onkel mit brum­mi­ger Stimme erzählt” – Mär­chen­kas­sette vor­zie­hen.
    Und viele dieser Kin­der­chen sind im Fahr­was­ser von Onkel Lesch mitt­ler­weile zu hoch­ak­ti­vis­ti­schen „Kli­ma­ret­tern” und ver­sier­ten Lai­en­pro­fes­so­ren/-innen geworden.…passt doch.
    Mission accom­plished !

  4. Zau­ber­kunst bei Harald Lesch” und die Kom­men­tare vom 27. bis 29. April habe ich als sicher auf­zu­be­wah­rende Doku­mente des Zeit­geis­tes mit größtem Inter­esse gelesen. Noch weiter zu kom­men­tie­ren wäre Eulen nach Athen tragen. Statt­des­sen möchte ich eine nicht ganz ver­ges­sene These vor­tra­gen, die unsere Mit­men­schen vom rot­links­grü­nen Ufer hof­fent­lich nicht zur Schnapp­at­mung bringt (eher schon zu den mora­lisch abge­seg­ne­ten Ver­un­glimp­fun­gen). Also: Prä­misse: Wenn für ein natur­wis­sen­schaft­lich-tech­ni­sches Fach­ge­biet durch Regie­rung und Mehr­heits­par­teien jedwede For­schung ver­bo­ten und bis auf den letzten Lehr­stuhl eli­mi­niert wird, dann kann dieses Fach­ge­biet später keine Lösung z.B. der Ener­gie­er­zeu­gung mehr bei­tra­gen. These: Alle nun schon Jahr­zehnte andau­ern­den Dis­kus­sio­nen und low-tec Rea­li­sie­run­gen zur Ener­gie­er­zeu­gung (Wind­kraft, Pho­to­vol­taik, Geo­ther­mie, Biogas etc) mit inzwi­schen Bil­lio­nen nutz- und aus­sichts­los ver­brauch­ter Steu­er­gel­der wären Deutsch­land erspart geblie­ben WENN: Der Schwer­punkt For­schung auf 95%ige Nutzung des Uran-Ener­gie­po­ten­ti­als (anstelle bisher nur 5%) gelegt worden wäre, daraus ein mehr­fa­ches Recy­cling der Kern­brenn­stoffe aus­ge­führt würde, der anfal­lende niedrig-radio­ak­tive atomare Abfall­stoffe jeweils in den Kreis­lauf zurück­ge­führt würden. Ein solches Ver­fah­ren erfor­dert keine mehr­fach Giga­watt Kern­kraft­werke sondern dezen­tra­li­sierte „klei­nere” Ein­hei­ten wie sie seit Jahr­zehn­ten im Mili­tär­be­reich (U-Boote, Flug­zeug­trä­ger) funk­tio­nie­ren. Der riesige Land­ver­brauch für neue Strom­tras­sen und ein Teil der Strom-Über­land­lei­tun­gen allein könnten dadurch ver­mie­den werden . Die für den Kreis­pro­zess erfor­der­li­che Anlage für Wie­der­auf­be­rei­tung (vor einem halben Jahr­hun­dert ver­hin­der­ten Wackers­dorf) war schon damals nichts anderes als eine spe­zia­li­sierte Che­mie­fa­brik. Even­tu­ell anfal­len­des U-235 oder Plu­to­nium ver­kauft Deutsch­land an die Fran­zo­sen für ihre force de frappe.

  5. Hallo zusam­men; was hier alle ver­ges­sen oder nicht bedacht haben – auch Prof Lesch nicht, das sind die Tonnen von Lachgas, die Leschs Klamauk erzeu­gen. Damit toppen wir bei 8o Mio Ein­woh­ner in Deutsch­land minus Grüne locker das zur Ver­fü­gung ste­hende Erdgas. Und wir sollten auch noch die Fracking Karte ziehen. Damit können wir locker nachts die Son­nen­en­er­gie erset­zen. Und da Zucker und Fett eh zu viel kon­su­miert wird.…ab in die Ver­stro­mung. Ach ja .. und am Kon­ti­nen­tal­so­ckel gibt es ja noch Methan bis zum Abwin­ken.

    So gesehen hat Lesch nur noch nicht alle Mög­lich­kei­ten aus­ge­schöpft. Und jetzt bitte Lachen. Das erzeugt Lachgas.

  6. Ein Video von einem Lesch-Vortrag an einer Uni oder Hoch­schule gibt’s bei Youtube, und da ich Lesch immer gern zuhörte, sah ich mirauch das an. Alle mög­li­chen Kata­stro­phen-Sze­na­rien werden von Lesch (auch bild­lich) vor­ge­stellt. Zum Schluss darf man fragen. Ein Student fragt Herrn Lesch (zu Recht), wieso in seinen vielen Model­len (sta­tis­ti­sche Linien von links ganz unten: früher, … bis rechts ganz oben: heute) der diver­sen Pro­bleme unseres Erd­balls EINES nicht vor­kommt: Die Über­be­völ­ke­rung.
    .
    Ich denk ich hör nicht richtig, als Lesch den Stu­den­ten abkan­zelt… Über­be­völ­ke­rung gäbe es nicht !

    Ich spule zurück und schau’s und hör’s mir nochmal an. Tat­säch­lich, Lesch leugnet, dass viele, wenn nicht gar alle Pro­bleme (die er ja alle zu Recht ansprach), auch daraus resul­tie­ren, dass es inzwi­schen zu viele von uns gibt. Seltsam. Sogar sein typi­scher Humor war plötz­lich wie weg­ge­bla­sen.

    Ich hatte ihn bisher für ver­nünf­ti­ger gehal­ten.

    • Dieses Problem halte ich auch für maß­geb­lich, es wird aber selt­sa­mer­weise über­haupt nicht mehr adres­siert. Die UN-Kom­mis­sion, die sich damit befasste, liefert keine Berichte mehr – ich konnte zumin­dest keine finden, die nicht noch aus den 90ern stammen. Das Lesch an dieser Stelle so emp­find­lich reagiert, zeigt, dass er da weit jen­seits seines Fach­ge­biets argu­men­tiert und sich offen­bar unsi­cher fühlt. Zu Recht, wie man sieht. 😉

      • Und wieder einmal bewun­dere ich Ihre Höf­lich­keit, Herr Letsch. Wer, wie Lesch, seine Popu­la­ri­tät, seinen Ver­stand und seine natur­wis­sen­schaft­li­che Kom­pe­tenz bewußt der herr­schen­den Ideo­lo­gie unter­wirft, dafür Fakten abschmet­tert, phy­si­ka­li­sche ‚basics’ rela­ti­viert und umin­ter­pre­tiert, ist ein sich selbst ver­leug­nen­der, trau­ri­ger Mit­läu­fer und ein Ver­rä­ter der unab­hän­gi­gen natur­wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis. Es bedeu­tet im wahrs­ten Sinne des Wortes das Ende der abend­län­di­schen Kultur, der freien Mei­nungs­äu­ße­rung, des Plu­ra­lis­mus und sämt­li­cher Errun­gen­schaf­ten der euro­päi­schen Auf­klä­rung. Wollt Ihr wissen, wie es einst mit der ein­heit­li­chen Mei­nungs­bil­dung Juden gegen­über im 3. Reich begann? Genau so! P.S. Täglich werden ca. 240 000 Men­schen auf dieser Welt geboren. Allein Afrika schenkt uns alle 2 Wochen 1Millionen neue Erden­bür­ger. Müll­tren­nen, vegan leben und Die­sel­fahr­ver­bote in Deutsch­land werden die CO2-Bilanz nicht ver­än­dern, aber wenn’ scheee macht.….

  7. Herr Dr. Lesch spricht Anfangs von Lösungs­an­sät­zen (Anm.: „erstes Anzei­chen der Bewäl­ti­gung einer schwie­ri­gen Aufgabe”), inso­fern gibt er mMn gar nicht vor „die Lösung” zu haben. Des Wei­te­ren unter­schei­det er sehr genau den Strom­be­darf und den Pri­mär­ener­gie­be­darf, wie auch die Spit­zen­last.
    Gegen Ende erklärt er, dass wir natio­nal die Her­aus­for­de­rung gar nicht stemmen können.

    Ihre Kritik an den Berech­nun­gen sind also schon in seinem Video ent­hal­ten, wenn man möchte.
    Wie wäre es statt dessen mit kon­struk­ti­ver Kritik?
    Diese bietet neben der Dar­stel­lung des Pro­blems auch einen Vor­schlag zur Ver­bes­se­rung. Das heißt, Sie sagen nicht nur, was alles schlecht oder falsch ist, sondern zeigen Mög­lich­kei­ten auf, wie diese Her­aus­for­de­rung mög­li­cher­weise zu meis­tern ist, gerne auch nur als „Lösungs­an­satz”.

    • Er hat dedi­ziert erklärt, wie man bei der Strom­ver­sor­gung zu 100% Erneu­er­ba­ren kommt. Das sei „ganz einfach”, sagt er. Erst bei der Pri­mär­ener­gie greift er zu Deser­tec. Wenn Sie meinen Artikel richtig lesen, werden Sie fest­stel­len, dass sich meine Kritik auf Leschs „ganz ein­fa­che” Strom­erzeugngs­rech­nung bezieht. Kohle durch Holz erset­zen, Kern­kraft durch tiefe Geo­ther­mie und Erdgas durch Biogas aus Abfällen…keine einzige dieser schnell hin­ge­wor­fe­nen Sim­pli­zi­tä­ten hält der Rea­li­tät stand.

      • Bei Minute 3:36 sagt er ganz deut­lich, dass seine „ganz ein­fa­che Rech­nung” nicht reicht.
        Ver­weist auf Holler und Gaukel und die aus­führ­li­chen Berech­nun­gen und zählt Bei­spiele daraus auf.
        Man kann sich natür­lich an seinem „ganz einfach” abar­bei­ten, aber die Aussage des (gesam­ten) Videos ist das sicher nicht.
        Seine erste Aussage („alles ganz einfach”) ist eigent­lich klar als Sokra­ti­sche Ironie erkenn­bar, ein Stil­mit­tel das er oft nutzt, um einen zum Nach­den­ken zu bringen.

        • Wollen Sie ernst­haft eine lin­gu­is­ti­sche Dis­kus­sion darüber starten, wie inklu­siv oder exklu­siv diese „ganz einfach” gemeint war, ob es zurück oder vor­aus­blickt oder einfach nur zum Nach­den­ken anregen soll? Bleiben wir doch bei einigen Fakten: „die Kern­kraft ersetz­ten wir durch tiefe Geo­ther­mie” suchen sie selbst Wort­laut und Minute und ana­ly­sie­ren Sie solange, bis Sie Leschs Aussage wahl­weise zum Scherz, Denk­an­stoß oder Gleich­nis erklärt haben oder mir nach­ge­wie­sen haben, was alles in dieser Aussage „mit­ge­meint” und vor­aus­ge­setzt war. Die Dünn­häu­tig­keit, mit der die Lesch-Fans hier reagie­ren und die Wei­ge­rung, sich mit den im Video dar­ge­leg­ten Ideen einfach mal kri­tisch aus­ein­an­der­zu­set­zen und die Dreis­tig­keit, mir gleich­sam das Recht abzu­spre­chen, die Rech­nun­gen Leschs kri­tisch nach­zu­voll­zie­hen , spricht jeden­falls eine deut­li­che Sprache. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

  8. Die Zau­ber­kunst­ü­cke der Bun­des­re­gie­rung finde ich aller­dings noch viel gelun­ge­ner. Ihr ist die per­fekte Illu­sion gelun­gen.
    Bühne frei: Die Magie­rin betritt die Manege. Rund 3 Mil­lio­nen Asy­lan­ten folgen in ihrem Schat­ten und bauen sich hinter ihr auf. Das Publi­kum staunt und applau­diert. Die Künst­le­rin ver­spricht die Dar­stel­ler gleich im Zuschau­er­raum zu ver­tei­len. Die Menge ist ent­setzt. Der Platz wäre zu klein und über­haupt. Die Zau­be­rin spricht ihren Spruch: „Ribe, Rabe, Och­sen­nas‚, wir schaf­fen das!, Hex,hex!” In diesem Augen­blick, von den Zuschau­ern unbe­merkt auf die Bühne geschli­chen, kommt die Zau­be­re­rin­nen­aus­zu­bil­dende Greta auf die Bühne. Unter­stützt vom Lindenberg´schen Panik­or­ches­ters singt sie die Ballade von einem kleinem Mädchen, dass frei­tags nicht mehr zur Schule gehen will.
    Das ergrif­fene Publi­kum applau­diert tobend und erhebt sich von ihren Sitzen. Eine tolle Dar­bie­tung.
    Das fol­gende Finale sprengt nun selbst das der Variate erfah­rens­ten Zuschauer. Die Illu­sio­nis­tin hat es geschafft. Alle Asy­lan­ten wurden im Zuschau­er­raum ver­teilt. Wie war das möglich? Wie konnte die Zau­be­rin uns so ablen­ken? Wir hatten sie doch die ganze Zeit im Auge. Jeden Hand­strich genaus­tens beob­ach­tet.
    Ob es an der Kleinen mit ihren anmu­ten­den Dar­bie­tung lag? Oder Vin Diesel, der kurz auf die Bühne stol­perte? Oder ob es doch rich­ti­ger Zauber war?
    Fragen wir Herr Lesch. Er kann ant­wor­ten. Oder gehörte er auch zu der Nummer?

  9. Tun Sie das, aber ver­scho­nen Sie andere mit Moral­pre­dig­ten von Vor­ges­tern.
    Wie sind Ihre Kiddis eigent­lich so?
    Eines aber können Sie toll : Vom Inhalt des Themas ablen­ken. Und stra­pa­zie­ren damit unnötig das Strom­netz.
    Glei­ches gilt für anonyme Schrei­ber­linge.

  10. Danke für den sach­kun­di­gen, unauf­ge­reg­ten Artikel. Schön, dass sich auch unter den Kom­men­ta­ren viel Sach­ver­stand und aus­ge­ruh­tes Argu­men­tie­ren findet. Wenn für die „Social Media” etwas zu hoffen wäre – und tat­säch­lich lässt es sich am ehesten bei solchen Themen mit natur­wis­sen­schaft­li­chem bzw. tech­ni­schem Hin­ter­grund erken­nen – dann wie hier: Pöbe­leien, Shit­s­torm, Mob, Mas­sen­wahn und deren ein­zi­ges Argu­ment „Wir sind mehr!” schei­tern natur­ge­setz­lich an der Rea­li­tät. Leider ist das ist zwar his­to­risch bewie­sen, wider­steht aber mensch­li­chen (Herden-)Impulsen. Nach jedem Crash beginnt erfah­rungs­ge­mäß das Gejam­mer und die fol­gen­lose Suche nach Sün­den­bö­cken. Wir müssen mit der ewig nach­wach­sen­den Dumm­heit ebenso leben, fürchte ich, wie mit dem Wetter und größer dimen­sio­nier­tem kos­mi­schen Gesche­hen: Check and balance.

  11. Dieser Blog­schrei­ber ist wirk­lich der inkom­pe­ten­teste den ich jemals sah.
    Was labert der den für einen Stuss.
    Harald Lesch hat doch auf ganzer Linie recht. Nur weil er was in seinem Leben erreicht hat, im Gegen­satz zu ihnen.
    Schönen Tag noch.

    • Sie können mich sehen? Muss ich mir Sorgen machen?
      Vielen Dank auch für Ihre fun­dierte inhalt­li­che Kritik, ich werde ver­su­chen, ihre mathematisch/physikalischen Dar­le­gun­gen nach­zu­voll­zie­hen.

      • Herr Letsch, Sie sollten nicht auf jedes pseu­do­ko­gni­tive Eja­ku­lat gewis­ser vor­pu­per­tä­rer Schrei­ber­leins, die zu alllem Unglück allzu oft auch noch des Deut­schen nur rudi­men­tär mächtig sind, ein­ge­hen. Diese Seher glauben die Wahr­heit zu kennen und mit Leuten die die Wahr­heit zu kennen glauben, kann man nicht dis­ku­tie­ren.

        • Leider wahr. Viel­leicht bin auch nur schon viel zu lange in der Erwach­se­nen­bil­dung tätig, als dass ich mir das noch abge­wöh­nen könnte. 😉

          • Timo­chen war wahr­schein­lich schon nach dem Lesen der Über­schrift intel­lek­tu­ell stark über­for­dert, jaulte auf und hat sofort geschmis­sen, was sein geistig vaku­um­ier­ter Kom­men­tar wohl unzwei­fel­haft belegt.

    • Hm, wer hier argu­men­tiert, lesch hätte Recht, der kann weder rechnen, noch hat er eine Ahnung von Physik, Elek­tro­tech­nik oder Ähn­li­chem. Ideo­lo­gie­ge­trie­bene Kraft­werke mögen der letzte Schrei sein, leider liefern sie nicht. Und Herr Lesch sollte sein Prtie­buch mal ablegen und bei seinen Leisten bleiben. Ener­gie­wirt­schaft und Paläo­kli­ma­ge­hö­ren sicher nicht dazu …

  12. Herr Lesch hat voll­kom­men Recht, wir decken mit 3 Per­so­nen Haus­halt schon 100% unseres Strom­be­darf durch Pho­to­vol­taik, aber wenn das alle machen würden bräuch­ten wir ja gar keine Atom­kraft mehr.
    Der Autor sollte seinen Blog wegen Inkom­pe­tenz schlie­ßen.

    • Sie sollten nicht von Ihrer eigenen Igno­ranz auf die Kom­pe­tenz anderer schlie­ßen. Und falls Ihr Haus­halt nicht kom­plett vom Strom­netz ent­kop­pelt ist, lügen Sie sich selbst die Taschen voll.

    • Herz­li­chen Glück­wunsch, Herr Ombado! Sie wohnen zu dritt in einem Haus mit einer Solar­an­lage auf dem Dach, vermute ich. So können Sie Ihren gesam­ten Strom­be­darf aus Eigen­pro­duk­tion decken? Sie haben also ordent­lich Akkus im Keller, um durch die Nacht und über den Winter zu kommen? Oder meinen Sie, daß Ihr Ertrag aus dem Son­nen­strom reicht, um die Kosten für den „Win­ter­strom” aus dem Netz zu bezah­len? Damit wäre ich beim Thema Sub­ven­tio­nen. Ihr Son­nen­strom wird immer abge­nom­men, zu garan­tier­ten und über­höh­ten (poli­tisch gewoll­ten) Preisen. Für Sie ist das gut, für Mil­lio­nen Miet­woh­nungs­be­woh­ner ohne die Chance zum eigenen Son­nen­pa­neel ist das jedoch nicht so ganz gut, denn diese bezah­len über­höhte Strom­preise, damit die Sub­ven­ti­ons­emp­fän­ger sich gut fühlen können.
      PS: Und wenn alle es machen würden wie Sie, dann würden am nächs­ten Tag alle den Sub­ven­ti­ons­wahn­sinn begrif­fen haben – wegen eines lan­des­wei­ten Black­outs.

      • @ Peter Thomas, schön zusam­men­ge­fasst …danke…weiß der Teufel warum es so schwer ist, zu ver­ste­hen, dass zu viel Strom ohne Spei­cher genauso pro­ble­ma­tisch ist wie zu wenig …und das Geld fließt nur , weil ich gezwun­gen werde, für Strom von anderen auf­zu­kom­men, den wirk­lich niemand braucht…

      • damit die Sub­ven­ti­ons­emp­fän­ger sich gut fühlen können.”
        .
        Das ist doch die Grund­lage des grün-linken Glau­bens.

        (Nur 20% der deut­schen Bevöl­ke­rung erar­bei­tet genug Steuern, um den großen Rest mit­zu­er­näh­ren, dar­un­ter reich(!)lich deut­sche und EU-Poli­ti­ker und deren Sekre­täre, Stif­tun­gen, etc.

    • Der Strom­ver­brauch im eigenen Haus­halt macht nur 6,7 % des gesam­ten Ener­gie­ver­brauchs eines Durch­schnitts­deut­schen aus. Wie sieht’s mit der Energie für Ihre Heizung aus? Und dem Kraft­stoff für Ihr Auto oder die von Ihnen genutz­ten öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel? Und wie mit der Energie für Strom und Heizung an Ihrem Arbeits­platz? Und der Energie, die bei der Her­stel­lung Ihrer Lebens­mit­tel ver­braucht wird? Oder bei der Her­stel­lung anderer Pro­dukte, die Sie kon­su­mie­ren? Um das alles abzu­de­cken, müsste Ihre Solar­an­lage 15 Mal mehr leisten als jetzt.

  13. Es ist gut, dass jemand auch die Unwahr­hei­ten auf­greift, welche von Dr. Lesch ver­brei­tet werden. Jedoch muss ich dem gebil­de­ten Nutzer von Fern­se­hen und Co. Eine gewisse Grund­in­tel­li­genz zuspre­chen können so kri­tisch zu denken.
    Die meisten die hier Kom­men­tare schrei­ben behaupte ich, sind nicht medi­en­wirk­sam wie es lesch ist oder wollen es nicht sein.

    An der Öffent­lich­keit, macht man nunmal Fehler. Und seien wir uns ehrlich, mit hard­li­ner Fakten und ohne Ver­ein­fa­chun­gen wird niemand wis­sen­schaft­li­che Sen­dun­gen sehen.

    Ich bin Froh, dass Harald Lesch das macht und somit der Wis­sen­schaft Auf­merk­sam­keit zuträgt. Weil wir davon leben, gesehen zu werden um steu­er­geld­an­teile zu erhal­ten.

    Ich fände es einmal schön einen Debat­tier­kreis von vor­be­rei­tete Fach­leu­ten zu dem Thema zu sehen.
    Einen Live Think-Tank nur mit Wis­sen­schaft­lern und ohne Wirt­schaft­li­che oder Poli­ti­sche Inter­es­sen. (Was nicht möglich sein wird.)

  14. Als lang­jäh­rige Umwelt, – Mitwelt und Natur­schutz Akti­vis­tIn kann ich nur sagen : Herr Lesch hat voll­kom­men Recht, was die Wis­sen­schaft zur Kli­ma­ka­thastro­phe anbe­trifft.
    Seine Lösungs­an­sätze für das Gene­rie­ren von Energie sind aller­dings unrea­lis­tisch und nicht ziel­füh­rend.
    Ich verehre Herrn Lesch, auch für seine State­ments zur Bil­dungs-und Schul­po­li­tik, das Thema alter­na­tive Ener­gien über­schrei­tet jedoch seine Kom­pe­ten­zen, was nicht ver­wun­der­lich ist. Niemand kann alles.
    Hier sind dem­entspre­chende! Fach­leute gefragt.
    Und : Wir müssen die Atmo­sphäre schüt­zen, ohne die Bio­sphäre zu zer­stö­ren. Windin­dus­trie ist keine ein­fa­che und wenig hilf­rei­che Lösung.
    Das Gebot der Stunde ist die Ein­spa­rung von Energie. Da hat Lesch auf jeden Fall Recht.
    Das ist das Ziel und das Thema!
    Ohne Ver­zicht wird es nicht mehr gehen.
    Fangen wir mit dem SUV Verbot an..
    Verbot der Mas­sen­tier­hal­tung.. Vegane Lebens­weise..
    Senkung der MwSt für die Bahn Tickets.
    Limi­tie­rung von Flügen.
    Besteue­rung von Cerosin..
    Es gibt viel zu tun.
    Für die drän­gen­den Themen der Mensch­heit und der Mitwelt.

    • Für Ihren Einsatz für Umwelt und Natur­schutz ziehe ich meinen Hut, an der Stelle sind wir dicht bei­ein­an­der. Was aller­dings heute unter dem Label Kli­ma­schutz ver­an­stal­tet wird, hat mit Umwelt­schutz nichts mehr zu tun. Das ist Reli­gion mit sehr sehr schwa­chen Sakra­men­ten. Dabei bin ich sogar bei vielen Maß­nah­men und Ideen auf Ihrer Seite: neue Tech­no­lo­gien, Ener­gie­er­spar­nis, Opti­mie­rung von Verkehr und anderen Prozessen…das alles ist sinn­voll und dies voran zu treiben liegt in der Natur des Men­schen, sofern es nicht mittels Zwang durch Leute geschieht, die es nicht besser wissen, sondern nur glauben, besser zu wissen.
      Aber das schützt nicht das Klima. Das wird sich ver­än­dern, ganz gleich was wir tun.

      Aber an der Stelle kommen wir nicht zusam­men, das ist mir klar. Wie wäre es statt­des­sen damit: Sie würden gern Ihren Guru Lesch (den ich auch sehr schätze, aber nicht verehre) aus der Schuss­li­nie nehmen, indem Sie ihn zum Laien erklä­ren, der ja kein Experte für erneu­er­bare Ener­gien sei und deshalb schon mal daneben liegen kann, wohin­ge­gen ich Lesch für kom­pe­ten­ter und intel­li­gen­ter halte, als die gesamte grüne Bun­des­tags­frak­tion!

      Popu­läre Betrach­tun­gen eines jeden Themas sind legitim, ich schwätze ja auch sehr unver­bind­lich vor mich hin. Also, sagen Sie mir: wo sind die Exper­ten, die man fragen muss? Wer kennt die Zahlen, die Sta­tis­ti­ken, die Ver­brauchs­werte und die Zukunft so gut, dass wir ihm oder ihr die Ener­gie­wende als „Plan” abkau­fen? Einige davon habe ich in meinem Artikel ver­linkt, was aber nicht dazu führte, dass ich zum „Gläu­bi­gen” wurde.

      Also, wer hat das durch­ge­rech­net, wer ist Experte? Frau Baer­bock von den Grünen, für die das „Netz der Spei­cher ist” und die auf meine Nach­frage nicht reagierte? Frau Thun­berg, die die Welt am liebs­ten in Panik alle Not-Aus-Knöpfe drücken sähe? Wer? Wen soll ich fragen, wo steht der Elfen­bein­turm der Erkennt­nis, in dem das alles erson­nen und für durch­führ­bar erklärt wurde? Oder gibt es eine solche Instanz nicht und einer schreibt einfach beim anderen ab? Fragen Sie sich nie, wie das EEG zustande kam? Wohin die vielen Mil­li­ar­den Sub­ven­tio­nen geflos­sen sind und wer von der Panik tat­säch­lich pro­fi­tiert, die die Kli­ma­ret­ter in Deutsch­land ver­brei­ten?

      • Sehr geehr­ter Herr Letsch, Ihnen und allen Lesern emp­fehle ich das Buch von Diet­rich Pelte: „Die Zukunft unserer Ener­gie­ver­sor­gung: Eine Analyse aus mathe­ma­tisch-natur­wis­sen­schaft­li­cher Sicht”, Springer/Vieweg, 2.A., 2014. Herr Pelte ana­ly­siert die welt­weite Situa­tion, nicht alleine die in Irra­tio­na­lia, und zwar auf jeder Ebene, der­je­ni­gen des Bedarfs und der­je­ni­gen der Erzeu­gung. Er bringt im Detail den phy­si­ka­li­schen Hin­ter­grund für alle mög­li­chen Erzeu­gungs­for­men (bis hin zur Wel­len­en­er­gie), die inne­woh­nen­den Kapa­zi­tä­ten, den Res­sour­cen­be­darf, die Rand­be­din­gun­gen für die elek­tri­sche Energie, Spei­cher­mög­lich­kei­ten, Heiz­ener­gie usw.

        Das alles ist, teils mit ver­schie­de­nen Sze­na­rien, tat­säch­lich so genau wie es geht durch­ge­rech­net und nach meiner Kennt­nis das mit Abstand Beste, was sogar auf dem inter­na­tio­na­len Markt ver­füg­bar ist. Mir ist kein gleich­wer­ti­ges eng­lisch­spra­chi­ges Buch bekannt. Umfang­rei­che, viele hundert Seiten starke Ergän­zun­gen finden sich auf seiner Inter­net­seite an der Uni­ver­si­tät Hei­del­berg. In jedem Fall ist es bewun­derns­wert, wie eine ein­zelne Person das zustande gebracht hat.

        Herr Pelte meint, man könne das Buch mit den Kennt­nis­sen ver­ste­hen, die „Schüler nach dem Abschluss der gym­na­sia­len Ober­stufe an deut­schen Schulen besit­zen sollten“, ich bin mir da ange­sichts der vielen Formeln aber nicht so sicher. Bayern z.B. müsste es schon sein, man muss aller­dings nicht Physik stu­diert haben, obwohl solide Vor­kennt­nisse von Vorteil sein dürften, wie sie etwa Inge­nieure haben sollten. Damit ent­fällt das Buch für den weitaus größten Teil der grünen Hin­ter­her­lauf­kli­en­tel und Ide­al­phra­sen­aus­wer­fer, welche schon die ersten 30 Seiten nicht über­ste­hen dürften. Das ist inso­fern für ihr Wohl­be­fin­den von Vorteil, als das Buch bei rechtem Ver­ständ­nis geeig­net ist, allen grünen Phan­ta­sien und Deli­ris­men ein gründ­li­ches Ende zu berei­ten. Eine solide Abschät­zung ergibt bei­spiels­weise, dass ver­mut­lich im Jahre 2050 allen­falls 15% der Pri­mär­ener­gie­er­zeu­gung auf „Erneu­er­ba­ren“ basie­ren wird. Herr Pelte hat den Wert inzwi­schen sogar m.W. nach unten kor­ri­giert. Das jeden­falls sind die Zahlen, die man braucht, sicher nicht kom­plett unrea­lis­ti­sche und trick­hafte Berech­nun­gen irgend­wel­cher von Grün­k­nete abhän­gi­ger Insti­tute und Agi­ta­ti­ons­an­stal­ten oder aus dem Hohl­kopf geschüt­telte Behaup­tun­gen irgend­wel­cher Baer­bocks oder Habecks.

        • Herr Letsch, könnten Sie noch vor „Pri­mär­ener­gie­er­zeu­gung” (Zeile 6 von unten) ein „welt­wei­ten” ein­fü­gen, denn trotz des „welt­weite” im ersten Absatz sehe ich schon die Schlau­köpfe auf dem Sprung?

        • die grüne Hin­ter­her­lauf­kli­en­tel”.
          Köst­lich & treff­lich!
          Zuge­ge­ben: ich war auch mal (in den 80ern) einer davon, bin aber seit gerau­mer Zeit geheilt.

      • Vielen Dank für Ihre Nach­richt.
        Es freut mich zu hören, daß zwi­schen uns eine relativ gute Über­ein­stim­mung hin­sicht­lich der Sache, zu bestehen, scheint.
        Aller­dings ist es dabei wenig hilf­reich, und nicht ziel­füh­rend, sich mit irgend­wel­chen „Gurus” und andere Popu­la­ri­tä­ten auf­hal­ten zu lassen.
        Der Punkt ist doch, letzt­lich die ent­schei­dende Frage, wie lösen wir ver­hält­nis­mä­ßig zügig, in jeder Weise Hin­sicht nach­hal­tig das Umwelt – und Kli­ma­zer­stö­rung problem.
        There is an issue.
        Dazu gibt es zunächst einmal zwei unter­schied­li­che schie­dene Kom­po­nen­ten, nämlich die der Ein­spa­run­gen, und die, der alter­na­ti­ven Metho­den, Ener­gien zu gene­rie­ren.
        Mit dieser Prä­misse treten wir an.
        Es ist keine Frage, daß es bei­spiels­weise ein uni­ver­si­tä­res Kon­sor­tium sein muß, von ver­sier­ten und kom­pe­ten­ten Ver­tre­tern aus! allen Berei­chen der Wis­sen­schaft, der For­schung für! alle Berei­che.
        Wir kennen das Problem, wir for­mu­lie­ren es, und alles andere haben wir auch.
        Eins hat die Spezies des ANTHROPOZÄN nicht mehr, und das ist Zeit für unnütze Debat­ten.
        Herr Lesch for­mu­liert auch das sehr deut­lich und dezi­diert.
        Damit gibt er weg­wei­sende Infor­ma­tio­nen.
        Er müsse selbst­ver­ständ­lich einer KlimaAg ange­hö­ren.
        Bisher haben wir Klima. räte, in den Unei­nig­keit und Theo­re­ti­ker sitzen.
        An Greta und FFF Fridays 4 future ist nichts aus­zu­set­zen, im Gegen­teil, brauch­ten wir erst sie, damit selbst Frau Merkel dafür dankbar ist?
        Wir wollen doch nun nicht ernst­haft behaup­ten, diese jungen Men­schen sollen nun gleich­zei­tig die Lösun­gen in der Tasche haben.
        Natür­lich nicht. Das wäre ja völlig ver­mes­sen.
        Dafür gibt es andere Zustän­dige Ver­ant­wort­li­che.
        Sollte keiner von uns so tun, als gäbe es die nicht.
        Ich nehme mal an, auch Sie gehör­ten dazu.

        Mit freund­li­chen Grüßen.

        • Es gibt in diesem Kom­men­tar aber auch nicht eine These, die ich mit­tra­gen würde. Nicht EINE! Meine Pro­gnose: die gesamte Kli­ma­pa­nik wird sich tot­lau­fen weil all die Effekte, die sie mit ihrem Aktio­nis­mus aus­zu­lö­sen oder zu ver­hin­dern ver­sucht, sich ent­we­der nicht ein­stel­len werden oder zu klein sind, um irgend einen Unter­schied zu machen. Die nächste große wirt­schaft­li­che Rezes­sion kündigt sich bereits an, in der wir womög­lich 1:1 simu­lie­ren können, wie sich das „Ein­spa­rungs­po­ten­zial” anfüh­len wird, was die Akti­vis­ten von 3F fordern. Ich bin mir nur noch nicht sicher, was früher ein­tre­ten wird. Der Kollaps des Alar­mis­mus oder der Kollaps der Wirt­schaft.
          Darüber hinaus ist wieder einmal das pas­siert, was immer pas­siert, wenn man mal nach Zahlen fragt oder auf ein kon­kre­tes Problem hin­weist. Im Fall des Arti­kels geht es ja um die Ener­gie­wende, spe­zi­ell um die für Elek­tro­en­er­gie. Dazu höre ich in den Kom­men­ta­ren nur alberne „Meine-Solar­an­lage-ver­sorgt-mich” Bemer­kun­gen. Ansons­ten führt die Debatte weg vom Thema. Ent­we­der durch Belei­di­gun­gen auf unters­tem Niveau (ich schalte nicht alles frei) oder indem gleich die welt­weite Kli­ma­ret­ter­karte gespielt wird, denn die sticht ja bekannt­lich alles. Ich würde aber gern die Pro­bleme in der Rei­hen­folge ihrer Dring­lich­keit lösen, also fliegen lernen BEVOR ich vom Dach springe.

        • @Ute Soltau
          Wie zer­stört man denn das Klima?
          Das Klima geht nicht kaputt, es ändert sich nur, relativ unab­hän­gig davon, was Sie selbst tun.

      • Bitte ganz sach­lich bleiben.
        Natür­lich weiß ich, wie das EEG zustande kam.
        Niemand könnte es besser ver­ste­hen..
        Ich habe selbst u. a. als Vetre­te­rin der „anderen” Seite, vor dem OVG, gegen die Wind­lobby, gestrit­ten..
        Da macht mir keiner was vor!
        Übri­gens gehören, nämlich genau aus diesem Grunde, Exper­ten des Umwelt und Natur­schut­zes, wie zum Bei­spiel Diplom – Inge­nieure des Land­schafts­baus, zu den Fach­leu­ten, die ich meinte.
        Hierzu ver­weise ich gerne auf die Ver­öf­fent­li­chun­gen von BREUER /BRÜCHER zum Kon­flikt Wind­kraft und Natur­schutz.

    • Frau Soltau, wenn Energie sparen für Sie eine Option zur Welt­ret­tung dar­stellt, sollten die ‚friday kiddis’ einfach alle ihre Com­pu­ter aus­ma­chen und ‚live’ mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren. Kümmern Sie sich doch mal darum. Man schickt keine Kinder für eigene ideo­lo­gi­sche Vor­stel­lun­gen auf die Straße, das ist unan­stän­dig und nicht ehrlich. Die Spezies Mensch wird diesen Pla­ne­ten nicht in die Knie zwingen, welch Hybris-gelei­tete Vor­stel­lung. Der ganze Quatsch mit CO2 und Fein­staub ist der­ma­ßen unsin­nig, und es ist eines Wis­sen­schaft­lers unwür­dig trotz bes­se­ren Wissens, für die öffent­li­chen Akzep­tanz und aus grup­pen­dy­na­mi­scher Bequem­lich­keit seine ansons­ten natur­wis­sen­schaft­li­che Kom­pe­tenz für die poli­ti­sche Sache zu uti­li­sie­ren. Schauen Sie nach wie lächer­lich klein der Anteil des CO2 -Ausstoß von Autos welt­weit ist, und ver­glei­chen Sie ihn nur mit dem CO2-Ausstoß eines nicht beson­ders aktiven Vulkans. Lassen Sie sich nicht durch Panik­ma­che ängs­ti­gen. Erst wird künst­lich Angst gemacht, um dann die erfun­dene Pro­ble­ma­tik mit der ideo­lo­gisch erwünsch­ten Pro­gram­ma­tik zu füllen.
      Meine vollste Bewun­de­rung gilt Herrn Letsch, seiner Geduld und stets dia­log­be­rei­ten Art. Das sollten Sie mal lobend aner­ken­nen!

      • Tun Sie das, aber ver­scho­nen Sie andere mit Moral­pre­dig­ten von Vor­ges­tern.
        Wie sind Ihre Kiddis eigent­lich so?
        Eines aber können Sie toll : Vom Inhalt des Themas ablen­ken. Und stra­pa­zie­ren damit unnötig das Strom­netz.
        Glei­ches gilt für anonyme Schrei­ber­linge.

        • Immer schön locker bleiben, Frau Soltau. Statt in Auto­ma­tis­men zu ver­fal­len, sollten Sie Ihrem Hirn wenigs­tens einmal die Gele­gen­heit geben über Fakten nach­zu­den­ken, und nicht die Ihnen ein­ge­trich­ter­ten Alter­na­tiv­lo­sig­kei­ten ärger­lich ver­tei­di­gen. Die Über­be­völ­ke­rung ist, was die Umwelt­pro­ble­ma­tik angeht, das eigent­li­che Problem, und zu glauben, Sie könnten das lösen, indem Sie in Deutsch­land Strom sparen, Müll trennen und Diesel ver­bie­ten, ist allen­falls naiv, schlimms­ten­falls ein­fäl­tig. Schauen Sie sich an, in welcher Geschwin­dig­keit die Bevöl­ke­rung Afrikas wächst. Tun Sie es einfach mal, und
          über­le­gen Sie sich dann, wieviel Strom Sie sparen müssen zur Kom­pen­sa­tion.
          Schätze Ihre Küche bleibt länger als eine Woche kalt! Es hat doch keinen Sinn
          Rea­li­tä­ten zu leugnen, werte Frau Soltau, das ist keine Ablen­kung vom Thema, sondern sein Kern­punkt. Strom sparen ist in einer pro­duk­ti­ven Welt­wirt­schaft nie die Lösung, sondern eine intel­li­gente Strom­ge­win­nung. Bill Gates wird die neue Genera­tion der Strom­ge­win­nung ansto­ßen. LG

      • Erst wird künst­lich Angst gemacht, um dann die erfun­dene Pro­ble­ma­tik mit der ideo­lo­gisch erwünsch­ten Pro­gram­ma­tik zu füllen.”

        Sehr gut auf den Punkt gebracht. Genau DAS ist der Trick, war es wohl schon immer.

  15. Was der Autor ver­gisst zu erwa­eh­nen: Lesch betont auch­nbsehr stark das Ener­gie­spa­ren. Wenn ich sehe wieviee Q5 Audi etc. In die Stadt fehren jeweils meist mit 1- max2 Per­so­nen drin, die gern auch mit dem Ebike fahren koenn­ten- das macht schon viel aus. Wenn man vor 15 Jahren pro­gnos­ti­ziert haette, das fast 40% erneu­er­bare Energoe am. Start ist, viele haetten das nicht geglaubt. Es hilft nur Energie sparen, Fusi­ons­for­schung, Brenn­stoff­zel­len­for­schung (H2 Gas liesse sich poli­tisch sicher in vielen afri­ka­ni­schen Laen­dern pho­to­vol­ta­isch gene­rie­ren). Meckern ist billig…

    • Der Autor „ver­gisst” so einiges zu erwäh­nen, was in dem Video – welches ja Anlass des Arti­kels war – nicht zur Sprache kommt. Was Sie hin­ge­gen ver­ges­sen, ist zu erwäh­nen, mit wie­vie­len Hundert Mil­li­ar­den Euro dieses 40%-Wunder bisher bezahlt wurde. Alles schicke Sub­ven­tio­nen, die mit dem ganz großen Löffel aus­ge­reicht wurden.
      Was ich übri­gens immer wieder fest­stelle, wenn ich einen bestimm­ten Aspekt der Ener­gie­wende kri­ti­siere, ist das Aus­wei­chen auf Neben­schau­plätze. Da gäbe es doch noch dies und das und das auch noch. Es kommt einem manch­mal so vor, als würde man einfach so und mitten im Gebet den Adres­sa­ten wech­seln, weil der vor­he­rige gerade im Feuer der Kritik steht. Energie sparen, H2, Fusion, Brennstoffzelle…alles richtig, alles gute Dinge, soll man alles erfor­schen und machen. Aber dann bitte belast­bare Rech­nun­gen vor­le­gen, inclu­sive der Finan­zen, wie uns das alles bei der Ener­gie­wende hilft. Noch bil­li­ger als meckern ist es nämlich, Kritik mit dem Hinweis auf Luft­schlös­ser abzu­bü­geln, die nicht bezugs­fer­tig sind.
      Die Politik ist mit Atom- und Koh­le­aus­stieg vom Dach gesprun­gen und hofft, bis zur Landung fliegen zu lernen. Jedem, der das kri­ti­siert (so wie ich) werden die Vögel am Himmel gezeigt und erklärt, man müsse es doch nur wie die machen und bei jedem Stock­werk, an dem man vorbei kommt und die auf­ge­ris­se­nen Augen der Beob­ach­ter sieht, ver­si­chert man sich selbst, dass doch bisher alles gut ging.
      Lieber Herr Simon, ich will aber nicht nur meckern, sondern nehme Sie beim Wort. Deshalb ermu­tige ich Sie drin­gend dazu, in Afrika Was­ser­stoff durch Pho­to­vol­taik zu gewin­nen. Einer muss ja mal anfan­gen und Sie haben doch sicher schon durch­ge­rech­net, dass dies tech­nisch und finan­zi­ell machbar ist. Ich wünsche Ihnen jeden­falls viel Erfolg, ganz ehrlich.

    • Die Ener­gie­spar­po­ten­tiale sind gering, was den Strom­be­darf angeht, und nur mit gewal­ti­gen Inves­ti­tio­nen zu errei­chen. Der Fusi­ons­re­ak­tor ist nach wie vor weit von jedem prak­ti­schen Einsatz ent­fernt. Für jeden, der die kurz- und mit­tel­fris­tig rea­li­sier­ba­ren Optio­nen ange­sichts des welt­weit stei­gen­den Ener­gie­be­darfs sach­lich und kom­pe­tent abwägt (statt sich in kol­lek­ti­ven mora­li­schen Selbst­be­frie­di­gun­gen zu ergehen und seinen Hori­zont religiös/parareligiös zu ver­na­geln), ist klar, dass die Kern­ener­gie wegen ihrer hohen Ener­gie­dichte und langen Betriebs­zei­ten die mit Abstand beste Option ist, und zwar vor allem in Form neuer, in der Ent­wick­lung befind­li­cher Tech­no­lo­gien (in China, Russ­land, Süd­ko­rea, den USA usw, nicht in Meu­sa­lia), bei denen es (a) um bessere Ener­gie­aus­beute der Brenn­stoffe, (b) um Erbrü­tung neuer Brenn­stoffe, © um Ver­wand­lung hoch aktiver Abfälle in niedrig aktive (waste burning) geht (siehe dazu z.B. Sornette/Kröger/Wheatley: New Ways and Needs for Exploi­t­ing Nuclear Energy, Sprin­ger 2019; Murray/Holbert, Nuclear Energy, But­ter­worth, 2015). Die Technik und die Sicher­heits­stan­dards haben sich in 30–40 Jahren wesent­lich wei­ter­ent­wi­ckelt, aus den Fehlern der Ver­gan­gen­heit kann man leicht lernen. Um das zu sehen, muss man aller­dings die Fach­li­te­ra­tur lesen. Meu­sa­lia aber, das Eldo­rado grüner Deppen & Schwät­zer, ist inzwi­schen prak­tisch außen vor und auf dem glor­rei­chen Weg ins 18. Jahr­hun­dert.

      Herr Letsch hat präzise die Vor­schläge von Herrn Harald Lesch kri­ti­siert. Billig ist das nur inso­fern, als diese Vor­schläge wahn­haft sind. Wahn­haft ist es nämlich, um Fak­to­ren in der Grö­ßen­ord­nung von 1000 und mehr Tat­sa­chen und phy­si­ka­li­sche Rand­be­din­gun­gen zu igno­rie­ren. Das argu­men­ta­tive Aus­wei­chen auf Neben­ge­biete, u.a. durch Fordern von Alter­na­ti­ven usw., ist ein Zeichen dafür, es mit Ideo­lo­gie zu tun zu haben. Die Kritik an Herrn Harald Lesch wird nicht um einen Deut weniger gültig dadurch, dass im Artikel keine Alter­na­ti­ven dis­ku­tiert werden. Werden kom­plett idio­ti­sche Vor­schläge, die um den Faktor 1000 daneben liegen, weniger idio­tisch, weil man keine Alter­na­tive vor­schlägt? Und wenn Herr Harald Lesch auf diese Weise „zum Nach­den­ken anregen will“, dann will ich hiermit anregen, den Flug­ver­kehr durch high-tech-Flügel zu erset­zen, die man sich an die Arme bindet und mit denen man locker arme­schla­gend 1000 km zurück­le­gen kann, wenn man an das Viri­d­an­ge­lium und Herrn Harald Lesch glaubt.

      • Ich per­sön­lich finde es schade, dass hier nicht gesehen wird, was eigent­lich hinter dem Video steckt: Eine rein hypo­the­ti­sche Kal­ku­la­tion, ohne irgend­wel­chen poli­ti­schen oder wirt­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen.
        Wenn man das Tun von Herrn Lesch ver­folgt, wird schnell klar, dass er weit mehr Aspekte als nur den reinen Ausbau von Erneu­er­ba­ren als not­wen­dig sieht.

        • Nehmen Sie bitte meine Anre­gung zu den high-tech-Flügeln auch als rein hypo­the­ti­sche Kal­ku­la­tion. Was sollte gezeigt werden? Absur­di­tät? Das Video ist absolut typisch für das grün­f­an­tile Milieu, einfach so mal her­um­spin­nen und das für eine Anre­gung halten. Was inter­es­sie­ren mich schon ein paar Zeh­ner­po­ten­zen sowie wirt­schaft­li­che und phy­si­ka­li­sche Rand­be­din­gun­gen, wenn es um das Retten des Pla­ne­ten und der Mensch­heit geht! Die markant (para-)religiösen Aspekte im weniger Tun als Pre­di­gen sind mir durch­aus suspekt. Alleine schon ein Titel wie „Wenn nicht jetzt, wann dann” trägt die Bekeh­rungs- und Erlö­sungs­kon­no­ta­tion mit sich, und so etwas pflegt in Kata­stro­phen und Tota­li­ta­ris­men zu enden. Ich denke, es ist besser ange­legte Zeit, z.B. die in meinen Kom­men­ta­ren genann­ten Fach­bü­cher zu stu­die­ren, statt sie auf (para-)religiös getrie­bene Zeit­geist­pre­di­ger auf TV-Niveau zu wenden.

          • Der Reli­gi­ons­ver­gleich ist äußerst tref­fend, sind doch auch reli­giös Über­zeugte völlig immun gegen­über wis­sen­schaft­li­chen Argumenten/Beweisen/Entwicklungen. Und auch wenn ich an den mit­tel­al­ter­li­chen Ablass­han­del denke, nehmen die Par­al­le­len zu.
            Apropos Geschichte: dass Han­ni­bals Ele­fan­ten­aus­flug durch die Alpen anders ver­lau­fen wäre, wenn dort die Glet­scher so präsent wie heute gewesen wären, ist Men­schen wie Frau Soltau offen­sicht­lich völlig egal. Oder dass es hier­zu­lande in grauer Vorzeit mal tro­pisch, mal eisig zuging und daran kein ein­zi­ger Mensch Schuld hatte: auch das geht völlig am Inter­esse sämt­li­cher Anhän­ger der Kirche des anthro­po­ge­nen Kli­ma­wan­dels (kurz: KaK) vorbei.
            Dem­entspre­chend leben wir quasi in einer Theo­kra­tie und Ketzer haben es schwer.
            Das soll jetzt nicht heißen, die Natur sei nicht zu schüt­zen, aber genau das scheint nicht das Ziel der KaK-Gläu­bi­gen zu sein. Anders kann ich es mir nicht erklä­ren, wenn sie bspw. die Abhol­zung von Wald zwecks Errich­tung von Groß­wind­an­la­gen begrü­ßen, jene für Koh­le­ta­ge­bau aber ableh­nen. Dabei bleibt der Growian-Wald zer­stört, so lange die Wind­rä­der auf ihm stehen (und munter Vögel und Insek­ten töten), während still­ge­legte Tage­baue auf­wen­dig rena­tu­riert und zu arten­rei­chen Bio­to­pen werden – die Umwelt­zer­stö­rung im Zuge der für die Wind­rad­her­stel­lung nötigen Gewin­nung sel­te­ner Erden mal aus­ge­blen­det, denn die geschieht ja anderswo und Äpfel aus Neu­see­land gibt’s ja auch mit bio-Siegel (kli­ma­neu­tral per Segel­schiff impor­tiert?). Wasser pre­di­gen und Wein trinken kommt mir da in den Sinn.
            Apropos: ist Ihnen schon mal auf­ge­fal­len, dass „normale” Hafer­flo­cken in Papier­tü­ten ange­bo­ten werden, Bio-Hafer­flo­cken aber in Plas­tik­ge­bin­den?
            Oder warum ist Strom aus moder­nen, ein­hei­mi­schen Kraft­wer­ken böse, der aus deren ost­eu­ro­päi­scher Pen­dants, welcher Dank der deut­schen Ener­gie­wende ja teuer ein­ge­kauft werden muss, aber nicht?

            Ich wünschte mir für uns und unsere Umwelt, wenn deren selbst­er­nannte Retter in puncto Nach­hal­tig­keit und Öko-Bilanz wis­sen­schaft­lich arbei­te­ten (verifizieren/falsifizieren), statt ihre Seelen an Lob­by­is­ten zu ver­kau­fen und Dinge zu ver­brei­ten, die keiner unab­hän­gi­gen Unter­su­chung stand­hal­ten. Und vor allem: bitte nicht nur global, sondern auch his­to­risch denken! Das Meiste gab’s schon mal. Aber wer in Legis­la­tur­pe­ri­oden denkt, schert das ja nicht …

            Was die Aussage in einem anderen Kom­men­tar angeht, man dürfe nicht kri­ti­sie­ren, wenn man keine bes­se­ren Vor­schläge hat … so funk­tio­nie­ren aber weder Wis­sen­schaft noch das Leben (ich kann bspw. sehr wohl einen schlecht ver­leg­ten Flie­sen­bo­den bemän­geln) – Reli­gion schon.

    • Leider am Ende und im Detail wenig sach­lich und vor allem man­gelnde Bereit­schaft zu Lernen und zum Dialog.
      Kein Wunder, bei fal­schen Grund­an­nah­men, was die Kli­ma­zer­stö­rung anbe­trifft.
      Sie können, oder wollen sich nicht in die kom­ple­xen Gesamt­öko­lo­gi­schen Zusam­men­hänge, hin­ein­den­ken.
      Ich werfe nie­man­den einen Mangel an Wissen vor, schon aber einen Mangel an Kom­pe­tenz!
      Ernst­hafte Wis­sen­schaft sieht aber anders aus. Wichtig ist die Erwär­mung der Ozeane und die Regen­wäl­der im Ama­zo­nas. Nicht wahr? Viel zu weit weg von uns????
      Aus Ihren Kom­men­ta­ren geht inzwi­schen recht viel Polemik, Unsach­lich­keit und.. vor allem Unschlüs­sig­keit und Wider­sprüch­li­ches hervor! Und zwar rhe­to­risch gesehen! Daran! kann man’s sehen, nur für den Fall, dass Sie auch mir unter­stell­ten, ich würde Sie! sehen.
      Das macht Ihre „Aus­sa­gen” für die Sache leider! ziem­lich unbrauch­bar.
      Es kann daher sehr gut sein, dass sich manch eine/r damit nicht weiter beschäf­ti­gen wird.
      Sie aber haben Inter­esse an einem anderen ver­än­der­ten Denk­an­satz?
      Übri­gens, Sie wissen auch, daß Greta Thun­berg ..ein sehr kluges intel­len­tes.. 16-jäh­ri­ges! junges Mädchen ist!?
      Ganz schön weit voraus.denkend diese Jugend, was??
      Übri­gens fährt sie.. vor­bild­lich Bahn.. und ihr Vater beglei­tet sie, obwohl er wahr­schein­lich.. aus beruf­li­chen Gründen.. lieber wei­ter­hin Flüge buchen würde..
      Dem Klima nützt es nichts?
      Vor allem.. nützt dem Klima nicht ein ‚Autor” namens „Letsch”.

      Man ver­gesse aber bloß dabei das „t” nicht.

      Kli­ma­neu­trale Grüße!
      Anschlie­ßend Netz aus­schal­ten.
      (zum Thema „Standby Modus’ siehe wie­derum Harald Lesch!)

      U. S.

  16. Danke, Herr Letsch, dafür, dass Sie sich Zeit nehmen für das para­de­bile Geschwätz des Herrn Harald Lesch. Viel­leicht war es Satire oder Selbst­iro­nie, aller­dings traut man dies para­re­li­giö­sen bzw. reli­giö­sen Phy­sio­gno­mien dieser Sorte nicht recht zu.

    Eine Bemer­kung noch zur Geo­ther­mie; hierbei folge ich Diet­rich Pelte, 2014. Sie lässt sich nach der­zei­ti­gem Wis­sens­stand nur an Stellen geo­ther­mi­scher Ano­ma­lien mit hin­rei­chen­dem Wir­kungs­grad und ver­tret­ba­rem Aufwand nutzen, d.h. dort, wo das Gestein eine Tem­pe­ra­tur von >450 Kelvin in noch erreich­ba­ren Tiefen auf­weist (maximal 3 km). Deren welt­weite Ver­tei­lung folgt u.a. tek­to­ni­schen Sub­duk­ti­ons­zo­nen, ins­be­son­dere an der Ost­küste Ame­ri­kas und im Westen Asiens. Meu­sa­lia* gehört nicht dazu, die vor­han­de­nen Areale in der Molasse Süd­deutsch­lands, dem Rhein­gra­ben und einigen Gebie­ten des nord­deut­schen Beckens sind ver­nach­läs­sig­bar. Ent­we­der wird vor­han­de­nes auf­ge­heiz­tes Wasser, etwa aus Aqui­fe­ren, ver­wen­det, oder es muss im Hot-Dry-Rock-Ver­fah­ren Wasser ein­ge­pumpt werden (wie beim fracking). Dem­entspre­chend wurden Erd­be­ben und Boden­ver­än­de­run­gen indu­ziert. Der Was­ser­dampf ist stark ver­un­rei­nigt und kann erst mit einem Sekun­där­kreis­lauf genutzt werden, so dass der maxi­male (Carnot) Gesamt­wir­kungs­grad bei 450 K nur 0,3 oder weniger beträgt. Bei Nie­der­tem­pe­ra­tur­ver­hält­nis­sen (373 K oder weniger) kann nur Heiß­was­ser zu Hei­zungs­zwe­cken ent­nom­men werden. Welt­weit wurden im Jahre 2010 0,13% des Pri­mär­ener­gie­be­darfs mittels Geo­ther­mie gedeckt, bei mas­si­vem Ausbau könnten es welt­weit (nicht in Meu­sa­lia) im Jahre 2050 1% sein, sofern man das Hot-Dry-Rock-Ver­fah­ren ein­setzt. Das ist eine opti­mis­ti­sche Abschät­zung. Eine kon­ti­nu­ier­li­che Ent­nahme von Wär­me­en­er­gie in grö­ße­ren Mengen ist nämlich wegen der gerin­gen Wär­me­leit­fä­hig­keit des Gesteins durch den Nach­strom von Wärme begrenzt (Island z.B. ist abso­lute Aus­nahme). Daher können geo­ther­mi­sche Kraft­werke einer bestimm­ten Größe (z.B. 2 mal 10 hoch 8 kWh pro Jahr) nur ab Tem­pe­ra­tur­gra­di­en­ten von 1,5 K pro m (!) ren­ta­bel betrie­ben werden. Ansons­ten müssten sie immer wieder ver­la­gert werden, da sich das Wär­me­re­ser­voir erschöpft.

    So viel in Kürze zu diesem Thema. Diese Infor­ma­tion sollte einem Phy­si­ker zugäng­lich sein, sofern er ein anderes intel­lek­tu­el­les Niveau als die „Phy­si­ke­rin“ auf­weist. Ins­ge­samt erschei­nen mir die Aus­las­sun­gen von Herrn Harald Lesch als Exzel­lenz­i­nia­tive in der Syn­these von Inkom­pe­tenz, Dreis­tig­keit und Sen­dungs­be­wusst­sein, wie sie für das grün­f­an­tile Milieu typisch sind.

    *Meu­sa­lia = Middle-European Sett­le­ment and Ali­men­ta­tion Area

    • Inkon­ti­nent??
      Merken Sie eigent­lich nicht, was Sie da heraus. pro­ji­zie­ren, vor­aus­ge­setzt, man wisse, was auch das denn sei!?
      Man könnte es auch inkom­pe­ten­tes Rum­po­sau­nen nennen.
      Beim Üben sollte man doch lieber die eigenen! Fenster schlie­ßen , damit man seiner Mitwelt nicht auf den Geist gehe.

      • Der letzte Satz trifft voll ins Schwarze. Gehen Sie, um alles in der Welt, endlich mit bestem Bei­spiel voran.

  17. Tolle Ideen! Bleiben wir mal bei den Wind­rä­dern: Woher nehmen die die Energie? Aus der Luft! Als Antwort: 6! eigent­lich bleibt nur die kine­ti­sche Energie, d.h. die Luft wird gebremst. Was bedeu­tet das? Bei einem ein­zel­nen Windrad wenig, aber bei Wind­parks, egal ob auf See oder auf Land viel: Wenn ich den Wind bremse, muß die Luft nach oben gehen, zur Seite geht nicht denn da stehen viele andere Wind­rä­der. Was habe ich damit gebaut? Ein Gebirge! Und Gebirge haben die unan­ge­nehme Eigen­schaft als Wet­ter­scheide zu wirken, siehe Alpen oder Rocky Mountains/Anden. Und Gebige sind Regen­samm­ler im Luv und Wüs­ten­bild­ner im Lee, z Bsp Harz. Wie hoch diese künst­li­chen Gebirge sind kann ich nicht bestim­men, denn dazu fehlt mir das mete­reo­lo­gi­sche Fach­wis­sen. Ich hoffe, ein Anderer kann mit seinem Wissen diese Daten liefern.

    • Dan­ke­schön, jopa! Das mit den Gebir­gen ist ja total genial! War mir bis eben über­haupt nicht bekannt. Aber wissen Sie was: In diese Gebirge hinein bauen wir dann alle bisher ver­zwei­felt ent­behr­ten Pump­spei­cher­kraft­werke, und endlich haben wir neben dem Energie- sogar das Spei­cher­pro­blem gelöst! Wir retten die Welt! Als Stand­ort für das erste Groß-Pump­spei­cher­kraft­werk schlage ich Berlin-Mitte vor, mit dem Kanz­ler­amt als Füh­rer­leit­stelle und dem Bun­des­tag als Tur­bi­nen­haus.

  18. Ich denke es ist klar, dass sich Leschs Ideen kurz­fris­tig kein Stück umset­zen lassen. Er geht das eher rein n theo­re­tisch an, ohne zeit­li­che Ein­schrän­kung und möchte die Leute einfach für erneu­er­bare Ener­gien begeis­tern denke ich. Dass er kein Experte auf dem Gebiet ist, sollte auch klar sein. Es ist mmn trotz­dem ein gutes Video um anzu­re­gen.

    • Kann man natür­lich so sehen. Ich fürchte nur, eines Tages werden Poli­ti­ker, Medi­en­leute und Wis­sen­schaft­ler mit Fingern auf­ein­an­der zeigen und sich anbrül­len „Ich dachte, DU hast das alles durch­ge­rech­net!”

  19. Ist Linus Pauling über neunzig gewor­den weil – oder doch eher obwohl – er es für eine gute Idee hielt jeden Tag fünf Gramm (!) Vitamin C zu sich zu nehmen?
    Bei Pauling wars die Bio­che­mie, bei Dawkins die Phi­lo­so­phie, und bei Lesch ist es eben die Öko­no­mie: nur weil jemand in einem Fach­ge­biet gut ist, kann das was er zu anderen Themen so von sich gibt noch lange nicht nicht trotz­dem Unsinn sein. Daß der Nimbus der Kom­pe­tenz im eigenen Fach eine Aura der all­ge­mei­nen Ver­trau­ens­wür­dig­keit aus­strahlt heißt schließ­lich nicht, daß irgend­je­mand anderes auf den sons­ti­gen Mist hören muß.
    Wenn Harald Lesch in der Ener­gie­po­li­tik das öko­no­mi­sche Äqui­va­lent der Ernäh­rungs­emp­feh­lung einer Vier­tel­tonne Orangen täglich emp­fiehlt, sollte das unge­fähr so rele­vant sein wie wenn ich als Laie etwas phy­si­ka­li­sches zum besten gebe: nämlich gar nicht. Leider betä­tigt er sich hier nicht nur als Zau­ber­künst­ler, sondern auch als Guru – einen Beweis für seinen Traum hat er nicht nötig!

  20. Ich kriegs Kotzen wenn ich eure ein­ge­bil­de­ten Kom­men­tare lese.
    Zieht mal eure zu schlauen Köpfe wieder aus euren Ärschen.
    Immer nur abfäl­lig babbeln aber selbst nie in den Spiegel gucken… Das können Deut­sche sehr gut!!!
    Was tut ihr denn tolles für die Welt? Wie seid ihr enga­giert und was erzählt ihr den Leuten alles so in Youtube oder im Fern­se­hen?
    Es mag ja sein, dass Dr. Lesch nicht die 100 % fun­dier­ten Fakten am fließ­band liefert, jedoch sind seine Vor­träge span­nend und meis­tens sehr akkurat. Sie regen an und erwe­cken Auf­merk­sam­keit auf rele­van­tere Themen als die Kapi­tal­ma­xi­mie­rung. Und da hat er eben recht! Was ist denn dein Maybach wert wenn du hier nicht mehr leben kannst???
    Und jetzt hört auf hier abfäl­lige Hass­kom­men­tare zu ver­brei­ten. Ihr habt alle nur „Tele­fon­eier” und ver­steckt euch hinter der Sicher­heit des Com­pu­ter­bild­schirms wie läs­ternde Schul­kin­der. PEINLICH!

    • Hallo Gabriel, warum ver­ste­cken Sie sich eigent­lich ? Können Sie nicht wenigs­tens Ihren vollen Namen nennen?
      Der pein­li­che Hass­kom­men­tar stammt wohl eher von Ihnen. Kon­struk­tive Kritik ist jeden­falls nicht zu erken­nen. Ihre pri­mi­tive Wort­wahl emp­finde ich als unge­hö­rig.

      • Die Gemein­ten sind aber nicht pri­mi­tiv?
        Recht einfach aus­ge­drückt, er hat es auf den Punkt gebracht!
        Und : Hier zeich­net sich jetzt völlig eine schein­bare subtile Absicht ab, nämlich, daß fast! alle.. oder immer mehr Kom­men­tare, ja die Dis­kus­sion in dumme Unsach­lich­keit abglei­tet. Und jeder sucht sich was anderes raus, wo er den anderen per­sön­lich! kri­ti­sie­ren kann, sei es die Voll­stän­dig­keit des Namens.
        Mit dem Thema selbst und einem Diskurs in Sachen Lösungs­an­satz hat das defi­ni­tiv nichts (mehr) zu tun.
        Und.. der Autor selbst, hat das auf den Weg gebracht, wobei er Herrn Lesch angeb­lich jeden­falls schätzt! Guckt euch mal den ganzen inhalt­li­chen Ablauf an.
        Strei­tet euch mal so! alleine weiter!
        Dass dabei inzwi­schen aber nun der geschätzte Harald Lesch, dif­fa­miert und per­sön­lich abge­wer­tet werden soll, ist dabei beson­ders neben der Spur, und hat mit Fair­ness schon lange nichts mehr zu tun.
        Stra­te­gie????
        Sehr eigen­ar­tige Dis­kus­si­ons­kul­tur.!?
        Vor allem nicht! ziel­füh­rend, was wohl eher das vor­ran­gige Ziel zu sein scheint .

        • Hallo Frau Soltau, viel­leicht sollten Sie meine Kom­men­tare etwas genauer lesen, Wort für Wort. Ich habe nicht gesagt, dass jemand pri­mi­tiv ist,sondern ledig­lich die pri­mi­tive Wort­wahl als für mich unge­hö­rig dar­ge­stellt. Auch habe ich nichts dagegen, wenn einer seinen Namen nicht nennt, nur sollte er sodann anderen nicht vor­wer­fen, dass sie sich ver­ste­cken.

    • Jawolll! Lassen Sie’s ruhig ‚raus, das erleich­tert. Und halten Sie um Gottes Willen beim Lesen anderer Mei­nun­gen immer ’ne Tüte bereit, wegen des Tep­pichs.

    • Span­nend – und akkurat. Toll!
      Genau der Grund, weshalb ich Pornos schaue.
      Man weiß ja nie, ob die am Schluss nicht doch hei­ra­ten!

    • Na, Gabriel, da haben Sie ja sehr schön deut­lich gemacht, daß jemand ihre reli­giö­sen Gefühle ver­letzt hat. Mehr als irre Sek­tie­re­rei ist ihr Öko­lo­gis­mus nämlich nicht.

  21. Wer glaubt an sowas wie diesen Artikel, ich kann mir auch Geschich­ten über andere Leute aus­den­ken und ihnen Sach­ver­halte unter­stel­len wie sie in mein Argu­men­ta­tion passen.

      • Nicht ad hominem, bitte. Aber der Patrik hat schon recht, glauben muss man hier gar nichts. Das gilt aber quid pro quo auch für die Aus­sa­gen, die im Video geäu­ßert werden. Übri­gens ist meine Ein­la­dung, mir logi­sche Fehler nach­zu­wei­sen, immer noch in Kraft. Ich lernen immer gern dazu, so wie zum Bei­spiel bei vielen anderen Gele­gen­hei­ten, bei denen ich Leschs Dar­le­gun­gen nicht nur folge, sondern sie auch nach­voll­zie­hen kann. Diesmal ging das gründ­lich daneben.

        • Hallo Herr Letsch, wenn Sie schon regle­men­tie­rend ein­grei­fen, dann aber bitte kon­se­quent! ‚Gabriel’ pampt hier auch ordent­lich ‚ad hominem’ herum, und hängt inhalt­lich auch noch dem ‚Greta­my­thos’ des bevor­ste­hen­den Welt­un­ter­gangs an. Nun Gabriel, Engel­chen, die Erde wird es noch circa 3.5
          Mil­li­ar­den Jahre geben, da ändern weder Sie, die Grünen, der Papst, Mutti Merkel noch der schlaue Lesch etwas daran. Soooo schlau ist er dann doch nicht.…..

          • Ja, aber er beschimpft nur mich. An dieser Stelle lag bei mir kein Lin­den­blatt, ich halte das aus. Ich weiß, es ist ein Traum, aber ich wünsche mir immer noch, meine Leser werfen alles, was ihnen in die Finger kommt, vor­wie­gend auf mich. Gern Argu­mente, noch lieber Kom­pli­mente aber wenn es sein muss auch Unrat. Wer mit Dreck wirft, ver­fehlt ja oft das Ziel – auf alle Fälle macht er sich aber selbst die Hände schmut­zig. Und das kann dann jeder hier lesen. 😉

  22. Man könnte Erdgas durch Lachgas erset­zen. Dann hätte man noch ein biss­chen Spaß bevor die Lichter aus­ge­hen.

  23. Holz zum Ver­bren­nen werden wir in der neuen Welt nicht mehr haben, da wir es zum Woh­nungs­bau ver­wen­den müssen. Ohne Car­bon­brenn­stoffe ist wohl die Zement- und Bau­stahl­er­zeu­gung wegen der erfor­der­lich­gen hohen Pro­zess­wärme nicht möglich. Kunst­stoffe am Bau können auch nicht ein­ge­setzt werden, da sie aus Koh­len­stoff­ver­bin­dun­gen bestehen. Also bleiben nur noch Holz und die von Stein­met­zen behaue­nen Steine, wie im Mit­tel­al­ter.
    Damit lässt sich dann öko­lo­gisch die Woh­nungs­not bekämp­fen.
    Silen­tium triste!

  24. Miet­maul. Strom­li­ni­en­för­mige Staats­phy­sik. Lange Tra­di­tion in Deutsch­land. Werden wir nicht drum rum kommen. Merkel ist auch Dr. der Physik. Greta nicht! Und Unter­schied?

  25. Herr Lesch ist m. M. n. kein Mann, den die Natur mit hohen Intel­li­genz­de­fi­zi­ten gestraft hat. Deshalb frage ich mich, was ihn dazu bewegt, solchen gequirrl­ten geis­ti­gen Unrat an den Mann bringen zu müssen. Was bewegt solche Men­schen dazu, Mil­lio­nen Mit­men­schen wegen ideo­lo­gi­scher Per­ver­si­tä­ten durch­ge­knall­ter Figuren ins Unglück zu stürzen, sie um Geld, Gut, Ver­stand und letzt­lich viel­leicht sogar ums Leben zu bringen? Alles wegen Penun­zen im eigenen Geld­beu­tel – oder gibt es da noch etwas ganz anderes für diese kühl kal­ku­lie­ren­den Schar­la­tane und was wäre das dann? Alkohol und Rauch alleine können es doch ergän­zend dazu auch nicht nur sein?

  26. ganz klar neue ener­gien sind nicht grund­last­fä­hig, da beisst die maus kein faden ab. von der rie­si­gen natur­zer­stö­rung ganz abge­se­hen, wind­schlep­pen machen auf dauer acker­bö­den unfrucht­bar, riesige staub­wol­ken erosion, zu sehen gestern im raum prenz­lau, die andau­ernde tro­cken­heit zer­stört kleinst­le­be­we­sen, unter­bre­chung der nah­rungs­kette, auch zu sehen rund um prenz­lau, es ist eine indus­trie­bra­che ent­stan­den, wo einst wun­der­schönste end­mo­räne war, herrscht hier das pure grauen, alp­traum­hafte rot blin­kende land­schaf­ten, stän­di­ges pul­sie­ren­des spür­ba­res inten­si­ves brummen, wirt­schaft­li­cher nie­der­gang die folge, auch ver­wahr­lo­sung überall fest­stell­bar, man will die region ent­völ­kern, vom anstieg der psy­chi­schen erkran­kun­gen um über 10% in bran­den­burg ganz abge­se­hen, infra­schall schä­digt den mensch­li­chen meta­bo­lis­mus. eben auch ein herr lesch kann sich irren. was für ein wahn­sinn das welt­klima zu retten, dabei riesige wich­tige natur­räume zer­stö­ren, der mensch in seinem ord­nungs­wahn

  27. Wo Lesch drauf­steht, ist nichts drin. Seit Jahren erklärt uns dieser unsäg­li­che Mensch seine alter­na­tiv­lose Welt, schwarz/weiß, mit einer von sich ein­ge­nom­me­nen (Ein)Bildung auf übels­tem Bou­le­vard­zei­tungs­ni­veau, dass jedem wis­sen­schaft­lich aus­ge­bil­de­ten Men­schen das Grauen aus den Poren tritt. Wenn dieser Mensch im Fern­se­hen auf­tritt, ziehe ich sofort den Stecker. Glück­li­cher­weise haben meine Enkel dieses Sys­tem­sprach­rohr der Regie­rungs­bil­dungs­wis­sen­schaft als das erkannt was er ist: Eine Schande für alle seriö­sen Natur­wis­sen­schaft­ler.

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