Wie’s der Beel­ze­bub so will, ist das Ende des aktu­el­len Arti­kels von Alex­an­der Wendt auf Publi­co der per­fek­te Anfang für mei­nen Arti­kel. Wendt beschreibt die vagen Anwür­fe und Ver­däch­ti­gun­gen, denen Huber­tus Kna­be aus­ge­setzt ist, um nach­träg­lich sei­ner ver­füg­ten Ent­las­sung als Lei­ter der Sta­si-Gedenk­stät­te mora­li­sches Gewicht zu ver­lei­hen. Nichts Kon­kre­tes, son­dern „Struk­tu­rel­les“ wirft man ihm vor. Die­se Art des Vor­ge­hens ist im Sta­si-Jar­gon als „Zer­set­zung“ per­fekt aus­for­mu­liert. Die Staats­si­cher­heits-Richt­li­nie 1/76 zur „Zer­set­zung“ von „feind­lich-nega­ti­ven Per­so­nen“  lis­te­te fol­gen­de Maß­nah­men auf, um Ziel­per­so­nen zu zer­stö­ren: „Sys­te­ma­ti­sche Dis­kre­di­tie­rung des öffent­li­chen Rufes, des Anse­hens und des Pres­ti­ges auf der Grund­la­ge mit­ein­an­der ver­bun­de­ner wah­rer, über­prüf­ba­rer und dis­kre­di­tie­ren­der, sowie unwah­rer, glaub­haf­ter, nicht wider­leg­ba­rer und damit eben­falls dis­kre­di­tie­ren­der Anga­ben; sys­te­ma­ti­sche Orga­ni­sie­rung beruf­li­cher und gesell­schaft­li­cher Miss­erfol­ge zur Unter­gra­bung des Selbst­ver­trau­ens ein­zel­ner Per­so­nen.“ Die Mecha­nis­men der „Zer­set­zung” schei­nen die­ser Tage jeden­falls wie­der sehr in Mode zu kom­men, wie ein wei­te­rer Fall zeigt.

Behal­ten wir die Defi­ni­ti­on von „Zer­set­zung” und die Cau­sa Kna­be im Sinn und fra­gen uns, ob es im Deutsch­land des Jah­res 2018 über­haupt noch staat­li­che Stel­len braucht, um unge­straft ein Kli­ma aus unbe­wie­se­nen Anschul­di­gun­gen und Feind­ver­däch­ti­gun­gen erzeu­gen zu kön­nen, oder ob das ver­stock­te Volk nicht mitt­ler­wei­le frei­wil­lig und von allein die Auf­ga­be des Block­warts über­nimmt. Schließ­lich sind die Anti­po­den des „Guten“ in Deutsch­land so klar benannt, dass man nur weni­ge Wor­te braucht, um klar zu machen, dass X oder Y gefähr­li­che und zu mei­den­de Per­so­nen sind, weil sie mit dem in Kon­takt kamen, was man als „Lis­te der Denk- und Kon­takt­ver­bo­te“ bezeich­nen könn­te. Das ver­wen­de­te Wor­d­ing ist bezeich­nend. „Trifft sich mit X“, „Steht Y nahe“, „Sym­pa­thi­siert mit Z“ „Befasst sich mit …“, „Liest Arti­kel von …“, „Wur­de in der Nähe von … gese­hen” oder heu­te pau­schal auch „Kommt aus Chem­nitz” – da weiß der vor­sich­ti­ge Bewoh­ner Deutsch­lands („Bür­ger“ ist schon als Begriff ver­däch­tig), was DER oder DIE für Tunicht­gu­te sein müs­sen. Mei­de sie, sprich nicht mit ihnen und höre ihnen um Him­mels­wil­len nicht zu! Logisch: wür­de man doch durch den Kon­takt selbst zum Gegen­stand von Ver­däch­ti­gun­gen der Sor­te „Befasst sich mit“. Also mei­de deren Bäcker, deren Gewohn­hei­ten, gehe ande­re Wege, besu­che ande­re Cafés und Parks, schla­ge ihre Ver­samm­lungs­or­te kurz und klein und boy­kot­tie­re am bes­ten alles, was ideell oder phy­sisch mit „denen“ Kon­takt hatte.

Herr W. berichtet aus Syrien

Da unse­re Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin neu­er­dings mit Bunt­stif­ten „rote Lini­en“ in Syri­en zieht, wäre es für unse­re Sol­da­ten recht hilf­reich, so vie­le Infor­ma­tio­nen wie mög­lich über das Land zu erhal­ten. Das dach­te sich wohl auch ein Reser­vis­ten­ver­ein und lud einen Refe­ren­ten zum Vor­trag, der erst in die­sem Jahr Syri­en bereist hat. Par­tei­los, pri­vat, ohne Auf­trag, ohne Pres­se­aus­weis, ohne vor­ge­fass­te Mei­nung, ohne poli­ti­sche Agen­da, aber mit einer Schwei­zer Rei­se­grup­pe – die blu­ti­ge Hand Assads wur­de übri­gens nicht geschüt­telt, was man von der blu­ti­gen Hand des ira­ni­schen Ober­mul­lahs und dem ehe­ma­li­gen Außen­mi­nis­ter Gabri­el nicht behaup­ten kann und der darf immer noch Reden hal­ten. Doch der Syri­en­rei­sen­de W. pass­te einem gewis­sen Reser­vis­ten-Kame­ra­den „B.“ nicht, wes­halb die­ser vol­ler Stolz und in bes­ter kon­spi­ra­ti­ver Manier sei­ne „Erkennt­nis­se“ über W. in einer breit gestreu­ten Rund­mail unter das „der poli­ti­schen Neu­tra­li­tät“ ver­pflich­te­te Reser­vis­ten­volk brach­te. Zitat:

„In kürzester Zeit konn­te ich das als Anhang Beigefügte über Herrn W. zusam­men­tra­gen. Es ist nicht aus­rei­chend, poli­ti­sche Neu­tra­li­tät als Maß­stab des Han­delns und Leit­li­nie aus­zu­ru­fen, um sie gleich­zei­tig als vor­han­den fest­zu­stel­len. Poli­ti­sche Neu­tra­li­tät einer Orga­ni­sa­ti­on – nicht der sie tra­gen­den Men­schen – muss gelebt, d.h. nach außen demons­triert wer­den. Die­se geschä­he sicher­lich nicht mit einem Refe­ren­ten wie Herrn W.“

Gefes­tigt ist er, der Herr „B.“. Er kennt Leit­li­ni­en, was ihn als im wört­lichs­ten Sin­ne lini­en­treu aus­zeich­net. Guter Mann! Gut, dass die Minis­te­rin der Selbst­ver­tei­di­gung noch auf sol­che urteils­kräf­ti­gen Män­ner in der Etap­pe zäh­len kann! Lie­be Leser, fol­gen Sie mir nun in ein (leicht gekürz­tes) Doku­ment, des­sen Struk­tur aus Ver­däch­ti­gun­gen, unbe­wie­se­nen Behaup­tun­gen und Anschmut­zun­gen auf einer Sta­si-Schu­le wohl als Mus­ter­bei­spiel für Zer­set­zung gel­ten könn­te. Da wer­den Fäden gezo­gen, die eines Ken­ne­dy-Atten­tats wür­dig wären. O‑Ton marsch! (kur­si­ve Her­vor­he­bun­gen durch den Autor des Artikels)

„[…] W. ist ein Akteur der sich selbst als „alter­na­ti­ve Medi­en“ insze­nie­ren­den Sze­ne aus Blog­gern und Publi­zis­ten, die gegen eine angeb­li­che „Mei­nungs­dik­ta­tur“ anschrei­ben. Er ist offen­bar […] gut ver­netzt mit zen­tra­len Prot­ago­nis­ten die­ses Spek­trums, dar­un­ter ein­deu­tig rechts­ex­tre­me Por­ta­le wie „PI-News“, ein­fluss­rei­chen Por­ta­len der Neu­en Rech­ten wie „Jour­na­lis­ten­watch“ oder Schar­nier­me­di­en zwi­schen natio­nal-kon­ser­va­ti­ven und rechts­po­pu­lis­ti­schen Rezi­pi­en­ten wie der „Ach­se des Guten“ oder „Tichys Ein­blick“. Zudem ist er ein früher Unter­zeich­ner der ras­sis­ti­schen Peti­ti­on „Gemein­sa­me Erklä­rung 2018“, die von sich als bürgerlich ver­ste­hen­den Poli­ti­kern und Kul­tur­schaf­fen­den, aber in gro­ßer Zahl auch von natio­nal-kon­ser­va­ti­ven, extrem-rech­ten, ver­schwö­rungs­theo­re­ti­schen Akteu­ren und AfD-Sym­pa­thi­san­ten unter­zeich­net wur­de. Die Peti­ti­on rich­tet sich gegen eine „Beschä­di­gung Deutsch­lands“ durch eine angeb­lich ille­ga­le „Mas­sen­ein­wan­de­rung“. Aktu­ell hat W. auch die vom ver­schwö­rungs­ideo­lo­gi­schen und gegen eine angeb­li­che „Gen­der-Ideo­lo­gie“ ange­tre­te­nen Blog „Sci­ence­files“ und dem Dresd­ner Poli­tik­wis­sen­schaft­ler Wer­ner J. Pat­z­elt initi­ier­te Peti­ti­on „Frau Bun­des­kanz­ler, bit­te bele­gen Sie ihre Behaup­tun­gen!“ unter­zeich­net und wirbt dafür. […] Zu The­men wie „Lügenpresse – Schlag­wort oder Rea­li­tät?“ oder „Mei­nungs­frei­heit 2.0“ bot W. Vor­trä­ge über sei­nen Blog an, aktu­ell berich­tet er offen­bar in Vor­trä­gen über eine Syri­en­rei­se, die im April 2018 statt­ge­fun­den hat. Orga­ni­siert bzw. zumin­dest öffent­lich beglei­tet wur­de die­se vor allem aus Schwei­zern bestehen­de Rei­se­grup­pe durch den rech­ten Ver­ein „Bürger für Bürger“ aus der Schweiz, des­sen Prä­si­dent Mar­kus Erb immer wie­der Teil von Initia­ti­ons­ko­mi­tees für rechts­ori­en­tier­te Volks­be­geh­ren ist – etwa gegen neue Lehr­plä­ne an Schwei­zer Schu­len – und der einer rech­ten Sek­te (Ver­ein für psy­cho­lo­gi­sche Men­schen­kennt­nis) nahe­steht. Auf die­se Rei­se und die teils als Vide­os vor­lie­gen­den Berich­te ver­weist auch der Björn Höcke-Anhän­ger Chris­ti­an Blex, MdL-NRW (AfD), der selbst Teil einer [Anm. d. Autors: nicht der von W.] medi­al breit kri­ti­sier­ten AfD-Rei­se­grup­pe nach Syri­en war. Ziel bei­der Rei­sen war es offen­bar, das angeb­lich unge­stör­te und schö­ne Leben in Syri­en dar­zu­stel­len und die angeb­li­chen west­li­chen Lügen und Pro­pa­gan­da über Assad mit „Fak­ten statt Sank­tio­nen“ ent­ge­gen zu wirken.”

IM „Steile These“

Wir fas­sen zusam­men: „B‘s“ Ein­schät­zun­gen sind stets „ein­deu­tig“, aber die „Par­tei“ hat­te ja auch immer Recht. Unge­stör­tes Leben in Syri­en kann und darf es nicht geben, nir­gends! Das pass­te ja auch schlecht zu unse­rem Flucht-Nar­ra­tiv. Eine Rei­se von AfD-Abge­ord­ne­ten dis­kre­di­tiert auto­ma­tisch jede wei­te­re Rei­se von Ande­ren, selbst wenn sie nichts mit die­ser AfD-Rei­se zu tun haben. Die direk­te Schwei­zer Demo­kra­tie ist höchst ver­däch­tig und wer mit Schwei­zern reist, ist kein guter Deut­scher. Mas­sen­ein­wan­de­rung ist nur angeb­lich ille­gal, wozu die Kanz­le­rin dann über­haupt „aus ille­ga­ler lega­le Ein­wan­de­rung” machen will, bleibt ihr Geheim­nis. „Tichys Ein­blick“ und die „Ach­se des Guten“ bespie­len „Schar­nier­me­di­en“, wahr­schein­lich bis es quietscht. Die For­de­rung nach Ein­hal­tung des Rechts, wie es die „Erklä­rung 2018“ tut, ist ras­sis­tisch! Was wirk­lich „Ziel der Rei­se” von W. war, wer­den nun aber weder „B.” noch die Reser­vis­ten erfahren.

IM „B.“, Deck­na­me „Stei­le The­se“ hat näm­lich gan­ze Arbeit geleis­tet. Ob für Got­tes­lohn, 30 Sil­ber­lin­ge oder Schnaps, Füll­fe­der­hal­ter und 200 Mark der DDR wie Kaha­ne, muss offen blei­ben. In sei­nen Mails gibt es so vie­le Fäden, Kno­ten, Hüh­ner­dreck und Ver­däch­ti­gun­gen, davon muss­te ein­fach genug am Refe­ren­ten hän­gen blei­ben, um die Ver­an­stal­tung abzu­sa­gen – und so kam es dann ja auch. Wie es in Syri­en so zugeht, muss der ein­fa­che Reser­vist oder Sol­dat ja ohne­hin nicht wis­sen! Der muss nur wis­sen, was ein Unter­of­fi­zier ist – näm­lich „zu grü­ßen“! Wegtreten!

Ach, lie­ber Herr „B.“, eine Fra­ge hät­te ich noch – und ich hof­fe, Sie kön­nen mir ohne Kurz­schluss in Ihrer zere­bra­len Par­al­lel­schal­tung ant­wor­ten: Wenn die Bun­des­wehr laut Bun­des­wehr­ge­setz eine Par­la­ments­ar­mee ist und die AfD als im Bun­des­tag ver­tre­te­ne Par­tei der Ver­län­ge­rung eines Bun­des­wehr­man­dats gemein­sam mit der Regie­rungs­ko­ali­ti­on zuge­stimmt hät­te, wür­den Sie den Befehl ver­wei­gern und zum Bei­spiel aus Afgha­ni­stan abzie­hen? Ich fra­ge für eine Verteidigungsministerin.

* Die Klar­na­men von W. und B. sind dem Ver­fas­ser bekannt, der zitier­te Mail­wech­sel liegt vor.

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18 Kommentare

  1. Nur noch in den alter­na­ti­ven Medi­en fin­det das Pflänz­chen Wahr­heit den Platz an der Son­ne. Ich fin­de dort Nach­rich­ten, die mir hel­fen, das, was los ist, zu ver­ste­hen. Mei­ne per­sön­li­che Art der „Ver­ar­bei­tung“ des­sen, was ich lese, lesen muss, ist die Poe­sie. Ver­se gegen die Dik­ta­tur der links­grün­ro­ten Gut­men­schen, das ist der Aus­weg des Kul­tur­men­schen. Wann wird das alles enden? Ist noch Hoff­nung für einen Deut­schen, der nichts ande­res ver­bro­chen hat, als ein wei­ßer hete­ro­se­xu­el­ler, auto­fah­ren­der Mann zu sein?

    Vom Sta­si­sch­reck Huber­tus Knabe
    liest man (so geht die Sage),
    dass er Frau­en beläs­tigt habe.
    War­um? Alte Seil­schaft? Wel­che Frage!

    In Mer­kels Reich der Antifanten
    Freu­en sich die Denunzianten.
    (Sieg­fried Prütt 2018)

  2. Guten Abend Herr Letsch,

    ist der Stimm­zet­tel im Ori­gi­nal (Uni­ons-) schwarz für die Erst- und (Alter­na­ti­ve) blau für die Zweit­stim­me? Muss­te grad ob Ihrer Bild­haf­ten Ant­wort oben laut auflachen.

  3. Also, ich ver­ste­he, wor­auf Du hin­aus willst, lie­ber Roger. Man hat da jeman­den, der sich mit einem Text an die Öffent­lich­keit wen­det, in dem er einer­seits selbst Anzei­chen psy­chi­scher Krank­heit zeigt, und ande­rer­seits ver­sucht, jeman­den zu diskreditieren. 

    Bemer­kens­wert fin­de ich dies aller­dings nicht. Spin­ner spin­nen nun­mal stän­dig, und machen sich damit selbst in aller Öffent­lich­keit lächer­lich. Es wür­de mir als Emp­fän­ger schwer fal­len, auf den zitier­ten Text anders zu reagie­ren, als den Aut­hor ein­fach als Witz­fi­gur zu betrach­ten, und ihn in die Lis­te von Spa­cken ein­zu­rei­hen, über die ich mich lus­tig mache.

    Ich wür­de von jedem nor­ma­len Men­schen die sel­be Reak­ti­on erwar­ten. Ein­fach des­halb, weil das die ange­mes­se­ne Reak­ti­on ist. Es erscheint mir als eine Fehl­funk­ti­on des kri­ti­schen Den­kens, wenn man sol­che Tex­te nicht als eine Dis­kre­di­tie­rung des Aut­hors ver­steht, mit der er sich selbst auf eine Abschuss­lis­te der Witz­fi­gu­ren gesetzt hat. Din­ge aus­zu­klam­mern, die offen­sicht­lich nicht ernst zu neh­men sind, ist doch eine Grund­funk­ti­on des kri­ti­schen Den­kens, und deren Urhe­ber öffent­lich zu dis­kre­di­tie­ren ist doch eine Grund­funk­ti­on des Anstands.

    Es wäre aller­dings wirk­lich bedenk­lich, wenn es klap­pen wür­de, Men­schen mit solch para­no­ider Hys­te­rie zu beein­flus­sen. Aller­dings wür­de mich das auf die schlech­te Qua­li­tät unse­rer Schu­len brin­gen, die es offen­sicht­lich nicht geschafft hat, die Leser kri­ti­sches Den­ken zu leh­ren. Eben­falls wäre das für mich ein Anlass zur Kri­tik unse­rer sozia­len Kon­ven­tio­nen, die offen­bar kei­ne Mecha­nis­men ent­hal­ten, um Spin­ner, die öffent­lich para­no­ide Hys­te­rie schü­ren, auto­ma­tisch zu dis­kre­di­tie­ren, und deren Leben zum Spieß­ru­ten­lauf zu machen. Wie sol­len sol­che Men­schen es ler­nen, dass es für sie selbst schlecht ist, wenn sie sich in sol­che Gehirn­pup­se ver­ren­nen, wenn man ihnen dies nicht zeigt. Naja, und Spin­ner sind halt nicht bekannt dafür, beson­ders emp­fäng­lich für ele­gant vor­ge­brach­te Wahr­hei­ten zu sein, son­dern sie ver­ste­hen eher die Holz­ham­mer­me­tho­de. Sie selbst machens ja auch nicht anders.

    • „Das Pro­blem ist: Mach einem Beklopp­ten klar, daß er bekloppt ist!” (Die­ter Bohlen)

      • „Einem blö­den Men­schen nützt es über­haupt nichts, ihm dau­ernd zu sagen, dass er blöd ist, weil er viel zu blöd dazu ist, das zu begrei­fen!” Joseph Con­rad (1857 – 1924), eng­li­scher Kapi­tän und Erzäh­ler pol­ni­scher Herkunft

    • Sie haben schon recht, aber Sie sehen auch, wie‘s wirkt: der Vor­trag wur­de abgesagt.

      • Wie gesagt: Ich wür­de den Spin­nern dafür gar nicht die Schuld geben, son­dern der „Gesell­schaft”. Spin­ner wirds immer geben, und man muss mit ihrer Exis­tenz leben. Wenn die­se jedoch ihre Spin­ne­rei auf frem­de Kos­ten durch­zu­set­zen (kön­nen), läuft etwas ganz gewal­tig falsch. Ich wür­de behaup­ten, dass dies dar­auf zurück­zu­füh­ren ist, dass es ein all­ge­mein akzep­tier­tes Prin­zip ist, Din­ge auf Kos­ten Ande­rer zu ver­wirk­li­chen, und die Spin­ner nun auch davon Gebrauch machen. Vom Grund­prin­zip her han­deln die auch nicht anders, als alle, wes­halb man sie auch nicht aus­son­dern und spieß­ru­ten lau­fen las­sen kann. Außer halt dafür, dass sie Spin­ner sind, aber das wäre dystopisch.

        • Der Begriff „Spin­ner” ist mir in die­sem Zusam­men­hang ein­deu­tig zu harm­los – ich hal­te sol­che Leu­te für gefähr­lich, wer­den sie doch von vie­len dum­men Men­schen ernst­ge­nom­men, was dann bestimm­ten Par­tei­en wei­te­ren Zulauf sichert.
          „An die dum­me Stir­ne gehört als Argu­ment von Rechts wegen die geball­te Faust.” Fried­rich Wil­helm Nietz­sche (1844 – 1900)

          • Pro­blem:

            Behal­ten wir mal, in Erman­ge­lung einer genann­ten Alter­na­ti­ve, den viel zu harm­lo­sen Begriff „Spin­ner” bei – Wenn Du willst, dass die­se Leu­te mit Gewalt unter­drückst, bekommt der­je­ni­ge, der ent­schei­det, wer ein Spin­ner ist, die Befug­nis, zu ent­schei­den, wer mit Gewalt unter­drückt wird. Wie vie­le Men­schen kennst Du, denen Du zutrau­en wür­dest, die­se Kom­pe­tenz zu haben, ohne sie zu miss­brau­chen? Ich ken­ne nie­man­den, dem ich frei­wil­lig die Macht ein­räu­men wür­de, mich mit Gewalt zu unter­drü­cken, soll­te er ent­schei­den, dass ich ein [Bezeich­nung hier ein­set­zen] bin. Dar­über hin­aus wür­de die­se Per­son dann auch dar­über ent­schei­den kön­nen, wel­che Avan­gar­dis­ten agie­ren kön­nen, und wel­che nicht, wodurch sie die Macht hät­te, die Ent­wick­lung der gesam­ten Gesell­schaft zu len­ken. Dies klingt für mich ziem­lich totalitär.

            Nietz­sches Argu­ment ken­ne und mag ich. Aller­dings hat­te ich die­ses immer so ver­stan­den, dass der Betrof­fe­ne selbst aktiv wird. Dies ist einer der Grün­de, wes­halb ich Waf­fen mag, ich einen ziem­lich form­lo­sen Gewalt­sport betrei­be, und ich mei­ne Not­wehr­fä­hig­keit auf einem Stand hal­te, der auch in ein Kriegs­ge­biet pas­sen würde.

  4. Sehr guter Artikel.
    Ich bin sprach­los über die­sen Vor­gang, sprach­los über den Cha­rak­ter des Herrn B.
    Aber noch viel schlim­mer fin­de ich, dass die Ver­an­stal­tung abge­sagt wurde.
    Die Füh­rung woll­te sich nicht starkmachen.
    Viel­leicht durf­te sie nicht?

  5. Hal­lo Roger,
    es muss eine direk­te Linie NS-Block­wart – Sta­si- IM – links­grü­ner „Gut­mensch” geben. Anders kann ich mir eini­ges in die­sem Land nicht mehr erklären.
    Und kann nur Max Lie­ber­mann zitie­ren: ” Ich kann gar nicht soviel fres­sen wie ich kot­zen möchte. ”
    Aber dan­ke allen Blog­gern und Autoren die uns immer wie­der auf solch arm­se­li­ges, ver­kom­me­nes, wider­li­ches Ver­hal­ten auf­merk­sam machen und uns damit Muni­ti­on für Dis­kus­sio­nen liefern.

    • Natür­lich, weiß Tichy das.
      Braun und Nazi sind aller­dings inzwi­schen Ehren­ti­tel , die man nur Wider­ständ­lern, Muti­gen und Quer­den­kern ver­leiht. Es gibt aller­dings noch eine Stei­ge­rung: „Irr­lich­ternd” ! Gilt für ” Frem­de”, wie z.B. Basam Tibi, die sich nicht unter das Pro­tek­to­rat der Gehirn­er­weich­ten stel­len wollen.
      https://www.achgut.com/artikel/der_zerfall_der_politischen_kultur_in_deutschland

      „Wer nicht hüpft, ist Nazi !” Das sagt doch alles. Bes­ser kann man die Hirn­er­wei­chung nicht zusammenfassen.

      Dies war die Paro­le beim Hass­kon­zert gegen Hass. Ficken, Fres­sen mes­sern, Ver­ge­wal­ti­gen , grau­sa­me Gewalt­fan­ta­sien, erdacht durch zutiefst gestör­te Per­sön­lich­kei­ten, die unbe­wusst abge­spei­chert haben, dass ihre Mami jeden Tag laut dar­über nach­ge­dacht hat, soll ich das Wech­sel­balg nicht doch bes­ser abtrei­ben .Irgend­wann war es zu spät und Mami bereu­te ihr Zögern und ließ es die Bäl­ger spü­ren. Und heu­te sind sie regie­rungs­amt­lich bestä­tig­te Vor­bil­der ! Was sagt das über alle Poli­ti­ker der Ein­heits­par­tei. Sie hüp­fen, sofern sie zu den geis­ti­gen Ener­gie­spar­lam­pen gehö­ren und ande­re, die nur so tun, weil sie das „Reich” griff­be­reit vor sich sehen, schwin­gen das Hüpf­seil für die Unter­be­lich­te­ten, die sich in nichts von einer Hit­ler­ju­gend unterscheiden.

      Läm­mer, die geschäch­tet wer­den wol­len! Wenn es sein muss, lie­fern sie sich selbst noch ans Messer.

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