Zunächst das Offensichtliche. Der handstreichartige Überfall von US-Streitkräften und die Verbringung Nicolas Maduros in die USA war Kidnapping. Es gibt keinen Grund, ein neues Wort dafür zu erfinden. Wer genau da eigentlich gekidnappt wurde, ist jedoch gerade Gegenstand heftiger Dispute. Die Formulierungen „Präsident Maduro“ oder „Diktator Maduro“ führen jeweils zu gänzlich anderen Bewertungen der Legitimität der Operation und damit auch zu der gerade viel bemühten Behauptung, Präsident Trump habe durch dieses Husarenstück gegen Völkerrecht verstoßen.

Maduro ignorierte 2024 das Ergebnis von Wahlen, um im Amt bleiben zu können und stellte sich damit über jedes Recht – was den Kritikern der nächtlichen Militäroperation in Caracas kaum mehr als ein Schulterzucken wert war. Einmal Präsident, immer Präsident, scheint man zu denken und von der grünen Parteispitze bis zu Wagenknecht und Polenz wird die verletzte staatliche Souveränität Venezuelas betont, die für manche schwerer wiegt als staatlich orchestriertes sozialistisches Chaos, tausende Tote und acht Millionen aus ihrer Heimat geflohene Venezolaner.

„Die alte Weltordnung ist Geschichte“, jammern die Linken und meinen damit die dualistische Ordnung in ihren Köpfen, wo stets die Unterdrückten gegen die Unterdrücker kämpfen, den vermeintlich Guten alle Mittel erlaubt sind und für die im wohligen Westen alle Augen zugedrückt werden sollen:

Chinas Drohungen gegen Taiwan, die Angriffe auf philippinische Fischerboote, Pekings künstliche Inseln im Südchinesischen Meer, um größere ausschließliche Wirtschaftszonen zu schaffen, das in Hongkong gebrochene Versprechen vom „einen Land mit zwei Systemen“, Kubas und Venezuelas ewige Revolutionen, die in die faktische Verelendung beider Länder mündeten, afrikanische Despoten in Phantasie-Uniformen, gemästet mit „Entwicklungshilfe“ und immun Dank der Gegenleistung meistbietend verkaufter Stimmen bei den Vereinten Nationen oder der FIFA…das „Völkerrecht“ hockt stumm und zahnlos immer dabei. Gelegentlich auch beschämt, wie im Mai 1960, als dem Mossad das Husarenstück gelang, Adolf Eichmann aus seinem argentinischen Versteck in israelische Untersuchungshaft zu überführen.

Die „alte Weltordnung“ bestand in den Köpfen ihrer Propheten aus kolonialem Westen und unterdrückter Dritter Welt, aus welcher der Westen möglichst viele Migranten aufzunehmen habe, während die Eliten der Herkunftsländer die Edelboutiquen in New York, Paris und Düsseldorf bevölkern, in Bad Godesberg bevorzugt medizinisch behandelt werden und sich unter Verweis auf internationales Recht die Einmischung in die Angelegenheit „ihrer“ Länder verbitten.

Völkerrecht bedeutet für die einen also die Praxis des konsequenzlosen Herrschens, während es anderen den Arm unten und die Taschen offenhalten soll. Den einen der Luxus, den andern die Lust an der eigenen moralischen Selbstverzwergung. „Völkerrecht“ und die gleichzeitige Abschaffung des Begriffes „Volk“ stehen dabei unwidersprochen nebeneinander.

Und erschien es uns nicht als zivilisatorische Errungenschaft, dass wir uns an staatliche Gewaltmonopole gewöhnt haben? Wir üben keine Selbstjustiz, wir rufen die Polizei oder die Gerichte an. Wir sind so zivilisiert, dass wir die Macht über unsere eigenen Belange sogar an Institutionen wie die EU-Kommission abgeben, über die wir keinerlei Kontrolle mehr ausüben können.

Doch wenn es um internationales Recht geht, stellt sich die Frage nach dem Gerichtsstand und wie aus dem Apache-Helikopter geschossen kommt von links die Antwort: Die UNO! Genauer gesagt: der Traum davon, welchem Linke seit Jahrzehnten hinterherrennen, weil sie an Zentralismus, die Weisheit politischer Eliten und daran glauben, dass sich Völkerrecht verwirklicht, wo gewählte wie angemaßte Vertreter dieser Völker sich treffen. Seit Jahrzehnten ist das Einzige, worauf sich dieses „Weltforum“ einigen kann, die Verurteilung des Staates Israel und das völlige Ignorieren jedes Militärputsches, jeder ethnischer Säuberungen oder gefälschte Wahl. Durchsetzen kann man ohnehin nichts und so erschöpft sich der linke Aktionismus in Scheindebatten und markigen Forderungen, um auf das eigene Moralkonto einzahlen zu können. Immer zulasten des verteufelten „Westens“.

Wen wollte man nicht schon alles verhaften und am liebsten standgerichtlich aburteilen: Orban, Netanjahu, Putin, Trump sowieso – da kommt es für das gekränkte Ego und die eigene Machtlosigkeit natürlich sehr ungelegen, dass den USA ausgerechnet unter Trump eine solche Festsetzung gelungen ist. Das erste Mal seit George H. W. Bush 1989 Diktator Manuel Noriega aus Panama holen ließ: von 27.000 Soldaten in einer zweiwöchigen Militäroperation und mit Verlusten auf beiden Seiten.

Der Weltsicherheitsrat, dieses Konstrukt aus grauer Vorzeit, soll so etwas regeln, lautet die Forderung von Links. Das funktioniert so zuverlässig wie ein Brief an den Weihnachtsmann und man bekommt zuverlässig weder etwas geschenkt noch geändert. Und ändern soll sich ja auch nichts! Die Lösung eines Problems würde das Bedauern über das Problem obsolet machen. Also hat man gefordert, demonstriert, das Völkerrecht als Zeugen angerufen, den Westen mit Asche bestreut und dabei prächtig von den Subsidien gelebt, die das schlechte westliche Gewissen sich selbst abgepresst hat.

Drei Ereignisse der letzten Tage, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, stehen symptomatisch für die Abkehr des Westens von linken Utopien und eine neue Hinwendung zur Realität. Zwei stehen dabei augenöffnend für das Ende der Naivität, alles Übel in dieser Welt käme von rechts und gehe vom Westen aus:

Der erneute linksextreme Anschlag auf die Stromversorgung in Berlin widerlegt die Vorstellung, ideologische Zerstörung berge kreatives Potenzial.

Der Milliardenbetrug von somalischen Kita-Betreibern in Minnesota widerlegt die Multi-Kulti-Idee von der „offenen Gesellschaft“ ohne Grenzen, in der das Zusammenleben wie einst auf Vertrauen aufgebaut sein kann.

Der Eingriff Trumps in Venezuela schließlich widerlegt die Mär von der Zwangsläufigkeit, mit der sich Gesellschaften immer weiter nach Links entwickeln müssen und man das gefälligst als Fortschritt zu sehe habe, selbst wenn sie in Diktaturen und mörderische Ideen münden.

Man kann dagegenhalten! Zur Not eben von außen, wenn wie in Venezuela alle internen Widerstandskräfte längst erloschen und zerstört sind. Bedenkt man, wie jung das Jahr 2026 noch ist, sind wir schon weit gekommen mit dem Projekt „Zurück zur Realität“!

Vorheriger ArtikelWieso man plötzlich wieder Krüppel sagen darf
Nächster ArtikelVon Papageien, ihren Trainern und scharfer Munition

13 Kommentare

  1. @Rolpf: Der amerikanische Präsident heißt Trump und nicht „Drumpf“. Namen ins lächerliche zu ziehen ist eher eine Methode der „Lefties“ (wie du sie nennst). Zu den russischen Chatboots: Mag sein, daß eine Menge von denen durch die Gegend schwirren, aber meinst du, die richten größeren Schaden an als die tägliche weltweite Propaganda der „liberalen“ (linken) Medien hier und jenseits des Atlantiks ? Oder die ganzen linken Trolle, die sich in den Foren halbwegs seriöser Medien einnisten und da ihren unterbelichteten Mist ablassen? Da es vielen von denen an Bildung und damit auch an der Beherrschung ihrer Muttersprache mangelt, vermute ich, daß die ebenfalls diese KI benutzen. Ich glaube, du siehst den Einfluß der Russen in Deutschland und in Amerika (zum Beispiel) zu hysterisch. Wenn du jetzt mit der AfD kommen solltest: Die verpeilte Einstellung einiger vorwiegend östlichen AfD-Politiker zu Rußland/dem „Westen“ hat, glaube ich, weniger mit „Chatboots“ zu tun als mit der erzieherischen Vorprägung vieler im Osten Aufgewachsener: Da scheint die Einstellung, Rußland (damals: Sowjetunion) ist eher der Freund, der Westen im allgemeinen, die USA im speziellen sei eher der Feind über eine Generation vererbt worden zu sein. Ich weiß, wovon ich rede, habe zwölf Jahre „Staatsbürgerkunde“ genossen (auch wenns bei mir nichts genützt hat). Vielleicht sollten wir generell aufhören, den Feind außerhalb des Kontinents zu suchen. 90% der Probleme, die Deutschland und mehr oder weniger alle anderen EU-Staaten haben, sind in Berlin, Paris, Brüssel… gemacht. Und mit den anderen 10%, den weltpolitischen Verwerfungen, insbesondere dem Ukraine-Krieg, sind Politiker vom „Format“ einer von der Leyen, eines Wadepuhl, eines Merz usw. ohnehin überfordert.

    • Lieber Moktor Doland Rock,

      in was bist Du Doktor? Irgendwas Nützliches, zu dem ich Fragen haben könnte? Elektrotechnik vielleicht?

      Abgesehen davon: Der amerikanische Präsident ist ein dementer Boomer mit ner narzisstischen Persönlichkeitsstörung, dessen Hirn bereits zu verkalkt ist, um überhaupt zu realisieren, in welchem Film er ist. Ich finde das Chaos, das er anrichtet, gut, und ich hoffe auf mehr davon, aber ich weigere mich, es nicht als reine Clownshow zu betrachten.

      Bezüglich allem was mit „Dissidenten-Politik“ zu tun hat, würde ich erwähnen, dass die noch schlimmer sind, als „liberale Medien“. Diese Art von Politik basiert auf sozialen Medien, und für soziale Medien gelten eigene Spielregeln. Zum Beispiel misst sich der Einfluss, den ein Influencer hat, an dem Engagement, welches er generiert, und die effektivste Art Engagement zu generieren, liegt in solchen Dingen wie Ragefarming und Clickbait, wodurch schon die Art der Inhalte bestimmt wird. Bei dieser Art der Auseinandersetzung werden vor allem die Pathologien der Zuschauer verstärkt und bedient. Der Influencer macht seine Zuschauer verrückt, damit sie ihm Aufmerksamkeit schenken, und er sich finanziell über Wasser halten kann. Ganz wie ein Enkeltrickbetrüger, der zur Aufrechterhaltung seines Lebensstils immer neue Rentner verarschen muss, im Falle des Influencers jedoch nicht nur ausnahmsweise für das fette Sparbuch, sondern in industriellem Maßstab für einstellige Centbeträge pro Person. Der Influencer selbst ist derweil anfällig für das Astroturfing durch Botnetze, weil ein nennenswerter Teil seiner Zuschauer in Wahrheit Bots sind, die Diskussionen innerhalb seiner Zuschauerherde dominieren, und dadurch einen völlig falschen Eindruck über das Meinungsbild und den bei seinen Zuschauern verbreiteten Pathologien erwecken können. Wenn ers den Bots recht macht, erntet er Lob in den Kommentaren und mehr Subscriptions, als sich echte Zuschauer angewidert unter dem Hohngelächter der Bots abwenden. In solch einer prekären Lage ist der Influencer auch Anfällig für Beeinflussung durch Geldgeber, wie das Beispiel Tenet Media gezeigt hat. Ebenfalls ist die Rate an Output, der nötig ist, um die Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten, so hoch, dass es in der zur Verfügung stehenden Zeit überhaupt nicht mehr möglich ist, Themen sauber zu recherchieren, weshalb der Influencer auf sich gestellt irgendwann nur noch Slop und sich endlos wiederholenden ideologischen Bullshit labern kann, und dankbar für jede Expertise ist, die ihm jemand von außen/vom FSB/Mossad/CIA/BND/SaudischenGeheimdienst freundlicherweise zur Verfügung stellt, der aus reiner Wahrheitsliebe sein umfangreich aufbereitetes Wissen mit der Herde des Influencers teilen möchte.

      Und darauf basiert heutzutage die politische Meinungsbildung. Die „liberalen“ Medien machen nur, was sie schon immer getan haben. Die waren nie anders oder besser, als sie es jetzt sind. Politik ist und war schon immer Krebs, und kann auch nichts anderes sein. Nur sind soziale Medien und die damit zusammenhängende Politik in allen Kritikpunkten noch schlimmer.

      Und bezüglich der allgemeinen Minderwertigkeit westlicher Politiker würde ich erwähnen, dass es da keine Ausnahmen gibt. Das sind nicht nur Merz&Co, sondern auch alle Alternativen. Dass diese Leute scheiße sind bedeutet auch nicht, dass Feindstaaten, die einen heißen Krieg führen, irgendwie irrelevant wären. Menschen sind heutzutage zweibeiniges Vieh, das in Zuchtbetrieben lebt, in denen es wirtschaftlich ausgebeutet wird. Innerhalb jedes Zuchtbetriebs gelten bestimmte Regeln. Anzunehmen, dass die selben Regeln auch außerhalb des Zuchtbetriebs gelten würden, oder Konflikte zwischen Zuchtbetrieben nach ähnlichen Regeln ausgetragen würden wie Konflikte zwischen den Viechern, ist ruinös. Da hilft es auch nicht, dass durch soziale Medien jedes Hornvieh nun ein Megaphon hat, in das es seine Meinung muht, und das auch jeder andere Zuchtbetrieb hineinmuhen kann, um bei seiner Konkurrenz für Chaos zu sorgen.

    • die verpeilte Einstellung einiger vorwiegend östlichen AfD-Politiker zu Rußland/dem „Westen“
      Ich weiß nicht, wie groß der Kreis dieser einigen ist. Alice Weidel bedauert, dass die USA in Venezuela eingegriffen hat und vergleicht Trump mit Putin – weil sie mit dem Völkerrecht verheiratet ist.
      https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-01/afd-weidel-chrupalla-aussenpolitik-usa

      Aber wenn ich wieder schreibe, dass mir die Distanz der AfD zu den Linken nicht zu groß, sondern zu klein ist, werd ich gesteinigt.

  2. Du sprichst mir aus der Seele!

    Neulich hab ich gehört, dass die Linken Glück hätten, nicht so viel über den Anschlag auf die Stromversorgung in Berlin reden zu müssen. Sie würden lieber über Venezuela reden. Das ist falsch! Grönland!

    „Wird jetzt Dänemark bombardiert?“

    Wenn Venezuela, dann Öl! Es geht aber natürlich nicht darum, dass die russische Kriegswirtschaft durch den Fall des Ölpreises in den Keller rauschen wird. Es geht ihnen nur darum, unwidersprochene Boomer-„Weisheiten“ und -Obsessionen zu bedienen.

    Eurosnobs lassen ihre Aufmerksamkeit nur von Grönland/Dänemark in die amerikanische Hemisphäre kreisen, um zu monieren, dass das Wort „Hemisphäre“ nach Putin klingt. Trump lässt die verlogene Rhetorik von Putin, Xi Jinping und den Islamisten auffliegen, die vorgeblich doch nur keine „Einmischung“ in ihrer „Interessensphäre“ wünschen.

    An Venezuela lässt sich wunderbar demonstrierten, dass diese Leute sich alle in Amerika einmischen. Das Land liegt weit genug weg, um die internen Streitigkeit beiseite zu legen und sämtliche anti-amerikanischen Aggressionen zu koordinieren. Natürlich meinte Putin nie tatsächlich, dass Russland sich nur um die eigene Hemisphäre scheren soll. Das war nie symmetrisch gedacht.

    Weil Trump das Tucker-Carlson-Idiotengemenge in Schach halten muss, kann er über die Tragweite des Drogenhandels nicht viel Auskunft geben. Er kann nur den US-amerikanischen Ausschnitt ansprechen. Die meisten Snobs in Europa haben nicht die leiseste Ahnung, wie die Kartelle Lateinamerika destabilisieren.

    In der Wikipedia-Übersicht über die aktuellen Kriegsgebiete wird schon seit Jahren Mexico als eines der schlimmsten Gemetzel der Welt ausgewiesen.
    https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_ongoing_armed_conflicts

    Auf links heißt das, „andere Länder haben noch viel mehr Drogenhandel als Venezuela.“

    Schon. Aber nirgendwo ist die Führungsschicht so fundamental Deckungsgleich mit den Kartellen wie dort.

    Die mexikanische Armee leistet unglaubliche Arbeit. Da landen Granaten im Tigerkäfig, die Anakonda geht hoch, Soldaten stürmen das Gelände und alles, was zwei Beine hat, kriegt noch ein paar Löscher dazu. Alles völkerrechtswidrig. Schlimmer noch: Es ist Gewalt gegen die eigenen Bürger. Aber: Es geht halt nicht mehr besser.

    Ähnliche Zustände hat man auch in anderen lateinamerikanischen Ländern. Linke verstehen leider Dilemmata nicht. Man kann mit ihnen nicht darüber reden, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Wir legalisieren Prostitution und Hasch, fluten unser Land mit Schwarzarbeitern, organisieren „Mietverträge“ für Hausbesetzer und so weiter.

    Wird der Stromausfall zum Umdenken führen? Selbst für mich ist die linke Gesinnung der Spinner nebensächlich. Das sind Hooligans, die irgendwas Halbgares als Begründung nachreichen. Es braucht keine ideologische Nähe, um Banden und Verbrechern in Berlin und anderen deutschen Städten freien Lauf zu lassen.

    Es spielt keine Rolle, dass der gelegte Kabelbrand (höchstwahrscheinlich) nichts mit den Russen zu tun hat. Hinz und Kunz kommt hier mit allem davon. Schwächen der inneren Sicherheit sind auch Schwächen der Äußeren. Eigentlich müsste Boris Pistorius längst auf den Tisch hauen.

    Die Polizei könnte jeden Moment in den Görlitzer Park oder auf die Reeperbahn schlendern und Leute festnehmen. Das scheitert an der Drehtürjustiz. Statt Fangschaltungen einzurichten und Täter Dingfest zu machen, strahlt der ÖR Ratgeber zum Enkeltrick und zu anderen Betrugsmaschen aus. Was soll das eigentlich?

    An der Stelle muss ich mal Bette Midler loben. Als Rudolph Giuliani zwischen 1994 und 2001 Bürgermeister von New York war, hat er konsequent die Gesetze durchgesetzt und die Ressourcen auf die Personen konzentriert, die nach „Bauchgefühl“ der Polizisten am verdächtigsten waren. Die Mordrate sank um 75%.
    https://en.wikipedia.org/wiki/New_York_City#Public_safety

    Einen Anteil hatte aber auch die Schauspielerin Bette Midler, die 1995 das New York Restoration Project startete. Sie räumte öffentliche Plätze auf. Beide machten sich den Broken-Windows-Effekt zunutze. Weniger zerbrochene Fenster bedeuten weniger Zerstörung und Gewalt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Broken-Windows-Theorie

    Kleine, aber gut sichtbare Veränderungen bewirken manchmal mehr als große Würfe. Graffiti, Drogen, Nutten und Hausbesetzer müssen weg. Durch Nötigung erzwungene Mietverträge müssen annulliert werden. Wiederkehrende Bettler müssen in Obdachlosenunterkünfte verbracht werden. Dafür muss man in Deutschland Gesetze ändern.

    In erster Linie müssen die Ressourcen, personelle wie monetäre, von Ideologieprojekten („Hassrede“, „Sozialarbeit“, „saubere Nadeln“ …) in den Kampf gegen Körperverletzung und Sachbeschädigung umgeleitet werden. Ein Großteil der Probleme im Land liegen in der „Konfliktvermeidung“, d.h. Kuschen vor den Linken egal wie hart der Konflikt mit allen anderen Bürgern dafür wird. Damit Ressourcen an einer Stelle sind, müssen sie an anderer Stelle mal endlich weggenommen werden.

    Und die Kleinigkeit, dass die Gemeinden aufhören, Rattengift zentral in die Kanalisation anzubringen, geht definitiv auch in die falsche Richtung.
    https://www.treffpunkt-kommune.de/koederschutzboxen-verschaerfung-bei-regelungen-zur-rattenbekaempfung/
    In Kalifornien rudert man schon wieder zurück.
    https://www.theguardian.com/us-news/2025/dec/05/california-pesticides-restrictions-rat-poisons

    • Rattenbekämpfung ist also aktuell? Und der Staat zementiert also die Probleme, von denen Du willst, dass er sie löst, und steht zudem jedem im Weg, der sie lösen will? Nein wirklich? Sag mal, könnte es sein, dass er überhaupt keinen Anreiz zur Lösung dieser Probleme, sehr wohl aber einen Anreiz zu deren Zementierung hat? Sieht ja fast so aus.

      Abgesehen davon finde ich Giftmorde ekelig, feige, und weibisch, und verachte Leute, die auf sowas zurückgreifen. Daher unterstütze ich es, dass kein Rattengift ausgebracht werden darf. Einerseits aus Gründen des Tierschutzes, andererseits, weil ich feige, faule, und weibische Leute einfach leiden sehen will. Kauf Dir ein schallgedämpftes Luftgewehr ohne 7,5Joule Begrenzung in Holland, und und knall die Viecher ab. Idealerweise per Kopfschuss, weil sie dann nicht leiden, und mit Hohlspitzmunition. Das nennt sich „Ratting“. Oder mach halt Erdnusspaste aus den Samen vom Wunderbaum, und schmier sie demjenigen aufs Brot, der sich zwischen Dich und Dein Rattengift stellt. Das wär wenigstens nicht feige.

  3. Hoi Roger, frohes neues Jahr!

    Und der obligatorischen Klugscheißerei wegen:

    Ich glaube, wenn Lefties vom Völkerrecht faseln, meinen sie im aktuellen Fall, dass Drumpf einen Angriffskrieg organisiert hat, und Angriffskriege seit und wegen den Eskapaden des Führers als verboten gelten. Der Vergleich mit dem banal-bösen Herrn Eichmann hinkt, weil diese einfach nur eine schnöde kriminelle Handlung war, die halt von den Beamten eines anderen Staats durchgeführt worden ist. Sowas kann man nicht mit nem militärischen Überfall vergleichen. Wenn, dann war Drump’s SMO sowas wie die Panama-Invasion.

    Und zur Hinwendung an die Realität in Schland sehe ich überhaupt keine Fortschritte. Es gibt da diesen Krieg im Osten, den Putler nicht mehr beenden kann, ohne selbst den Kopf zu verlieren, weil eine Beendigung des Kriegs nun unmittelbar zu einem wirtschaftlichen Zusammenbruch und einer Verelendung seines Mittelstands führt, und ein verelendender Mittelstand halt zu „Faschismus“ führt. Siehe Extremismus der Mitte. Also wird der Krieg weiter gehen, und weiter eskalieren, ob mit oder ohne Putler. Und die Amis werden sich nicht für die Spinner in Europa nuken lassen, da der amerikanische Präsident es darauf angelegt hat, den globalen Einfluss der USA abzusägen, um zu ner Regionalmacht zu werden, die ihre Hemisphäre dominiert, aber keinen weltweiten Einfluss ausübt. Also ist Europa auf sich allein gestellt. Also wächst die Wahrscheinlichkeit, dass der krieg in Richtung Europa eskalieren wird. Und früher ist aus Sicht der Russen besser als später, weil Europa noch nicht vorbereitet ist.

    Das ist das Problem, welches eine Bewegung in Richtung Realität erzwingen sollte, um in einer fetten, faulen, feigen, und überalterten Gesellschaft die Bereitschaft zum existenzellen Krieg herzustellen. Und da passiert so gut wie nichts.

    Übrigens, mal so ganz off-topic, glaube ich, dass ein nennenswerter Teil der Kommentare auf der Achse von nem russischen Botnet stammen, welches Selbstgespräche führt, um bestimmte Themen zu astroturfen, Influencer zu beeinflussen, und einfach nur die Zeit und Energie derer zu verschwenden, mit denen es sich unterhält. Stell Dir Leute in Cubicles irgendwo in Mostak vor, die unzählige LLM-Chatbots kontrollieren, welche darauf trainiert sind, bestimmte Standpunkte zu verbreiten, und die auch sowas wie individuelle Schreibstile und Persönlichkeiten nachmachen können. Da liest dann ein einzelner auf zig Seiten und Diensten mit, und spawned Instanzen dieser Chatbots, die dann bei Bedarf Selbstgespräche führen, mittels derer sie den Diskurs dominieren. IPs sind zahlreich vorhanden, und kommen aus dem jeweiligen Herkunftsland von großen ISPs, die von Resellern gemietet werden. Neulich kam auf kohlchan.net raus, dass da sowas schon seit Jahren aktiv war, um die russische Kriegspropaganda bezüglich der Ukraine zu pushen, und auch die AfD und die üblichen Themen bezüglich Juden und Ausländern, mit denen sich der Staat delegitimieren lässt. Was jetzt nicht heißen soll, dass der Staat irgendwie legitim wäre, oder nicht das mit Abstand größte Krebsgeschwür. Aber ich denke, dass Russen in großem Stil Chatbots nutzen, mit denen sie das Internet fluten, und diese Bots überall da besonders aktiv sind, wo keine effektive Identitätskontrolle möglich ist.

  4. Danke für den Kommentar; ich sehe die Dinge ähnlich bis deckungsgleich wie Roger. Und ich sage ganz ehrlich: Mir ist sch…egal, ob das Handeln des U.S.-Präsidenten durch „Völkerrecht“ abgesichert ist oder nicht: Trump hat gehandelt, und das zählt. Er hat einen kommunistischen Diktator, einen Folterer und Menschenschlächter, der sein Land in Elend und Terror gestürzt hat, gekidnappt und außer Gefecht gesetzt. Daß der „nebenbei“ auch noch Drogendealer in großem Stil war und somit nicht nur Venezolaner, sondern auch Amerikaner auf dem Gewissen hat, macht diese starke bewundernswerte Aktion amerikanischer Elitekräfte noch nachvollziehbarer, aus humanitärer Sicht noch gerechtfertigter. Und ich stelle ganz allgemein fest: Was für ein gigantischer Unterschied zwischen dem entschlossenen kompromisslosen Handeln des U.S. Präsidenten, und das auf nahezu j e d e m politischen und ökonomischen Feld, und den sabbelnden, unfähigen, menschenverachtenden, feigen und verlogenen Politikern in Berlin, Paris und Brüssel (zum Beispiel). Ich könnte für jedes dieser fünf angewandten Attribute Nachweise und Quellen liefern, aber bei dem informierten und aufgeklärten Publikum dieses Blogs kann ich mir dies wohl schenken.

    Kurz zum „Völkerrecht“: Roger Letsch hat sehr plastisch und zutreffend formuliert, dieses hocke „stumm und zahnlos immer dabei“, wenn (meist linksgerichtete) Regierungen und Organisationen irgendwelche Schweinereien in der Welt begehen. Als Nichtjurist vermute ich einmal, es existiert überhaupt kein „Völkerrecht“. Es existiert nationales Recht der einzelnen Staaten und es existieren Organisationen wie die UNO und Internationale Gerichtshöfe, die sich ihre eigenen Regeln geschaffen haben und erwarten, daß sich eine größtmögliche Zahl von Regierungen diesen anschließt. Daß zum Beispiel Präsident Trump dies n i c h t tut (auch schon in seiner ersten Amtszeit nicht) wird eines seiner bleibenden Verdienste sein. Warum sollte er auch? Da ist der von Roger erwähnte U.N.-Sicherheitsrat: Der hat fünf ständige Mitglieder. Darunter zwei kommunistische bzw. postkommunistische Länder (China und Rußland ) und eine ehemalige Kolonialmacht, die ihr Abstimmungsverhalten auch heute noch nach in Nordafrika verwurzelten quasi neokolonialen wirtschaftlichen Interessen richtet (Frankreich): Die drei bilden eine Mehrheit und stimmen i m m e r gegen Israel, fast immer gegen die USA und stützen im Zweifel arabische Terrorstaaten. Warum sollen die USA die ernst nehmen? Warum sollen sie den israelischen Ministerpräsidenten verhaften, wenn der ihr Verbündeter ist? Weil ein internationaler „Gerichtshof“ dies so will? Wo ist dieser Gerichtshof, wenn es um die beiden führenden Damen der EU bzw. der EZB geht; beide von mehreren Staatsanwalten der Veruntreuung und Zweckentfremdung von Geldern in Milliardenhöhe angeklagt, und beide dennoch nicht nur auf freiem Fuß, sondern auch in Amt und Würden. Um weiterhin Unheil über unseren geplagten, schwerst desorientierten Kontinent zu bringen.

    „Völkerrecht“ ist ein Popanz. „Regelbasiertes Handeln“ ist erdacht von Politikern, die anderen nur ihre eigenen – einer menschenfeindlichen linken Ideologie entspringenden – Regeln aufdrücken wollen. Insofern: U.S. Präsident Trump hat richtig, richtig und nochmals richtig gehandelt. Er hat die Interessen s e i n e s Landes durchgesetzt, und allein dafür ist er gewählt worden. Und er hat einmal mehr gezeigt, wie Politik gehen kann, wenn linksgerichtete Politiker ausnahmsweise einmal nichts niente nothing zu sagen haben und wenn ein Mann an der Macht ist (könnte auch eine Frau vom Format z.B. einer Maggi Thatcher sein), dem der shitstorm der „liberalen“ (linken) Medien nach ausnahmslos jeder seiner Handlungen sch…egal ist.

  5. Note Eins für die Analyse. Note Fünf für die Schlussfolgerung. Wenn schon alle internationalen Gremien versagen, ob links oder rechts unterwandert macht keinen faktischen Unterschied, sollte ein Prinzip gelten, das „der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten“. Ob es einem Linken oder Rechten gefällt, was da passiert, ist völlig egal. Nur das betreffende Volk hat das Recht für sein Schicksal zu kämpfen. Wenn wir erst Schiedsrichter zulassen, die aktiv ins Spiel eingreifen, die sog. Weltmächte, wird aus dieser Welt ein Scheiterhaufen, auf dem die jeweiligen Gegner brennen. Ein weiteres ehernes Prinzip ist das aus dem Dreissigjährigen Krieg und den Napoleonischen Kriegen gewonnene: „Die Sicherheit von Staaten ist unteilbar“. Kein Staat darf seine Sicherheit auf Kosten eines anderen erhöhen. Diese Prinzipien gilt es grundsätzlich zu verteidigen. Ob sie immer und überall durchsetzbar sind, spielt keine Rolle. Sie bilden den Minimalstandard im zivilisierten Umgang zwischen Staaten. Und auch Imperien müssen sich moralisch daran messen lassen. Ob Maduro ein linker Idiot ist, der nichts zustande kriegt, geht allein dessen Volk etwas an. – Früher brachte der Westen „den Glauben“, heute „die Demokratie“. Mit welchen verheerenden Folgen!

  6. Das wäre sehr zu begrüssen – bei der heutigen politischen und gesellschaftlichen Situation dürften Ihnen die Themen in absehbarer Zeit nicht ausgehen ……….

  7. Ganz exzellent auf den Punkt gebracht, lieber Herr Letsch ! Es ist ein – leider viel zu seltenes – Vergnügen, Sie zu lesen.

Kommentarfunktion ist geschlossen.